Kapitel 73: Syra


 

Jung......wenn man Aurian und Myrion wie auch einige andere Götter betrachtete, war jeder andere Gott noch jung. Die Alten hatten inzwischen fast fünftausend Jahre auf dem Buckel und Lazarus fiel darunter. Man sah ihnen das Alter zwar nicht an, aber man spürte es. Und die jungen Götter, worunter auch Leander fiel, respektierten sie. Selbst Ethan war im Gegensatz zu Aurian oder Lazarus noch jung, obwohl es inzwischen auch schon gute sechshundert Jahre waren, die er hinter sich gebracht hatte. Ethan hatte zwar einige Reifungsprozesse durchgemacht und doch hatte er seine Jugendlichkeit nicht ganz verloren. Sie trat sporadisch immer mal wieder auf und er war sogar in der Lage dann Lazarus mit zu ziehen, der eigentlich von jeher eher ernst gewesen war. Arden war diese Jugendlichkeit in seinem ersten Leben auch zu eigen. Doch war er niemals in der Lage gewesen Lazarus aus seiner ernsten Gemütsverfassung heraus zu ziehen. Ethan konnte es und Myrion der Lazarus sehr liebte, war Ethan dafür auch äußerst dankbar. Lazarus neigte oft zu Depressionen, woran das lag wusste keiner, nicht mal Aurian. Obwohl es eine Zeit gab da sogar Lazarus aus sich heraus gekommen war. Das war als er sich unsterblich in Nara verliebt hatte. Aurian nahm an, das es daran lag das ihm die Frauen regelrecht zu Füßen lagen, das er sich oft nicht mal an zu strengen brauchte um eine Frau die er wollte ins Bett zu bekommen. Doch hatte er sie, ließ sein Interesse sofort nach. Nara hingegen hatte ihn sogar geohrfeigt als er sich bei ihr einen Kuss raubte. Das hatte ihm Respekt abgenötigt, sie war ihm nicht sofort um den Hals gefallen und er musste sogar gegen einen anderen Mann antreten und um sie kämpfen. Doch sie blieb dem Mann treu, erst mit einem gemeinen Trick bekam Lazarus sie dazu das sie mit ihm schlief. Als ihm klar wurde, das er mit unfairen Mittel gekämpft hatte, entschuldigte er sich bei seinem Widersacher. Nara und Iron, er teilte sich Nara anschließend mit Iron und er liebte beide, doch als sie starben....starb wohl auch ein Teil von Lazarus. Auch ihre Wiedergeburt konnte das nicht ändern, denn Nara war nicht mehr dieselbe. Nara verliebte sich wieder in Iron, doch Lazarus konnte sein Herz nicht mehr für die neue Nara entdecken. Aurian nahm an das er immer noch trauerte und das nun bereits seit sechshundert Jahren.

Hin und wieder besuchte Ethan das Dorf der Sterblichen, ohne dort etwas zu wollen, er machte lediglich einen Kontrollgang. Er wusste zwar das es nicht nötig war, denn Angel und Aurana kümmerten sich gut darum, ebenso Damien und Andora und doch trieb es ihn immer mal wieder dort hin und eines Tages sah er sie. Sie war reizend, hatte feuerrotes Haar wie es Iona hatte, das ihr in dicken Locken über den Rücken fiel. Ihr Körper war grazil und eher zierlich zu nennen. Sie hatte die Bewegungen einer Tänzerin. Sie kam auf einem Pferd an galoppiert und sprang mit ihm über einen Meter hohen Zaun, sie hatte das Pferd absolut unter Kontrolle. Ethan betrachtete sie. Die Götter hatten sich darauf geeinigt die Frauen des Dorfes in Ruhe zu lassen, doch hier musste Ethan scharf einatmen. Diese Frau gefiel ihm sehr. Er sah wie man ihr das Pferd abnahm als sie herunter sprang und sie anschließend Befehle erteilte. Er schmunzelte darüber das sie so selbstbewusst war das sogar die Dorfbewohner ihr gehorchten. Später erfuhr er das man sie zur Sprecherin des Dorfes ernannt hatte, da sie gar keine Scheu den Göttern gegenüber zeigte. Als Ethan sich ihr näherte sah sie ihn von oben bis unten an und fragte ihn: „Was wollt ihr mein Herr? Haben die Götter einen Wunsch?“ Ethan zwinkerte ihr zu, was sie dazu nötigte eine Augenbraue zu heben. Sie sah ihn ruhig und abwartend an. „Nun ja schöne Frau...“ Als er weiter reden wollte sah sie ihn abermals von oben bis unten an. „Also das könnt ihr euch sparen. Sagt was ihr wollt, aber belästigt mich nicht mit euren Floskeln.“ Ethan blieb die Spucke weg, als sie ihm das Wort abschnitt. Das hatte er noch nie erlebt. Er war ebenso verwöhnt wie Lazarus und in der Regel lagen ihm die Frauen zu Füßen. Er trat näher an sie heran, bis er unmittelbar vor ihr stand und auf sie herab sah. Die Dorfbewohner hielten schon den Atem an, in Erwartung das dieser Gott die junge Frau strafen würde, doch sie sah ihn nur an, legte ihm eine Hand auf die seidenbehemte halbnackte Brust und schob ihn einen Schritt von sich fort. Ihre Berührung ließ ihn leicht erschauern. „Ihr steht da und ich hier und nun sagt was ihr wollt.“ Ethan lachte leise. „Wie wäre es mit euch in meinem Bett?“ Nun sah ihn die junge Frau empört an. „Vergesst es, egal ob Gott oder nicht, aber das könnt ihr euch abschminken. Ich bin keine eurer Huren, die ihr euch mal eben mit ins Bett nehmen könnt.“ Eine junge Frau trat zu ihr und flüsterte ihr zu. „Syra nicht, willst du das man uns alle wegen ungehorsam bestraft?“ Syra sah die andere Frau an. „Er wird uns nicht strafen, nicht deswegen. Er kann nicht einfach her kommen und eine von uns für sein Bett fordern. Das kommt ja gar nicht in Frage. Außerdem weiß ich wer er ist und kenne seinen Ruf. Vor ihm ist doch kein Frauenrock sicher. Oh nein. Ich habe mich nicht aufgehoben das ich mich jetzt wie eine Hure behandeln lassen muss. Das ist beleidigend.“ Dann sah sie Ethan wieder an. „Nun kennt ihr meine Meinung. Ihr habt etliche Welten zur Verfügung und hier reichlich Göttinnen die euch sicher nicht abweisen werden nehmt euch davon eine, aber nicht mich.“ Sie verschränkte trotzig frech ihre Arme vor der Brust und sah ihn kämpferisch an. Ethan schmunzelte, die Kleine gefiel ihm immer besser, so trat er abermals einen Schritt vor griff schnell um sie herum und küsste sie leidenschaftlich, danach ließ er sie wieder los und wartete auf die Ohrfeige die er nun wohl bekommen würde. Und tatsächlich, sie holte aus und er hatte ihre Hand in seinem Gesicht. Er lachte und zwinkerte ihr zu. „Das war es mir wert. Ich werde wieder kommen schöne Frau und ihr entkommt mir nicht.“ Danach drehte er sich herum, ging einige Schritte und war dann verschwunden, zumindest für die Augen der Bewohner. Tatsächlich wollte er sehen was nun geschah. Jetzt da sie vermutete das er weg war, sank die junge Frau auf den Boden und setzte sich. Sie zitterte am ganzen Körper und die Frau die eben noch mit ihr gesprochen hatte, versuchte mit ihr zu reden. „Syra, hoffentlich hat das keine Konsequenzen für uns. Du hast gerade eben einen Gott geschlagen.“ Syra sah die Frau an, dann erhob sie sich wieder. „Ja verdammt das weiß ich auch. Aber ich bin keins seiner Betthäschen die er sich mal eben nehmen und anschließend weg werfen kann, weil er ihrer überdrüssig ist. Dafür bin ich mir zu schade. Das habe ich nicht nötig.“ Ethan lachte leise in sich hinein, er dachte sich das er sie schon bekommen würde, die Jagd war eröffnet. Beschwingt ging er nach Hause und ließ sich neben Lazarus in einen Liegestuhl fallen. Der sah ihn an. „Na was hat dich denn so fröhlich gestimmt?“ :schmunzelte er. Ethan sah Lazarus grinsend an. „Eine Ohrfeige.“ Dann erzählte er Lazarus von Syra und wie es ihm mit ihr ergangen war. Lazarus grinste. „Nun ja alter Junge, bei mir würde sie wahrscheinlich nicht so herum zicken. Ich kriege jede Frau.“ Ethan grinste zurück. „Na versuch es, doch sei nicht sauer wenn du dir auch eine Ohrfeige einfängst. Ich muss gestehen seid Morgan und Marian hat mir keine Frau mehr so richtig gefallen, außer Aurian. Doch Syra ist etwas besonderes, das spüre ich einfach.“ Lazarus lachte herzhaft. „Wieso? Tut dir deine Wange noch weh?“ Ethan knuffte ihn frech, doch Lazarus lachte. „Na dann sollte ich mir das Wunder von Frau mal ansehen. Vielleicht erliegt sie mir.“ Ethan zog sein Hemd aus um sich zu sonnen und sah Lazarus an. „Na dann wünsche ich dir Glück.“ Lazarus sah an Ethan feixend entlang. „Vielleicht hättest du bei ihr dein Hemd ausziehen sollen, könnte ja sein das sie das dann eher gereizt hätte.“ Ethan sah ihn frech grinsend an. „Lass mich in Ruhe träumen, versuch es selber.“ Lazarus erhob sich. „Na dann träum du mal während ich mir das Rehlein hole.“ Aurian hatte das Gespräch mit bekommen und wollte sich die junge Frau mal ansehen. Kurz darauf bekam sie mit wie Lazarus dort auftauchte. Sie sah das er seine Kleidung sehr sorgfältig gewählt hatte. Er trug eine schwarze hautenge Lederhose und dazu ein weißes Seidenhemd das er bis zum Bauchnabel offen trug, um ihr zu zeigen was er zu bieten hatte. Er fragte sofort im Dorf nach Syra, und als man ihm den Weg zu ihrem Haus wies folgte er der Wegbeschreibung und kam gerade dazu wie sie die Pferde versorgte. Er erkannte sie auf Grund von Ethans Beschreibung sofort und auch er musste kurz schwer einatmen, die Frau war wirklich eine Schönheit. Sie sah ihn kommen und verdrehte die Augen. „Der nächste.“ murmelte sie leise. Doch laut fragte sie ihn ebenso wie Ethan was er wolle. Er lächelte charmant und bemerkte das dies sie doch scharf einatmen lies, vor allem als sie an ihm entlang sah. „Ich komme um mich zu entschuldigen für meinen ungehobelten Freund. Allerdings muss ich ihm recht geben, ihr seid wahrlich eine Schönheit.“ Er kletterte über das Gatter zu ihr und lächelte sie weiterhin charmant und verführerisch an. Sie nickte. „Mit dem Süßholz geraspel kommt ihr bei mir nicht weit. Ich sage euch das gleiche wie eurem ungehobelten Freund. Ich bin kein Betthäschen das man sich mal für eine Nacht mit ins Bett nehmen und dann weg werfen kann wie eine alte Papiertüte.“ Lazarus sah sie zerknirscht und mit treuem Hundeblick an. „Aber schönste aller Frauen, wer sagt denn das ich so etwas vorhabe.“ Er trat näher als sie bei seinem Blick lachte. Sein Blick ging aufreizend langsam an ihr entlang. „Ihr seid wirklich schön und wahrlich eine Sünde wert. Eine Sünde wäre es allerdings euch ungeküsst zu lassen.“ Er trat noch näher und als er nahe genug stand tat er das selbe wie Ethan er umfasste sie blitzschnell und küsste sie leidenschaftlich. Doch lies er sie nicht sofort danach wieder los sondern drückte sie fest an sich um sie an zu sehen, doch da hatte er ebenfalls ihre Hand in seinem Gesicht. Er lachte leise und flüsterte ihr zu während er sie weiterhin an sich gedrückt hielt, wobei sie versuchte von ihm los zu kommen. „Wehre dich nicht, es wird der Tag kommen da du in meinen Armen liegen und jubeln wirst, glaub es mir.“ Erst danach lies er sie los. Doch für das festhalten bekam er nun zu der Ohrfeigte noch einen kräftigen Tritt gegen sein Schienbein. „Wagt es nie wieder mich an euch zu ziehen und mich zu küssen.“ :fauchte sie ihn dabei an. Er lachte leise und sah sie frech zwinkernd an. „Ich werde noch mehr wagen, aber um dich zu beruhigen. Weder ich noch mein Freund, nehmen uns eine Frau mit Gewalt. Doch garantiere ich dir, du wirst mir erliegen und das wird die Nacht deines Lebens sein.“ Als Lazarus ging, setzte sie sich auf den Wassertrog, sie zitterte wieder am ganzen Körper. Ihm zu widerstehen hatte sie eine Menge Kraft gekostet. Seine erotische Ausstrahlung hatte auch auf sie gewirkt. Sie wusste wer er war. Sie atmete immer wieder heftig ein. Sie hörte eine sanfte Stimme und sah sich danach um. „Sie sind beide sehr anziehend nicht wahr?“ Aurian stand in der Nähe und lächelte ihr zu. Syra nickte, sie sah Aurian an. „Herrin die beiden machen es mir wirklich nicht leicht. Doch ich will mich nicht einfach für eine Nacht so verschenken. Versteht ihr das?“ Aurian trat näher und setzte sich neben sie auf den Rand des Wassertrogs. „Ja das verstehe ich, doch wie lange wirst du es aushalten? Sie werden nicht aufgeben, keiner von beiden.“ Syra nickte. „Das kann ich mir vorstellen, sie haben das Wild gerochen und wollen es erlegen. Doch was ist dann? Sobald ich ihnen nach gegeben habe, werden sie sich nach was anderem umsehen und dafür bin ich mir zu schade. Ich bin nicht ihr Spielzeug.“ Aurian betrachtete die junge Frau, sie gefiel ihr, vor allem das sie bereit war für ihre Tugend zu kämpfen und sich sogar gegen Ethan und Lazarus stellte. „Ich gebe dir nun einen guten Rat, gib ihnen nicht zu schnell nach. Je länger du durchhältst, je länger sie kämpfen müssen um so mehr wissen sie dich zu würdigen und dann ist es vielleicht nicht nur für eine Nacht. Geh in dich, prüfe ob du einen von ihnen willst und dann kämpfe.“ Syra sah Aurian verlegen an. „Na ja um ehrlich zu sein, mir gefallen schon beide. Aber wie gesagt, ich will nicht ihr Spielzeug sein.“ Aurian nickte, sie lächelte. „Ich habe eine Idee, ich weiß definitiv das bei Lazarus wenn sich ihm eine Frau nicht so schnell ergibt sein Interesse immer stärker wird. Doch versprechen kann ich nichts das ist klar. Doch ich kann dir helfen, länger durch zu halten. Du bist sicher das du beide willst?“ Syra zuckte mit der Schulter. „Mir gefallen beide. Doch würde ich sie gerne erst etwas besser kennen lernen, bevor ich mich entscheide.“ Aurian lachte, ihr war gerade eine Idee gekommen, sie nickte. „Also gut pass auf, folgender Plan. Du verabredest dich mit beiden abwechselnd und jedem gibst du absolut das selbe, küsst dich der eine wird der andere es auch versuchen, anfangs wirst du dich dagegen wehren und irgendwann den Kuss erwidern, doch achte genau darauf das du keinen von ihnen vor ziehst, das wäre fatal. Sie werden in einen Wettstreit aus brechen, jeder will der bessere und vor allem der erste sein. Wenn es zum Ende kommt musst du dir sicher sein wen du lieber hast, dem gibst du das erste mal. Wenn du beide willst, solltest du danach auch dem anderen das geben was du dem einen gegeben hast, versuchen werden es beide, da bin ich mir sicher. Willst du nur einen, dann nimm auch nur den einen und sage dem anderen das du dich entschieden hast.“ Syra nickte. „Was würde passieren wenn ich einen vorziehe?“ Aurian sah sie sanft an. „Jeder der beiden will dich, würdest du einen von ihnen vorziehen könnte es zu Eifersüchteleien kommen, zumindest solange wie du dich noch nicht entschieden hast. Sobald du dich entschieden hast, wird der andere es respektieren. Die beiden sind die besten Freunde und lieben sich......nicht auf falsche Gedanken kommen, sie lieben sich nur platonisch. Allerdings sollte ich dir auch sagen das du niemals die einzige Frau in ihrem Leben sein wirst. Du weißt was Lazarus ist?“ Syra nickte. „Man sagt das er der Eros ist, der Gott der Lust.“ Aurian nickte leicht. „Ja und das heißt, sein heißes Blut wird ihn immer zu anderen Frauen treiben um dort seine Pflicht zu tun. Außerdem ….wird er auch immer mein Bett teilen, wie Ethan übrigens auch. Ethan hat ebenso das heiße Blut in sich und wird auch niemals richtig treu sein können. Ich kann dich eine weile vor ihrer erotischen Ausstrahlung schützen, aber nicht auf Dauer.“ Sie sah Syra an, diese nickte. „Ich verstehe, also sind die Gerüchte wahr, das die beiden euer Bett teilen Herrin.“ „Ja, es ist wahr. Ich sage es dir lieber jetzt schon bevor es zu spät ist und du wirklich leidest. Also denk darüber nach, ob du das dann wirklich willst. Ich persönlich würde mich freuen wenn die beiden ihre Liebe vielleicht auf dich ausweiten würden, vor allem Lazarus. Doch dazu musst du sie zappeln lassen, gib ihnen nicht zu schnell was sie wollen. Das heißt sofern du es nun überhaupt noch willst.“ Syra nickte leicht. „Ich werde darüber nachdenken. Ich habe nie damit gerechnet das sich mal ein Gott für mich interessieren könnte und nun gleich zwei. Und dann noch ausgerechnet diese beiden.“ Aurian sah sie an. „Du hättest es schlechter treffen können. Denn beide sind Ehrenmänner, sie werden zwar versuchen dich zu verführen, doch wenn du nein sagst respektieren sie es auch. Klar sie stehlen sich einen Kuss und werden versuchen dich zu verführen, doch Gewalt wenden sie nicht an.“ Syra lachte leise. „Das mit dem Nein sagen ist nicht leicht, wenn man von solch einer geballten Ladung Männlichkeit in den Armen gehalten wird und der einen so küsst das einem hören und sehen vergeht. Ich gebe zu als Lazarus mich eben in den Armen hielt und mich küsste wurden meine Beine schwach und bei Ethan ging es mir nicht anders.“ Aurian nickte verstehend und schmunzelte. „Ich glaube meine Liebe du hast dich bereits entschieden. Nur mach dich mit dem Gedanken vertraut das du deine Eifersucht nieder kämpfen musst, denn keiner der beiden wird dir wirklich treu sein. Sie können es nicht, selbst wenn sie wollten.“ Syra nickte und versprach darüber nach zu denken.

Als Lazarus zu Ethan zurück kam, grinste der ihn an. „Na wie ist es gelaufen?“ Lazarus setzte sich in den Liegestuhl daneben und grinste zurück, er rollte sein Hosenbein hoch und zeigte Ethan wie es gelaufen war. „Sie hat mich vors Schienbein getreten.“ Ethan lachte. „Na mich hat sie wenigstens nur geohrfeigt, doch das...“ :damit deutete er auf Lazarus Bein. „grenzt ja schon an Körperverletzung.“ Lazarus lachte leise. „Na ja die Ohrfeige habe ich auch bekommen, für den geraubten Kuss, das hier war fürs sie an mich drücken. Aber du hast recht, die Kleine hat was. Sie ist es wert das man sich einige blaue Flecke und auch einige Ohrfeigen holt.“ Ethan sah ihn an und nickte. „Ich glaube wir stehen grundsätzlich auf die gleichen Frauen. Muss wohl an den Genen liegen. Nur wer von uns bekommt sie jetzt?“ Lazarus zwinkerte ihm frech zu. „Möge der bessere gewinnen. Ich hoffe nur das unsere Freundschaft nicht wegen einer Frau zerbricht.“ Ethan nickte. „Oder uns einer zuvor kommen. Na mal sehen wie lange sie einem von uns widerstehen kann. Ich bin bereit sie mir zu holen, wenn sie mich lässt. Ehrlich gesagt bin ich seit langem mal wieder richtig heiß auf eine Frau, die nicht Aurian ist. Was unsere Freundschaft angeht, also ich glaube nicht das sie daran zerbricht, denn wir könnten sie uns ja auch teilen, wäre nicht die erste Frau die wir uns teilen. Also was soll`s.“ Die beiden verstanden sich prächtig und hatten noch viel Spaß an diesem Tag.

Kapitel 74: Wo die Liebe hinfällt


 

Ethan und Lazarus erkundigten sich erst mal bei Angel ob die Frau überhaupt noch frei war. So erfuhren sie das sie noch keinen Mann hatte, aber einen Bruder mit dem nicht unbedingt zu spaßen war. Syra war fünfundzwanzig und ihr Bruder Coran einige Jahre älter als sie. Die beiden waren hier geboren worden und hatten eine Tante, weswegen ihre Großeltern her gekommen waren, ein Kind des Lichts. Dieses Kind des Lichts lebte bei Syra und ihrem Bruder, nach dem Syras Eltern ums Leben gekommen waren. Die Großeltern wie auch die Eltern der beiden lagen bereits auf dem Friedhof der sich in der Nähe des Dorfes befand. Sie betrieben eine Tierzucht vor allem Pferde, aber auch Hühner, Rinder und einige Schweine. Syras Bruder war Metzger und versorgte das Dorf mit Fleisch. Anfangs hatte man ihn als Sprecher haben wollen, doch er hielt sich möglichst von den Göttern fern, so das man seine Schwester dafür auswählte und sie machte ihre Sache sehr gut. Ethan und Lazarus erfuhren auch das es sich bei Syra um eines der Mädchen handelte mit denen Arden seine ersten Flirtversuche gestartet hatte, aber es war nie zu mehr als flirten und hier und da mal einem Kuss zwischen den beiden gekommen. Vor allem deswegen nicht, da sich auch andere Mädchen für Arden interessiert hatten und er so eine ganz nette Auswahl gehabt hatte. Als Syra dahinter kam das der junge Arden sich auch an andere heran machte, war für sie die Sache erledigt, allerdings hatte sie von ihm sehr viele Informationen über die Götter bekommen, weswegen sie nun recht frei und offen mit ihnen umging. Sie wusste von Arden, das die Götter im Grunde sehr gerecht waren und es nur wenige dunkle Götter gab, bei denen man vorsichtig sein musste. Sie war nach wie vor mit Arden befreundet, nur eben mehr als Freundschaft ließ sie nicht mehr zu. Arden respektierte das und als er nun wieder mal bei ihr auf dem Gatter saß und ihr beim striegeln eines Pferdes zu sah, fragte sie ihn nach Lazarus und Ethan. Er sah sie an. „Oha....also ich verehre Lazarus das gebe ich zu. Doch solltest du vorsichtig sein. Er als auch Ethan, sind Schürzenjäger und ihrer erotischen Ausstrahlung kann keine Frau widerstehen. Du weißt ich habe dich gern und ich will nicht das man dir weh tut.“ Sie sah ihn an und nickte. „Sag mal warum teilen sie Aurians Bett? Weil ich habe gehört sie können nicht anders.“ Arden dachte kurz nach. „Nun ja, wie soll ich sagen. Die beiden sind sehr verlangend und verdammt ausdauernd wenn ich den Frauen glauben darf die ich darüber reden hörte. Es ist wohl so das keine Frau den beiden wirklich reicht, aber Aurian kompensiert das und gibt ihnen was sie brauchen, so das sie deswegen noch nicht vollkommen aus gerastet sind. Wenn du dich mit einem von ihnen einlässt, musst du damit leben das sie immer wieder zu Aurian zurück kehren werden. Allerdings muss ich auch dazu sagen, sie lieben Aurian sehr und ich glaube, sie ist wohl auch ihre größte Liebe.“ Syra nickte leicht, sie seufzte. Arden sah sie fragend an. „Du hast dich in einen von ihnen verliebt?“ Syra schüttelte den Kopf. „Nein das nicht, doch sie haben versucht sich an mich heran zu machen.“ Sie sah Arden an. „Es fiel mir verdammt schwer ihnen zu widerstehen, doch mein Körper reagierte und ich hatte das Gefühl innerlich zu verbrennen.“ Arden nickte verstehend. „Es ist also so als wenn einem Kerl die Hose eng wird, ich verstehe. Was willst du nun tun? Denn sie werden nicht aufgeben, dafür kenne ich die beiden zu gut. Du hast ihnen widerstanden und das reizt sie nun noch mehr. So sind wir Kerle nun mal, was wir nicht haben können, wollen wir um so mehr.“ Sie lächelte ihn an. „Du aber nicht und du konntest mich auch nicht haben.“ Arden zwinkerte ihr zu. „Weil ich überlegte was mir wichtiger war, eine kurze berauschende Nacht mit dir und dafür deine Freundschaft verlieren oder diese Freundschaft. Ich habe mich für die Freundschaft entschieden.“ Sie lachte. „Gute Wahl.“ Arden sah sich suchend um. „Wo ist Lilly? Sie hängt dir doch sonst am Rockzipfel.“ Syra lachte. „Wie du weißt war Lilly eine der ersten Kinder hier. Angel und Aurana haben die beiden ersten Kinder zu sich geholt, sie sollen die Erlaubnis kriegen erwachsen werden zu können, wenn sie es möchten. So erklären ihnen die beiden nun was sie erwartet und was sie dafür aufgeben müssen.“ Arden nickte verstehend. „Wie ist das Kind der Dunkelheit, wäre er ein passender Partner für Lilly?“ Syra seufzte leise. „Nun alle Kinder sind unschuldig auch die Kinder der Dunkelheit, ich weiß nicht wie er sich entwickeln wird, aber das werden wir ja dann sehen. Ob er nun ein passender Partner für Lilly wäre kann ich daher auch nicht sagen. Aber sollte sie die Sterblichkeit wählen, soll sie selber entscheiden wer der richtige für sie ist und es nicht davon abhängig machen was sie einmal war. Es ist eh ein gewagtes Experiment, denn wie ich weiß ist es noch niemals so gewesen das die Kinder erwachsen werden konnten. Sie erlangten Weisheit weil sie zwar älter wurden, doch wurden sie nie erwachsen. Keiner kann vor her sehen was mit den Kindern geschieht, wenn man ihnen diese Wahl lässt.“ Arden nickte. „Du könntest Aglaia fragen, sie müsste das Schicksal kennen.“ Syra lachte. „Du Schlauberger auf die Idee bin ich auch schon gekommen, doch sie sagt es gibt so viele alternative Zukünfte, das es im Moment noch gar nicht ersichtlich ist. Erst muss Lilly eine Entscheidung treffen, dann kann man mehr sagen weil dann einige Zukünfte weg fallen.“ Arden nickte und sah sie an. „Bist du glücklich?“ Syra lächelte und nickte. „Ja, ich kenne nichts anderes als das hier und ich bin damit glücklich. Ich liebe Lilly und meinen Bruder, wobei er mich wohl bald verlassen wird, er hat eine Braut gefunden und will heiraten. Ich gönne ihm das Glück und seine Braut ist ein liebes Mädchen. Übrigens auch eine der du als Teenager das Herz gebrochen hast.“ Arden sah sie gespielt gekränkt an. „Ich habe nie mehr getan als alle zu küssen......na ja und wenn sie es zuließen mal ein wenig gefummelt. Mehr war ja nicht drin. Außerdem wenn ich sie entehrt hätte wie ihr das nennt, hätte Aurian mich einen Kopf kürzer gemacht oder sogar mein Vater.“ Syra lachte herzlich. „Ja ja du warst nicht besser als Lazarus oder Ethan. Nur die Strafe hat dich davon abgehalten mehr zu fordern.“ Arden zuckte frech die Schultern und rutschte vom Gatter herab, er trat auf sie zu und zog sie in seine Arme. „Ich hab dich gern, doch nun muss ich los.“ Er küsste sie kurz aber freundschaftlich und war kurz darauf verschwunden. Diesen Kuss ließ er sich auch nicht nehmen und Syra wusste das er nie mehr fordern würde, also ließ sie es auch zu. Sie mochte Arden. Warum Arden verschwunden war zeigte sich einige Minuten später, denn da kam Ethan näher und sah sich suchend um. Sie rief . „Ich bin hier, falls ihr mich sucht.“ Ethan trat näher. „Hallo Kleines, ich dachte wir könnten einen Ausritt machen oder magst du nicht?“ Sie hob kurz ihre Augenbrauen, das waren ja ganz neue Töne, sie grinste leicht. Er hatte wohl seine Taktik geändert. Sie nickte. „Sicher gerne, solange ihr mir nicht wieder an die Wäsche wollt.“ Ethan lachte. „Nein keine Sorge, bis auf einen Kuss den ich hoffe zu bekommen will ich nichts, außer vielleicht einen Ausritt. Und nenne mich einfach nur Ethan.“ Sie nickte und deutete auf zwei Pferde. „Die können wir satteln und nehmen.“ Als sie auf die beiden Pferde deutete, waren sie kurz darauf fertig gezäumt und gesattelt. Syra schnaufte leise als sie es sah. „Nichts da, alles zurück marsch marsch. Das werden wir schön machen wie es sich gehört, die armen Pferde werden ja ganz dusselig wenn sie auf einmal das Sattelzeug auf sich haben und nicht wissen wo es her kommt.“ Also verschwand das Sattelzeug wieder und Ethan musste sich damit abplagen es selber auf zu legen. Syra schmunzelte, als sie ihm dabei half. Dann konnte es los gehen und sie ritt ihm voraus. Er fragte. „Wo geht’s hin?“ Sie lachte. „Zu der Rinderherde die muss ich jeden Tag überprüfen und die Zäune nach sehen.“ Er folgte ihr und als sie bei den umzäunten Wiesen ankamen sah er dort eine riesige Rinderherde. Sie ritt langsam an der Umzäunung entlang und sah sich den Zaun genau an. „Warum machst du das?“ :fragte Ethan interessiert. Sie sah ihn an. „Würde ich das nicht jeden Tag überprüfen könnte sich irgendwann ein Loch in der Umzäunung bilden und die Rinder würden überall herum laufen und dann finde sie mal wieder.“ Er verstand und suchte mit ihr nach Löchern in der Umzäunung. „Nur woher sollen denn die Löcher kommen?“ Sie deutete zu den Bullen in der Herde. „Die Jungs können ganz schön rabiat sein und wenn sie oft genug gegen den Zaun rennen und dort ihre Hörner wetzen, entstehen schnell Löcher.“ Als sie weitere ritten kamen sie auch der Rinderherde gegenüber an eine Weide auf der Pferde standen, und auf einer anderen Weide nur ein einzelnes aber rabenschwarzes Prachtpferd. Ethan sah sich die Pferde an und deutete dann zu dem einzelnen, das aufgeregt am Zaun entlang lief, der zwischen sich und der Herde war. „Was ist mit dem? Warum ist es alleine und so aufgeregt?“ Syra schaute dort hin und auf einmal rief sie. „Oh nein bloss nicht. Verdammt.“ Doch da war es schon passiert, das schwarze Pferd nahm Anlauf und sprang über das Gatter zu der Herde und ehe Syra irgendwas unternehmen konnten bestieg der Hengst bereits eine Stute. Syra fluchte: „Verdammt verdammt. Das muss Coran heute morgen übersehen haben, der Hengst hat eine rossige Stute gerochen.“ Ethan grinste als er sah wie der Hengst die Stute bestieg. „Was ist so schlimm daran? Ich hätte auch nichts dagegen das bei dir zu tun.“ Syra sah ihn giftig an. „Das ist mir klar. Mist verdammt das durfte nicht passieren. Die Stute sollte von einem anderen Hengst gedeckt werden für unsere Zucht. Jetzt hat der schwarze Teufel sich schon wieder eine gute Stute geholt.“ Ethan verstand nur Bahnhof und sah sie fragend an. Sie seufzte. „Der Hengst ist nicht schlecht vor allem wäre er als Deckhengst gut geeignet, doch er ist so wild das man ihn nicht zähmen kann und seine Nachkommen haben seine Eigenschaften, womit auch die im Grunde verdorben sind. Wir haben ihn nur behalten, weil mein Bruder ganz vernarrt in diesen Hengst ist.“ Ethan sah sie frech an. „Ich dachte immer Stuten mögen einen wilden und ungezähmten Hengst.“ Sie nickte, „Die Stuten ja, aber die Nachkommen sind unbrauchbar als Reitpferde.“ Dann begriff sie was er wirklich meinte. „Oh.... du bist.... du bist..“ Ethan lachte. „Ja was bin ich? Glaub mir ich bin wie dein schwarzer Teufel ebenso ungezähmt und wild. Versuch es mal mit mir.“ Syra antwortete nicht darauf, sondern wartete ab bis der Hengst die Stute wieder verließ und versuchte ihn anschließend ein zu fangen um ihn wieder auf seine Weide zu bringen. Ihn nun in den Stall zu bringen wäre sinnlos gewesen, das Kind war bereits in den Brunnen gefallen. Ethan sah aber wie verzweifelt sie war, wegen des Hengstes, er lächelte und half ihr beim einfangen. Dann sah er sie an. „Ich habe die Gene des Fohlens ein wenig geändert, es wird nicht so wild wie sein Vater sein, aber dennoch alle anderen Merkmale von ihm haben. Übrigens ist es ein Hengstfohlen. Das dürfte sehr gut für deine Zucht sein.“ Sie sah ihn überrascht an. „Woher weit du das, er hat es doch gerade erst gezeugt.“ Ethan lachte. „Kleines ich bin mit Aurian der Erschaffer dieses Universums, meinst du da hätte ich Probleme so etwas einfaches hin zu kriegen. Glaub mir es ist so wie ich es dir sage. Der kleine Kerl wird alle Merkmale seines Vaters haben aber nicht seine Wildheit so das man ihn zähmen kann.“ Sie sah ihn an, dann zu der Stute, dann wieder ihn und strahlte. Dann grinste sie. „Deswegen lasse ich dich dennoch nicht an meine Wäsche.“ Ethan lachte herzhaft. „Das wäre auch zu einfach gewesen.“ Als er sich später von ihr verabschiedete stand er vor ihr und sah auf sie herab, dann schüttelte er den Kopf und grinste. „Es tut mir leid aber ich kann nicht anders.“ Er griff um sie herum zog sie an sich und küsste sie leidenschaftlich. Sie versuchte aus seiner Umarmung zu kommen und als er sie los ließ grinste er. Sie fauchte ihn an. „Ich wollte mich gerade bedanken für das Fohlen, doch nun...du ..du...Lüstling.“ Er lachte und sah sie an. „Ja das bin ich wohl, was ist mit der Ohrfeige? Gibt’s heute keine?“ Sie drehte sich nur wütend um und ließ ihn stehen, er lachte leise. Später erzählte er Lazarus von seinem Abenteuer auch wie es geendet hatte. Lazarus lachte und nickte . „Ja so baut man Vertrauen auf, du hast vollkommen recht. Erst macht man ihr ein Geschenk und dann raubt man ihr einen Kuss. Das flößt wirklich Vertrauen ein. Ich glaube ich muss dir mal zeigen wie man das macht. Morgen werde ich es versuchen.“ Am nächsten Tag versuchte Lazarus sein Glück, auch er hatte einen schönen Tag mit ihr, doch weiter kam er nicht. Die beiden konnten ja nicht ahnen das Aurian hier intervenierte und Syra unter ihren Schutz gestellt hatte, damit sie den beiden widerstehen konnte.

Es vergingen einige Tage und dann Wochen. Die beiden Casanovas versuchten es immer wieder, halfen Syra wo sie konnten und gingen ihr sogar zur Hand. Mit der Zeit lernte sie die beiden genauer kennen und stellte fest das beide sehr liebenswert waren. Jeder auf seine Weise. Sie sah das Lazarus ernster war als Ethan und oft eher als dieser sah was nötig war, dafür war Ethan eher frech und teilweise recht ungehobelt. Doch auch die beiden Männer lernten Syra besser kennen und so langsam aber sicher schlich sie sich in deren Herz. Doch irgendwann platzte Lazarus der Kragen und er fauchte. „Verdammt ich bin es leid hingehalten zu werden, ich will sie endlich.“ Ethan sah ihn an und nickte, er verstand ihn. „Ich finde auch das sie uns lange genug hingehalten hat, jetzt sollten wir mal langsam Nägel mit Köpfen machen. Mal abgesehen davon wundert es mich eh das sie uns so lange widerstehen konnte. Ich bin sogar schon her gegangen und habe getestet ob ich bei den Frauen noch ankomme, also es ist alles in Ordnung. Die Weiber sind nach wie vor scharf auf mich, wieso sie nicht....obwohl sie scheint es schon zu sein aber traut sich nicht den letzten Schritt zu tun.“ Lazarus nickte. „Ich bin es leid, jetzt werde ich meine Eros Kräfte einsetzen, wenn sie denen auch widersteht, also dann weiß ich auch nicht.“ Ethan sah ihn überrascht an. „Hast du das bisher nicht getan?“ Lazarus schüttelte den Kopf. „Nein, den Fehler habe ich damals bei Nara gemacht und sie so ins Bett bekommen. Aber ich habe mich danach nicht so toll gefühlt. Den Fehler wollte ich jetzt nicht noch mal machen. Doch sie lässt mir keine andere Wahl, ich will sie.“ Er seufzte und sah Ethan an. „Ich glaube ich habe mich verliebt...“ Ethan nickte. „Mir geht es nicht anders, wenn ich sie sehe schlägt mir mein Herz bis zum Hals, ich bin aufgeregt wie ein Teenager der noch nie eine Frau hatte.“ Lazarus sah ihn an. „Ich glaube aus unserem Spiel ist blutiger ernst geworden, wir haben unser Herz an eine Sterbliche verloren und das beide.“ Ethan sah Lazarus an, er nickte. „Geh... heute ist dein Tag und stell sie vor die Wahl sie soll sich endlich entscheiden.“ Lazarus erwiderte den Blick und schüttelte den Kopf. „Vielleicht sollten wir beide verzichten, das wäre die fairste Lösung.“ Ethan stand auf und sah seinen Freund an. „Nein.....du gehst, es ist dein Tag. Wir waren bisher immer fair, überlassen wir ihr die Entscheidung. Lazarus wir lieben sie beide wie es aussieht, vielleicht kann sie uns auch beide lieben. Wir sollten das nicht weg werfen und wenn sie wirklich nur einen von uns will, dann ist es halt so.“ Lazarus nickte leicht, er hatte Angst...Angst das sie ihn ablehnen würde und Ethan lieber haben wollte. Aber Lazarus konnte auch egoistisch sein, wenn sein Herz schrie und nun wurde er egoistisch. Er würde alle seine Fähigkeiten nun in die Waagschale werfen und sich die Frau holen die er so begehrte.

Als er später vor ihr stand und sie ihn ansah, merkte sie das sich etwas verändert hatte. Sie standen in der Scheune ,weil sie Heu wenden wollte. Er trat langsam auf sie zu, öffnete sein Hemd,zog es langsam aus und lies es fallen. Er beobachtete ihre Reaktionen. Aurian war klar geworden das es soweit war und hatte nun den Schutz über Syra fallen lassen, so war diese seiner männlich erotischen Ausstrahlung nun voll ausgesetzt. Syra atmete schneller ein und aus als sie ihn betrachtete. Ihr Körper begann zu glühen als er näher kam. Als er sie an sich zog und an sich drückte und sie nun seinen harten muskulösen Körper spürte, konnte sie nicht mehr. Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und erwiderte den leidenschaftlichen Kuss. Lazarus stöhnte leise auf und begann sie zu entkleiden während er sie weiter hin küsste. Als er sie langsam ins Heu drückte zog er sich auch die Hose aus. Nun würde er endlich bekommen was er so begehrte. Sie war in ihren Zärtlichkeiten recht ungeschickt was ihn stutzig machte, er löste kurz den Kuss, streichelte sie aber weiter und sah sie an. „Sag mir eins, bist du noch Jungfrau?“ Sie nickte leicht und sah ihn verlegen an. Er schloss kurz die Augen und versuchte seine Erregung zu unterdrücken. „Für wen hast du dich aufgehoben?“ Sie drückte sich an ihn. „Ist das jetzt nicht egal?“ Lazarus seufzte. „Für jeden anderen Kerl vielleicht, aber nicht für mich. Also sag mir liebst du mich?“ Sie nickte und sah ihn abermals verlegen an. „Ja aber auch Ethan, ich liebe euch irgendwie beide.“ Lazarus schloss noch mal kurz die Augen und sah sie an. Er nickte. „Wir lieben dich auch.....beide. Wärst du bereit dein Leben mit uns zu teilen?....Doch bevor du antwortest, muss ich dir noch etwas sagen.“ Sie schüttelte leicht den Kopf. „Ich weiß es bereits und ich weiß mit was ich leben muss....aber ich bin bereit dazu.“ Lazarus stöhnte auf, er nickte. Dann führte er sie sanft und liebevoll in die körperliche Liebe ein. Allerdings spürte er schnell wie viel Leidenschaft in dieser kleinen zierlichen Person steckte. Als das erste mal hinter ihnen lag, wollte sie noch mehr und sah ihn verlegen an als sie fragte ob das noch mal ginge. Lazarus spürte wie sinnlich sie war, wie verlangend und er war überglücklich. Aurian stand in der Nähe und lächelte sanft. Sie hatte Syra als klar wurde das sie beide liebte, ein wenig mehr Kraft, Verlangen und Sinnlichkeit gegeben um beide Männer glücklich machen zu können. Als sie ihren Teil dazu getan hatte, verschwand sie und ließ die beiden wieder alleine. Als die beiden anschließend glücklich Arm in Arm im Heu lagen, sah Lazarus Syra an. „Hast du etwas dagegen wenn ich Ethan dazu rufe? Er sollte nicht länger warten müssen und keine Sorge er wird dich nicht auch noch haben wollen, nicht jetzt. Aber er sollte wissen das du ihn ebenso liebst wie wir dich.“ Syra lächelte und nickte. „Ja du hast recht er sollte auch wissen das ich ihn liebe.“ So rief Lazarus nach Ethan, als dieser erschien erfasste er sofort was geschehen war, doch Syra als auch Lazarus wollten ihn nicht auf falsche Gedanken kommen lassen und streckten beide einen Arm nach ihm aus. „Komm leg dich zu uns, sie liebt uns beide.“ lächelte Lazarus. Ethan als er endlich begriff was geschehen war strahlte und legte sich zu ihnen. Er ließ seine Kleidung an um Syra klar zu machen das er im Moment nichts von ihr fordern würde, doch küsste er sie nun leidenschaftlich und Lazarus lächelte als er es sah. Syra öffnete dann sein Hemd als er sie küsste und zog es ihm über die Schultern. Er löste kurz den Kuss und sah sie an. „Bist du sicher das du das willst? Ich kann mir vorstellen das Lazarus schon einiges gefordert hat.“ Sie lächelte und nickte. „Ja, einmal schaffe ich sicher noch und du solltest nicht leer ausgehen.“ Nun strahlte Ethan erst recht und ließ sich nicht zweimal bitten. Lazarus klärte ihn auf das Syra bis kurz zuvor noch eine Jungfrau gewesen war und Ethan nickte. So ging auch Ethan recht sanft mit ihr um. Anschließend lagen alle drei aneinander gekuschelt da und Lazarus lächelte Ethan an. Es war zu keinem Streit gekommen und die Eifersucht hatte sie auch verschont. Lazarus strahlte von innen, als er Syra und Ethan neben sich liegen hatte und sie ansah. Er war seit langem mal wieder richtig glücklich und das sah man ihm an. Sechshundert Jahre der Trauer waren vergessen, als er einen Arm um die beiden legte. Sein Herz und seine Seele hatten endlich Frieden gefunden.

Kapitel 75: Eine göttliche Hochzeit


 

Das Verhältnis der drei warf allerdings auch Probleme auf. So bekam Syras Bruder einen Tobsuchtsanfall als er hörte das sich gleich zwei Götter für sie interessierten. Vor allem, da die Frauen des Dorfes nicht so leichtfertig mit ihrer Frauenehre umgingen, sprich nur mit ihrem zukünftigen Gemahl ins Bett gingen. Syra hingegen hatte sich gleich zwei Männern hingegeben und deswegen war ihr Bruder außer Rand und Band. Ethan und Lazarus versuchten ihn zu beruhigen, doch er schrie sie an. „Hat einer von euch vor sie auch zu heiraten?! Oder wolltet ihr sie nur ins Bett bekommen?! Ich sagte immer die Götter bringen nichts gutes, vor allem wenn man sich mit ihnen einlässt.“ Das er sich so aufregte fanden die beiden ja recht ehrenvoll, doch sie hatten ja nicht vor gehabt Syra zu entehren, sondern liebten sie ehrlich und aufrichtig. Hier trafen zwei absolut unterschiedliche Kulturen auf einander. Die Götter, die durch ihre Unsterblichkeit weit aus freier damit umgingen und die Sterblichen die ihre Frauen hüteten bis sich der Mann fand der sie heiraten würde. Lazarus kannte noch die Zeremonien der Ehe und so trat er vor und nickte. „Ich werde sie zu meiner Frau machen, wenn das wichtig für euch ist, so werde ich sie heiraten und ihr meinen Ring an den Finger stecken.“ Coran nickte zufrieden, doch wurde ihm auf einmal wieder etwas bewusst. „Sie ist sterblich, sie wird alt werden während ihr immer noch so jung bleibt wie jetzt. Was ist dann? Werdet ihr euch dann eine andere suchen?“ Lazarus seufzte. „Ich werde die hohe Göttin bitten ihr die Unsterblichkeit zu geben. Allerdings hätten wir das eh getan.“ Coran nickte und sah seine Schwester an. „Kannst du damit leben? Ich werde irgendwann sterben und alle die du kennst, wirst du damit fertigt werden?“ Syra sah ihren Bruder liebevoll an. „Ich liebe sie beide und ich hoffe das ich damit leben kann. Ich weiß noch nicht wie es werden wird, aber ich hoffe es.“ Ethan und Lazarus sahen das sich Coran nur aus Sorge um seine Schwester so aufregte und das konnten sie auch verstehen. Sie spürten wie sehr er seine Schwester liebte. Beide standen rechts und links von Syra und stellten sich den Angriffen ihres Bruders. Coran seufzte leise. „Was ist mit Lilly, was ist mit der Viehzucht, was wird damit werden?“ Syra sah ihn an. „Wenn Lilly die Sterblichkeit wählt kann sie die Viehzucht übernehmen, sie hat mir und unseren Eltern ja die ganzen Jahre zugesehen, sie weiß was wichtig ist. Zudem bin ich ja nicht aus der Welt und werde weiter hin mit helfen. Sollte Lilly allerdings ihren derzeitigen Status behalten wollen, werde ich sie weiterhin bei mir aufnehmen. Sie wird nicht alleine bleiben.“ Coran sah Lazarus und Ethan an. „Sie ist ein fremdes Kind, würdet ihr sie aufnehmen?“ Lazarus lachte. „Natürlich, Kinder sind bei uns immer willkommen. Sie würde bei uns ein Zuhause finden. Darüber müsst ihr euch nicht sorgen.“ Coran nickte, er sah das man sich wirklich bemühte seine ganzen Bedenken aus dem Weg zu räumen. Er sah die beiden Götter an. „Also gut, wenn es sie glücklich macht, dann willkommen in der Familie.“ Dann drückte er Lazarus und nach kurzem zögern auch Ethan an sich. Die beiden atmeten auf. Die schlimmste Hürde hatten sie genommen.

Lazarus meinte es ernst und so bereitete er die Hochzeit vor. Er hatte ja schon Übung darin, schließlich hatte er auch einst Nara geheiratet. Er bat Aurian ob sie die Zeremonie durchführen würde und sie erklärte sich lächelnd dazu bereit. Doch mit so einem Spektakel hatte keiner der Dorfbewohner gerechnet. Lazarus hatte an alles gedacht. Die Zeremonie würde im Dorf der Sterblichen abgehalten werden, doch waren auch alle Götter dazu eingeladen. Denn wenn sich schon mal einer der ihren der Zeremonie unterwarf, wollten auch alle dabei sein. Aurian hatte noch eine weitere Überraschung bereit, ebenso Myrion. Auf dem großen Dorfplatz standen Blumen geschmückte lange Tische an denen alle Platz nehmen konnten. Etwas am Rand standen runde Tische an denen die Götter Platz nehmen würden. Das gesamte Dorf war in Aufruhr als sie zusahen wie Lazarus die Hochzeit vorbereitete. Er sorgte auch für einen marmornen Altar der ebenfalls mit Blumen bestückt war und an dem Aurian die Zeremonie abhalten sollte. Es gab lange Tische auf denen es Essen und Getränke geben würde. Die Dorfbewohner wollten auch ihren Teil dazu beitragen und brachten große Platten mit Fleisch, Gemüse und viele Schüsseln mit Salaten. Es gab die aus gewähltesten Weine die Lazarus aus allen Welten zusammen getragen hatte.

Dann kam der Tag heran und alle waren aufgeregt. Ethan sah Lazarus an als er sich für die Zeremonie fertig machte. „Ich hätte sie auch geheiratet.“ Lazarus lachte ihn an. „Ich weiß, doch überlasse es ruhig mir, ich weiß was es bedeutet.“ Dann trat Aurian ein und sah das Lazarus einen dunklen Anzug gewählt hatte allerdings wie bei ihm üblich mit einem Hemd darunter das seine muskulöse Brust offen ließ. Sie schmunzelte und sah Ethan an. „Was ist mit dir? So willst du doch wohl nicht vor den Altar treten oder?“ Er war wie üblich lediglich mit schwarzer Lederhose und Seidenhemd bekleidet. „Das kommt ja gar nicht in Frage.“ Ehe Ethan sich versah trug auch er den gleichen Anzug den auch Lazarus trug. „Hu was ist denn nun und wieso vor den Altar treten?“ Ethan sah sich an. Aurian grinste frech. „Sagtest du nicht eben du hättest sie auch geheiratet? Das wirst du nun auch.“ Nun lachte Lazarus herzhaft. „Ja richtig, du hast ja mal ein Gesetz erlassen das man auch zwei Partner heiraten kann.“ Dann grinste er Ethan an. „Tja alter Junge wie es aussieht wird dein Wunsch gleich erfüllt werden du wirst ebenfalls heiraten.“ Langsam begriff Ethan und ein strahlen zog über sein Gesicht. Er schubste Lazarus vom Spiegel weg um sich zu betrachten. „Sehe ich auch gut aus.... steht mir der Anzug.... was muss ich tun?.....“ Er hatte auf einmal Fragen über Fragen und war entsetzlich aufgeregt. Lazarus lachte herzlich und Aurian sah das ihm das Glück aus den Augen strahlte. Sie lächelte. „Dann werde ich mal nach der Braut schauen ob sie auch soweit ist.“ Damit war sie verschwunden und tauchte bei Syra auf. Ihr hatte sie ein Kleid geschenkt das Syra nur als Traum bezeichnete. Es war aus weißer Spitze und ließ das Dekolletee recht offen so das man ihre Brustansätze sah, die Corsage lag hauteng an. Der Rock fiel unten sehr weit auseinander und hatten eine recht lange Schleppe. Aurian setzte ihr ein kostbares Diadem auf die leuchtend roten Haare. Die anderen Damen im Raum sanken auf die Knie als Aurian erschien. Sie sah Syra an. „Bist du bereit mein Kind? Was ich dich aber vorher noch fragen möchte, bist du bereit auch beide zu heiraten?“ Syra nickte und sah Aurian bei der zweiten Frage überrascht an. „Beide? Ja geht das denn?“ Aurian nickte. „Na bin ich die höchste Göttin oder nicht und was ich sage ist Gesetz. Ich habe dieses Gesetz schon vor mehr als dreitausend Jahren erlassen, glaube ich. Ja es geht.“ Syra strahlte sie an und nickte heftig. „Ja klar, wenn das geht, ich heirate auch beide.“ Aurian nickte zufrieden. „Na dann los, ich glaube die beiden warten schon ganz ungeduldig.“ Damit verschwand sie abermals um nun am Altar auf zu tauchen. Die Gäste hatten alle schon Platz genommen und sahen nun erwartungsvoll Aurian an. Sie sah über die Anwesenden. „Einigen Götter ist es noch bekannt, das ich einst ein Gesetz erließ das man auch zwei Partner heiraten kann, wenn man es wünscht. Ich selber habe einst sogar meine beiden Löwen geheiratet. Wie dem auch sei, hier haben wir wieder mal den Fall das sich eine junge Frau in zwei Männer verliebt hat und diese beiden Männer in sie. Also warum sollte dann der eine dem anderen nach stehen, so wird es heute eine doppelte Trauung geben.“ Nun ging das getuschel los. Die alten Götter wussten es noch doch für die jungen war das neu, ebenso wie für die Sterblichen. Dann traten Ethan und Lazarus auf den Altar zu und stellten sich rechts und links von dem roten langen Teppich, den Aurian noch schnell verlegt hatte, auf. Sie wollte nicht das sich Syra ihr Kleid schon beim schreiten auf den Altar zu, beschmutzte. Dann stand Syra am ende des roten Teppichs am Arm ihres Bruders. Himmlische Musik erklang, denn Aurian hatte Leon und Iliane gebeten zu singen. Unterstützt wurden sie vom Chor der Kinder des Lichts und der Dunkelheit. Die junge Braut schritt nun langsam am Arm ihres Bruders auf den Altar zu. Rechts und Links vom Altar standen die beiden Engel Angel und Aurana mit weit ausgebreiteten Flügel und hinter ihnen die singenden Kinder des Lichts und der Dunkelheit je nach Engel, ebenso mit ausgebreiteten Flügel. Lazarus flüsterte Aurian grinsend zu, so das auch Ethan es hören konnte. „Du weißt wie man ein spektakuläres Ereignis in Szene setzt. Das hast du schon immer gewusst.“ Aurian zwinkerte ihm frech zu und nickte. „Warte ab, es kommt noch mehr.“ Als Syra heran getreten war, sprach Aurian abermals, „Wer gibt diese Frau dem Bräutigam zur Frau?“ Coran senkte kurz den Kopf und sprach „Ich, ihr Bruder gebe diese Frau dem Bräutigam.“ Damit reichte er Lazarus die Hand seiner Schwester, der sie sanft entgegen nahm. Dann nahm Aurian die andere Hand Syra`s und reichte sie nun Ethan der sie ebenso sanft in seine nahm. Coran trat zurück und stellte sich hinter Lazarus. Aurian sah über die Anwesenden. „Bevor ich zur Trauung schreite, habe ich noch etwas, wie ihr wisst kam aus dieser Familie wie bei allen hier Sterblichen ein Kind des Lichts. Dieses Kind hat sich entschlossen, die Sterblichkeit an zu nehmen und so hat es in den letzten Wochen, die es bei den beiden Engeln weilte, eine Metamorphose durchgemacht. Dieses Kind ist bereits siebzig Jahre alt ebenso wie das Kind der Dunkelheit das mit ihm erschien und hier sind sie.“ Damit deutete sie zu den beiden Engeln, hinter denen nun eine junge Frau und ein junger Mann hervortraten, die zuvor von den Flügeln verdeckt waren. Die beiden stellten sich nun hinter Ethan. Syra strahlte die junge Frau an, die ihr liebevoll zunickte. Abermals sah Aurian über die anwesenden und dann geschah etwas das keiner dieser sterblichen je gesehen hatte. Aurians Lichtaura flammte hoch und sie erschien überirdisch schön. „Als höchste Göttin des Universums bin ich berechtigt diese jungen Leute in den Stand der Ehe zu erheben.“ Sie sah Lazarus an. „Lazarus Liones bist du bereit die hier anwesende Syra als deine Frau an zu nehmen, sie zu lieben und zu ehren, bis in alle Ewigkeit oder euch der Tod auseinander reißt?“ Lazarus nickte. „Ja das bin ich.“ Dann sah sie Syra an. „Syra bist du bereit diesen hier anwesenden Lazarus Liones als deinen Mann an zu nehmen, ihn zu lieben und zu ehren bis in alle Ewigkeit oder euch der Tod auseinander reißt? Bist du bereit den Namen Liones an zu nehmen wie es in unserer Familie Brauch ist?“ Syra nickte. „Ja, das bin ich.“ Dann sah Aurian Ethan an. „Ethan bist du bereit diese hier anwesende Syra Liones als deine Frau an zu nehmen, sie zu lieben und zu ehren, bis in alle Ewigkeit oder euch der Tod auseinander reißt? Bist du bereit den Namen Liones an zu nehmen wie es in unserer Familie Brauch ist?“ Ethan nickte. „Ja, das bin ich.“ Dann sah sie abermals Syra an. „Syra bist du bereit auch den hier anwesenden Ethan Liones zu deinem Mann zu nehmen, ihn zu lieben und zu ehren bis in alle Ewigkeit oder euch der Tod aus einander reißt?“ Syra nickte abermals. „Ja das bin ich.“ Dann trat Myrion vor und reichte Aurian ein rotes Samtkissen auf denen drei Ringe lagen, die absolut identisch waren, bis auf die Größe. Sie reichte den kleinen Ring Lazarus, der ihn an nahm. Als er ihn ansah, traten Tränen in seine Augen, er erkannte den Ring, es war der den bis heute Aurian getragen hatte. Es waren die Ringe die einst Myrion für Leon, Aurian und sich geschmiedet hatte. Sie waren nur noch mal überarbeitet worden und nun sogar mit kleinen Diamanten besetzt. Er sah Syra unter Tränen an. „Ich nehme dich mit diesem Ring den bis zum heutigen Tage meine Mutter getragen und den sie mir in ihrer übergroßen Liebe gegeben hat zu meiner Frau. Möge dieser Ring dir, ihre und meine Liebe vermitteln.“ Dann streifte er ihr den Ring über. Dann reichte Aurian Syra einen der größeren Ringe und flüsterte ihr kurz etwas zu, Syra nickte, sie sah Lazarus an. „Mit diesem Ring, den bis zum heutigen Tage dein Vater getragen hatte, nehme ich dich zu meinem Mann.“ Lazarus sah Myrion an der nun neben Aurian stand, der nickte leicht. Dann reichte Aurian Syra den letzten Ring und flüsterte ihr abermals etwas zu. Diese drehte sich nun Ethan zu und sah ihn an. „Mit diesem Ring, den bis zu seinem Tod der zweite Löwe Aurians trug, nehme ich dich zu meinem Mann.“ Jetzt erst wurde ihr klar das Aurian Lazarus Mutter war, sie wurde blaß. Doch auch Ethan wurde blaß als Syra ihm den Ring den einst Leon getragen hatte überstreifte. Auch er sah Aurian an und hatte Tränen in den Augen. Ihm wurde klar das sie nun mit der Vergangenheit komplett abgeschlossen hatte. Die drei wendeten sich wieder Aurian zu, diese setzte noch mal an. „Hiermit verkünde ich Aurian Liones, Göttin des Lichts, Erschafferin und höchste Göttin des Universums, das Lazarus Liones, Sohn des Lichts, Gott der Lust und Ethan Liones, zweiter Erschaffer des Universums und Syra Liones, die heute die Unsterblichkeit erhielt, verbundene Eheleute sind. Niemand sollte es wagen diese Verbindung in Frage zu stellen.“ Sie sah die beiden jungen Götter an. „Ihr dürft nun die Braut küssen.“ Das ließen sich die beiden nicht zweimal sagen, so zog zuerst Lazarus sie in seine Arme und küsste sie und anschließend Ethan um sie zu küssen. Alle drei strahlten um die Wette. Dann erlosch Aurians Lichtaura und Myrion legte ihr einen Arm um die Schulter. Er sah sie liebevoll an. Sie sah kurz auf ihre Hand, dort trug sie einen neuen Ring den Myrion für sie und sich geschaffen hatte, dann legte sie ihren Kopf kurz auf seine Brust und er drückte sie zärtlich an sich. Er wusste wie schwer es ihr gefallen war, die Vergangenheit endgültig hinter sich zu lassen. Sie hatte schon viel ertragen müssen und manchmal wunderte er sich das sie nicht verzweifelte.

Dann nahmen die Brautleute Platz. An ihrem Tisch saßen auch Aurian, Myrion als auch Coran mit seiner Frau und der nun erwachsenen Lilly wie ihr Gegenstück, das ehemalige Kind der Dunkelheit. Aurian schmunzelte als sie sah das der junge Mann Lilly ganz verliebt ansah und ihre Hand unter dem Tisch in seine nahm. Diese Zeremonie hatte alle aufgewühlt selbst die jungen Götter und hier und da war man schon am überlegen ob man nicht auch heiraten sollte, ihnen gefiel die Zeremonie. Myrion grinste als er es mit bekam. „Kätzchen ich glaube du solltest dich darauf gefasst machen das du noch einige dieser Zeremonien abhalten musst.“ Aurian nickte schmunzelnd, sie hatte es ebenfalls bemerkt. „Allerdings wirft das auch einige Probleme auf. Bisher war es einfach wenn man nicht mehr mit einander klar kam, zog man aus und die Sache war erledigt. Doch wenn sie heiraten, sollten sie sich im klaren sein das es wirklich für die Ewigkeit ist. Denn ich habe keine Lust auch noch Trennungen durch zu führen.“ Myrion überlegte kurz. „Wäre das nicht etwas für Pelata? Ich meine sie als ehemalige Hohepriesterin weiß doch auf was es ankommt. Du könntest ihr doch entsprechende Vollmachten geben.“ Aurian nickte. „Ich werde es mir mal durch den Kopf gehen lassen. Aber die Idee ist nicht schlecht, Pelata langweilt sich eh schon langsam.“ Syra sah Lazarus an. „Aurian ist deine Mutter?“ Er nickte. „Hatte ich das nie erwähnt?“ Syra schüttelte leicht mit dem Kopf. „Nein ich fiel eben bald aus allen Wolken als ich das begriff. Das hättest du mir vielleicht mal sagen sollen. Ich hatte ja keine Ahnung das ich nun die Schwiegertochter der höchsten Göttin sein würde und zudem, ich dachte du und sie....na ja du weisst schon.“ Lazarus grinste sie an. „Erstens ist es richtig das du nun die Schwiegertochter der höchsten Göttin bist und das zweite, ja ich schlafe mit ihr oder sie mit mir, wie man will. Kleines du solltest dich noch auf einige andere Sachen einstellen. Zum Beispiel das Ethan mein Enkel ist. Auch das es bei uns nicht unmöglich ist das sich auch Geschwister lieben.“ Syra sah ihn verwundert an. „Das sagst du mir erst jetzt?“ Ethan hatte es mit bekommen und beugte sich jetzt zu ihr, er grinste sie frech zwinkernd an. „Das haben wir absichtlich nicht gesagt, sonst hättest du uns vielleicht nicht geheiratet.“ Lazarus lachte. „Nein Kleines, wir haben wohl einfach nicht daran gedacht, weil es für uns unwichtig ist.“ Syra sah von einem zum anderen. „Also wenn Ethan dein Enkel ist dann ist Aurian ja auch mit ihm verwandt.“ Lazarus nickte. „Aber nicht nur weil er mein Enkel ist sondern auch ihrer. Ich zeugte einst seine Großmutter und Aurian bekam seinen Großvater. Die beiden bekamen ein Kind und dieses Kind verband sich mit einem Kind des Chaosgottes und aus dieser Verbindung entstammt Ethan.“ Syra stöhnte leise auf, doch dann lachte sie. „Das ist mir alles zu kompliziert, sag mir mal wie alt du bist.“ Jetzt lachte Ethan. „Frag ihn das besser nicht er ist schon uralt. Eigentlich bräuchte er schon einen Krückstock, so alt ist er.“ Lazarus griff um Syra herum, die zwischen ihnen saß und verpasst Ethan eine Kopfnuss. „Werd nicht frech junger Schnösel.“ Syra lachte, sie spürte die Liebe die zwischen den beiden Männern bestand. Sie beugte sich zu Ethan. „Dann sag du es mir.“ Ethan tat so als dächte er nach. „Also ich glaube so zwanzigtausend Jahre oder waren es dreißig, es können auch einige mehr sein.“ Lazarus sah ihn an. „Boah das ist ja eine Frechheit.“ Dann sah er Syra an. „Weder noch, ich glaube so fünftausend das kommt wohl hin. Ich weiß nicht ob es überhaupt noch jemand weiß, höchstens vielleicht Aurian, aber das ist auch fraglich. Sie kümmert sich auch nicht um die Jahre. Ich glaube bis auf die jüngeren Götter weiß kaum noch irgendwer sein eigenes Alter. Der jüngste ist zur Zeit Arden, Sohn von Iskander, Aurians und Aarons Sohn und India meiner Tochter.“ Syra sah ihn mit großen Augen an. „Arden ist auch dein Enkel? Sag mal wie viele Kinder hast du denn?“ Ethan pfiff leise. „Der Junge ist recht zeugungsfreudig, er hat jede Menge Kinder.“ Lazarus sah in die Runde, dann deutete er nach einander auf die Götter. „Also da wären als erstes Hope und Amor. Dann Iron. Dann Pia und Soraja und als letztes India.“ Syra nickte und sah Ethan an. „Und du? Hast du auch Kinder?“ Nun lachte Lazarus und sah Ethan an. „Na sag es ihr schon, sie sollte ja ihre Stiefkinder kennen.“ Ethan grummelte und deutete auch auf die einzelnen Götter. „Also gut, da haben wir Nara, dann Ijana und Rohan und als letztes Tara. Doch frag uns nun nicht nach den Müttern, das könnte für dich ein Kulturschock werden.“ Lazarus nickte. „Da hat er recht, das sollten wir mal in einer ruhigen Minute besprechen. Genießen wir jetzt lieber die Feier. Doch alles in allem kannst du davon ausgehen das alle Götter irgendwie mit einander verwandt sind.“ Sie nickte und sah die beiden an. „Werde ich denn auch ein eigenes Kind bekommen?“ Ethan fiel fast das Essen aus dem Gesicht. „Du willst ein Kind?“ Syra nickte. „Sicher, zwar noch nicht jetzt aber doch irgendwann möchte ich auch ein Kind.“ Ethan nickte und sah sie grinsend an. „Dann halte dich dafür an Lazarus, ich glaube ich fühle mich noch zu jung für ein Kind. Er ist alt genug, er kann es zeugen.“ Nun lachten Lazarus und Syra herzlich. Nach dem Lazarus sich beruhigt hatte grinste er. „Wenn du einen Sohn willst solltest du dich eh an mich halten, Ethan kann nur Mädchen.“ Ethan sah ihn gespielt empört an. „Ich kann auch Söhne, soll ich es dir beweisen?“ Lazarus feixte. „Ach ja? Ich dachte du fühlst dich noch zu jung für ein Kind.“ Ethan lachte. „Stimmt auch wieder.“ Syra lachte leise. Aurian beobachtete die drei und freute sich darüber das sie sich so gut amüsierten. Myrion folgte ihrem Blick. „Die beiden sind wirklich glücklich.“ Aurian nickte. „Ja sieh dir Lazarus an, er strahlt von innen. Immer wieder mal leuchtet kurz seine Lichtaura auf und er merkt es nicht mal. Das zeigt das er wirklich glücklich ist. So glücklich war er zuletzt mit Nara.“ Die Feier wurde für alle sehr schön und am Abend gab es sogar noch ein Feuerwerk das Aaron erstellt hatte.

Syra zog auch in das Haus mit ein und die erste Nacht verbrachten die drei in Lazarus Zimmer, am nächsten Morgen wollten sie die kleine Wohnung ein wenig umgestalten. Erst hatte man überlegt ob man nicht wieder in ein eigenes Haus ziehen sollte doch dann entschloss man sich doch dort zu bleiben. Myrion freute das sehr. Vor allem wollten die beiden sich nicht den Platz in Aurians und Myrions Schlafzimmer nehmen lassen und befürchteten das sie diese Errungenschaft sonst womöglich verlieren würden. Syra fragte die beiden ob sie auch weiterhin mit Aurian schlafen würden und beide nickten. Lazarus versuchte es ihr zu erklären. „Kleines wir lieben dich von ganzem Herzen das musst du uns glauben. Doch wäre es für dich schon schwer alleine einen von uns vollkommen zu befriedigen, aber zwei von unserer Sorte würden über deine Kraft gehen. Hinzu kommt das wir Aurian auch sehr lieben und wir wollen sie auch weiter hin. Wir gehen ja nicht Nacht für Nacht zu ihr, ich glaube dann würde uns auch Myrion vor die Türe setzen. Doch ab und zu muss es sein. Wenn wir merken das es nicht mehr anders geht. Schau mal wir sind glücklich mit dir und dem was du uns gibst und wir verlangen auch nicht mehr. Doch um zu funktionieren brauchen wir sie. Sie ist die Kraft die uns antreibt, sie ist die Sonne die wir zum Leben brauchen. Doch andererseits braucht sie uns ebenso. Ein Mann ist ihr nie genug und würden wir nicht ab und zu das Bett mit ihr teilen, würde es eine Katastrophe geben. Du wusstest vorher das wir das tun würden, wir haben es dir niemals verheimlicht.“ Lazarus erzählte ihr was geschehen war als er einmal etliche Jahre nichts mit Aurian hatte, er war nur noch ein Wrack, nicht mehr er selber. Ethan nickte dazu und erzählte wiederum von seiner Zeit bei den Leviathan und das auch er einige Jahre ohne sie auskommen musste, das es ihm dabei wie Lazarus ging. Syra verstand langsam und nickte leicht. Die beiden hatten sich überlegt das sie Syra damit möglichst nicht belasten wollten. Und wenn einer von ihnen Syra mal alleine für sich haben wollte, würde der andere in der Zeit zu Aurian gehen. So wäre allen geholfen und Syra würde es vielleicht kaum mit bekommen. Sie liebten die junge Frau aufrichtig und wollten sie auch nicht verletzen, doch liebten beide Aurian mehr als sie. In den nächsten Wochen bekam Syra mit wie es nicht nur die beiden zu Aurian zog, sondern es noch andere gab. So bekam sie mal mit wie Iskander sie verführte oder auch Aaron, wobei sie sich bei Aaron abwenden musste, denn sie bekam mit das der Kriegsgott nicht gerade zärtlich mit ihr umging. Ebenso sah sie wie Leander mal Aurian leidenschaftlich küsste und mehr forderte als das. Sie sah aber auch das die weiblichen Götter zu ihr kamen und sie für jeden ein gutes Wort hatte, zuhörte, Ratschläge gab oder anders half. Sie wies nie einen Gott oder eine Göttin zurück die Hilfe brauchten. Sie sah wie liebevoll Aurian mit jedem Gott umging.

Als sie an einem Abend mit Lazarus und Ethan zusammen saß, sah sie die beiden an. „Wie hält sie das aus? Ich habe gesehen wie Aaron mit ihr umging, Himmel der Kerl ist ja regelrecht brutal.“ Lazarus nickte. „Ja das wissen wir, doch sie ist die einzige die es ertragen kann. Aaron ist der Kriegsgott und in ihm steckt sehr viel Gewalt und Brutalität. Er kann es lange unterdrücken und seine Selbstbeherrschung ist bewundernswert. Doch ab und zu muss er sich Luft machen und dann geht er zu ihr, weil er weiß sie hält es locker aus.“ Ethan nickte leicht. „Er leidet selber darunter doch ein friedlicher und sanfter Kriegsgott hätte wohl seinen Beruf verfehlt. Aurian wurde dazu geboren, jedem Gott das was er braucht zu geben. Mal sind es gute Worte, mal offene Arme die einen trösten und ein anderes mal eben ein brutaler Liebesakt. Sie ist die Sonne und wir anderen drehen uns um sie.“ Syra nickte. „Sie liebt alle nicht wahr? Ich meine ich habe gesehen das sie nie auch nur zu irgendeinem gesagt hat, das sie keine Zeit habe. Sie ist für jeden da. Und wenn sie selber mal Kraft oder Trost braucht steht Myrion da und nimmt sie in seine Arme.“ Lazarus nickte. „Ja, Myrion ist ihr Fels, er ist ihre Stärke. Sieh ihn dir mal genauer an, man sieht bereits äußerlich was er ist. Ohne ihn würde es ihr schlechter gehen. Keiner von uns könnte ihn ersetzen. Sie erträgt alles nur weil sie weiß er steht immer hinter ihr. Komm mal mit wir zeigen dir mal was.“ So folgte sie den beiden zu dem Palast den die drei Avatare gebaut hatten und sie führten sie in den Thronsaal. Sie deuteten auf den Thron und Lazarus sah sie sanft an. „Siehst du das ist genau das was wir sind. Sie ist in der Mitte, das heißt wenn sie auf dem Thron sitzen würde. Und auch hier steht Myrion hinter ihr und wir zu ihren Seiten. Ich als ihr Sohn und Ethan als ihr ewiger Begleiter. Würden wir den Thronsaal nutzen würde sie auf dem Thron sitzen und die Statuen durch uns ersetzt werden.“ Syra nickte, ihr wurde klar das sie noch viel zu lernen hatte um mit den Gepflogenheiten der Götter klar zu kommen. Manches gefiel ihr und anderes, wie das mit Aaron nicht. Doch sah sie, das Aurian wirklich das war was man von ihr sagte. Man liebte und bewunderte sie. Jeder zeigte Respekt vor ihr. Aber hauptsächlich nicht wegen ihres Ranges sondern eher deswegen, weil sie wahrhaftig für jeden Gott da war. Syra nahm an, obwohl die dunklen und die hellen Götter im Wettstreit lagen, würde aber ein Feind von außen kommen und Aurian bedrohen stünden alle geschlossen hinter ihr. Selbst der Chaosgott mit seinen Gefolgsleuten. Als sie diese Überlegungen Lazarus und Ethan mitteilte nickten die beiden und Ethan meinte ruhig. „So ist es. Wir alle lieben sie und sie liebt uns. Da ist es egal ob man dunkler oder heller Gesinnung ist.“

Syra begann Aurian nicht nur ehrfürchtig zu betrachten sondern begann sie zu lieben. Und als diese Liebe einmal begonnen hatte in ihr zu keimen, war die Eifersucht die sich eventuell bei ihr einschleichen wollte erledigt und dem Tode geweiht. Aurian hatte gespürt was in Syra vor gegangen war, als sie aber merkte das sich dieser kurze Anfall von Eifersucht aufgelöst hatte, drückte sie die junge Frau eines Abends einfach mal nur an sich und flüsterte ihr zu. „Die beiden sind rund um glücklich mit dir und ich freue mich über ihr und dein Glück.“ Dann küsste sie die junge Frau kurz auf die Stirn und ließ sie wieder los.