Kapitel 73: Syra

Jung......wenn man Aurian und
Myrion wie auch einige andere Götter betrachtete, war jeder
andere Gott noch jung. Die Alten hatten inzwischen fast
fünftausend Jahre auf dem Buckel und Lazarus fiel darunter. Man
sah ihnen das Alter zwar nicht an, aber man spürte es. Und die
jungen Götter, worunter auch Leander fiel, respektierten sie.
Selbst Ethan war im Gegensatz zu Aurian oder Lazarus noch jung,
obwohl es inzwischen auch schon gute sechshundert Jahre waren,
die er hinter sich gebracht hatte. Ethan hatte zwar einige
Reifungsprozesse durchgemacht und doch hatte er seine
Jugendlichkeit nicht ganz verloren. Sie trat sporadisch immer
mal wieder auf und er war sogar in der Lage dann Lazarus mit zu
ziehen, der eigentlich von jeher eher ernst gewesen war. Arden
war diese Jugendlichkeit in seinem ersten Leben auch zu eigen.
Doch war er niemals in der Lage gewesen Lazarus aus seiner
ernsten Gemütsverfassung heraus zu ziehen. Ethan konnte es und
Myrion der Lazarus sehr liebte, war Ethan dafür auch äußerst
dankbar. Lazarus neigte oft zu Depressionen, woran das lag
wusste keiner, nicht mal Aurian. Obwohl es eine Zeit gab da
sogar Lazarus aus sich heraus gekommen war. Das war als er sich
unsterblich in Nara verliebt hatte. Aurian nahm an, das es daran
lag das ihm die Frauen regelrecht zu Füßen lagen, das er sich
oft nicht mal an zu strengen brauchte um eine Frau die er wollte
ins Bett zu bekommen. Doch hatte er sie, ließ sein Interesse
sofort nach. Nara hingegen hatte ihn sogar geohrfeigt als er
sich bei ihr einen Kuss raubte. Das hatte ihm Respekt
abgenötigt, sie war ihm nicht sofort um den Hals gefallen und er
musste sogar gegen einen anderen Mann antreten und um sie
kämpfen. Doch sie blieb dem Mann treu, erst mit einem gemeinen
Trick bekam Lazarus sie dazu das sie mit ihm schlief. Als ihm
klar wurde, das er mit unfairen Mittel gekämpft hatte,
entschuldigte er sich bei seinem Widersacher. Nara und Iron, er
teilte sich Nara anschließend mit Iron und er liebte beide, doch
als sie starben....starb wohl auch ein Teil von Lazarus. Auch
ihre Wiedergeburt konnte das nicht ändern, denn Nara war nicht
mehr dieselbe. Nara verliebte sich wieder in Iron, doch Lazarus
konnte sein Herz nicht mehr für die neue Nara entdecken. Aurian
nahm an das er immer noch trauerte und das nun bereits seit
sechshundert Jahren.
Hin und wieder besuchte Ethan das
Dorf der Sterblichen, ohne dort etwas zu wollen, er machte
lediglich einen Kontrollgang. Er wusste zwar das es nicht nötig
war, denn Angel und Aurana kümmerten sich gut darum, ebenso
Damien und Andora und doch trieb es ihn immer mal wieder dort
hin und eines Tages sah er sie. Sie war reizend, hatte
feuerrotes Haar wie es Iona hatte, das ihr in dicken Locken über
den Rücken fiel. Ihr Körper war grazil und eher zierlich zu
nennen. Sie hatte die Bewegungen einer Tänzerin. Sie kam auf
einem Pferd an galoppiert und sprang mit ihm über einen Meter
hohen Zaun, sie hatte das Pferd absolut unter Kontrolle. Ethan
betrachtete sie. Die Götter hatten sich darauf geeinigt die
Frauen des Dorfes in Ruhe zu lassen, doch hier musste Ethan
scharf einatmen. Diese Frau gefiel ihm sehr. Er sah wie man ihr
das Pferd abnahm als sie herunter sprang und sie anschließend
Befehle erteilte. Er schmunzelte darüber das sie so
selbstbewusst war das sogar die Dorfbewohner ihr gehorchten.
Später erfuhr er das man sie zur Sprecherin des Dorfes ernannt
hatte, da sie gar keine Scheu den Göttern gegenüber zeigte. Als
Ethan sich ihr näherte sah sie ihn von oben bis unten an und
fragte ihn: „Was wollt ihr mein Herr? Haben die Götter einen
Wunsch?“ Ethan zwinkerte ihr zu, was sie dazu nötigte eine
Augenbraue zu heben. Sie sah ihn ruhig und abwartend an. „Nun ja
schöne Frau...“ Als er weiter reden wollte sah sie ihn abermals
von oben bis unten an. „Also das könnt ihr euch sparen. Sagt was
ihr wollt, aber belästigt mich nicht mit euren Floskeln.“ Ethan
blieb die Spucke weg, als sie ihm das Wort abschnitt. Das hatte
er noch nie erlebt. Er war ebenso verwöhnt wie Lazarus und in
der Regel lagen ihm die Frauen zu Füßen. Er trat näher an sie
heran, bis er unmittelbar vor ihr stand und auf sie herab sah.
Die Dorfbewohner hielten schon den Atem an, in Erwartung das
dieser Gott die junge Frau strafen würde, doch sie sah ihn nur
an, legte ihm eine Hand auf die seidenbehemte halbnackte Brust
und schob ihn einen Schritt von sich fort. Ihre Berührung ließ
ihn leicht erschauern. „Ihr steht da und ich hier und nun sagt
was ihr wollt.“ Ethan lachte leise. „Wie wäre es mit euch in
meinem Bett?“ Nun sah ihn die junge Frau empört an. „Vergesst
es, egal ob Gott oder nicht, aber das könnt ihr euch
abschminken. Ich bin keine eurer Huren, die ihr euch mal eben
mit ins Bett nehmen könnt.“ Eine junge Frau trat zu ihr und
flüsterte ihr zu. „Syra nicht, willst du das man uns alle wegen
ungehorsam bestraft?“ Syra sah die andere Frau an. „Er wird uns
nicht strafen, nicht deswegen. Er kann nicht einfach her kommen
und eine von uns für sein Bett fordern. Das kommt ja gar nicht
in Frage. Außerdem weiß ich wer er ist und kenne seinen Ruf. Vor
ihm ist doch kein Frauenrock sicher. Oh nein. Ich habe mich
nicht aufgehoben das ich mich jetzt wie eine Hure behandeln
lassen muss. Das ist beleidigend.“ Dann sah sie Ethan wieder an.
„Nun kennt ihr meine Meinung. Ihr habt etliche Welten zur
Verfügung und hier reichlich Göttinnen die euch sicher nicht
abweisen werden nehmt euch davon eine, aber nicht mich.“ Sie
verschränkte trotzig frech ihre Arme vor der Brust und sah ihn
kämpferisch an. Ethan schmunzelte, die Kleine gefiel ihm immer
besser, so trat er abermals einen Schritt vor griff schnell um
sie herum und küsste sie leidenschaftlich, danach ließ er sie
wieder los und wartete auf die Ohrfeige die er nun wohl bekommen
würde. Und tatsächlich, sie holte aus und er hatte ihre Hand in
seinem Gesicht. Er lachte und zwinkerte ihr zu. „Das war es mir
wert. Ich werde wieder kommen schöne Frau und ihr entkommt mir
nicht.“ Danach drehte er sich herum, ging einige Schritte und
war dann verschwunden, zumindest für die Augen der Bewohner.
Tatsächlich wollte er sehen was nun geschah. Jetzt da sie
vermutete das er weg war, sank die junge Frau auf den Boden und
setzte sich. Sie zitterte am ganzen Körper und die Frau die eben
noch mit ihr gesprochen hatte, versuchte mit ihr zu reden.
„Syra, hoffentlich hat das keine Konsequenzen für uns. Du hast
gerade eben einen Gott geschlagen.“ Syra sah die Frau an, dann
erhob sie sich wieder. „Ja verdammt das weiß ich auch. Aber ich
bin keins seiner Betthäschen die er sich mal eben nehmen und
anschließend weg werfen kann, weil er ihrer überdrüssig ist.
Dafür bin ich mir zu schade. Das habe ich nicht nötig.“ Ethan
lachte leise in sich hinein, er dachte sich das er sie schon
bekommen würde, die Jagd war eröffnet. Beschwingt ging er nach
Hause und ließ sich neben Lazarus in einen Liegestuhl fallen.
Der sah ihn an. „Na was hat dich denn so fröhlich gestimmt?“
:schmunzelte er. Ethan sah Lazarus grinsend an. „Eine Ohrfeige.“
Dann erzählte er Lazarus von Syra und wie es ihm mit ihr
ergangen war. Lazarus grinste. „Nun ja alter Junge, bei mir
würde sie wahrscheinlich nicht so herum zicken. Ich kriege jede
Frau.“ Ethan grinste zurück. „Na versuch es, doch sei nicht
sauer wenn du dir auch eine Ohrfeige einfängst. Ich muss
gestehen seid Morgan und Marian hat mir keine Frau mehr so
richtig gefallen, außer Aurian. Doch Syra ist etwas besonderes,
das spüre ich einfach.“ Lazarus lachte herzhaft. „Wieso? Tut dir
deine Wange noch weh?“ Ethan knuffte ihn frech, doch Lazarus
lachte. „Na dann sollte ich mir das Wunder von Frau mal ansehen.
Vielleicht erliegt sie mir.“ Ethan zog sein Hemd aus um sich zu
sonnen und sah Lazarus an. „Na dann wünsche ich dir Glück.“
Lazarus sah an Ethan feixend entlang. „Vielleicht hättest du bei
ihr dein Hemd ausziehen sollen, könnte ja sein das sie das dann
eher gereizt hätte.“ Ethan sah ihn frech grinsend an. „Lass mich
in Ruhe träumen, versuch es selber.“ Lazarus erhob sich. „Na
dann träum du mal während ich mir das Rehlein hole.“ Aurian
hatte das Gespräch mit bekommen und wollte sich die junge Frau
mal ansehen. Kurz darauf bekam sie mit wie Lazarus dort
auftauchte. Sie sah das er seine Kleidung sehr sorgfältig
gewählt hatte. Er trug eine schwarze hautenge Lederhose und dazu
ein weißes Seidenhemd das er bis zum Bauchnabel offen trug, um
ihr zu zeigen was er zu bieten hatte. Er fragte sofort im Dorf
nach Syra, und als man ihm den Weg zu ihrem Haus wies folgte er
der Wegbeschreibung und kam gerade dazu wie sie die Pferde
versorgte. Er erkannte sie auf Grund von Ethans Beschreibung
sofort und auch er musste kurz schwer einatmen, die Frau war
wirklich eine Schönheit. Sie sah ihn kommen und verdrehte die
Augen. „Der nächste.“ murmelte sie leise. Doch laut fragte sie
ihn ebenso wie Ethan was er wolle. Er lächelte charmant und
bemerkte das dies sie doch scharf einatmen lies, vor allem als
sie an ihm entlang sah. „Ich komme um mich zu entschuldigen für
meinen ungehobelten Freund. Allerdings muss ich ihm recht geben,
ihr seid wahrlich eine Schönheit.“ Er kletterte über das Gatter
zu ihr und lächelte sie weiterhin charmant und verführerisch an.
Sie nickte. „Mit dem Süßholz geraspel kommt ihr bei mir nicht
weit. Ich sage euch das gleiche wie eurem ungehobelten Freund.
Ich bin kein Betthäschen das man sich mal für eine Nacht mit ins
Bett nehmen und dann weg werfen kann wie eine alte Papiertüte.“
Lazarus sah sie zerknirscht und mit treuem Hundeblick an. „Aber
schönste aller Frauen, wer sagt denn das ich so etwas vorhabe.“
Er trat näher als sie bei seinem Blick lachte. Sein Blick ging
aufreizend langsam an ihr entlang. „Ihr seid wirklich schön und
wahrlich eine Sünde wert. Eine Sünde wäre es allerdings euch
ungeküsst zu lassen.“ Er trat noch näher und als er nahe genug
stand tat er das selbe wie Ethan er umfasste sie blitzschnell
und küsste sie leidenschaftlich. Doch lies er sie nicht sofort
danach wieder los sondern drückte sie fest an sich um sie an zu
sehen, doch da hatte er ebenfalls ihre Hand in seinem Gesicht.
Er lachte leise und flüsterte ihr zu während er sie weiterhin an
sich gedrückt hielt, wobei sie versuchte von ihm los zu kommen.
„Wehre dich nicht, es wird der Tag kommen da du in meinen Armen
liegen und jubeln wirst, glaub es mir.“ Erst danach lies er sie
los. Doch für das festhalten bekam er nun zu der Ohrfeigte noch
einen kräftigen Tritt gegen sein Schienbein. „Wagt es nie wieder
mich an euch zu ziehen und mich zu küssen.“ :fauchte sie ihn
dabei an. Er lachte leise und sah sie frech zwinkernd an. „Ich
werde noch mehr wagen, aber um dich zu beruhigen. Weder ich noch
mein Freund, nehmen uns eine Frau mit Gewalt. Doch garantiere
ich dir, du wirst mir erliegen und das wird die Nacht deines
Lebens sein.“ Als Lazarus ging, setzte sie sich auf den
Wassertrog, sie zitterte wieder am ganzen Körper. Ihm zu
widerstehen hatte sie eine Menge Kraft gekostet. Seine erotische
Ausstrahlung hatte auch auf sie gewirkt. Sie wusste wer er war.
Sie atmete immer wieder heftig ein. Sie hörte eine sanfte Stimme
und sah sich danach um. „Sie sind beide sehr anziehend nicht
wahr?“ Aurian stand in der Nähe und lächelte ihr zu. Syra
nickte, sie sah Aurian an. „Herrin die beiden machen es mir
wirklich nicht leicht. Doch ich will mich nicht einfach für eine
Nacht so verschenken. Versteht ihr das?“ Aurian trat näher und
setzte sich neben sie auf den Rand des Wassertrogs. „Ja das
verstehe ich, doch wie lange wirst du es aushalten? Sie werden
nicht aufgeben, keiner von beiden.“ Syra nickte. „Das kann ich
mir vorstellen, sie haben das Wild gerochen und wollen es
erlegen. Doch was ist dann? Sobald ich ihnen nach gegeben habe,
werden sie sich nach was anderem umsehen und dafür bin ich mir
zu schade. Ich bin nicht ihr Spielzeug.“ Aurian betrachtete die
junge Frau, sie gefiel ihr, vor allem das sie bereit war für
ihre Tugend zu kämpfen und sich sogar gegen Ethan und Lazarus
stellte. „Ich gebe dir nun einen guten Rat, gib ihnen nicht zu
schnell nach. Je länger du durchhältst, je länger sie kämpfen
müssen um so mehr wissen sie dich zu würdigen und dann ist es
vielleicht nicht nur für eine Nacht. Geh in dich, prüfe ob du
einen von ihnen willst und dann kämpfe.“ Syra sah Aurian
verlegen an. „Na ja um ehrlich zu sein, mir gefallen schon
beide. Aber wie gesagt, ich will nicht ihr Spielzeug sein.“
Aurian nickte, sie lächelte. „Ich habe eine Idee, ich weiß
definitiv das bei Lazarus wenn sich ihm eine Frau nicht so
schnell ergibt sein Interesse immer stärker wird. Doch
versprechen kann ich nichts das ist klar. Doch ich kann dir
helfen, länger durch zu halten. Du bist sicher das du beide
willst?“ Syra zuckte mit der Schulter. „Mir gefallen beide. Doch
würde ich sie gerne erst etwas besser kennen lernen, bevor ich
mich entscheide.“ Aurian lachte, ihr war gerade eine Idee
gekommen, sie nickte. „Also gut pass auf, folgender Plan. Du
verabredest dich mit beiden abwechselnd und jedem gibst du
absolut das selbe, küsst dich der eine wird der andere es auch
versuchen, anfangs wirst du dich dagegen wehren und irgendwann
den Kuss erwidern, doch achte genau darauf das du keinen von
ihnen vor ziehst, das wäre fatal. Sie werden in einen Wettstreit
aus brechen, jeder will der bessere und vor allem der erste
sein. Wenn es zum Ende kommt musst du dir sicher sein wen du
lieber hast, dem gibst du das erste mal. Wenn du beide willst,
solltest du danach auch dem anderen das geben was du dem einen
gegeben hast, versuchen werden es beide, da bin ich mir sicher.
Willst du nur einen, dann nimm auch nur den einen und sage dem
anderen das du dich entschieden hast.“ Syra nickte. „Was würde
passieren wenn ich einen vorziehe?“ Aurian sah sie sanft an.
„Jeder der beiden will dich, würdest du einen von ihnen
vorziehen könnte es zu Eifersüchteleien kommen, zumindest
solange wie du dich noch nicht entschieden hast. Sobald du dich
entschieden hast, wird der andere es respektieren. Die beiden
sind die besten Freunde und lieben sich......nicht auf falsche
Gedanken kommen, sie lieben sich nur platonisch. Allerdings
sollte ich dir auch sagen das du niemals die einzige Frau in
ihrem Leben sein wirst. Du weißt was Lazarus ist?“ Syra nickte.
„Man sagt das er der Eros ist, der Gott der Lust.“ Aurian nickte
leicht. „Ja und das heißt, sein heißes Blut wird ihn immer zu
anderen Frauen treiben um dort seine Pflicht zu tun. Außerdem
….wird er auch immer mein Bett teilen, wie Ethan übrigens auch.
Ethan hat ebenso das heiße Blut in sich und wird auch niemals
richtig treu sein können. Ich kann dich eine weile vor ihrer
erotischen Ausstrahlung schützen, aber nicht auf Dauer.“ Sie sah
Syra an, diese nickte. „Ich verstehe, also sind die Gerüchte
wahr, das die beiden euer Bett teilen Herrin.“ „Ja, es ist wahr.
Ich sage es dir lieber jetzt schon bevor es zu spät ist und du
wirklich leidest. Also denk darüber nach, ob du das dann
wirklich willst. Ich persönlich würde mich freuen wenn die
beiden ihre Liebe vielleicht auf dich ausweiten würden, vor
allem Lazarus. Doch dazu musst du sie zappeln lassen, gib ihnen
nicht zu schnell was sie wollen. Das heißt sofern du es nun
überhaupt noch willst.“ Syra nickte leicht. „Ich werde darüber
nachdenken. Ich habe nie damit gerechnet das sich mal ein Gott
für mich interessieren könnte und nun gleich zwei. Und dann noch
ausgerechnet diese beiden.“ Aurian sah sie an. „Du hättest es
schlechter treffen können. Denn beide sind Ehrenmänner, sie
werden zwar versuchen dich zu verführen, doch wenn du nein sagst
respektieren sie es auch. Klar sie stehlen sich einen Kuss und
werden versuchen dich zu verführen, doch Gewalt wenden sie nicht
an.“ Syra lachte leise. „Das mit dem Nein sagen ist nicht
leicht, wenn man von solch einer geballten Ladung Männlichkeit
in den Armen gehalten wird und der einen so küsst das einem
hören und sehen vergeht. Ich gebe zu als Lazarus mich eben in
den Armen hielt und mich küsste wurden meine Beine schwach und
bei Ethan ging es mir nicht anders.“ Aurian nickte verstehend
und schmunzelte. „Ich glaube meine Liebe du hast dich bereits
entschieden. Nur mach dich mit dem Gedanken vertraut das du
deine Eifersucht nieder kämpfen musst, denn keiner der beiden
wird dir wirklich treu sein. Sie können es nicht, selbst wenn
sie wollten.“ Syra nickte und versprach darüber nach zu denken.
Als Lazarus zu Ethan zurück kam,
grinste der ihn an. „Na wie ist es gelaufen?“ Lazarus setzte
sich in den Liegestuhl daneben und grinste zurück, er rollte
sein Hosenbein hoch und zeigte Ethan wie es gelaufen war. „Sie
hat mich vors Schienbein getreten.“ Ethan lachte. „Na mich hat
sie wenigstens nur geohrfeigt, doch das...“ :damit deutete er
auf Lazarus Bein. „grenzt ja schon an Körperverletzung.“ Lazarus
lachte leise. „Na ja die Ohrfeige habe ich auch bekommen, für
den geraubten Kuss, das hier war fürs sie an mich drücken. Aber
du hast recht, die Kleine hat was. Sie ist es wert das man sich
einige blaue Flecke und auch einige Ohrfeigen holt.“ Ethan sah
ihn an und nickte. „Ich glaube wir stehen grundsätzlich auf die
gleichen Frauen. Muss wohl an den Genen liegen. Nur wer von uns
bekommt sie jetzt?“ Lazarus zwinkerte ihm frech zu. „Möge der
bessere gewinnen. Ich hoffe nur das unsere Freundschaft nicht
wegen einer Frau zerbricht.“ Ethan nickte. „Oder uns einer zuvor
kommen. Na mal sehen wie lange sie einem von uns widerstehen
kann. Ich bin bereit sie mir zu holen, wenn sie mich lässt.
Ehrlich gesagt bin ich seit langem mal wieder richtig heiß auf
eine Frau, die nicht Aurian ist. Was unsere Freundschaft angeht,
also ich glaube nicht das sie daran zerbricht, denn wir könnten
sie uns ja auch teilen, wäre nicht die erste Frau die wir uns
teilen. Also was soll`s.“ Die beiden verstanden sich prächtig
und hatten noch viel Spaß an diesem Tag.

Kapitel 74: Wo die Liebe hinfällt

Ethan und Lazarus erkundigten
sich erst mal bei Angel ob die Frau überhaupt noch frei war. So
erfuhren sie das sie noch keinen Mann hatte, aber einen Bruder
mit dem nicht unbedingt zu spaßen war. Syra war fünfundzwanzig
und ihr Bruder Coran einige Jahre älter als sie. Die beiden
waren hier geboren worden und hatten eine Tante, weswegen ihre
Großeltern her gekommen waren, ein Kind des Lichts. Dieses Kind
des Lichts lebte bei Syra und ihrem Bruder, nach dem Syras
Eltern ums Leben gekommen waren. Die Großeltern wie auch die
Eltern der beiden lagen bereits auf dem Friedhof der sich in der
Nähe des Dorfes befand. Sie betrieben eine Tierzucht vor allem
Pferde, aber auch Hühner, Rinder und einige Schweine. Syras
Bruder war Metzger und versorgte das Dorf mit Fleisch. Anfangs
hatte man ihn als Sprecher haben wollen, doch er hielt sich
möglichst von den Göttern fern, so das man seine Schwester dafür
auswählte und sie machte ihre Sache sehr gut. Ethan und Lazarus
erfuhren auch das es sich bei Syra um eines der Mädchen handelte
mit denen Arden seine ersten Flirtversuche gestartet hatte, aber
es war nie zu mehr als flirten und hier und da mal einem Kuss
zwischen den beiden gekommen. Vor allem deswegen nicht, da sich
auch andere Mädchen für Arden interessiert hatten und er so eine
ganz nette Auswahl gehabt hatte. Als Syra dahinter kam das der
junge Arden sich auch an andere heran machte, war für sie die
Sache erledigt, allerdings hatte sie von ihm sehr viele
Informationen über die Götter bekommen, weswegen sie nun recht
frei und offen mit ihnen umging. Sie wusste von Arden, das die
Götter im Grunde sehr gerecht waren und es nur wenige dunkle
Götter gab, bei denen man vorsichtig sein musste. Sie war nach
wie vor mit Arden befreundet, nur eben mehr als Freundschaft
ließ sie nicht mehr zu. Arden respektierte das und als er nun
wieder mal bei ihr auf dem Gatter saß und ihr beim striegeln
eines Pferdes zu sah, fragte sie ihn nach Lazarus und Ethan. Er
sah sie an. „Oha....also ich verehre Lazarus das gebe ich zu.
Doch solltest du vorsichtig sein. Er als auch Ethan, sind
Schürzenjäger und ihrer erotischen Ausstrahlung kann keine Frau
widerstehen. Du weißt ich habe dich gern und ich will nicht das
man dir weh tut.“ Sie sah ihn an und nickte. „Sag mal warum
teilen sie Aurians Bett? Weil ich habe gehört sie können nicht
anders.“ Arden dachte kurz nach. „Nun ja, wie soll ich sagen.
Die beiden sind sehr verlangend und verdammt ausdauernd wenn ich
den Frauen glauben darf die ich darüber reden hörte. Es ist wohl
so das keine Frau den beiden wirklich reicht, aber Aurian
kompensiert das und gibt ihnen was sie brauchen, so das sie
deswegen noch nicht vollkommen aus gerastet sind. Wenn du dich
mit einem von ihnen einlässt, musst du damit leben das sie immer
wieder zu Aurian zurück kehren werden. Allerdings muss ich auch
dazu sagen, sie lieben Aurian sehr und ich glaube, sie ist wohl
auch ihre größte Liebe.“ Syra nickte leicht, sie seufzte. Arden
sah sie fragend an. „Du hast dich in einen von ihnen verliebt?“
Syra schüttelte den Kopf. „Nein das nicht, doch sie haben
versucht sich an mich heran zu machen.“ Sie sah Arden an. „Es
fiel mir verdammt schwer ihnen zu widerstehen, doch mein Körper
reagierte und ich hatte das Gefühl innerlich zu verbrennen.“
Arden nickte verstehend. „Es ist also so als wenn einem Kerl die
Hose eng wird, ich verstehe. Was willst du nun tun? Denn sie
werden nicht aufgeben, dafür kenne ich die beiden zu gut. Du
hast ihnen widerstanden und das reizt sie nun noch mehr. So sind
wir Kerle nun mal, was wir nicht haben können, wollen wir um so
mehr.“ Sie lächelte ihn an. „Du aber nicht und du konntest mich
auch nicht haben.“ Arden zwinkerte ihr zu. „Weil ich überlegte
was mir wichtiger war, eine kurze berauschende Nacht mit dir und
dafür deine Freundschaft verlieren oder diese Freundschaft. Ich
habe mich für die Freundschaft entschieden.“ Sie lachte. „Gute
Wahl.“ Arden sah sich suchend um. „Wo ist Lilly? Sie hängt dir
doch sonst am Rockzipfel.“ Syra lachte. „Wie du weißt war Lilly
eine der ersten Kinder hier. Angel und Aurana haben die beiden
ersten Kinder zu sich geholt, sie sollen die Erlaubnis kriegen
erwachsen werden zu können, wenn sie es möchten. So erklären
ihnen die beiden nun was sie erwartet und was sie dafür aufgeben
müssen.“ Arden nickte verstehend. „Wie ist das Kind der
Dunkelheit, wäre er ein passender Partner für Lilly?“ Syra
seufzte leise. „Nun alle Kinder sind unschuldig auch die Kinder
der Dunkelheit, ich weiß nicht wie er sich entwickeln wird, aber
das werden wir ja dann sehen. Ob er nun ein passender Partner
für Lilly wäre kann ich daher auch nicht sagen. Aber sollte sie
die Sterblichkeit wählen, soll sie selber entscheiden wer der
richtige für sie ist und es nicht davon abhängig machen was sie
einmal war. Es ist eh ein gewagtes Experiment, denn wie ich weiß
ist es noch niemals so gewesen das die Kinder erwachsen werden
konnten. Sie erlangten Weisheit weil sie zwar älter wurden, doch
wurden sie nie erwachsen. Keiner kann vor her sehen was mit den
Kindern geschieht, wenn man ihnen diese Wahl lässt.“ Arden
nickte. „Du könntest Aglaia fragen, sie müsste das Schicksal
kennen.“ Syra lachte. „Du Schlauberger auf die Idee bin ich auch
schon gekommen, doch sie sagt es gibt so viele alternative
Zukünfte, das es im Moment noch gar nicht ersichtlich ist. Erst
muss Lilly eine Entscheidung treffen, dann kann man mehr sagen
weil dann einige Zukünfte weg fallen.“ Arden nickte und sah sie
an. „Bist du glücklich?“ Syra lächelte und nickte. „Ja, ich
kenne nichts anderes als das hier und ich bin damit glücklich.
Ich liebe Lilly und meinen Bruder, wobei er mich wohl bald
verlassen wird, er hat eine Braut gefunden und will heiraten.
Ich gönne ihm das Glück und seine Braut ist ein liebes Mädchen.
Übrigens auch eine der du als Teenager das Herz gebrochen hast.“
Arden sah sie gespielt gekränkt an. „Ich habe nie mehr getan als
alle zu küssen......na ja und wenn sie es zuließen mal ein wenig
gefummelt. Mehr war ja nicht drin. Außerdem wenn ich sie entehrt
hätte wie ihr das nennt, hätte Aurian mich einen Kopf kürzer
gemacht oder sogar mein Vater.“ Syra lachte herzlich. „Ja ja du
warst nicht besser als Lazarus oder Ethan. Nur die Strafe hat
dich davon abgehalten mehr zu fordern.“ Arden zuckte frech die
Schultern und rutschte vom Gatter herab, er trat auf sie zu und
zog sie in seine Arme. „Ich hab dich gern, doch nun muss ich
los.“ Er küsste sie kurz aber freundschaftlich und war kurz
darauf verschwunden. Diesen Kuss ließ er sich auch nicht nehmen
und Syra wusste das er nie mehr fordern würde, also ließ sie es
auch zu. Sie mochte Arden. Warum Arden verschwunden war zeigte
sich einige Minuten später, denn da kam Ethan näher und sah sich
suchend um. Sie rief . „Ich bin hier, falls ihr mich sucht.“
Ethan trat näher. „Hallo Kleines, ich dachte wir könnten einen
Ausritt machen oder magst du nicht?“ Sie hob kurz ihre
Augenbrauen, das waren ja ganz neue Töne, sie grinste leicht. Er
hatte wohl seine Taktik geändert. Sie nickte. „Sicher gerne,
solange ihr mir nicht wieder an die Wäsche wollt.“ Ethan lachte.
„Nein keine Sorge, bis auf einen Kuss den ich hoffe zu bekommen
will ich nichts, außer vielleicht einen Ausritt. Und nenne mich
einfach nur Ethan.“ Sie nickte und deutete auf zwei Pferde. „Die
können wir satteln und nehmen.“ Als sie auf die beiden Pferde
deutete, waren sie kurz darauf fertig gezäumt und gesattelt.
Syra schnaufte leise als sie es sah. „Nichts da, alles zurück
marsch marsch. Das werden wir schön machen wie es sich gehört,
die armen Pferde werden ja ganz dusselig wenn sie auf einmal das
Sattelzeug auf sich haben und nicht wissen wo es her kommt.“
Also verschwand das Sattelzeug wieder und Ethan musste sich
damit abplagen es selber auf zu legen. Syra schmunzelte, als sie
ihm dabei half. Dann konnte es los gehen und sie ritt ihm
voraus. Er fragte. „Wo geht’s hin?“ Sie lachte. „Zu der
Rinderherde die muss ich jeden Tag überprüfen und die Zäune nach
sehen.“ Er folgte ihr und als sie bei den umzäunten Wiesen
ankamen sah er dort eine riesige Rinderherde. Sie ritt langsam
an der Umzäunung entlang und sah sich den Zaun genau an. „Warum
machst du das?“ :fragte Ethan interessiert. Sie sah ihn an.
„Würde ich das nicht jeden Tag überprüfen könnte sich irgendwann
ein Loch in der Umzäunung bilden und die Rinder würden überall
herum laufen und dann finde sie mal wieder.“ Er verstand und
suchte mit ihr nach Löchern in der Umzäunung. „Nur woher sollen
denn die Löcher kommen?“ Sie deutete zu den Bullen in der Herde.
„Die Jungs können ganz schön rabiat sein und wenn sie oft genug
gegen den Zaun rennen und dort ihre Hörner wetzen, entstehen
schnell Löcher.“ Als sie weitere ritten kamen sie auch der
Rinderherde gegenüber an eine Weide auf der Pferde standen, und
auf einer anderen Weide nur ein einzelnes aber rabenschwarzes
Prachtpferd. Ethan sah sich die Pferde an und deutete dann zu
dem einzelnen, das aufgeregt am Zaun entlang lief, der zwischen
sich und der Herde war. „Was ist mit dem? Warum ist es alleine
und so aufgeregt?“ Syra schaute dort hin und auf einmal rief
sie. „Oh nein bloss nicht. Verdammt.“ Doch da war es schon
passiert, das schwarze Pferd nahm Anlauf und sprang über das
Gatter zu der Herde und ehe Syra irgendwas unternehmen konnten
bestieg der Hengst bereits eine Stute. Syra fluchte: „Verdammt
verdammt. Das muss Coran heute morgen übersehen haben, der
Hengst hat eine rossige Stute gerochen.“ Ethan grinste als er
sah wie der Hengst die Stute bestieg. „Was ist so schlimm daran?
Ich hätte auch nichts dagegen das bei dir zu tun.“ Syra sah ihn
giftig an. „Das ist mir klar. Mist verdammt das durfte nicht
passieren. Die Stute sollte von einem anderen Hengst gedeckt
werden für unsere Zucht. Jetzt hat der schwarze Teufel sich
schon wieder eine gute Stute geholt.“ Ethan verstand nur Bahnhof
und sah sie fragend an. Sie seufzte. „Der Hengst ist nicht
schlecht vor allem wäre er als Deckhengst gut geeignet, doch er
ist so wild das man ihn nicht zähmen kann und seine Nachkommen
haben seine Eigenschaften, womit auch die im Grunde verdorben
sind. Wir haben ihn nur behalten, weil mein Bruder ganz vernarrt
in diesen Hengst ist.“ Ethan sah sie frech an. „Ich dachte immer
Stuten mögen einen wilden und ungezähmten Hengst.“ Sie nickte,
„Die Stuten ja, aber die Nachkommen sind unbrauchbar als
Reitpferde.“ Dann begriff sie was er wirklich meinte. „Oh.... du
bist.... du bist..“ Ethan lachte. „Ja was bin ich? Glaub mir ich
bin wie dein schwarzer Teufel ebenso ungezähmt und wild. Versuch
es mal mit mir.“ Syra antwortete nicht darauf, sondern wartete
ab bis der Hengst die Stute wieder verließ und versuchte ihn
anschließend ein zu fangen um ihn wieder auf seine Weide zu
bringen. Ihn nun in den Stall zu bringen wäre sinnlos gewesen,
das Kind war bereits in den Brunnen gefallen. Ethan sah aber wie
verzweifelt sie war, wegen des Hengstes, er lächelte und half
ihr beim einfangen. Dann sah er sie an. „Ich habe die Gene des
Fohlens ein wenig geändert, es wird nicht so wild wie sein Vater
sein, aber dennoch alle anderen Merkmale von ihm haben. Übrigens
ist es ein Hengstfohlen. Das dürfte sehr gut für deine Zucht
sein.“ Sie sah ihn überrascht an. „Woher weit du das, er hat es
doch gerade erst gezeugt.“ Ethan lachte. „Kleines ich bin mit
Aurian der Erschaffer dieses Universums, meinst du da hätte ich
Probleme so etwas einfaches hin zu kriegen. Glaub mir es ist so
wie ich es dir sage. Der kleine Kerl wird alle Merkmale seines
Vaters haben aber nicht seine Wildheit so das man ihn zähmen
kann.“ Sie sah ihn an, dann zu der Stute, dann wieder ihn und
strahlte. Dann grinste sie. „Deswegen lasse ich dich dennoch
nicht an meine Wäsche.“ Ethan lachte herzhaft. „Das wäre auch zu
einfach gewesen.“ Als er sich später von ihr verabschiedete
stand er vor ihr und sah auf sie herab, dann schüttelte er den
Kopf und grinste. „Es tut mir leid aber ich kann nicht anders.“
Er griff um sie herum zog sie an sich und küsste sie
leidenschaftlich. Sie versuchte aus seiner Umarmung zu kommen
und als er sie los ließ grinste er. Sie fauchte ihn an. „Ich
wollte mich gerade bedanken für das Fohlen, doch nun...du ..du...Lüstling.“
Er lachte und sah sie an. „Ja das bin ich wohl, was ist mit der
Ohrfeige? Gibt’s heute keine?“ Sie drehte sich nur wütend um und
ließ ihn stehen, er lachte leise. Später erzählte er Lazarus von
seinem Abenteuer auch wie es geendet hatte. Lazarus lachte und
nickte . „Ja so baut man Vertrauen auf, du hast vollkommen
recht. Erst macht man ihr ein Geschenk und dann raubt man ihr
einen Kuss. Das flößt wirklich Vertrauen ein. Ich glaube ich
muss dir mal zeigen wie man das macht. Morgen werde ich es
versuchen.“ Am nächsten Tag versuchte Lazarus sein Glück, auch
er hatte einen schönen Tag mit ihr, doch weiter kam er nicht.
Die beiden konnten ja nicht ahnen das Aurian hier intervenierte
und Syra unter ihren Schutz gestellt hatte, damit sie den beiden
widerstehen konnte.
Es vergingen einige Tage und dann
Wochen. Die beiden Casanovas versuchten es immer wieder, halfen
Syra wo sie konnten und gingen ihr sogar zur Hand. Mit der Zeit
lernte sie die beiden genauer kennen und stellte fest das beide
sehr liebenswert waren. Jeder auf seine Weise. Sie sah das
Lazarus ernster war als Ethan und oft eher als dieser sah was
nötig war, dafür war Ethan eher frech und teilweise recht
ungehobelt. Doch auch die beiden Männer lernten Syra besser
kennen und so langsam aber sicher schlich sie sich in deren
Herz. Doch irgendwann platzte Lazarus der Kragen und er fauchte.
„Verdammt ich bin es leid hingehalten zu werden, ich will sie
endlich.“ Ethan sah ihn an und nickte, er verstand ihn. „Ich
finde auch das sie uns lange genug hingehalten hat, jetzt
sollten wir mal langsam Nägel mit Köpfen machen. Mal abgesehen
davon wundert es mich eh das sie uns so lange widerstehen
konnte. Ich bin sogar schon her gegangen und habe getestet ob
ich bei den Frauen noch ankomme, also es ist alles in Ordnung.
Die Weiber sind nach wie vor scharf auf mich, wieso sie
nicht....obwohl sie scheint es schon zu sein aber traut sich
nicht den letzten Schritt zu tun.“ Lazarus nickte. „Ich bin es
leid, jetzt werde ich meine Eros Kräfte einsetzen, wenn sie
denen auch widersteht, also dann weiß ich auch nicht.“ Ethan sah
ihn überrascht an. „Hast du das bisher nicht getan?“ Lazarus
schüttelte den Kopf. „Nein, den Fehler habe ich damals bei Nara
gemacht und sie so ins Bett bekommen. Aber ich habe mich danach
nicht so toll gefühlt. Den Fehler wollte ich jetzt nicht noch
mal machen. Doch sie lässt mir keine andere Wahl, ich will sie.“
Er seufzte und sah Ethan an. „Ich glaube ich habe mich
verliebt...“ Ethan nickte. „Mir geht es nicht anders, wenn ich
sie sehe schlägt mir mein Herz bis zum Hals, ich bin aufgeregt
wie ein Teenager der noch nie eine Frau hatte.“ Lazarus sah ihn
an. „Ich glaube aus unserem Spiel ist blutiger ernst geworden,
wir haben unser Herz an eine Sterbliche verloren und das beide.“
Ethan sah Lazarus an, er nickte. „Geh... heute ist dein Tag und
stell sie vor die Wahl sie soll sich endlich entscheiden.“
Lazarus erwiderte den Blick und schüttelte den Kopf. „Vielleicht
sollten wir beide verzichten, das wäre die fairste Lösung.“
Ethan stand auf und sah seinen Freund an. „Nein.....du gehst, es
ist dein Tag. Wir waren bisher immer fair, überlassen wir ihr
die Entscheidung. Lazarus wir lieben sie beide wie es aussieht,
vielleicht kann sie uns auch beide lieben. Wir sollten das nicht
weg werfen und wenn sie wirklich nur einen von uns will, dann
ist es halt so.“ Lazarus nickte leicht, er hatte Angst...Angst
das sie ihn ablehnen würde und Ethan lieber haben wollte. Aber
Lazarus konnte auch egoistisch sein, wenn sein Herz schrie und
nun wurde er egoistisch. Er würde alle seine Fähigkeiten nun in
die Waagschale werfen und sich die Frau holen die er so
begehrte.
Als er später vor ihr stand und
sie ihn ansah, merkte sie das sich etwas verändert hatte. Sie
standen in der Scheune ,weil sie Heu wenden wollte. Er trat
langsam auf sie zu, öffnete sein Hemd,zog es langsam aus und
lies es fallen. Er beobachtete ihre Reaktionen. Aurian war klar
geworden das es soweit war und hatte nun den Schutz über Syra
fallen lassen, so war diese seiner männlich erotischen
Ausstrahlung nun voll ausgesetzt. Syra atmete schneller ein und
aus als sie ihn betrachtete. Ihr Körper begann zu glühen als er
näher kam. Als er sie an sich zog und an sich drückte und sie
nun seinen harten muskulösen Körper spürte, konnte sie nicht
mehr. Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und erwiderte den
leidenschaftlichen Kuss. Lazarus stöhnte leise auf und begann
sie zu entkleiden während er sie weiter hin küsste. Als er sie
langsam ins Heu drückte zog er sich auch die Hose aus. Nun würde
er endlich bekommen was er so begehrte. Sie war in ihren
Zärtlichkeiten recht ungeschickt was ihn stutzig machte, er
löste kurz den Kuss, streichelte sie aber weiter und sah sie an.
„Sag mir eins, bist du noch Jungfrau?“ Sie nickte leicht und sah
ihn verlegen an. Er schloss kurz die Augen und versuchte seine
Erregung zu unterdrücken. „Für wen hast du dich aufgehoben?“ Sie
drückte sich an ihn. „Ist das jetzt nicht egal?“ Lazarus
seufzte. „Für jeden anderen Kerl vielleicht, aber nicht für
mich. Also sag mir liebst du mich?“ Sie nickte und sah ihn
abermals verlegen an. „Ja aber auch Ethan, ich liebe euch
irgendwie beide.“ Lazarus schloss noch mal kurz die Augen und
sah sie an. Er nickte. „Wir lieben dich auch.....beide. Wärst du
bereit dein Leben mit uns zu teilen?....Doch bevor du
antwortest, muss ich dir noch etwas sagen.“ Sie schüttelte
leicht den Kopf. „Ich weiß es bereits und ich weiß mit was ich
leben muss....aber ich bin bereit dazu.“ Lazarus stöhnte auf, er
nickte. Dann führte er sie sanft und liebevoll in die
körperliche Liebe ein. Allerdings spürte er schnell wie viel
Leidenschaft in dieser kleinen zierlichen Person steckte. Als
das erste mal hinter ihnen lag, wollte sie noch mehr und sah ihn
verlegen an als sie fragte ob das noch mal ginge. Lazarus spürte
wie sinnlich sie war, wie verlangend und er war überglücklich.
Aurian stand in der Nähe und lächelte sanft. Sie hatte Syra als
klar wurde das sie beide liebte, ein wenig mehr Kraft, Verlangen
und Sinnlichkeit gegeben um beide Männer glücklich machen zu
können. Als sie ihren Teil dazu getan hatte, verschwand sie und
ließ die beiden wieder alleine. Als die beiden anschließend
glücklich Arm in Arm im Heu lagen, sah Lazarus Syra an. „Hast du
etwas dagegen wenn ich Ethan dazu rufe? Er sollte nicht länger
warten müssen und keine Sorge er wird dich nicht auch noch haben
wollen, nicht jetzt. Aber er sollte wissen das du ihn ebenso
liebst wie wir dich.“ Syra lächelte und nickte. „Ja du hast
recht er sollte auch wissen das ich ihn liebe.“ So rief Lazarus
nach Ethan, als dieser erschien erfasste er sofort was geschehen
war, doch Syra als auch Lazarus wollten ihn nicht auf falsche
Gedanken kommen lassen und streckten beide einen Arm nach ihm
aus. „Komm leg dich zu uns, sie liebt uns beide.“ lächelte
Lazarus. Ethan als er endlich begriff was geschehen war strahlte
und legte sich zu ihnen. Er ließ seine Kleidung an um Syra klar
zu machen das er im Moment nichts von ihr fordern würde, doch
küsste er sie nun leidenschaftlich und Lazarus lächelte als er
es sah. Syra öffnete dann sein Hemd als er sie küsste und zog es
ihm über die Schultern. Er löste kurz den Kuss und sah sie an.
„Bist du sicher das du das willst? Ich kann mir vorstellen das
Lazarus schon einiges gefordert hat.“ Sie lächelte und nickte.
„Ja, einmal schaffe ich sicher noch und du solltest nicht leer
ausgehen.“ Nun strahlte Ethan erst recht und ließ sich nicht
zweimal bitten. Lazarus klärte ihn auf das Syra bis kurz zuvor
noch eine Jungfrau gewesen war und Ethan nickte. So ging auch
Ethan recht sanft mit ihr um. Anschließend lagen alle drei
aneinander gekuschelt da und Lazarus lächelte Ethan an. Es war
zu keinem Streit gekommen und die Eifersucht hatte sie auch
verschont. Lazarus strahlte von innen, als er Syra und Ethan
neben sich liegen hatte und sie ansah. Er war seit langem mal
wieder richtig glücklich und das sah man ihm an. Sechshundert
Jahre der Trauer waren vergessen, als er einen Arm um die beiden
legte. Sein Herz und seine Seele hatten endlich Frieden
gefunden.

Kapitel 75: Eine göttliche
Hochzeit

Das Verhältnis der drei warf
allerdings auch Probleme auf. So bekam Syras Bruder einen
Tobsuchtsanfall als er hörte das sich gleich zwei Götter für sie
interessierten. Vor allem, da die Frauen des Dorfes nicht so
leichtfertig mit ihrer Frauenehre umgingen, sprich nur mit ihrem
zukünftigen Gemahl ins Bett gingen. Syra hingegen hatte sich
gleich zwei Männern hingegeben und deswegen war ihr Bruder außer
Rand und Band. Ethan und Lazarus versuchten ihn zu beruhigen,
doch er schrie sie an. „Hat einer von euch vor sie auch zu
heiraten?! Oder wolltet ihr sie nur ins Bett bekommen?! Ich
sagte immer die Götter bringen nichts gutes, vor allem wenn man
sich mit ihnen einlässt.“ Das er sich so aufregte fanden die
beiden ja recht ehrenvoll, doch sie hatten ja nicht vor gehabt
Syra zu entehren, sondern liebten sie ehrlich und aufrichtig.
Hier trafen zwei absolut unterschiedliche Kulturen auf einander.
Die Götter, die durch ihre Unsterblichkeit weit aus freier damit
umgingen und die Sterblichen die ihre Frauen hüteten bis sich
der Mann fand der sie heiraten würde. Lazarus kannte noch die
Zeremonien der Ehe und so trat er vor und nickte. „Ich werde sie
zu meiner Frau machen, wenn das wichtig für euch ist, so werde
ich sie heiraten und ihr meinen Ring an den Finger stecken.“
Coran nickte zufrieden, doch wurde ihm auf einmal wieder etwas
bewusst. „Sie ist sterblich, sie wird alt werden während ihr
immer noch so jung bleibt wie jetzt. Was ist dann? Werdet ihr
euch dann eine andere suchen?“ Lazarus seufzte. „Ich werde die
hohe Göttin bitten ihr die Unsterblichkeit zu geben. Allerdings
hätten wir das eh getan.“ Coran nickte und sah seine Schwester
an. „Kannst du damit leben? Ich werde irgendwann sterben und
alle die du kennst, wirst du damit fertigt werden?“ Syra sah
ihren Bruder liebevoll an. „Ich liebe sie beide und ich hoffe
das ich damit leben kann. Ich weiß noch nicht wie es werden
wird, aber ich hoffe es.“ Ethan und Lazarus sahen das sich Coran
nur aus Sorge um seine Schwester so aufregte und das konnten sie
auch verstehen. Sie spürten wie sehr er seine Schwester liebte.
Beide standen rechts und links von Syra und stellten sich den
Angriffen ihres Bruders. Coran seufzte leise. „Was ist mit
Lilly, was ist mit der Viehzucht, was wird damit werden?“ Syra
sah ihn an. „Wenn Lilly die Sterblichkeit wählt kann sie die
Viehzucht übernehmen, sie hat mir und unseren Eltern ja die
ganzen Jahre zugesehen, sie weiß was wichtig ist. Zudem bin ich
ja nicht aus der Welt und werde weiter hin mit helfen. Sollte
Lilly allerdings ihren derzeitigen Status behalten wollen, werde
ich sie weiterhin bei mir aufnehmen. Sie wird nicht alleine
bleiben.“ Coran sah Lazarus und Ethan an. „Sie ist ein fremdes
Kind, würdet ihr sie aufnehmen?“ Lazarus lachte. „Natürlich,
Kinder sind bei uns immer willkommen. Sie würde bei uns ein
Zuhause finden. Darüber müsst ihr euch nicht sorgen.“ Coran
nickte, er sah das man sich wirklich bemühte seine ganzen
Bedenken aus dem Weg zu räumen. Er sah die beiden Götter an.
„Also gut, wenn es sie glücklich macht, dann willkommen in der
Familie.“ Dann drückte er Lazarus und nach kurzem zögern auch
Ethan an sich. Die beiden atmeten auf. Die schlimmste Hürde
hatten sie genommen.
Lazarus meinte es ernst und so
bereitete er die Hochzeit vor. Er hatte ja schon Übung darin,
schließlich hatte er auch einst Nara geheiratet. Er bat Aurian
ob sie die Zeremonie durchführen würde und sie erklärte sich
lächelnd dazu bereit. Doch mit so einem Spektakel hatte keiner
der Dorfbewohner gerechnet. Lazarus hatte an alles gedacht. Die
Zeremonie würde im Dorf der Sterblichen abgehalten werden, doch
waren auch alle Götter dazu eingeladen. Denn wenn sich schon mal
einer der ihren der Zeremonie unterwarf, wollten auch alle dabei
sein. Aurian hatte noch eine weitere Überraschung bereit, ebenso
Myrion. Auf dem großen Dorfplatz standen Blumen geschmückte
lange Tische an denen alle Platz nehmen konnten. Etwas am Rand
standen runde Tische an denen die Götter Platz nehmen würden.
Das gesamte Dorf war in Aufruhr als sie zusahen wie Lazarus die
Hochzeit vorbereitete. Er sorgte auch für einen marmornen Altar
der ebenfalls mit Blumen bestückt war und an dem Aurian die
Zeremonie abhalten sollte. Es gab lange Tische auf denen es
Essen und Getränke geben würde. Die Dorfbewohner wollten auch
ihren Teil dazu beitragen und brachten große Platten mit
Fleisch, Gemüse und viele Schüsseln mit Salaten. Es gab die aus
gewähltesten Weine die Lazarus aus allen Welten zusammen
getragen hatte.
Dann kam der Tag heran und alle
waren aufgeregt. Ethan sah Lazarus an als er sich für die
Zeremonie fertig machte. „Ich hätte sie auch geheiratet.“
Lazarus lachte ihn an. „Ich weiß, doch überlasse es ruhig mir,
ich weiß was es bedeutet.“ Dann trat Aurian ein und sah das
Lazarus einen dunklen Anzug gewählt hatte allerdings wie bei ihm
üblich mit einem Hemd darunter das seine muskulöse Brust offen
ließ. Sie schmunzelte und sah Ethan an. „Was ist mit dir? So
willst du doch wohl nicht vor den Altar treten oder?“ Er war wie
üblich lediglich mit schwarzer Lederhose und Seidenhemd
bekleidet. „Das kommt ja gar nicht in Frage.“ Ehe Ethan sich
versah trug auch er den gleichen Anzug den auch Lazarus trug.
„Hu was ist denn nun und wieso vor den Altar treten?“ Ethan sah
sich an. Aurian grinste frech. „Sagtest du nicht eben du hättest
sie auch geheiratet? Das wirst du nun auch.“ Nun lachte Lazarus
herzhaft. „Ja richtig, du hast ja mal ein Gesetz erlassen das
man auch zwei Partner heiraten kann.“ Dann grinste er Ethan an.
„Tja alter Junge wie es aussieht wird dein Wunsch gleich erfüllt
werden du wirst ebenfalls heiraten.“ Langsam begriff Ethan und
ein strahlen zog über sein Gesicht. Er schubste Lazarus vom
Spiegel weg um sich zu betrachten. „Sehe ich auch gut aus....
steht mir der Anzug.... was muss ich tun?.....“ Er hatte auf
einmal Fragen über Fragen und war entsetzlich aufgeregt. Lazarus
lachte herzlich und Aurian sah das ihm das Glück aus den Augen
strahlte. Sie lächelte. „Dann werde ich mal nach der Braut
schauen ob sie auch soweit ist.“ Damit war sie verschwunden und
tauchte bei Syra auf. Ihr hatte sie ein Kleid geschenkt das Syra
nur als Traum bezeichnete. Es war aus weißer Spitze und ließ das
Dekolletee recht offen so das man ihre Brustansätze sah, die
Corsage lag hauteng an. Der Rock fiel unten sehr weit
auseinander und hatten eine recht lange Schleppe. Aurian setzte
ihr ein kostbares Diadem auf die leuchtend roten Haare. Die
anderen Damen im Raum sanken auf die Knie als Aurian erschien.
Sie sah Syra an. „Bist du bereit mein Kind? Was ich dich aber
vorher noch fragen möchte, bist du bereit auch beide zu
heiraten?“ Syra nickte und sah Aurian bei der zweiten Frage
überrascht an. „Beide? Ja geht das denn?“ Aurian nickte. „Na bin
ich die höchste Göttin oder nicht und was ich sage ist Gesetz.
Ich habe dieses Gesetz schon vor mehr als dreitausend Jahren
erlassen, glaube ich. Ja es geht.“ Syra strahlte sie an und
nickte heftig. „Ja klar, wenn das geht, ich heirate auch beide.“
Aurian nickte zufrieden. „Na dann los, ich glaube die beiden
warten schon ganz ungeduldig.“ Damit verschwand sie abermals um
nun am Altar auf zu tauchen. Die Gäste hatten alle schon Platz
genommen und sahen nun erwartungsvoll Aurian an. Sie sah über
die Anwesenden. „Einigen Götter ist es noch bekannt, das ich
einst ein Gesetz erließ das man auch zwei Partner heiraten kann,
wenn man es wünscht. Ich selber habe einst sogar meine beiden
Löwen geheiratet. Wie dem auch sei, hier haben wir wieder mal
den Fall das sich eine junge Frau in zwei Männer verliebt hat
und diese beiden Männer in sie. Also warum sollte dann der eine
dem anderen nach stehen, so wird es heute eine doppelte Trauung
geben.“ Nun ging das getuschel los. Die alten Götter wussten es
noch doch für die jungen war das neu, ebenso wie für die
Sterblichen. Dann traten Ethan und Lazarus auf den Altar zu und
stellten sich rechts und links von dem roten langen Teppich, den
Aurian noch schnell verlegt hatte, auf. Sie wollte nicht das
sich Syra ihr Kleid schon beim schreiten auf den Altar zu,
beschmutzte. Dann stand Syra am ende des roten Teppichs am Arm
ihres Bruders. Himmlische Musik erklang, denn Aurian hatte Leon
und Iliane gebeten zu singen. Unterstützt wurden sie vom Chor
der Kinder des Lichts und der Dunkelheit. Die junge Braut
schritt nun langsam am Arm ihres Bruders auf den Altar zu.
Rechts und Links vom Altar standen die beiden Engel Angel und
Aurana mit weit ausgebreiteten Flügel und hinter ihnen die
singenden Kinder des Lichts und der Dunkelheit je nach Engel,
ebenso mit ausgebreiteten Flügel. Lazarus flüsterte Aurian
grinsend zu, so das auch Ethan es hören konnte. „Du weißt wie
man ein spektakuläres Ereignis in Szene setzt. Das hast du schon
immer gewusst.“ Aurian zwinkerte ihm frech zu und nickte. „Warte
ab, es kommt noch mehr.“ Als Syra heran getreten war, sprach
Aurian abermals, „Wer gibt diese Frau dem Bräutigam zur Frau?“
Coran senkte kurz den Kopf und sprach „Ich, ihr Bruder gebe
diese Frau dem Bräutigam.“ Damit reichte er Lazarus die Hand
seiner Schwester, der sie sanft entgegen nahm. Dann nahm Aurian
die andere Hand Syra`s und reichte sie nun Ethan der sie ebenso
sanft in seine nahm. Coran trat zurück und stellte sich hinter
Lazarus. Aurian sah über die Anwesenden. „Bevor ich zur Trauung
schreite, habe ich noch etwas, wie ihr wisst kam aus dieser
Familie wie bei allen hier Sterblichen ein Kind des Lichts.
Dieses Kind hat sich entschlossen, die Sterblichkeit an zu
nehmen und so hat es in den letzten Wochen, die es bei den
beiden Engeln weilte, eine Metamorphose durchgemacht. Dieses
Kind ist bereits siebzig Jahre alt ebenso wie das Kind der
Dunkelheit das mit ihm erschien und hier sind sie.“ Damit
deutete sie zu den beiden Engeln, hinter denen nun eine junge
Frau und ein junger Mann hervortraten, die zuvor von den Flügeln
verdeckt waren. Die beiden stellten sich nun hinter Ethan. Syra
strahlte die junge Frau an, die ihr liebevoll zunickte. Abermals
sah Aurian über die anwesenden und dann geschah etwas das keiner
dieser sterblichen je gesehen hatte. Aurians Lichtaura flammte
hoch und sie erschien überirdisch schön. „Als höchste Göttin des
Universums bin ich berechtigt diese jungen Leute in den Stand
der Ehe zu erheben.“ Sie sah Lazarus an. „Lazarus Liones bist du
bereit die hier anwesende Syra als deine Frau an zu nehmen, sie
zu lieben und zu ehren, bis in alle Ewigkeit oder euch der Tod
auseinander reißt?“ Lazarus nickte. „Ja das bin ich.“ Dann sah
sie Syra an. „Syra bist du bereit diesen hier anwesenden Lazarus
Liones als deinen Mann an zu nehmen, ihn zu lieben und zu ehren
bis in alle Ewigkeit oder euch der Tod auseinander reißt? Bist
du bereit den Namen Liones an zu nehmen wie es in unserer
Familie Brauch ist?“ Syra nickte. „Ja, das bin ich.“ Dann sah
Aurian Ethan an. „Ethan bist du bereit diese hier anwesende Syra
Liones als deine Frau an zu nehmen, sie zu lieben und zu ehren,
bis in alle Ewigkeit oder euch der Tod auseinander reißt? Bist
du bereit den Namen Liones an zu nehmen wie es in unserer
Familie Brauch ist?“ Ethan nickte. „Ja, das bin ich.“ Dann sah
sie abermals Syra an. „Syra bist du bereit auch den hier
anwesenden Ethan Liones zu deinem Mann zu nehmen, ihn zu lieben
und zu ehren bis in alle Ewigkeit oder euch der Tod aus einander
reißt?“ Syra nickte abermals. „Ja das bin ich.“ Dann trat Myrion
vor und reichte Aurian ein rotes Samtkissen auf denen drei Ringe
lagen, die absolut identisch waren, bis auf die Größe. Sie
reichte den kleinen Ring Lazarus, der ihn an nahm. Als er ihn
ansah, traten Tränen in seine Augen, er erkannte den Ring, es
war der den bis heute Aurian getragen hatte. Es waren die Ringe
die einst Myrion für Leon, Aurian und sich geschmiedet hatte.
Sie waren nur noch mal überarbeitet worden und nun sogar mit
kleinen Diamanten besetzt. Er sah Syra unter Tränen an. „Ich
nehme dich mit diesem Ring den bis zum heutigen Tage meine
Mutter getragen und den sie mir in ihrer übergroßen Liebe
gegeben hat zu meiner Frau. Möge dieser Ring dir, ihre und meine
Liebe vermitteln.“ Dann streifte er ihr den Ring über. Dann
reichte Aurian Syra einen der größeren Ringe und flüsterte ihr
kurz etwas zu, Syra nickte, sie sah Lazarus an. „Mit diesem
Ring, den bis zum heutigen Tage dein Vater getragen hatte, nehme
ich dich zu meinem Mann.“ Lazarus sah Myrion an der nun neben
Aurian stand, der nickte leicht. Dann reichte Aurian Syra den
letzten Ring und flüsterte ihr abermals etwas zu. Diese drehte
sich nun Ethan zu und sah ihn an. „Mit diesem Ring, den bis zu
seinem Tod der zweite Löwe Aurians trug, nehme ich dich zu
meinem Mann.“ Jetzt erst wurde ihr klar das Aurian Lazarus
Mutter war, sie wurde blaß. Doch auch Ethan wurde blaß als Syra
ihm den Ring den einst Leon getragen hatte überstreifte. Auch er
sah Aurian an und hatte Tränen in den Augen. Ihm wurde klar das
sie nun mit der Vergangenheit komplett abgeschlossen hatte. Die
drei wendeten sich wieder Aurian zu, diese setzte noch mal an.
„Hiermit verkünde ich Aurian Liones, Göttin des Lichts,
Erschafferin und höchste Göttin des Universums, das Lazarus
Liones, Sohn des Lichts, Gott der Lust und Ethan Liones, zweiter
Erschaffer des Universums und Syra Liones, die heute die
Unsterblichkeit erhielt, verbundene Eheleute sind. Niemand
sollte es wagen diese Verbindung in Frage zu stellen.“ Sie sah
die beiden jungen Götter an. „Ihr dürft nun die Braut küssen.“
Das ließen sich die beiden nicht zweimal sagen, so zog zuerst
Lazarus sie in seine Arme und küsste sie und anschließend Ethan
um sie zu küssen. Alle drei strahlten um die Wette. Dann erlosch
Aurians Lichtaura und Myrion legte ihr einen Arm um die
Schulter. Er sah sie liebevoll an. Sie sah kurz auf ihre Hand,
dort trug sie einen neuen Ring den Myrion für sie und sich
geschaffen hatte, dann legte sie ihren Kopf kurz auf seine Brust
und er drückte sie zärtlich an sich. Er wusste wie schwer es ihr
gefallen war, die Vergangenheit endgültig hinter sich zu lassen.
Sie hatte schon viel ertragen müssen und manchmal wunderte er
sich das sie nicht verzweifelte.
Dann nahmen die Brautleute Platz.
An ihrem Tisch saßen auch Aurian, Myrion als auch Coran mit
seiner Frau und der nun erwachsenen Lilly wie ihr Gegenstück,
das ehemalige Kind der Dunkelheit. Aurian schmunzelte als sie
sah das der junge Mann Lilly ganz verliebt ansah und ihre Hand
unter dem Tisch in seine nahm. Diese Zeremonie hatte alle
aufgewühlt selbst die jungen Götter und hier und da war man
schon am überlegen ob man nicht auch heiraten sollte, ihnen
gefiel die Zeremonie. Myrion grinste als er es mit bekam.
„Kätzchen ich glaube du solltest dich darauf gefasst machen das
du noch einige dieser Zeremonien abhalten musst.“ Aurian nickte
schmunzelnd, sie hatte es ebenfalls bemerkt. „Allerdings wirft
das auch einige Probleme auf. Bisher war es einfach wenn man
nicht mehr mit einander klar kam, zog man aus und die Sache war
erledigt. Doch wenn sie heiraten, sollten sie sich im klaren
sein das es wirklich für die Ewigkeit ist. Denn ich habe keine
Lust auch noch Trennungen durch zu führen.“ Myrion überlegte
kurz. „Wäre das nicht etwas für Pelata? Ich meine sie als
ehemalige Hohepriesterin weiß doch auf was es ankommt. Du
könntest ihr doch entsprechende Vollmachten geben.“ Aurian
nickte. „Ich werde es mir mal durch den Kopf gehen lassen. Aber
die Idee ist nicht schlecht, Pelata langweilt sich eh schon
langsam.“ Syra sah Lazarus an. „Aurian ist deine Mutter?“ Er
nickte. „Hatte ich das nie erwähnt?“ Syra schüttelte leicht mit
dem Kopf. „Nein ich fiel eben bald aus allen Wolken als ich das
begriff. Das hättest du mir vielleicht mal sagen sollen. Ich
hatte ja keine Ahnung das ich nun die Schwiegertochter der
höchsten Göttin sein würde und zudem, ich dachte du und
sie....na ja du weisst schon.“ Lazarus grinste sie an. „Erstens
ist es richtig das du nun die Schwiegertochter der höchsten
Göttin bist und das zweite, ja ich schlafe mit ihr oder sie mit
mir, wie man will. Kleines du solltest dich noch auf einige
andere Sachen einstellen. Zum Beispiel das Ethan mein Enkel ist.
Auch das es bei uns nicht unmöglich ist das sich auch
Geschwister lieben.“ Syra sah ihn verwundert an. „Das sagst du
mir erst jetzt?“ Ethan hatte es mit bekommen und beugte sich
jetzt zu ihr, er grinste sie frech zwinkernd an. „Das haben wir
absichtlich nicht gesagt, sonst hättest du uns vielleicht nicht
geheiratet.“ Lazarus lachte. „Nein Kleines, wir haben wohl
einfach nicht daran gedacht, weil es für uns unwichtig ist.“
Syra sah von einem zum anderen. „Also wenn Ethan dein Enkel ist
dann ist Aurian ja auch mit ihm verwandt.“ Lazarus nickte. „Aber
nicht nur weil er mein Enkel ist sondern auch ihrer. Ich zeugte
einst seine Großmutter und Aurian bekam seinen Großvater. Die
beiden bekamen ein Kind und dieses Kind verband sich mit einem
Kind des Chaosgottes und aus dieser Verbindung entstammt Ethan.“
Syra stöhnte leise auf, doch dann lachte sie. „Das ist mir alles
zu kompliziert, sag mir mal wie alt du bist.“ Jetzt lachte
Ethan. „Frag ihn das besser nicht er ist schon uralt. Eigentlich
bräuchte er schon einen Krückstock, so alt ist er.“ Lazarus
griff um Syra herum, die zwischen ihnen saß und verpasst Ethan
eine Kopfnuss. „Werd nicht frech junger Schnösel.“ Syra lachte,
sie spürte die Liebe die zwischen den beiden Männern bestand.
Sie beugte sich zu Ethan. „Dann sag du es mir.“ Ethan tat so als
dächte er nach. „Also ich glaube so zwanzigtausend Jahre oder
waren es dreißig, es können auch einige mehr sein.“ Lazarus sah
ihn an. „Boah das ist ja eine Frechheit.“ Dann sah er Syra an.
„Weder noch, ich glaube so fünftausend das kommt wohl hin. Ich
weiß nicht ob es überhaupt noch jemand weiß, höchstens
vielleicht Aurian, aber das ist auch fraglich. Sie kümmert sich
auch nicht um die Jahre. Ich glaube bis auf die jüngeren Götter
weiß kaum noch irgendwer sein eigenes Alter. Der jüngste ist zur
Zeit Arden, Sohn von Iskander, Aurians und Aarons Sohn und India
meiner Tochter.“ Syra sah ihn mit großen Augen an. „Arden ist
auch dein Enkel? Sag mal wie viele Kinder hast du denn?“ Ethan
pfiff leise. „Der Junge ist recht zeugungsfreudig, er hat jede
Menge Kinder.“ Lazarus sah in die Runde, dann deutete er nach
einander auf die Götter. „Also da wären als erstes Hope und
Amor. Dann Iron. Dann Pia und Soraja und als letztes India.“
Syra nickte und sah Ethan an. „Und du? Hast du auch Kinder?“ Nun
lachte Lazarus und sah Ethan an. „Na sag es ihr schon, sie
sollte ja ihre Stiefkinder kennen.“ Ethan grummelte und deutete
auch auf die einzelnen Götter. „Also gut, da haben wir Nara,
dann Ijana und Rohan und als letztes Tara. Doch frag uns nun
nicht nach den Müttern, das könnte für dich ein Kulturschock
werden.“ Lazarus nickte. „Da hat er recht, das sollten wir mal
in einer ruhigen Minute besprechen. Genießen wir jetzt lieber
die Feier. Doch alles in allem kannst du davon ausgehen das alle
Götter irgendwie mit einander verwandt sind.“ Sie nickte und sah
die beiden an. „Werde ich denn auch ein eigenes Kind bekommen?“
Ethan fiel fast das Essen aus dem Gesicht. „Du willst ein Kind?“
Syra nickte. „Sicher, zwar noch nicht jetzt aber doch irgendwann
möchte ich auch ein Kind.“ Ethan nickte und sah sie grinsend an.
„Dann halte dich dafür an Lazarus, ich glaube ich fühle mich
noch zu jung für ein Kind. Er ist alt genug, er kann es zeugen.“
Nun lachten Lazarus und Syra herzlich. Nach dem Lazarus sich
beruhigt hatte grinste er. „Wenn du einen Sohn willst solltest
du dich eh an mich halten, Ethan kann nur Mädchen.“ Ethan sah
ihn gespielt empört an. „Ich kann auch Söhne, soll ich es dir
beweisen?“ Lazarus feixte. „Ach ja? Ich dachte du fühlst dich
noch zu jung für ein Kind.“ Ethan lachte. „Stimmt auch wieder.“
Syra lachte leise. Aurian beobachtete die drei und freute sich
darüber das sie sich so gut amüsierten. Myrion folgte ihrem
Blick. „Die beiden sind wirklich glücklich.“ Aurian nickte. „Ja
sieh dir Lazarus an, er strahlt von innen. Immer wieder mal
leuchtet kurz seine Lichtaura auf und er merkt es nicht mal. Das
zeigt das er wirklich glücklich ist. So glücklich war er zuletzt
mit Nara.“ Die Feier wurde für alle sehr schön und am Abend gab
es sogar noch ein Feuerwerk das Aaron erstellt hatte.
Syra zog auch in das Haus mit ein
und die erste Nacht verbrachten die drei in Lazarus Zimmer, am
nächsten Morgen wollten sie die kleine Wohnung ein wenig
umgestalten. Erst hatte man überlegt ob man nicht wieder in ein
eigenes Haus ziehen sollte doch dann entschloss man sich doch
dort zu bleiben. Myrion freute das sehr. Vor allem wollten die
beiden sich nicht den Platz in Aurians und Myrions Schlafzimmer
nehmen lassen und befürchteten das sie diese Errungenschaft
sonst womöglich verlieren würden. Syra fragte die beiden ob sie
auch weiterhin mit Aurian schlafen würden und beide nickten.
Lazarus versuchte es ihr zu erklären. „Kleines wir lieben dich
von ganzem Herzen das musst du uns glauben. Doch wäre es für
dich schon schwer alleine einen von uns vollkommen zu
befriedigen, aber zwei von unserer Sorte würden über deine Kraft
gehen. Hinzu kommt das wir Aurian auch sehr lieben und wir
wollen sie auch weiter hin. Wir gehen ja nicht Nacht für Nacht
zu ihr, ich glaube dann würde uns auch Myrion vor die Türe
setzen. Doch ab und zu muss es sein. Wenn wir merken das es
nicht mehr anders geht. Schau mal wir sind glücklich mit dir und
dem was du uns gibst und wir verlangen auch nicht mehr. Doch um
zu funktionieren brauchen wir sie. Sie ist die Kraft die uns
antreibt, sie ist die Sonne die wir zum Leben brauchen. Doch
andererseits braucht sie uns ebenso. Ein Mann ist ihr nie genug
und würden wir nicht ab und zu das Bett mit ihr teilen, würde es
eine Katastrophe geben. Du wusstest vorher das wir das tun
würden, wir haben es dir niemals verheimlicht.“ Lazarus erzählte
ihr was geschehen war als er einmal etliche Jahre nichts mit
Aurian hatte, er war nur noch ein Wrack, nicht mehr er selber.
Ethan nickte dazu und erzählte wiederum von seiner Zeit bei den
Leviathan und das auch er einige Jahre ohne sie auskommen
musste, das es ihm dabei wie Lazarus ging. Syra verstand langsam
und nickte leicht. Die beiden hatten sich überlegt das sie Syra
damit möglichst nicht belasten wollten. Und wenn einer von ihnen
Syra mal alleine für sich haben wollte, würde der andere in der
Zeit zu Aurian gehen. So wäre allen geholfen und Syra würde es
vielleicht kaum mit bekommen. Sie liebten die junge Frau
aufrichtig und wollten sie auch nicht verletzen, doch liebten
beide Aurian mehr als sie. In den nächsten Wochen bekam Syra mit
wie es nicht nur die beiden zu Aurian zog, sondern es noch
andere gab. So bekam sie mal mit wie Iskander sie verführte oder
auch Aaron, wobei sie sich bei Aaron abwenden musste, denn sie
bekam mit das der Kriegsgott nicht gerade zärtlich mit ihr
umging. Ebenso sah sie wie Leander mal Aurian leidenschaftlich
küsste und mehr forderte als das. Sie sah aber auch das die
weiblichen Götter zu ihr kamen und sie für jeden ein gutes Wort
hatte, zuhörte, Ratschläge gab oder anders half. Sie wies nie
einen Gott oder eine Göttin zurück die Hilfe brauchten. Sie sah
wie liebevoll Aurian mit jedem Gott umging.
Als sie an einem Abend mit
Lazarus und Ethan zusammen saß, sah sie die beiden an. „Wie hält
sie das aus? Ich habe gesehen wie Aaron mit ihr umging, Himmel
der Kerl ist ja regelrecht brutal.“ Lazarus nickte. „Ja das
wissen wir, doch sie ist die einzige die es ertragen kann. Aaron
ist der Kriegsgott und in ihm steckt sehr viel Gewalt und
Brutalität. Er kann es lange unterdrücken und seine
Selbstbeherrschung ist bewundernswert. Doch ab und zu muss er
sich Luft machen und dann geht er zu ihr, weil er weiß sie hält
es locker aus.“ Ethan nickte leicht. „Er leidet selber darunter
doch ein friedlicher und sanfter Kriegsgott hätte wohl seinen
Beruf verfehlt. Aurian wurde dazu geboren, jedem Gott das was er
braucht zu geben. Mal sind es gute Worte, mal offene Arme die
einen trösten und ein anderes mal eben ein brutaler Liebesakt.
Sie ist die Sonne und wir anderen drehen uns um sie.“ Syra
nickte. „Sie liebt alle nicht wahr? Ich meine ich habe gesehen
das sie nie auch nur zu irgendeinem gesagt hat, das sie keine
Zeit habe. Sie ist für jeden da. Und wenn sie selber mal Kraft
oder Trost braucht steht Myrion da und nimmt sie in seine Arme.“
Lazarus nickte. „Ja, Myrion ist ihr Fels, er ist ihre Stärke.
Sieh ihn dir mal genauer an, man sieht bereits äußerlich was er
ist. Ohne ihn würde es ihr schlechter gehen. Keiner von uns
könnte ihn ersetzen. Sie erträgt alles nur weil sie weiß er
steht immer hinter ihr. Komm mal mit wir zeigen dir mal was.“ So
folgte sie den beiden zu dem Palast den die drei Avatare gebaut
hatten und sie führten sie in den Thronsaal. Sie deuteten auf
den Thron und Lazarus sah sie sanft an. „Siehst du das ist genau
das was wir sind. Sie ist in der Mitte, das heißt wenn sie auf
dem Thron sitzen würde. Und auch hier steht Myrion hinter ihr
und wir zu ihren Seiten. Ich als ihr Sohn und Ethan als ihr
ewiger Begleiter. Würden wir den Thronsaal nutzen würde sie auf
dem Thron sitzen und die Statuen durch uns ersetzt werden.“ Syra
nickte, ihr wurde klar das sie noch viel zu lernen hatte um mit
den Gepflogenheiten der Götter klar zu kommen. Manches gefiel
ihr und anderes, wie das mit Aaron nicht. Doch sah sie, das
Aurian wirklich das war was man von ihr sagte. Man liebte und
bewunderte sie. Jeder zeigte Respekt vor ihr. Aber hauptsächlich
nicht wegen ihres Ranges sondern eher deswegen, weil sie
wahrhaftig für jeden Gott da war. Syra nahm an, obwohl die
dunklen und die hellen Götter im Wettstreit lagen, würde aber
ein Feind von außen kommen und Aurian bedrohen stünden alle
geschlossen hinter ihr. Selbst der Chaosgott mit seinen
Gefolgsleuten. Als sie diese Überlegungen Lazarus und Ethan
mitteilte nickten die beiden und Ethan meinte ruhig. „So ist es.
Wir alle lieben sie und sie liebt uns. Da ist es egal ob man
dunkler oder heller Gesinnung ist.“
Syra begann Aurian nicht nur
ehrfürchtig zu betrachten sondern begann sie zu lieben. Und als
diese Liebe einmal begonnen hatte in ihr zu keimen, war die
Eifersucht die sich eventuell bei ihr einschleichen wollte
erledigt und dem Tode geweiht. Aurian hatte gespürt was in Syra
vor gegangen war, als sie aber merkte das sich dieser kurze
Anfall von Eifersucht aufgelöst hatte, drückte sie die junge
Frau eines Abends einfach mal nur an sich und flüsterte ihr zu.
„Die beiden sind rund um glücklich mit dir und ich freue mich
über ihr und dein Glück.“ Dann küsste sie die junge Frau kurz
auf die Stirn und ließ sie wieder los.


