Kapitel 79: Viola


 

Aurian saß tatsächlich am Seelenteich, vor ihr auf dem Boden lag eine wunderschöne junge Frau. Ihre Haut hatte den Bronzeton, der auch Aurian und ihren Männern zu eigen war. Sie hatte schwarzes Haar das mit silbernen und goldenen Strähnen durchzogen war. In der jungen Frau war noch kein Leben, sondern sie war noch eine leblose Hülle. Als Aurian sie ansah, nickte sie, die Frau war absolut perfekt. Sie spürte das sich Ethan näherte und ließ sich und die junge Frau verschwinden. Als Ethan ankam, sah er sich auf der leeren Insel um, er seufzte leise, denn er erinnerte sich das die Zeit die er hier alleine mit Aurian verbracht hatte, zu seinen schönsten Erinnerungen zählte. Er trat zum Seelenteich und sah das dort eine goldene Seele oben auf schwamm und dachte kurz nach. Dann sah er sich die Seele mal genauer an. Es war keine rein goldene Seele sie hatte sogar einige silberne Sprenkel in sich. Er überlegte ob einer der Götter daran dachte, ein Kind zu bekommen oder sollte hier ein großer König geboren werden? Er wusste es nicht. Dann fiel ihm ein was Iona gesagt hatte.....sollte diese Seele vielleicht an Aurians Nachfolgerin gegeben werden? Er seufzte, er konnte sich ein Leben ohne Aurian nicht mal vorstellen. Da er Aurian hier nicht fand, verschwand er wieder um den anderen mit zu teilen was er gefunden hatte. Als er fort war, wurden Aurian und die junge Frau wieder sichtbar. Sie betrachtete die junge Frau, ihr Körper war makellos, die Proportionen ganz genau auf einander abgestimmt. Sie war die reinste Versuchung. Was ihr noch fehlte war die Persönlichkeit. Aurian sah auf die goldene Seele und hörte es leise wispern. „Noch kannst du zurück, doch hat sie erst einmal die Seele erhalten musst du den Weg zu Ende gehen. Ich hoffe das ist dir klar.“ Aurian nickte. „Es ist das was ich einst zu Lazarus sagte, am Ende bin ich alleine. Meine Zeit ist um....es wird Zeit den letzten Schritt zu tun.“ „Was hat dich darauf gebracht das es soweit ist?“ Aurian sah in den Sternenhimmel als das Universum sie fragte. „Chronos, als er sagte ich sei das Universum, ich sei die Sonne um die sich alles dreht. Ich sei die Mutter allen Lebens. Ich glaube er hatte bereits in die Zukunft gesehen. Jetzt wird es Zeit das ich meine Seele vom Licht löse, das Licht weiter zieht und meine Seele sich mit dir verbindet. Wir werden das sein was wir immer sagten.......ich bin du und du bist ich.“ Das Universum schwieg einen Moment und flüsterte dann leise. „Ja.“ Aurian sah noch mal auf die junge Frau, sie holte tief Luft. „Einige werden folgen und andere an unsere Stelle treten. Es wird Zeit das die Alten Götter gehen. Viola wird meine Stelle einnehmen. Sie ist schön.“ Leise wisperte das Universum. „Und viel viel stärker als du. Du hast ihr das Erbmaterial von den stärksten Göttern gegeben, als auch dein eigenes. Nur verrate mir eins, warum hast du die Männer so ausgelaugt?“ Aurian lachte leise. „Weil sie eine Zeit ohne mich auskommen müssen und bis sie sich an Viola gewöhnt haben wird es eine weile dauern.“ Das Universum verstand. „Meinst du sie werden sie annehmen?“ Aurian nickte. „Sieh sie dir an sie ist der Traum eines jeden Mannes, hinzu kommt, das ihr Körper das Verlangen in sich tragen wird, das auch alle diese Männer und vor allem Lazarus, Ethan und ich besitzen. Ob ihre Seele und Persönlichkeit das ausstrahlen wird, werden wir sehen wenn es soweit ist. Sie wird das neue Licht sein. Sie wird dem Kriegsgott geben können was er braucht, ebenso allen anderen Göttern.“ „Doch wird sie auch dein Herz haben? Wird sie deine Liebe und deine Güte besitzen?“ Aurian seufzte leise. „Das weiß ich nicht, das wird man sehen. Aber zumindest wird sie das Wissen besitzen. Wie sie es nutzen wird, das werden wir sehen.“ Sie sah noch mal auf die junge Frau die vor ihr lag, dann senkte sie ihre Hand in den Seelenteich und entnahm ihm die goldene Seele. „Dann wollen wir mal sehen was daraus wird.“ Damit ließ sie die Seele in die junge Frau gleiten. Diese begann leise zu atmen, nach dem sie die Seele empfangen hatte und schlug die Augen auf. Sie lächelte. Aurian lächelte zurück und legte ihr ihre Hand auf die Stirn. Wissen floss in die junge Frau, diese nickte leicht. Aurian sah die junge unverbrauchte und unbelastete Seele und gab ihr erst mal das Wissen der Sprache, ebenso wie sie gezeugt wurde und welche Erbanlagen sie hatte. Nebenbei floss auch das Wissen in sie hinein, was auf sie zukommen würde. Aurian sah Viola an. „Bist du dazu bereit?“ Viola lächelte. „Ja, denn meine Seele wurde dafür erstellt und mein Körper dafür von dir geschaffen, Mutter. Doch sag mir eins...warum wurde ich nicht als Baby geboren, warum muss ich jetzt bereits erwachsen sein?“ Aurian lächelte. „Weil du unbelastet von Trauer sein sollst, denn meine Zeit ist bald gekommen. Alle anderen Götter werden in Trauer versinken und dann musst du stark sein, du musst ihnen Hilfe und vor allem Liebe geben. Hätte ich dich normal großgezogen, würde es dir nicht anders ergehen, so aber wird dein Herz frei sein von dieser Trauer.“ Viola verstand und nickte. „Das Universum wird wirklich meine Mutter sein, nicht nur symbolisch.“ Aurian nickte. „Mein Körper wird erhalten bleiben, für den Fall das man mich körperlich braucht. Solltest du Hilfe brauchen, so frag mich, ich werde dich hören zu jeder Zeit an jedem Ort, denn ich werde überall sein.“ Viola nickte verstehend. „Ich werde dir beibringen wie du auf mein Wissen zurück greifen kannst, wie du Dinge erfahren kannst die du wissen musst. Ich werde dir zeigen wie du in der Zeit reist und wie du auch das eine oder andere Schicksal vorher bestimmen kannst. Ich werde dich alles lehren was du wissen musst.“ In den nächsten beiden Tagen brachte Aurian ihr alles bei was erst mal wichtig war. Sie würde später auf Aurians Wissen zurück greifen können, musste also ihren Kopf nun nicht damit belasten. Dann bekam sie von Aurian Kleidung, allerdings erst mal welche die ihren Körper komplett verbarg, dazu einen Umhang mit Kapuze. „Zieh das an und setze die Kapuze auf. Ich will nicht das dich schon jemand sieht.“ Als Viola alles an hatte, nahm Aurian sie an die Hand. Kurz darauf tauchten sie in der Nähe von Aurians Haus auf. Viola hielt den Kopf gesenkt so das die Kapuze ihr Gesicht total verbarg. In der Nähe des Hauses hielten sich aus unerfindlichen gründen alle anderen Götter auf. Aurian ging mit Viola auf sie zu. Ihr Gesicht zeigte keinerlei Emotionen. Sie führte Viola an allen vorbei und betrat mit ihr das Haus. Keiner hatte es gewagt Aurian an zu sprechen, nicht mal Myrion. Sondern sie hatten sie nur fragend angesehen und versucht einen Blick auf die Unbekannte zu erhaschen, was ihnen aber nicht gelang. Myrion schluckte, er ahnte was kommen würde und sein Gesicht zeigte jetzt schon Trauer. Er folgte Aurian, wie auch Lazarus und Ethan. Sie wollten wissen was das zu bedeuten hatte. Aurian hatte Viola in das Zimmer geführt das sie sonst für ihre Liebhaber nutzte, das Zimmer hatte sich verändert, anstelle des erotischen Aussehens das es sonst trug, war es nun licht und hell eingerichtet und einer jungen Frau angemessen. Aurian sah sie besorgt an. „Du bist noch Jungfrau, doch ich überlasse dir die Wahl, deines ersten Liebhabers. Dir ist aber klar das es nicht bei dem einen bleiben wird. Ich habe dich über jeden und seine Eigenheiten aufgeklärt. Meinst du, du schaffst es?“ Viola hatte ihren Umhang abgelegt und sah sich im Zimmer um, sie nickte. „Mach dir um mich keine Sorgen Mutter ich schaffe das schon. Dafür wurde ich schließlich geboren oder erschaffen. Myrion, Lazarus und Ethan stehen vor der Türe, lass sie einfach herein.“ Aurian seufzte leise und löste die Speere der Türe, so das die drei eintreten konnten. Viola hatte ihre Kleidung geändert und trug nun einen eng anliegenden weißen sehr kurzen Lederrock und eine weiße Corsage die ihren Busen gut zur Geltung brachte. Dann betraten die drei das Zimmer und es verschlug ihnen die Sprache als ihr Blick auf die junge Frau fiel. Viola besaß die gleiche erotisch sinnliche Ausstrahlung die auch Aurian zu eigen war. Allerdings hatte Aurian blaue Augen, so hatte Viola recht dunkle die sie noch sinnlicher und exotischer erscheinen ließen. Alle drei Männer mussten tief einatmen, dann sahen sie Aurian fragend an. Aurian deutete auf eine Sitzecke. „Setzt euch bitte ich werde euch alles erklären.“ Als Viola sich setzte und die langen Beine übereinander schlug konnten die Männer ihren Blick nicht von ihr abwenden. Aurian schmunzelte. Ethan platzte dann heraus. „Holla die Waldfee, ist die scharf.“ Viola grinste und zwinkerte Ethan frech zu, der sich darauf hin beinahe neben den Sessel setzte, was Viola nun lachen ließ. Ihr Lachen war so herzerfrischend das Ethan mit lachen musste. Er grinste. „Nun ja, das kann passieren nicht?“ Myrion setzte sich neben Aurian, doch auch sein Blick ging immer mal zu Viola hin. Dann sah er Aurian an. „Wer ist sie?“ Aurian lächelte. „Das ist Viola, meine Tochter.“ Myrion sah sie an dann Viola dann wieder Aurian. „Aber wie ist das möglich? Du warst nicht schwanger und selbst wenn dann hätte es noch Monate gedauert, doch sie ist.......erwachsen.“ Aurian lächelte. „Erinnert ihr euch an euren Traum? In dieser Nacht wurde Viola gezeugt.“ Ethan der seinen Blick nicht mal von Viola abwenden konnte während er mit Aurian sprach meinte dann: „Aber wie und wer ist der Vater?“ Aurian lächelte. „Es gibt keinen speziellen Vater, ich nahm von euch allen das beste und gab es ihr. Sie hat sozusagen sieben Väter oder keinen, denn alles was ich an Erbmasse kriegen konnte gab ich in sie hinein, ebenso meine eigene. Sie wurde auch nicht geboren, sondern von mir erschaffen aus der Erbmasse die ich euch allen abnahm.“ Nun sah Ethan Aurian ernst an. „Zu welchem Zweck?“ Aurian seufzte leise. „Ich werde euch verlassen, es ist Zeit. Das Licht und meine Seele werden sich trennen, das Licht wird in Viola gehen und meine Seele sich mit dem Universum verbinden was wir geschaffen haben. Mein Körper soll im Palast aufgebahrt werden für den Fall das man mich körperlich noch mal brauchen sollte, wobei ich hoffe das das nicht zu oft geschieht. Viola wird auf mein Wissen zurück greifen können, das Licht wird ihr dabei helfen.“ Myrion sprang auf. „Wenn du gehst, gehe ich mit dir. Viola ist sehr anziehend das gebe ich zu und sogar ich bin in Versuchung geführt........doch ich liebe dich und keine kann dich in meinem Herzen ersetzen. Egal wo du hingehst, ich werde dir folgen.“ Er sah Aurian verzweifelt an. Sie hatte mit seiner Verzweiflung gerechnet und nickte. „Liebster, deine Seele wäre verloren, denn sie würde mir ins Universum folgen. Du hättest keine Chance auf eine Wiedergeburt.“ Er setzte sich wieder neben sie, legte seine Arme um sie und drückte sie an sich. „Ich liebe dich und es ist mir egal. Ich will nur bei dir sein.“ Aurian nickte. „In Ordnung, also sollst du für alle Ewigkeit an meiner Seite sein, wir werden uns die Herrschaft des Universums teilen. Das heißt, wenn Ethan nichts dagegen hat, denn es wäre an sich sein Platz gewesen.“ Ethan nickte verstehend. Er war ihr ewiger Begleiter und sah nun Myrion und Aurian an. Tränen lösten sich aus seinen Augen und er weinte leise, Lazarus legte seine Arme um ihn und flüsterte ihm leise zu. „Wir haben gerade erst ein neues Glück gefunden, das sollte für eine lange Zeit reichen. Ich trauere mit dir.“ Ethan sah die beiden immer noch unter Tränen an. „Ich liebe euch beide und will nicht daran schuld sein das ihr euch trennen müsst....er soll meinen Platz haben.“ Dann sprang er auf und lief hinaus. Er hatte seine größte Liebe verloren und das Herz zerbrach ihm fast. Auch Lazarus sah die beiden an, ebenso wie bei Ethan rannen lautlos Tränen seine Wangen herab. „Entschuldigt mich bitte.“ Er stand auf und verließ ebenso das Zimmer. Viola nickte leicht, sie sah Myrion und Aurian an. „Ich glaube das weitere Gespräch sollten wir auf später verschieben, wenn sich alle beruhigt haben.“ Sie lächelte Aurian an und nickte. „Jetzt verstehe ich was du meintest das alle trauern würden. Ja sie werden mich brauchen und keine Sorge ich werde für sie da sein.“ Aurian nickte leicht, sie sah Myrion wieder an.

Während Viola sich häuslich einrichtete, besprachen Aurian und Myrion wie es sein würde, wenn sie gingen. Sie sagte ihm das ihre Körper erhalten bleiben würden, seiner auch. Ihre Seelen würden eine Art Geistleben annehmen und sich mit dem Universum verbinden und sie würden so alle Welten und vor allem ihre Götter im Auge behalten können. Sie wären nicht ganz weg, zudem würden auch Sternbilder von ihnen erstehen, die man in dieser Galaxis auf allen Welten sehen könnte. Myrion nickte, ihm war es egal, solange er bei ihr bleiben durfte.

Die anderen waren auch neugierig und als Lazarus und Ethan sich beruhigt hatten, berief Aurian eine Vollversammlung ein. Sie lud wie in alten Zeiten, alle zu ihr an den Strand ein. Als alle saßen sahen sie zu der vermummten Gestalt, die neben Aurian saß, denn Viola hatte über ihr neues Outfit abermals den Umhang geworfen und trug die Kapuze bis tief ins Gesicht. Nun warteten alle gespannt, dann erhob sich Aurian von ihrem Platz und sah alle an. „Ihr habt euch sicherlich gewundert wer hier an meiner Seite sitzt. Das werde ich euch gleich erklären, aber zuerst muss ich euch etwas sagen. Myrion und ich werden euch verlassen. Noch nicht sofort aber in absehbarer Zeit. Wir werden unsere Seelen ins Universum gehen lassen und uns mit ihm verbinden. Das Licht wird sich von meiner Seele lösen, doch damit ihr nicht ohne eine Göttin des Lichts da steht, bringe ich euch heute meine Tochter Viola.“ Damit deutete sie neben sich. Nun erhob sich auch Viola und legte die Kapuze und den Umhang ab. Hatte man gerade begonnen sich über die Neuigkeit das Aurian sie verlassen würde noch diskutiert, so blieb nun den Männern die Luft weg als sie Viola sahen, die mit ruhigem aber kühlen Blick über die Versammlung sah. Aurian beobachtete die Männer genau, dann blieb ihr Blick an Arden hängen, der Viola nur anstarrte. Sie stieß Myrion an und deutete kurz zu Arden. Abermals deutete sie auf Viola. „Sie wird meinen Platz einnehmen, dafür wurde sie geschaffen und sie trägt die richtige Seele dafür. Das Wissen das sie benötigt wird sie von mir erhalten. Ich hoffe ihr werdet sie ebenso lieben wie ich es tue und ihr helfen wie ihr mir geholfen habt.“ Man betrachtete Viola erst mal misstrauisch, wobei die Männer sie eher anders betrachteten, aber das war Aurian von Anfang an klar gewesen. Sie sah sogar noch ein Problem...nämlich das die Frauen eifersüchtig werden könnten. Bei ihr waren sie es nie, doch Viola war jemand der aus dem Nichts erschien und nun den Platz der obersten Göttin einnehmen würde und auf die die Männer scharf sein würden, wie man jetzt bereits an deren Blicken sehen konnte. Aurian schmunzelte, sie und Viola setzten sich wieder. Wobei Viola Arden der sie immer noch anstarrte zu zwinkerte, das er husten musste. Ardens Herz schlug ihm bis zum Hals als er sie sah und als sie ihm noch zu zwinkerte war es ganz um ihn geschehen. Sein Herz stand lichterloh in Flammen

Kapitel 80: Lyam


 

Aurians Ankündigung schlug ein wie eine Bombe und man war sich einig, man konnte und wollte nicht ohne sie sein. Als sie sah wie sich alle aufregten, erhob sie sich abermals und sah über ihre Götter. „ Habe ich mir keine Ruhe verdient? Könnt ihr nicht nach empfinden wie es mir geht? Ich will nicht mehr. Seit mehr als sechstausend Jahren trage ich die Last des Universums auf mir. Ich brachte einige von euch mit in das neue. Ich war immer für jeden da, habe eure Nöte gehört, habe euch zur Seite gestanden, habe gestraft und gelobt. Habe allem entgegen gestanden was auch gekommen war. Ich habe euch Kinder geschenkt, Ehefrauen und noch vieles mehr. Das Bewusstsein des Universums ist noch jung......noch verdammt jung und es braucht mich jetzt. Doch gibt es mir auch etwas, das ICH langsam mal brauche. Ruhe.... Ich werde nicht ganz fort sein. Viola wird mich immer hören können, auch euch werde ich alle im Auge behalten. Ich sterbe ja nicht, ich gehe nicht in die Unterwelt sondern nehme eine neue Bewusstseins Form an. Mein Körper wird erhalten bleiben, so das ich von Zeit zu Zeit auch zu euch kommen kann. Viola hat alles was sie braucht, das einzige das ihr fehlt ist Erfahrung, aber diese Erfahrung wird sie nach und nach bekommen. Sie wird mich immer als ihren Ratgeber an der Seite haben. Vergesst nicht, auch ich habe einst unwissend angefangen. Was Myrion angeht, auch für ihn steht bereits Ersatz bereit, Viola muss ihn nur finden. Alle Zeichen sprachen dafür das die Zeit des Abschieds für uns gekommen ist. Jeder alte Gott, der langsam die Schnauze voll hat, wird mir folgen können, doch bitte sorgt wenn ihr euch dazu entschließt erst für eure Nachfolger. Allerdings sollte derjenige daran denken, das er niemals wieder geboren werden kann, das seine Seele ist sie einmal ins Universum eingedrungen nur zurück kehren kann, wenn sein Körper erhalten blieb. Ich habe mit Thanatos gesprochen, wenn ihr es nicht alleine schafft mir zu folgen, wird er euch helfen können, ebenso Viola. Sie ist mein letztes Geschenk an euch, nehmt sie an, lasst sie nicht spüren das sie mich ersetzt. Denn es war nicht ihr Wunsch, sondern meiner.“ Sie sah noch mal über die Götter, die nun teilweise schuldbewusst die Köpfe gesenkt hatten, einzig Aaron diskutierte mit Iona, die heftig nickte und sich dann erhob. Sie sah Aurian an. „Du hast recht, unsere Zeit ist um. Wir sind schon zu lange hier, wir haben die Last schon zu lange getragen, es wird Zeit für die jungen Götter Platz zu machen. Aaron findet Viola sehr anziehend und er sagte mir gerade das auch seine Lenden brennen wenn er sie ansieht. Doch ist das körperlich. Er hatte dich und will keinen Ersatz haben. Auch wir haben wie du diese langen Jahre auf unserem Platz ausgeharrt, wir waren sogar schon vor dir da und haben auch Jasmins Zeit mit erlebt, sie hat uns hier her gebracht und wir verstehen dich sehr gut.... Aaron und ich werden dir folgen. Denn wir finden, das auch wir Ruhe verdient haben. Uns ist klar das wir Nachfolger stellen müssen und das werden wir auch.“ Aurian nickte lächelnd. Als Iona sich setzte erhob sich Amor. „Auch Hope und ich wollen dir folgen. Liebe und Hoffnung haben wir viele tausend Jahre in die Welten gebracht. Doch denken wir, wenn wir uns dir anschließen, müssten wir das nicht mehr vereinzelt tun, sondern das sich dann unsere Macht im ganzen Universum verteilt. Wir können keine Nachfolger stellen, denn wir waren nicht wie Aaron oder Iona tatkräftige Götter sondern symbolische und unsere Symbolik wird weiter leben, denn wir werden immer noch da sein.“ Er sah Lazarus an. „Vater verzeih uns aber wir wollen auch unsere Ruhe haben. Wir möchten Aurian folgen.“ Lazarus der mit bei Aurian am Tisch saß, nickte leicht, abermals rannen ihm Tränen die Wange herab und diesmal war es Ethan der versuchte ihn auf zu richten, auch Syra legte ihren Arm um ihn. Er sah Syra an und nickte. Thanatos und Chronos erhoben sich und Chronos sprach für beide. „Wir sind ebenfalls schon ewig hier.....doch ob man uns ersetzen kann, weiß ich nicht. Wir würden dir auch gerne folgen, doch für uns müsste Ersatz gefunden werden. Doch wer möchte schon zwischen den Zeiten leben oder in der Unterwelt, daher werden wir erst mal bleiben.“ Aurian nickte leicht. „Für Iona und Aaron gibt es den Ersatz bereits. Ich hatte es nicht bemerkt, doch jetzt wo ich meine Reise vorbereite wird mir klar, das die Zeichen schon lange zu sehen waren. Ich habe sie nur nicht erkannt.“ Aaron und Iona sahen Aurian erstaunt an und anschließend über die Götter und fragten sich, wer es sein mochte. Dann sahen beide sich an und lächelten nickend, sie hatten ihre Nachfolger entdeckt. Dorian, Mystra und Andra erhoben sich, sie sahen Aurian und alle anderen Götter an. Mystra sprach für alle drei. „Wir werden den Palast um den Ruheraum der Körper erweitern. Allerdings wird es den nur hier geben und nicht auf den anderen Welten, wo bereits eine Kopie steht oder eventuell später stehen wird.“ Aurian nickte. Als die drei sich wieder gesetzt hatten erhoben sich Naraja und Kristan und sahen Aurian an. Kristan holte noch mal tief Luft. „Wir wissen jetzt was wir einst waren. Wir wissen jetzt wie unsere Strafe für unser Vergehen aussah und wir denken wir haben sie ab gebüßt und das oft genug. Wir möchten zurück kehren ins Universum. Du hast uns als Schutzgötter eingesetzt, doch denken wir das dies auch andere übernehmen können. Wir würden gerne mit gehen.“ Aurian nickte zustimmend.

In den nächsten Tagen war es in einigen Häusern sehr geschäftig. Ebenso hatten die drei ehemaligen Avatare begonnen den Palast zu erweitern. Dort entstand ein Raum, der einer Höhle glich, an dessen Wänden leuchtende Kristalle und Bernstein wuchsen. Im Raum selber gab es rundherum an den Wänden Nischen in denen immer zwei marmorne Sockel standen auf denen Glassärge ruhten. In diese Glassärge würde man die Körper der Götter die mit Aurian ins Universum gehen würden betten, wenn es soweit wäre. In der Mitte des Raumes standen zwei besonders verzierte marmorne Sockel ebenso mit je einem Glassarg, dort würden Aurian und Myrion ihre Ruhe finden. Auf Aurians Sockel war ein strahlend helles Licht zu sehen, bei Myrion war es ein Amboß und ein Hammer. Ebenso hatte man Ionas Marmorsockel mit Bäumen verziert und bei Aaron mit Schild und Schwert. Auch alle anderen hatten Zeichnungen, woran man erkennen konnte wer dort ruhen würde. Ebenso waren auf allen Sockel mit goldener Schrift ihre Namen zu lesen. Auch hatte man eine gemütliche Sitzecke in den Raum integriert, für den Fall das der eine oder andere mit den ruhenden Göttern Zwiegespräche führen wollte. Der Raum würde immer in ein sanftes braunes Licht gehüllt sein, das von den leuchtenden Kristallen auf den Bernstein traf und dadurch seine Farbe erhielt. Auf der Kopfseite des Raumes waren Statuen zu sehen, in der Mitte stand Viola, der Platz links neben ihr war noch leer, dort würde ihr Gefährte stehen wenn es einmal einen geben würde. Rechts neben ihr und auf dem Platz neben der leeren Stelle standen je eine Statue von Lazarus und Ethan. Sie würden den Raum bewachen und schützend ihre Hände darüber halten.

Allgemein fragte man sich, wer Myrions Stelle einnehmen, für wen sich Viola entscheiden würde. Arden hoffte das er es sein würde, denn sein Herz hatte schon längst Feuer gefangen. Aurian die es mit bekam schmunzelte leicht. Aaron und Iona die zu Aurian kamen um zu fragen ob ihr Gefühl wer ihre Nachfolge antreten sollte richtig war, wurden von ihr zu Viola geschickt. „Sie ist bald die neue Göttin des Lichts, fragt sie, sie wird es euch sagen.“ Aurian trat jetzt schon langsam aber sicher ihre Pflichten an Viola ab. Sie wollte das sie begann zu lernen und ihre ersten Entscheidungen traf, solange sie noch da war. Denn wenn sie gegangen war, musste die junge Frau mehr oder weniger alleine klar kommen. Viola hingegen hatte erst mal keine Augen für die jungen Männer, allen voran Arden, die sie hoffierten. Sie sah sich die Welt an auf der sie in Zukunft leben sollte, Arden ließ es sich nicht nehmen sie zu begleiten. So kam sie auch in das Dorf der Sterblichen und sah sich dort um. Am Rande des Dorfes hörte man einen Schmied arbeiten, der dafür sorgte das es Hufeisen für die Pferde gab oder eben andere Schmiedearbeiten erledigte. Wie magisch davon angezogen ging Viola darauf zu. Arden sah sie immer wieder an und wollte sie davon fern halten, doch sie hörte nicht auf ihn und betrat kurz darauf die Schmiede. Dort stand ein Mann mit bloßem Oberkörper am Amboss, er trug lediglich eine lederne Hose und eine Schürze die ihn vor Verbrennungen schützen sollte. Viola sah ihn an und als er den Blick hob und dieser Viola traf, atmete er hart ein. „Kann ich etwas für euch tun Mylady?“ Erklang seine tiefe sonore Stimme. Sie betrachtete ihn sprachlos, er war fast so groß wie Myrion, sein Körper war von der Arbeit in der Schmiede recht muskulös geworden. Sein Gesicht hatte ein sanftes Lächeln und die braunen Augen strahlten Wärme aus. Er schmunzelte als er sah wie Viola ihn anstarrte. Er hatte schwarzes mittellanges Haar das ihm wild ins Gesicht fiel. Arden sah von einem zum anderen und seufzte leise. Er ahnte was geschehen war. Viola sah den Mann erstaunt an. „Wie heißt du?“ Er legte seinen Hammer auf den Amboss wischte sich die Hände an der Schürze ab und ging auf sie zu. Sein Gang war geschmeidig trotz seiner Größe und seine ganze Körperhaltung verriet das er sehr selbstbewusst war. „Ich heisse Lyam und wie man unschwer erkennen kann bin ich der Dorfschmied hier. Darf ich auch deinen Namen erfahren?“ Da sie ihn mit du anredete sah er nicht ein das er es nun anders halten sollte. Viola nickte leicht. „Mich nennt man Viola.“ Er lächelte und beachtete Arden gar nicht, seine Augen waren nur auf Viola gerichtet. Er reichte ihr die Hand, die sie nahm und als er sah das ihre kleine Hand in seiner verschwand, lächelte er wieder. „Ein sehr schöner Name, ebenso schön wie seine Trägerin.“ Viola errötete leicht, was ihn lachen ließ. Arden kochte vor Eifersucht, er wollte Viola für sich haben und sah nun bei Lyams Anblick seine Felle davon schwimmen. Sie sah kurz zu Arden und dann wieder Lyam an. „Das ist Arden.“ Lyam nickte während er sie immer noch ansah. „Ich kenne ihn, er treibt sich schon lange bei uns herum. Aber reden wir doch lieber von uns. Sag mir schöne Frau bist du noch frei oder gibt es bereits jemanden in deinem Herzen?“ Arden drängte sich dazwischen so das Lyam Violas Hand los lassen musste. „Ich begleite sie das siehst du doch oder nicht? Bin ich etwas unsichtbar?“ Lyam sah Arden an und schob ihn einfach beiseite. „Ich glaube die junge Dame kann für sich selber reden.“ Viola sah Arden nun empört an. „Du hast keine Besitzansprüche an mich, ich wähle meinen Gefährten selbst aus.“ Lyam grinste. „Das deute ich mal so das du noch keinen hast. Darf ich es wagen und um dich werben?“ Arden wollte sich nicht so beiseite drängen lassen. „Ach ja? Meinst du er käme damit klar das du nicht nur ihm gehören wirst? Das du mit einigen anderen auch noch ins Bett gehen wirst? Er ist ein Sterblicher und weiß nicht auf was er sich mit dir einlassen würde, ich aber schon und ich kann damit umgehen.“ Viola seufzte leise und senkte den Kopf. Lyam sah von einem zum anderen. „Ist das wahr? Würdest du nicht nur mir gehören, wenn ich um dein Herz werbe und dich für mich gewinne?“ Viola nickte leicht. „Ja er hat recht, es ist wahr.“ Sie drehte sich herum und lief davon, sie weinte leise. Ihr Herz hatte sich für Lyam geöffnet und nun hatte sie Angst das er tatsächlich nicht damit klar kommen würde, was sie war und welche Konsequenzen das auch für ihn hätte, würde sie sich für ihn entscheiden. Sie tauchte zu Hause auf und warf sich Aurian in die Arme, die sie liebevoll umfasste und an sich drückte. Sanft sah Aurian auf sie herab. „Du hast ihn also gefunden und dein Herz verloren. Das ging aber schnell.“ Schluchzend berichtete Viola von Lyam und Arden. Myrion der daneben stand begriff langsam, verschwand und tauchte bei Lyam auf, der sich gerade mit Arden schlug. Die beiden prügelten auf einander ein, doch es fiel Myrion nicht schwer die beiden von einander zu trennen. „SCHLUSS, HÖRT AUF VERDAMMT!!“ :brüllte er. Er sah von einem zum anderen. „Was soll das denn?“ Arden und Lyam versuchten nun Myrion zu erklären was los war. Beide teilten ihm mit das sie sich in Viola verliebt hatten und jeder sie für sich haben wollte. Myrion schüttelte mit dem Kopf. „Viola wird nie nur einem Mann gehören.“ Er sah Arden an. „Du müsstest es wissen.“ Dann sah er Lyam an. „Ich erkläre es dir. Wenn du sie dann immer noch willst, werden wir eine Lösung finden.“ Lyam verschränkte die Arme vor der muskulösen Brust und sah Myrion abwartend an. Er wusste wer Myrion war und bewunderte ihn sehr. Dieser erklärte ihm nun wer und was Viola war oder mal sein würde und welche Konsequenzen das für den Mann an ihrer Seite haben würde. „Du müsstest deine Eifersucht nieder ringen, du wärst ihr Schutz und ihre Festung. Der Mann an ihrer Seite muss sich beherrschen können, er muss stark sein und das nicht nur körperlich sondern vor allem geistig. Arden hat recht, sie wird niemals nur einem Mann gehören, ebenso wenig wie Aurian mir alleine gehört hat. Doch wusste ich immer das ich bei Aurian an erster Stelle stand und ich gehe mal davon aus das es bei Viola und ihrem gewählten Gefährten nicht anders sein wird. Du musst dir im klaren werden was es bedeutet und ob eure oder deine Liebe stark genug ist das alles aus zu halten. Anfangs wird es nicht leicht sein. Eifersucht wird in dir hoch kochen, doch wenn du es nicht schaffst sie zu besiegen, bist du der falsche für sie. Denke gut darüber nach. Willst du sie nur weil du scharf auf sie bist oder liebst du sie wirklich.“ Er sah Arden an. „Und du überlege auch mal ob es Liebe ist was du empfindest oder nur rein körperliches Verlangen. Denn du bist ja jetzt schon ausgerastet nur weil ein anderer sich für sie interessiert. So ein unbeherrschtes Verhalten kann sie auf Dauer kaputt machen. Sie weint sich jetzt schon die Augen aus.“ Dann wendete er sich Lyam wieder zu. „Der Keim der Liebe ist bei ihr da, sie hat ihr Herz für dich geöffnet, jetzt liegt es an dir ob du ihn wachsen lassen und zur vollen Blüte kommen lassen willst. Doch solltest du dich dafür entscheiden, wirst du meinen Platz einnehmen wenn ich gehen werde und das für eine sehr lange Zeit.“ Lyam nickte. „Ich werde darüber nach denken. Sie hat mein Herz berührt und ich will auch nicht verheimlichen das ich sie äußerst anziehend finde. Ich spürte wie es in meinen Lenden pochte, als ich sie sah. Ich will sie.......allerdings sollten wir uns wohl erst mal auch besser kennen lernen.“ Myrion nickte „Eine gute Entscheidung und nun vertragt euch.“ Kurz sah er von einem zum anderen und verschwand knurrend wieder. Viola hatte sich unterdessen durch Aurians tröstende Worte wieder beruhigt.

In der nächsten Zeit sah man Viola und Lyam oft zusammen, Aurian und Myrion lächelten. Myrion sah Aurian an. „Wo war er so lange?“ Aurian lachte. „Er war schon eine Weile da, er hat bereits als Kind begonnen seinem Vater in der Schmiede zu helfen. Er hat ein gutes Herz, ist grundsätzlich sanft und liebenswert, doch sollte man ihn nicht reizen, er kann auch gewaltig zuschlagen.“ Myrion lachte. „Das habe ich gesehen, er hat Arden ganz nett verdroschen. Also ich meine er würde weit aus passender für sie sein als Arden, irgendwie erinnert er mich an mich selber. Allerdings hat Arden auch sehr ehrenhaft gehandelt. Er hätte ihn ebenso gut mit seinen göttlichen Kräften töten können, hat es aber nicht getan.“ Aurian nickte. „Dann hätte er aber auch mit Strafe rechnen müssen. Schließlich kann er nicht jeden Nebenbuhler mal eben töten nur weil der ihn stört. Arden wird bei ihr schon seine Chance erhalten, denke ich mal. Er muss sich eben nur gedulden.“ Myrion sah sie fragend an. „Ist sie immer noch Jungfrau?“ Aurian nickte. „Ja sie tut sich etwas schwer, was das angeht. Lyam hat es wohl einige male versucht, doch noch weigert sie sich. Sie soll sich aber ruhig Zeit lassen.“ Myrion zog Aurian an sich und flüsterte ihr zu. „Vielleicht hat er noch nicht die richtige Konstellation gefunden und geht zu zaghaft an die Sache heran. Dich kann man ja auch eher erobern wenn man recht provokant und offensiv an die Sache heran geht. Vielleicht schreckt ihn ihre Jungfräulichkeit zu sehr ab. Oder...“ Ihm kam ein Gedanke. „ ….hat er noch keine Erfahrungen?“ Aurian lachte. „Frag ihn am besten selber.“ Das tat Myrion dann auch, erfuhr aber das sie im Dorf auch einige junge Frauen hatten, die es mit dem behütet werden nicht so genau nahmen und an denen sich die jungen Männer austoben konnten, natürlich immer mit dem Einverständnis der Frau. So das auch Lyam schon seine ersten Erfahrungen gesammelt hatte und nicht mehr gänzlich unerfahren war. Myrion riet ihm, wenn Viola auch nur einen Teil von dem hatte, das Aurian besaß, dann sollte er nicht ganz so sanft an die Sache heran gehen, sondern es nachdrücklicher versuchen. Er sah Lyam an. „Sie muss spüren das du sie willst und sie muss spüren das du dich nicht mehr abweisen lässt. Glaub mir dann wird sie nach geben. So erobert man auch Aurian, also wieso sollte es bei Viola anders sein. Ihre Sinnlichkeit ist vorhanden, man spürt es aus jeder ihrer Poren kommen, sie muss nur geweckt werden.“

Viola saß mit Lyam am See hinter dem Haus, Lazarus und Ethan saßen in der Nähe und unterhielten sich, ihre Gesichter waren mit tiefer Trauer durchzogen und das obwohl Aurian und Myrion noch da waren. Allerdings begannen sie sich langsam an den Gedanken zu gewöhnen. Lyam sah Viola liebevoll an. „Weißt du schon wer es sein wird? Ich meine die ich akzeptieren muss.“ Viola nickte und deutete zu Lazarus und Ethan. „Ja diese beiden, sie werden mich brauchen. Und der neue Kriegsgott, wobei ich noch nicht weiß wer das sein wird. Aaron hat mich aber auch noch nicht gefragt. Und wer sonst noch kommen wird, weiß ich nicht. Ich weiß nur von Aurian das sich das meist von alleine ergab, das der eine oder andere sie für sich forderte.“ Lyam sah zu Ethan und Lazarus und betrachtete sie, er nickte und spürte Eifersucht in sich aufsteigen. Er sah Viola an. „Liebes.....ich könnte meine Eifersucht vielleicht besser bekämpfen, wenn du mich nicht immer abweisen würdest. Wenn ich daran denke das sie dich in ihren Armen halten werden, macht mich das verrückt.“ Viola errötete und nickte leicht. Lyam sah sie an. Er dachte an Myrions Worte, erhob sich und half Viola hoch. Langsam gingen sie um den See herum bis er eine Stelle fand, die recht versteckt war. Er wendete sich ihr zu, holte noch mal tief Luft und griff um sie herum sie fest an sich ziehend. Er spürte das sie reagierte und lächelte, dann küsste er sie verlangend, wobei seine freie Hand an ihrem Körper entlang glitt. Viola spürte seinen kraftvollen und muskulösen Körper und merkte wie ihr Körper darauf reagierte. Als er sie verlangend küsste erwiderte sie den Kuss und drückte sich an ihn. Viola wusste was man von ihr erwartete und ihr war klar das sie irgendwann mal den ersten Schritt tun musste. Sie liebte Lyam wirklich, er hatte ihr Herz absolut erobert und sie wollte ihr erstes mal lieber mit ihm erleben als mit irgendeinem anderen. Nachdrücklich bedrängte er sie nun und sie spürte das er sich nun nicht mehr abweisen lassen würde. Der Knoten platze und wie Myrion es voraus gesehen hatte, wurde ihre Sinnlichkeit geweckt und sie wurde fordernder. Sie streichelte ihn, drückte sich an ihn, bis Lyam aufstöhnte und es für ihn kein halten mehr gab. Schnell hatte er sie und sich ausgezogen und sie auf den Boden gedrückt. Er sah sie kurz an. „Ich lasse mich nun nicht mehr abweisen.“ Als er das sagte stöhnte sie leise auf. Er verführte und streichelte sie, mal zärtlich mal fester zufassend und achtete auf ihre Reaktionen, er nickte als er spürte das sie auf beides reagierte aber auf die offensiven Handlungen mehr. Er brachte sie soweit das sie bereits schon vor seinem eindringen aufschrie und sich noch fester an ihn presste, dann schob er sich zwischen ihre Beine und drang in sie ein. Er spürte den kleinen Widerstand und überwand ihn, dann legte er los und brachte sie immer wieder zum jubeln, bis auch er soweit war. Anschließend lag er auf dem Rücken und hielt sie in seinen Armen, er sah sie überglücklich an. Hatte er aber damit gerechnet das sie nun genug hatte, sah er sich getäuscht, jetzt wo ihr Körper geweckt war, forderte sie immer mehr und hatte auch keine Hemmungen ihn immer wieder zu fordern, bis er ablehnen musste und schnaufte. „Liebes, ich kann nicht mehr. Lass mir einige Zeit zum erholen.“ Er sah sie liebevoll an und sie nickte. Doch jetzt wurde ihm klar, das nicht nur die Männer sie brauchen würden, von denen sie ihm erzählt hatte, sondern sie diese auch. Sie war wie Aurian eine Nymphomanin, allerdings ohne Aurians Anfälle. In der nächsten Zeit trieben sie es wie die Karnickel, was allerdings nun eher von Viola ausging als von ihm. Er saß irgendwann bei Myrion und schüttelte mit dem Kopf. „Das schafft ein Mann gar nicht alleine, Himmel sie will ja fast immer. Da leide ich bald an Minderwertigkeitskomplexen wenn das so weiter geht.“ Myrion lachte. „Junge deswegen würde ich mir an deiner Stelle keine Sorgen machen, das lässt auch etwas nach, keine Sorge. Im Moment ist sie wie aus gehungert das ist ganz normal.“ Er gab ihm nun kleine Ratschläge wie er sich Ruhezeiten nehmen konnte ohne das sie es merkte. „Und wenn alles nichts hilft......dann hole dir einen zweiten Mann ins Bett. Ich glaube Lazarus und Ethan sind noch nicht so weit. Doch wie wäre es mit Arden? Er ist eh scharf auf sie.“ Lyam schüttelte mit dem Kopf. „Nein, ich bin noch nicht soweit das ich mit ansehen könnte das ein anderer das mit ihr tut was ich mit ihr mache oder sie mit mir. Ich glaube ich würde ihn umbringen, würde er sie auch nur anrühren.“

Myrion hatte allerdings recht, es ließ nach und wurde weniger. So nahm Myrion Lyam mit in seine Schmiede und zeigte ihm alles, er erklärte ihm auf was er zu achten hatte und das er niemals nur für die hellen Götter Waffen oder ähnliches schmieden dürfe, sondern ebenso für die dunklen Götter da sein müsste. Er gab ihm auch den Rat Dorian nicht links liegen zu lassen sondern ihn mit ein zu beziehen. „Er ist ein verdammt guter Schmied. Aurian hat dich bereits in den Status eines Gottes gehoben, so hast du auch die Fähigkeiten und ich kann dir einiges beibringen und zeigen.“ Damit begann Lyams Lehre bei Myrion. Die Liebe zwischen Lyam und Viola wuchs. Arden musste es zähneknirschend mit ansehen, doch Aurian sagte ihm das er seine Chance bekommen würde, er solle noch warten bis sich die Liebe zwischen den beiden so gefestigt habe, das Lyam ihm nicht mehr an die Kehle gehen würde.

Es vergingen einige Monate, die Vorbereitungen waren bald abgeschlossen und es näherte sich der Tag, das Aurian und Myrion gehen würden. Die anderen Götter hatten sich langsam an Viola gewöhnt und da Aurian sie immer mal zu ihr schickte auch begonnen, nicht mehr immer nur Aurian zu fragen sondern gingen nun langsam auch von sich aus zu Viola. Die junge Göttin nahm ihre Pflichten sehr ernst und kam ihnen auch fast vollständig nach. Sie würde vieles das Aurian eingeführt hatte auch dabei belassen und kaum etwas ändern. Sie würde es wie Aurian halten und sich von sich aus keinem der männlichen Götter nähern. Wenn sie etwas von ihr wollten sollten sie von selber zu ihr kommen. Es gab nochmal eine prunkvolle Hochzeit, da Lyam darauf bestand das Viola und er heiraten würden. Er stammte aus einer Kultur wo es wichtig für ihn war und Viola war damit einverstanden. Sie liebte Lyam bedingungslos und er sie. Er fügte sich in Myrions Pflichten ein und beobachtete ihn, wie gelassen und ruhig er alles erledigte und auch wie er mit den Liebhabern seiner Frau umging. Er sah das Myrion zu jedem ein freundschaftliches Verhältnis hatte und sogar für sie da war wenn sie mal Probleme hatten. Lyam wusste nicht ob er diese Seelengröße jemals aufbringen würde, aber er würde es versuchen.

Allgemein fragte man sich wie es ohne Aurian weiter gehen sollte. Die jungen Götter kannten keine andere Göttin des Lichts und hatten ein wenig Angst, denn wie Aurian war wussten sie, doch wie es würde mit Viola sein?

Epilog


 

Unbemerkt hatten Aaron und Iona bereits ihre Nachfolger eingearbeitet ohne das diese es selber wussten. Aaron nahm seinen immer mal mit auf die Schlachtfelder, obwohl der junge Gott nicht verstand warum. Doch hatte er gelernt seinen Lehrer zu achten und so begleitete er ihn. Die Bombe platzte an einem Nachmittag, als Aurian alle Götter zu sich einlud. Als sie saßen, nickte sie Aaron und Iona zu. Diese erhoben sich und sahen über die anderen Götter. Aaron holte noch mal tief Luft. „Seit fast siebentausend Jahren, gelte ich als Kriegsgott im Universum. Niemand kann sich vorstellen, was das für mich bedeutete. Jeder würde meinen Charakter heute wohl als sehr beherrscht, ehrenhaft und stark bezeichnen, doch das war ich nicht immer. Einst war ich wirklich grausam, eiskalt und es war mir egal was die denen ich Leid antat, litten. Doch dann traf ich Iona und sie machte aus mir was ich heute bin. Wir stammen noch von den einstigen Geister, beziehungsweise ihren Avataren ab und haben unsere Laufbahn als Inkarnationen begonnen. Siebentausend Jahre trug ich das Kriegsschwert, siebentausend Jahre trug ich diese verhassten Tätowierungen, siebentausend Jahre, musste ich mich grundsätzlich beherrschen wenn ich mit meiner liebsten im Bett lag. Doch jetzt endlich muss ich das nicht mehr. Ich kann endlich diese Gewalt und Brutalität ablegen und sie meinem Nachfolger übergeben. Ich hoffe er kommt damit klar. Ich habe ihn ausgebildet im Kampf, habe ihn gelehrt was es heißt sich zu beherrschen, mit Ethan zusammen. Der hat ihm noch einiges mehr beigebracht. Als wir das taten wussten wir nicht das er mal der prädestinierte Nachfolger des Kriegsgottes sein würde.“ Er schritt langsam auf.....Leander zu. „Leander, was dich dafür prädestiniert, ist das du einst auch sehr grausam warst, doch heute bist du geläutert. Ich weiß das ich dir eine grausame Bürde auferlege, doch ist sie auch sehr ehrenhaft.“ Leander sah Aaron erstaunt und entsetzt an. „Ich? Ich soll der neue Kriegsgott werden?“ Aaron nickte. „Ja, denn der Kriegsgott sollte immer die Natur an seiner Seite haben und das wirst du auch.“ Er sah Alandra an, auf die nun Iona zuging. „Alandra, wie Aaron bin ich ebenso lange schon die Mutter Natur gewesen. Du bist Blut von meinem Blut. Du trägst das Erbe bereits in dir, ebenso meine Kraft. Wenn eine es schafft mich zu ersetzen, dann du. Du hast im Gegensatz zu mir, seit Kindesbeinen mit dem Krieg zusammen gelebt. Du wurdest von deinem Vater zur Amazone ausgebildet. Er hat dich das Kämpfen gelehrt und dir auch gezeigt was es bedeutet der Kriegsgott zu sein. Ich habe deinen Vater nie verstanden in dieser Beziehung, aber du wirst Leander vielleicht verstehen können. Ihr beide seit perfekt dafür unsere Nachfolge an zu treten.“ Leander und Alandra sahen die beiden erstaunt an, dann blickten sie zu Aurian und diese nickte lächelnd. Aaron und Iona warteten ab, bis die beiden begriffen hatten was das bedeutete. Dann nickte Leander. „Ich bin kein Kind mehr, doch hoffe ich das ich niemals so grausam zu einer Frau sein werde, wie ich es einmal bei dir erlebte. Ich habe mit erlebt wie der Kriegsgott sein kann.“ Er kämpfte mit sich das sah man ihm an, dann sah er Alandra an und diese nickte und flüsterte ihm zu. „Ich werde dir tragen helfen, ich werde an deiner Seite sein, wie meine Mutter es bei meinem Vater war. Zusammen werden wir es schaffen. Ich liebe dich.....egal was und wie du sein wirst.“ Leander atmete noch mal tief ein und sein muskulöser Brustkorb hob und senkte sich, dann nickte er. „Ich werde das Erbe antreten, mit allen Konsequenzen.“ Aaron nickte, als habe er auch nichts anderes erwartet. Dann erschien in seiner Hand das Kriegsschwert. Er legte es sich auf beide Hände. „Hiermit gebe ich mein Amt, meine Bürde und das Schwert das dazu gehört in die Hände Leanders. Er wird ab sofort der neue Kriegsgott sein und ich hoffe er wird ein ehrenvoller Kriegsgott sein, vielleicht sogar besser als ich.“ Damit streckte er die Arme aus und hielt Leander das Schwert hin. Leander seufzte noch mal dann nahm er das Schwert aus Aarons Händen. Sofort wuchs er zu riesiger Größe, da er noch nicht gelernt hatte die Macht zu beherrschen, ebenso verblassten die Bilder auf Aarons Körper und erschienen nun auf Leander. Er brüllte auf und atmete immer wieder hart ein, er spürte jetzt erst welche Gewalt und Brutalität das Schwert und der Rang mit sich brachten. Er versuchte die Gefühle nieder zu kämpfen und hatte die Augen geschlossen. Während er noch mit sich kämpfte trat Iona vor die sah wie Leander litt. Sie hielt ihre Blumenkrone in den Händen. „Damit der Kriegsgott nicht ohne die Mutter Natur da stehen muss, übergebe ich mein Erbe nun an meine Tochter Alandra, die auch bei mir gesehen hat welche Pflichten nun auf sie zukommen werden.“ Bevor Leander die Beherrschung verlieren würde, setzte sie schnell Alandra die Blumenkrone auf den Kopf. Alandra, spürte nun die ganze Macht ihrer Mutter, sie spürte die Erde wie sie Pflanzen hervorbrachte, sie spürte die gewaltigen Kräfte der Vulkane, ebenso wie die Meere die immer wieder an das Land spülten. Jedes Lebewesen, selbst jeden Grashalm spürte sie. Sie sah Iona an, die zu Leander deutete. Sie nickte und legte Leander ihre Hand auf den Arm, er spürte nun ihre Liebe und beruhigte sich wieder. Langsam schrumpfte er zu seiner normalen Größe und sah Alandra an. „Ich liebe dich ebenso, egal was kommen wird, mich wirst du nie wieder los. Ich werde dich brauchen.“ Aaron legte einen Arm um Iona. Leise flüsterte er ihr zu. „Endlich frei, wir sind endlich frei. Und zum ersten mal seit meiner Ernennung muss ich mich nicht zurück halten wenn wir heute Nacht das Bett mit einander teilen.“ Er führte Iona zu ihren Plätzen und aus seinem Gesicht strahlte Liebe und Erleichterung. So entspannt hatte man Aaron noch nie gesehen.

In den nächsten Tagen erklärten die beiden den neuen Inhabern ihrer Macht wie sie damit umgehen müssten. Aaron erfreute sich an seiner neu gewonnenen Freiheit und die nächsten Nächte ging es heiß zu in seinem Schlafzimmer. Allerdings wenn er daran dachte das er in eine neue Daseinsform gehen würde, wurde er auch ein wenig schwermütig, bis Iona ihn anlächelte und meinte. „Glaubst du wirklich das Myrion auf die körperlichen Bett Aktivitäten verzichten möchte? Also ich gehe mal davon aus, das wir nicht nur als Sternenbilder enden werden, sondern das Aurian sich da schon lange was überlegt hat. Also gibt es keinen Grund nun schwermütig zu werden, wir gehen lediglich in Rente, aber wir sterben nicht.“ Aaron sah sie an. „Bist du dir sicher? Ich meine wir haben es jetzt wirklich schön. Zum ersten mal fühle ich mich frei.“ Iona nickte. „Ja da bin ich mir sogar tausendprozentig sicher.“ Nun lachte auch Aaron und freute sich auf die Zeit die kommen würde.

Leander und Alandra brauchten einige Zeit bis sie sich mit der gewaltigen Macht die man ihnen nun gegeben hatte umgehen konnten. Doch als er zu Aurian ging um sie wieder mal für sich ein zu fordern, schüttelte sie den Kopf. „Nein mein Junge, die Zeiten sind vorbei. Erstens müsste dir Alandra bei weitem reichen und wenn nicht.......nun dann bin ich dafür nicht mehr zuständig.“ Er sah sie perplex an. „Aber Aaron hat doch auch.......und bisher hast du mich nur selten zurück gewiesen. Ich verstehe das nicht.“ Sie sah ihn ruhig an. „Warte bis Viola das Licht von mir übernommen hat, dann wirst du verstehen.“ Er begriff, das sie nie wieder das Bett mit ihm teilen würde, sie hatte ihn zurück gewiesen. Aurian beobachtete ihn sorgsam, sie spürte was in ihm vor ging und sie rechnete damit das er sich nicht abweisen lassen würde, das er das was er bei Aaron verurteilt hatte nun selber tun würde. Er schnaufte, die Erregung stieg in ihm immens hoch, er spürte das er sogar bereit war sie mit Gewalt zu nehmen, dann schrie er auf und verschwand einfach. Aurian folgte ihm unsichtbar und sah das er bei Alandra auftauchte. Diese begriff sofort was mit ihm los war. Er versuchte sich zu beherrschen und diese Gefühle die ihn übermannten nieder zu kämpfen. Er krümmte sich wie in Schmerzen. Wut und Zorn kochten in ihm hoch. Seine Hände ballten sich immer wieder zu Fäusten und öffneten sich wieder. Seine Zähne knirschten auf einander. Er ergriff sein Schwert und verschwand abermals, und wieder folgte ihm Aurian, doch diesmal nahm sie Viola und Lyam mit. Sie sollten sehen was der Kriegsgott tat wenn seine Gefühle ihn übermannten. Leander hatte sich einen Krieg ausgesucht auf dessen Schlachtfeld es heiß hergehen würde und als die Schlacht begann, rannte Leander darüber und sein Schwert mähte alles nieder. Viola schrie auf. „Man muss ihn aufhalten er mordet unkontrolliert.“ Sie sah Aurian an, diese nickte. „Ja du hast recht, doch wo soll er seine Aggressionen, seine Wut, den Zorn und die Erregung die in ihm kochen los werden? Ich habe meine Pflicht erfüllt, ich war für Aaron zuständig doch nicht für Leander.“ Viola und Lyam begriffen. Für Leander war Viola zuständig. Aurian nickte. „Wenn er in diesem Zustand zu dir kommt, rechne nicht mit Zärtlichkeit, er wird auch im Bett Gewalt ausüben. Als er eben zu Alandra verschwand, dachte ich das er sie an ihr auslassen würde, doch das tat er nicht. Er will keiner Frau das antun was er bei Aaron einmal beobachten musste. Doch damit du verstehst was in ihm vorgeht, spüre es.“ Sie legte Viola ihre Hand auf den Kopf und ebenso Lyam, damit auch er begriff und nun spürten beide was in Leander vorging. Er hatte komplett die Kontrolle und Beherrschung verloren. Sie spürten den Zorn, die Wut und was sonst noch in Leander war. Irgendwann ließ es nach und Leander sah was er getan hatte, er brach zusammen. Nun spürten Lyam und Viola das Leid das er spürte, sie fühlten wie schlecht es ihm ging. Aurian sah die beiden an, die sie wiederum entsetzt ansahen. „Es muss bei ihm raus, er braucht den Kampf, er ist der Krieg, er ist brutal. Er kann das hier tun oder aber es an anderer Stelle heraus lassen. Doch liebt er Alandra zu sehr um sie das durchstehen zu lassen.“ Viola verstand, sie nickte. „Mir als Göttin des Lichts würde er nichts antun können, die Wunden die er mir beibringt könnte ich schnell heilen lassen.“ Aurian nickte. „So ist es. Es muss ihm nur klar gemacht werden, das es dir nichts ausmacht. Du wirst sehr stark sein. Du könntest selbst ihn an die Wand klatschen ohne das er dir ein Haar krümmen kann.“ Lyam sah Aurian entsetzt an. „Ich soll zulassen das er Viola mit Gewalt nimmt? Nein.....das kann ich nicht.“ Aurian nickte und sah Lyam ruhig an. „Entweder das....“ sie deutete dann auf das Schlachtfeld. „ ….oder das. Die Entscheidung liegt bei euch. Alandra ist sein Ruhepol, mir wurde jetzt erst klar warum auch Aaron Iona das niemals antat. Mutter Natur ist der Ruhepol des Kriegsgottes, sie tröstet ihn und hält ihn zärtlich in den Armen. Er braucht sie nicht um seine Gewalt bei ihr aus zu lassen, sondern um Trost zu finden. Ich gehe mal davon aus das er gleich gehen wird um in Alandras Armen Trost zu finden, für das was er hier getan hat.“ So war es auch, als Leander sich beruhigt hatte verschwand er und überließ es Thanatos die Seelen ein zu sammeln. Der trat kurz darauf zu Aurian und den anderen beiden. „Es geht wieder los. Nur ist es diesmal Leander der unkontrolliert tötet. Viele von denen die er getötete hat, standen nicht auf meiner Liste.“ Aurian nickte verstehend. „Das wird sich wieder ändern, denke ich.“ Thanatos seufzte. „Warum hast du ihn auch abgewiesen?“ Aurian lächelte. „Weil es sein musste, Viola und Lyam mussten begreifen was mit Leander los sein wird. Er braucht die Göttin des Lichts, sonst dreht er durch.“ Thanatos begriff und nickte. „Ich verstehe, sobald sie das Licht übernommen hat, wird sie ihm geben müssen was er braucht.“ Aurian sah Thanatos lächelnd an. „Genau.“

Lyam sah Aurian an. „Was ist mit Lazarus und Ethan?“ Aurian lächelte sanft. „Noch kommen sie zu mir, sie nutzen es zur Zeit aus das ich noch da bin. Doch die beiden brauchen nicht nur eine feurige und ausdauernde Frau im Bett, sie brauchen auch Liebe, Zärtlichkeit und Gespräche. Allerdings gehe ich davon aus das sie Viola lange fern bleiben werden, sie wollen nicht das ich gehe. Ethan ging sogar soweit zu versuchen mich zu erpressen, er drohte damit in Schwermut zu versinken, wenn ich gehen würde. Doch sie haben noch Syra die sie sehr lieben und werden ihr zu liebe stark sein. Mehr Sorgen macht mir Iskander. Er wird jeden Halt verlieren. Sein Vater fort, ich fort und Myrion auch noch. Der einzige der ihn eventuell halten kann ist Arden. Doch der leidet zur Zeit an entsetzlicher Eifersucht.“ Viola nickte und sah Aurian an. „Ich will nicht das du gehst, ich liebe dich, doch denke ich es wird Zeit. Je länger du es hinaus schiebst um so schwerer wird es für alle sein.“ Aurian lächelte sanft und legte einen Arm um Viola. „Das hast du gut entschieden. Ich habe nur darauf gewartet das du das sagst. Denn jetzt sehe ich das du wahrlich bereit bist dein Erbe an zu treten.“ Viola sah noch mal über das Gemetzel das Leander veranstaltet hatte und nickte. „Ja es muss sein.“

Kurze Zeit darauf erklärte Aurian das sie am nächsten Tag gehen würden, das die Zeit gekommen wäre. Viola sei nun bereit, die Bürde zu übernehmen. Sie bereitete alles vor. Am nächsten Tag gingen alle Götter zum Palast und betraten die Bernsteinhöhle dort. Die Glaswände der Särge senkten sich in die Sockel und als erste legte sich Aurian auf ihren. Die Götter weinten leise. Ethan und Lazarus knirschten mit den Zähnen, sie wollten nicht das Aurian oder Myrion ging. Myrion legte sich auf den Sockel neben ihr. Er sah sie sanft und liebevoll an. „Endlich werde ich dich wirklich mal nur für mich haben.“ Aurian nickte und sah dann Viola an. „Komm her mein Kind und übernimm das Licht von mir.“ Aurians Seele verließ ihren Körper und schwebte als weißes Licht über ihrem Körper. Der Körper war nun seelenlos und lag tot vor ihnen. Die Glaswände des Sarges gingen nach oben und der Sarg verschloss sich. Dann löste sich das Licht von Aurians Seele, doch sah man das ein kleiner Teil des Lichts bei Aurian blieb, es wollte sich nicht ganz von ihr lösen. Der größte Teil schwebte nun zu Viola und senkte sich langsam in sie hinein. Viola hatte die Augen geschlossen und als sie sie wieder öffnete war sie die Göttin des Lichts. Erst jetzt wurde wirklich deutlich wie ähnlich sie Aurian war. Denn ihre sinnlich erotische Ausstrahlung hatte sich verstärkt und sie verströmte eine immense Kraft. Aurians Seele formte einen geistförmigen Körper und lächelte allen zu. Dann löste sich auch Myrions Seele vom Körper und erschuf einen Geistkörper. Der Sarg schloss sich wie bei Aurian auch. Nun folgten ihnen die anderen Aaron, Iona, Hope und Amor. Auch Naraja und Kristan legten sich nieder und Kristan sah alle an. „Wir kehren zu unserer Ursprungsform zurück, für uns ist es wie nach Hause kommen, doch das wir diesmal keine Avatare benötigen werden. Nun haben wir einen eigenen Körper.“ Dann lösten sich auch ihre Seelen vom Körper. Nachdem alle Särge verschlossen waren, nickte Aurian allen noch mal liebevoll zu, dann verblassten ihre Seelen und waren verschwunden. Zurück blieben die restlichen Götter und die Särge mit den Körpern. Lazarus, Ethan und Iskander schleppten sich regelrecht nach Hause. Sie waren vor Trauer kaum noch ansprechbar.

Aurian hatte tatsächlich wie Iona es Aaron gesagt hatte, vorgesorgt. Sie hatte das kleine Eiland, auf dem sich der Seelenteich befand in den weiten des Universums verschwinden lassen und dort für die Götter die mit ihr gegangen waren, eine Heimstadt entstehen lassen. Diese kleine Insel war mit einen sehr starken Zauber versehen worden, der es den Götterseelen ermöglichte fest stoffliche Körper bekommen zu können. Doch würden sie weder Hunger noch Durst oder Müdigkeit und Schmerzen spüren. Jedoch sorgte das winzige Fünkchen Licht dafür das zumindest die Körperliche Begierde nicht ganz versiegte. So lagen die Götter nun gelassen und friedlich in einem Liegestuhl am Strand und betrachteten den Sternenhimmel, der bereits ihre Sternbilder zeigte. Myrion hielt Aurians Hand und lächelte sie liebevoll an. Alle die nun hier lagen hatten ihren Frieden gefunden.

Wie es weiter geht......das ist eine andere Geschichte.