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Kapitel 79: Viola

Aurian saß tatsächlich am
Seelenteich, vor ihr auf dem Boden lag eine wunderschöne junge
Frau. Ihre Haut hatte den Bronzeton, der auch Aurian und ihren
Männern zu eigen war. Sie hatte schwarzes Haar das mit silbernen
und goldenen Strähnen durchzogen war. In der jungen Frau war
noch kein Leben, sondern sie war noch eine leblose Hülle. Als
Aurian sie ansah, nickte sie, die Frau war absolut perfekt. Sie
spürte das sich Ethan näherte und ließ sich und die junge Frau
verschwinden. Als Ethan ankam, sah er sich auf der leeren Insel
um, er seufzte leise, denn er erinnerte sich das die Zeit die er
hier alleine mit Aurian verbracht hatte, zu seinen schönsten
Erinnerungen zählte. Er trat zum Seelenteich und sah das dort
eine goldene Seele oben auf schwamm und dachte kurz nach. Dann
sah er sich die Seele mal genauer an. Es war keine rein goldene
Seele sie hatte sogar einige silberne Sprenkel in sich. Er
überlegte ob einer der Götter daran dachte, ein Kind zu bekommen
oder sollte hier ein großer König geboren werden? Er wusste es
nicht. Dann fiel ihm ein was Iona gesagt hatte.....sollte diese
Seele vielleicht an Aurians Nachfolgerin gegeben werden? Er
seufzte, er konnte sich ein Leben ohne Aurian nicht mal
vorstellen. Da er Aurian hier nicht fand, verschwand er wieder
um den anderen mit zu teilen was er gefunden hatte. Als er fort
war, wurden Aurian und die junge Frau wieder sichtbar. Sie
betrachtete die junge Frau, ihr Körper war makellos, die
Proportionen ganz genau auf einander abgestimmt. Sie war die
reinste Versuchung. Was ihr noch fehlte war die Persönlichkeit.
Aurian sah auf die goldene Seele und hörte es leise wispern.
„Noch kannst du zurück, doch hat sie erst einmal die Seele
erhalten musst du den Weg zu Ende gehen. Ich hoffe das ist dir
klar.“ Aurian nickte. „Es ist das was ich einst zu Lazarus
sagte, am Ende bin ich alleine. Meine Zeit ist um....es wird
Zeit den letzten Schritt zu tun.“ „Was hat dich darauf gebracht
das es soweit ist?“ Aurian sah in den Sternenhimmel als das
Universum sie fragte. „Chronos, als er sagte ich sei das
Universum, ich sei die Sonne um die sich alles dreht. Ich sei
die Mutter allen Lebens. Ich glaube er hatte bereits in die
Zukunft gesehen. Jetzt wird es Zeit das ich meine Seele vom
Licht löse, das Licht weiter zieht und meine Seele sich mit dir
verbindet. Wir werden das sein was wir immer sagten.......ich
bin du und du bist ich.“ Das Universum schwieg einen Moment und
flüsterte dann leise. „Ja.“ Aurian sah noch mal auf die junge
Frau, sie holte tief Luft. „Einige werden folgen und andere an
unsere Stelle treten. Es wird Zeit das die Alten Götter gehen.
Viola wird meine Stelle einnehmen. Sie ist schön.“ Leise
wisperte das Universum. „Und viel viel stärker als du. Du hast
ihr das Erbmaterial von den stärksten Göttern gegeben, als auch
dein eigenes. Nur verrate mir eins, warum hast du die Männer so
ausgelaugt?“ Aurian lachte leise. „Weil sie eine Zeit ohne mich
auskommen müssen und bis sie sich an Viola gewöhnt haben wird es
eine weile dauern.“ Das Universum verstand. „Meinst du sie
werden sie annehmen?“ Aurian nickte. „Sieh sie dir an sie ist
der Traum eines jeden Mannes, hinzu kommt, das ihr Körper das
Verlangen in sich tragen wird, das auch alle diese Männer und
vor allem Lazarus, Ethan und ich besitzen. Ob ihre Seele und
Persönlichkeit das ausstrahlen wird, werden wir sehen wenn es
soweit ist. Sie wird das neue Licht sein. Sie wird dem
Kriegsgott geben können was er braucht, ebenso allen anderen
Göttern.“ „Doch wird sie auch dein Herz haben? Wird sie deine
Liebe und deine Güte besitzen?“ Aurian seufzte leise. „Das weiß
ich nicht, das wird man sehen. Aber zumindest wird sie das
Wissen besitzen. Wie sie es nutzen wird, das werden wir sehen.“
Sie sah noch mal auf die junge Frau die vor ihr lag, dann senkte
sie ihre Hand in den Seelenteich und entnahm ihm die goldene
Seele. „Dann wollen wir mal sehen was daraus wird.“ Damit ließ
sie die Seele in die junge Frau gleiten. Diese begann leise zu
atmen, nach dem sie die Seele empfangen hatte und schlug die
Augen auf. Sie lächelte. Aurian lächelte zurück und legte ihr
ihre Hand auf die Stirn. Wissen floss in die junge Frau, diese
nickte leicht. Aurian sah die junge unverbrauchte und
unbelastete Seele und gab ihr erst mal das Wissen der Sprache,
ebenso wie sie gezeugt wurde und welche Erbanlagen sie hatte.
Nebenbei floss auch das Wissen in sie hinein, was auf sie
zukommen würde. Aurian sah Viola an. „Bist du dazu bereit?“
Viola lächelte. „Ja, denn meine Seele wurde dafür erstellt und
mein Körper dafür von dir geschaffen, Mutter. Doch sag mir
eins...warum wurde ich nicht als Baby geboren, warum muss ich
jetzt bereits erwachsen sein?“ Aurian lächelte. „Weil du
unbelastet von Trauer sein sollst, denn meine Zeit ist bald
gekommen. Alle anderen Götter werden in Trauer versinken und
dann musst du stark sein, du musst ihnen Hilfe und vor allem
Liebe geben. Hätte ich dich normal großgezogen, würde es dir
nicht anders ergehen, so aber wird dein Herz frei sein von
dieser Trauer.“ Viola verstand und nickte. „Das Universum wird
wirklich meine Mutter sein, nicht nur symbolisch.“ Aurian
nickte. „Mein Körper wird erhalten bleiben, für den Fall das man
mich körperlich braucht. Solltest du Hilfe brauchen, so frag
mich, ich werde dich hören zu jeder Zeit an jedem Ort, denn ich
werde überall sein.“ Viola nickte verstehend. „Ich werde dir
beibringen wie du auf mein Wissen zurück greifen kannst, wie du
Dinge erfahren kannst die du wissen musst. Ich werde dir zeigen
wie du in der Zeit reist und wie du auch das eine oder andere
Schicksal vorher bestimmen kannst. Ich werde dich alles lehren
was du wissen musst.“ In den nächsten beiden Tagen brachte
Aurian ihr alles bei was erst mal wichtig war. Sie würde später
auf Aurians Wissen zurück greifen können, musste also ihren Kopf
nun nicht damit belasten. Dann bekam sie von Aurian Kleidung,
allerdings erst mal welche die ihren Körper komplett verbarg,
dazu einen Umhang mit Kapuze. „Zieh das an und setze die Kapuze
auf. Ich will nicht das dich schon jemand sieht.“ Als Viola
alles an hatte, nahm Aurian sie an die Hand. Kurz darauf
tauchten sie in der Nähe von Aurians Haus auf. Viola hielt den
Kopf gesenkt so das die Kapuze ihr Gesicht total verbarg. In der
Nähe des Hauses hielten sich aus unerfindlichen gründen alle
anderen Götter auf. Aurian ging mit Viola auf sie zu. Ihr
Gesicht zeigte keinerlei Emotionen. Sie führte Viola an allen
vorbei und betrat mit ihr das Haus. Keiner hatte es gewagt
Aurian an zu sprechen, nicht mal Myrion. Sondern sie hatten sie
nur fragend angesehen und versucht einen Blick auf die
Unbekannte zu erhaschen, was ihnen aber nicht gelang. Myrion
schluckte, er ahnte was kommen würde und sein Gesicht zeigte
jetzt schon Trauer. Er folgte Aurian, wie auch Lazarus und
Ethan. Sie wollten wissen was das zu bedeuten hatte. Aurian
hatte Viola in das Zimmer geführt das sie sonst für ihre
Liebhaber nutzte, das Zimmer hatte sich verändert, anstelle des
erotischen Aussehens das es sonst trug, war es nun licht und
hell eingerichtet und einer jungen Frau angemessen. Aurian sah
sie besorgt an. „Du bist noch Jungfrau, doch ich überlasse dir
die Wahl, deines ersten Liebhabers. Dir ist aber klar das es
nicht bei dem einen bleiben wird. Ich habe dich über jeden und
seine Eigenheiten aufgeklärt. Meinst du, du schaffst es?“ Viola
hatte ihren Umhang abgelegt und sah sich im Zimmer um, sie
nickte. „Mach dir um mich keine Sorgen Mutter ich schaffe das
schon. Dafür wurde ich schließlich geboren oder erschaffen.
Myrion, Lazarus und Ethan stehen vor der Türe, lass sie einfach
herein.“ Aurian seufzte leise und löste die Speere der Türe, so
das die drei eintreten konnten. Viola hatte ihre Kleidung
geändert und trug nun einen eng anliegenden weißen sehr kurzen
Lederrock und eine weiße Corsage die ihren Busen gut zur Geltung
brachte. Dann betraten die drei das Zimmer und es verschlug
ihnen die Sprache als ihr Blick auf die junge Frau fiel. Viola
besaß die gleiche erotisch sinnliche Ausstrahlung die auch
Aurian zu eigen war. Allerdings hatte Aurian blaue Augen, so
hatte Viola recht dunkle die sie noch sinnlicher und exotischer
erscheinen ließen. Alle drei Männer mussten tief einatmen, dann
sahen sie Aurian fragend an. Aurian deutete auf eine Sitzecke.
„Setzt euch bitte ich werde euch alles erklären.“ Als Viola sich
setzte und die langen Beine übereinander schlug konnten die
Männer ihren Blick nicht von ihr abwenden. Aurian schmunzelte.
Ethan platzte dann heraus. „Holla die Waldfee, ist die scharf.“
Viola grinste und zwinkerte Ethan frech zu, der sich darauf hin
beinahe neben den Sessel setzte, was Viola nun lachen ließ. Ihr
Lachen war so herzerfrischend das Ethan mit lachen musste. Er
grinste. „Nun ja, das kann passieren nicht?“ Myrion setzte sich
neben Aurian, doch auch sein Blick ging immer mal zu Viola hin.
Dann sah er Aurian an. „Wer ist sie?“ Aurian lächelte. „Das ist
Viola, meine Tochter.“ Myrion sah sie an dann Viola dann wieder
Aurian. „Aber wie ist das möglich? Du warst nicht schwanger und
selbst wenn dann hätte es noch Monate gedauert, doch sie
ist.......erwachsen.“ Aurian lächelte. „Erinnert ihr euch an
euren Traum? In dieser Nacht wurde Viola gezeugt.“ Ethan der
seinen Blick nicht mal von Viola abwenden konnte während er mit
Aurian sprach meinte dann: „Aber wie und wer ist der Vater?“
Aurian lächelte. „Es gibt keinen speziellen Vater, ich nahm von
euch allen das beste und gab es ihr. Sie hat sozusagen sieben
Väter oder keinen, denn alles was ich an Erbmasse kriegen konnte
gab ich in sie hinein, ebenso meine eigene. Sie wurde auch nicht
geboren, sondern von mir erschaffen aus der Erbmasse die ich
euch allen abnahm.“ Nun sah Ethan Aurian ernst an. „Zu welchem
Zweck?“ Aurian seufzte leise. „Ich werde euch verlassen, es ist
Zeit. Das Licht und meine Seele werden sich trennen, das Licht
wird in Viola gehen und meine Seele sich mit dem Universum
verbinden was wir geschaffen haben. Mein Körper soll im Palast
aufgebahrt werden für den Fall das man mich körperlich noch mal
brauchen sollte, wobei ich hoffe das das nicht zu oft geschieht.
Viola wird auf mein Wissen zurück greifen können, das Licht wird
ihr dabei helfen.“ Myrion sprang auf. „Wenn du gehst, gehe ich
mit dir. Viola ist sehr anziehend das gebe ich zu und sogar ich
bin in Versuchung geführt........doch ich liebe dich und keine
kann dich in meinem Herzen ersetzen. Egal wo du hingehst, ich
werde dir folgen.“ Er sah Aurian verzweifelt an. Sie hatte mit
seiner Verzweiflung gerechnet und nickte. „Liebster, deine Seele
wäre verloren, denn sie würde mir ins Universum folgen. Du
hättest keine Chance auf eine Wiedergeburt.“ Er setzte sich
wieder neben sie, legte seine Arme um sie und drückte sie an
sich. „Ich liebe dich und es ist mir egal. Ich will nur bei dir
sein.“ Aurian nickte. „In Ordnung, also sollst du für alle
Ewigkeit an meiner Seite sein, wir werden uns die Herrschaft des
Universums teilen. Das heißt, wenn Ethan nichts dagegen hat,
denn es wäre an sich sein Platz gewesen.“ Ethan nickte
verstehend. Er war ihr ewiger Begleiter und sah nun Myrion und
Aurian an. Tränen lösten sich aus seinen Augen und er weinte
leise, Lazarus legte seine Arme um ihn und flüsterte ihm leise
zu. „Wir haben gerade erst ein neues Glück gefunden, das sollte
für eine lange Zeit reichen. Ich trauere mit dir.“ Ethan sah die
beiden immer noch unter Tränen an. „Ich liebe euch beide und
will nicht daran schuld sein das ihr euch trennen müsst....er
soll meinen Platz haben.“ Dann sprang er auf und lief hinaus. Er
hatte seine größte Liebe verloren und das Herz zerbrach ihm
fast. Auch Lazarus sah die beiden an, ebenso wie bei Ethan
rannen lautlos Tränen seine Wangen herab. „Entschuldigt mich
bitte.“ Er stand auf und verließ ebenso das Zimmer. Viola nickte
leicht, sie sah Myrion und Aurian an. „Ich glaube das weitere
Gespräch sollten wir auf später verschieben, wenn sich alle
beruhigt haben.“ Sie lächelte Aurian an und nickte. „Jetzt
verstehe ich was du meintest das alle trauern würden. Ja sie
werden mich brauchen und keine Sorge ich werde für sie da sein.“
Aurian nickte leicht, sie sah Myrion wieder an.
Während Viola sich häuslich
einrichtete, besprachen Aurian und Myrion wie es sein würde,
wenn sie gingen. Sie sagte ihm das ihre Körper erhalten bleiben
würden, seiner auch. Ihre Seelen würden eine Art Geistleben
annehmen und sich mit dem Universum verbinden und sie würden so
alle Welten und vor allem ihre Götter im Auge behalten können.
Sie wären nicht ganz weg, zudem würden auch Sternbilder von
ihnen erstehen, die man in dieser Galaxis auf allen Welten sehen
könnte. Myrion nickte, ihm war es egal, solange er bei ihr
bleiben durfte.
Die anderen waren auch neugierig
und als Lazarus und Ethan sich beruhigt hatten, berief Aurian
eine Vollversammlung ein. Sie lud wie in alten Zeiten, alle zu
ihr an den Strand ein. Als alle saßen sahen sie zu der
vermummten Gestalt, die neben Aurian saß, denn Viola hatte über
ihr neues Outfit abermals den Umhang geworfen und trug die
Kapuze bis tief ins Gesicht. Nun warteten alle gespannt, dann
erhob sich Aurian von ihrem Platz und sah alle an. „Ihr habt
euch sicherlich gewundert wer hier an meiner Seite sitzt. Das
werde ich euch gleich erklären, aber zuerst muss ich euch etwas
sagen. Myrion und ich werden euch verlassen. Noch nicht sofort
aber in absehbarer Zeit. Wir werden unsere Seelen ins Universum
gehen lassen und uns mit ihm verbinden. Das Licht wird sich von
meiner Seele lösen, doch damit ihr nicht ohne eine Göttin des
Lichts da steht, bringe ich euch heute meine Tochter Viola.“
Damit deutete sie neben sich. Nun erhob sich auch Viola und
legte die Kapuze und den Umhang ab. Hatte man gerade begonnen
sich über die Neuigkeit das Aurian sie verlassen würde noch
diskutiert, so blieb nun den Männern die Luft weg als sie Viola
sahen, die mit ruhigem aber kühlen Blick über die Versammlung
sah. Aurian beobachtete die Männer genau, dann blieb ihr Blick
an Arden hängen, der Viola nur anstarrte. Sie stieß Myrion an
und deutete kurz zu Arden. Abermals deutete sie auf Viola. „Sie
wird meinen Platz einnehmen, dafür wurde sie geschaffen und sie
trägt die richtige Seele dafür. Das Wissen das sie benötigt wird
sie von mir erhalten. Ich hoffe ihr werdet sie ebenso lieben wie
ich es tue und ihr helfen wie ihr mir geholfen habt.“ Man
betrachtete Viola erst mal misstrauisch, wobei die Männer sie
eher anders betrachteten, aber das war Aurian von Anfang an klar
gewesen. Sie sah sogar noch ein Problem...nämlich das die Frauen
eifersüchtig werden könnten. Bei ihr waren sie es nie, doch
Viola war jemand der aus dem Nichts erschien und nun den Platz
der obersten Göttin einnehmen würde und auf die die Männer
scharf sein würden, wie man jetzt bereits an deren Blicken sehen
konnte. Aurian schmunzelte, sie und Viola setzten sich wieder.
Wobei Viola Arden der sie immer noch anstarrte zu zwinkerte, das
er husten musste. Ardens Herz schlug ihm bis zum Hals als er sie
sah und als sie ihm noch zu zwinkerte war es ganz um ihn
geschehen. Sein Herz stand lichterloh in Flammen

Kapitel 80: Lyam

Aurians Ankündigung schlug ein
wie eine Bombe und man war sich einig, man konnte und wollte
nicht ohne sie sein. Als sie sah wie sich alle aufregten, erhob
sie sich abermals und sah über ihre Götter. „ Habe ich mir keine
Ruhe verdient? Könnt ihr nicht nach empfinden wie es mir geht?
Ich will nicht mehr. Seit mehr als sechstausend Jahren trage ich
die Last des Universums auf mir. Ich brachte einige von euch mit
in das neue. Ich war immer für jeden da, habe eure Nöte gehört,
habe euch zur Seite gestanden, habe gestraft und gelobt. Habe
allem entgegen gestanden was auch gekommen war. Ich habe euch
Kinder geschenkt, Ehefrauen und noch vieles mehr. Das
Bewusstsein des Universums ist noch jung......noch verdammt jung
und es braucht mich jetzt. Doch gibt es mir auch etwas, das ICH
langsam mal brauche. Ruhe.... Ich werde nicht ganz fort sein.
Viola wird mich immer hören können, auch euch werde ich alle im
Auge behalten. Ich sterbe ja nicht, ich gehe nicht in die
Unterwelt sondern nehme eine neue Bewusstseins Form an. Mein
Körper wird erhalten bleiben, so das ich von Zeit zu Zeit auch
zu euch kommen kann. Viola hat alles was sie braucht, das
einzige das ihr fehlt ist Erfahrung, aber diese Erfahrung wird
sie nach und nach bekommen. Sie wird mich immer als ihren
Ratgeber an der Seite haben. Vergesst nicht, auch ich habe einst
unwissend angefangen. Was Myrion angeht, auch für ihn steht
bereits Ersatz bereit, Viola muss ihn nur finden. Alle Zeichen
sprachen dafür das die Zeit des Abschieds für uns gekommen ist.
Jeder alte Gott, der langsam die Schnauze voll hat, wird mir
folgen können, doch bitte sorgt wenn ihr euch dazu entschließt
erst für eure Nachfolger. Allerdings sollte derjenige daran
denken, das er niemals wieder geboren werden kann, das seine
Seele ist sie einmal ins Universum eingedrungen nur zurück
kehren kann, wenn sein Körper erhalten blieb. Ich habe mit
Thanatos gesprochen, wenn ihr es nicht alleine schafft mir zu
folgen, wird er euch helfen können, ebenso Viola. Sie ist mein
letztes Geschenk an euch, nehmt sie an, lasst sie nicht spüren
das sie mich ersetzt. Denn es war nicht ihr Wunsch, sondern
meiner.“ Sie sah noch mal über die Götter, die nun teilweise
schuldbewusst die Köpfe gesenkt hatten, einzig Aaron diskutierte
mit Iona, die heftig nickte und sich dann erhob. Sie sah Aurian
an. „Du hast recht, unsere Zeit ist um. Wir sind schon zu lange
hier, wir haben die Last schon zu lange getragen, es wird Zeit
für die jungen Götter Platz zu machen. Aaron findet Viola sehr
anziehend und er sagte mir gerade das auch seine Lenden brennen
wenn er sie ansieht. Doch ist das körperlich. Er hatte dich und
will keinen Ersatz haben. Auch wir haben wie du diese langen
Jahre auf unserem Platz ausgeharrt, wir waren sogar schon vor
dir da und haben auch Jasmins Zeit mit erlebt, sie hat uns hier
her gebracht und wir verstehen dich sehr gut.... Aaron und ich
werden dir folgen. Denn wir finden, das auch wir Ruhe verdient
haben. Uns ist klar das wir Nachfolger stellen müssen und das
werden wir auch.“ Aurian nickte lächelnd. Als Iona sich setzte
erhob sich Amor. „Auch Hope und ich wollen dir folgen. Liebe und
Hoffnung haben wir viele tausend Jahre in die Welten gebracht.
Doch denken wir, wenn wir uns dir anschließen, müssten wir das
nicht mehr vereinzelt tun, sondern das sich dann unsere Macht im
ganzen Universum verteilt. Wir können keine Nachfolger stellen,
denn wir waren nicht wie Aaron oder Iona tatkräftige Götter
sondern symbolische und unsere Symbolik wird weiter leben, denn
wir werden immer noch da sein.“ Er sah Lazarus an. „Vater
verzeih uns aber wir wollen auch unsere Ruhe haben. Wir möchten
Aurian folgen.“ Lazarus der mit bei Aurian am Tisch saß, nickte
leicht, abermals rannen ihm Tränen die Wange herab und diesmal
war es Ethan der versuchte ihn auf zu richten, auch Syra legte
ihren Arm um ihn. Er sah Syra an und nickte. Thanatos und
Chronos erhoben sich und Chronos sprach für beide. „Wir sind
ebenfalls schon ewig hier.....doch ob man uns ersetzen kann,
weiß ich nicht. Wir würden dir auch gerne folgen, doch für uns
müsste Ersatz gefunden werden. Doch wer möchte schon zwischen
den Zeiten leben oder in der Unterwelt, daher werden wir erst
mal bleiben.“ Aurian nickte leicht. „Für Iona und Aaron gibt es
den Ersatz bereits. Ich hatte es nicht bemerkt, doch jetzt wo
ich meine Reise vorbereite wird mir klar, das die Zeichen schon
lange zu sehen waren. Ich habe sie nur nicht erkannt.“ Aaron und
Iona sahen Aurian erstaunt an und anschließend über die Götter
und fragten sich, wer es sein mochte. Dann sahen beide sich an
und lächelten nickend, sie hatten ihre Nachfolger entdeckt.
Dorian, Mystra und Andra erhoben sich, sie sahen Aurian und alle
anderen Götter an. Mystra sprach für alle drei. „Wir werden den
Palast um den Ruheraum der Körper erweitern. Allerdings wird es
den nur hier geben und nicht auf den anderen Welten, wo bereits
eine Kopie steht oder eventuell später stehen wird.“ Aurian
nickte. Als die drei sich wieder gesetzt hatten erhoben sich
Naraja und Kristan und sahen Aurian an. Kristan holte noch mal
tief Luft. „Wir wissen jetzt was wir einst waren. Wir wissen
jetzt wie unsere Strafe für unser Vergehen aussah und wir denken
wir haben sie ab gebüßt und das oft genug. Wir möchten zurück
kehren ins Universum. Du hast uns als Schutzgötter eingesetzt,
doch denken wir das dies auch andere übernehmen können. Wir
würden gerne mit gehen.“ Aurian nickte zustimmend.
In den nächsten Tagen war es in
einigen Häusern sehr geschäftig. Ebenso hatten die drei
ehemaligen Avatare begonnen den Palast zu erweitern. Dort
entstand ein Raum, der einer Höhle glich, an dessen Wänden
leuchtende Kristalle und Bernstein wuchsen. Im Raum selber gab
es rundherum an den Wänden Nischen in denen immer zwei marmorne
Sockel standen auf denen Glassärge ruhten. In diese Glassärge
würde man die Körper der Götter die mit Aurian ins Universum
gehen würden betten, wenn es soweit wäre. In der Mitte des
Raumes standen zwei besonders verzierte marmorne Sockel ebenso
mit je einem Glassarg, dort würden Aurian und Myrion ihre Ruhe
finden. Auf Aurians Sockel war ein strahlend helles Licht zu
sehen, bei Myrion war es ein Amboß und ein Hammer. Ebenso hatte
man Ionas Marmorsockel mit Bäumen verziert und bei Aaron mit
Schild und Schwert. Auch alle anderen hatten Zeichnungen, woran
man erkennen konnte wer dort ruhen würde. Ebenso waren auf allen
Sockel mit goldener Schrift ihre Namen zu lesen. Auch hatte man
eine gemütliche Sitzecke in den Raum integriert, für den Fall
das der eine oder andere mit den ruhenden Göttern Zwiegespräche
führen wollte. Der Raum würde immer in ein sanftes braunes Licht
gehüllt sein, das von den leuchtenden Kristallen auf den
Bernstein traf und dadurch seine Farbe erhielt. Auf der
Kopfseite des Raumes waren Statuen zu sehen, in der Mitte stand
Viola, der Platz links neben ihr war noch leer, dort würde ihr
Gefährte stehen wenn es einmal einen geben würde. Rechts neben
ihr und auf dem Platz neben der leeren Stelle standen je eine
Statue von Lazarus und Ethan. Sie würden den Raum bewachen und
schützend ihre Hände darüber halten.
Allgemein fragte man sich, wer
Myrions Stelle einnehmen, für wen sich Viola entscheiden würde.
Arden hoffte das er es sein würde, denn sein Herz hatte schon
längst Feuer gefangen. Aurian die es mit bekam schmunzelte
leicht. Aaron und Iona die zu Aurian kamen um zu fragen ob ihr
Gefühl wer ihre Nachfolge antreten sollte richtig war, wurden
von ihr zu Viola geschickt. „Sie ist bald die neue Göttin des
Lichts, fragt sie, sie wird es euch sagen.“ Aurian trat jetzt
schon langsam aber sicher ihre Pflichten an Viola ab. Sie wollte
das sie begann zu lernen und ihre ersten Entscheidungen traf,
solange sie noch da war. Denn wenn sie gegangen war, musste die
junge Frau mehr oder weniger alleine klar kommen. Viola hingegen
hatte erst mal keine Augen für die jungen Männer, allen voran
Arden, die sie hoffierten. Sie sah sich die Welt an auf der sie
in Zukunft leben sollte, Arden ließ es sich nicht nehmen sie zu
begleiten. So kam sie auch in das Dorf der Sterblichen und sah
sich dort um. Am Rande des Dorfes hörte man einen Schmied
arbeiten, der dafür sorgte das es Hufeisen für die Pferde gab
oder eben andere Schmiedearbeiten erledigte. Wie magisch davon
angezogen ging Viola darauf zu. Arden sah sie immer wieder an
und wollte sie davon fern halten, doch sie hörte nicht auf ihn
und betrat kurz darauf die Schmiede. Dort stand ein Mann mit
bloßem Oberkörper am Amboss, er trug lediglich eine lederne Hose
und eine Schürze die ihn vor Verbrennungen schützen sollte.
Viola sah ihn an und als er den Blick hob und dieser Viola traf,
atmete er hart ein. „Kann ich etwas für euch tun Mylady?“
Erklang seine tiefe sonore Stimme. Sie betrachtete ihn
sprachlos, er war fast so groß wie Myrion, sein Körper war von
der Arbeit in der Schmiede recht muskulös geworden. Sein Gesicht
hatte ein sanftes Lächeln und die braunen Augen strahlten Wärme
aus. Er schmunzelte als er sah wie Viola ihn anstarrte. Er hatte
schwarzes mittellanges Haar das ihm wild ins Gesicht fiel. Arden
sah von einem zum anderen und seufzte leise. Er ahnte was
geschehen war. Viola sah den Mann erstaunt an. „Wie heißt du?“
Er legte seinen Hammer auf den Amboss wischte sich die Hände an
der Schürze ab und ging auf sie zu. Sein Gang war geschmeidig
trotz seiner Größe und seine ganze Körperhaltung verriet das er
sehr selbstbewusst war. „Ich heisse Lyam und wie man unschwer
erkennen kann bin ich der Dorfschmied hier. Darf ich auch deinen
Namen erfahren?“ Da sie ihn mit du anredete sah er nicht ein das
er es nun anders halten sollte. Viola nickte leicht. „Mich nennt
man Viola.“ Er lächelte und beachtete Arden gar nicht, seine
Augen waren nur auf Viola gerichtet. Er reichte ihr die Hand,
die sie nahm und als er sah das ihre kleine Hand in seiner
verschwand, lächelte er wieder. „Ein sehr schöner Name, ebenso
schön wie seine Trägerin.“ Viola errötete leicht, was ihn lachen
ließ. Arden kochte vor Eifersucht, er wollte Viola für sich
haben und sah nun bei Lyams Anblick seine Felle davon schwimmen.
Sie sah kurz zu Arden und dann wieder Lyam an. „Das ist Arden.“
Lyam nickte während er sie immer noch ansah. „Ich kenne ihn, er
treibt sich schon lange bei uns herum. Aber reden wir doch
lieber von uns. Sag mir schöne Frau bist du noch frei oder gibt
es bereits jemanden in deinem Herzen?“ Arden drängte sich
dazwischen so das Lyam Violas Hand los lassen musste. „Ich
begleite sie das siehst du doch oder nicht? Bin ich etwas
unsichtbar?“ Lyam sah Arden an und schob ihn einfach beiseite.
„Ich glaube die junge Dame kann für sich selber reden.“ Viola
sah Arden nun empört an. „Du hast keine Besitzansprüche an mich,
ich wähle meinen Gefährten selbst aus.“ Lyam grinste. „Das deute
ich mal so das du noch keinen hast. Darf ich es wagen und um
dich werben?“ Arden wollte sich nicht so beiseite drängen
lassen. „Ach ja? Meinst du er käme damit klar das du nicht nur
ihm gehören wirst? Das du mit einigen anderen auch noch ins Bett
gehen wirst? Er ist ein Sterblicher und weiß nicht auf was er
sich mit dir einlassen würde, ich aber schon und ich kann damit
umgehen.“ Viola seufzte leise und senkte den Kopf. Lyam sah von
einem zum anderen. „Ist das wahr? Würdest du nicht nur mir
gehören, wenn ich um dein Herz werbe und dich für mich gewinne?“
Viola nickte leicht. „Ja er hat recht, es ist wahr.“ Sie drehte
sich herum und lief davon, sie weinte leise. Ihr Herz hatte sich
für Lyam geöffnet und nun hatte sie Angst das er tatsächlich
nicht damit klar kommen würde, was sie war und welche
Konsequenzen das auch für ihn hätte, würde sie sich für ihn
entscheiden. Sie tauchte zu Hause auf und warf sich Aurian in
die Arme, die sie liebevoll umfasste und an sich drückte. Sanft
sah Aurian auf sie herab. „Du hast ihn also gefunden und dein
Herz verloren. Das ging aber schnell.“ Schluchzend berichtete
Viola von Lyam und Arden. Myrion der daneben stand begriff
langsam, verschwand und tauchte bei Lyam auf, der sich gerade
mit Arden schlug. Die beiden prügelten auf einander ein, doch es
fiel Myrion nicht schwer die beiden von einander zu trennen.
„SCHLUSS, HÖRT AUF VERDAMMT!!“ :brüllte er. Er sah von einem zum
anderen. „Was soll das denn?“ Arden und Lyam versuchten nun
Myrion zu erklären was los war. Beide teilten ihm mit das sie
sich in Viola verliebt hatten und jeder sie für sich haben
wollte. Myrion schüttelte mit dem Kopf. „Viola wird nie nur
einem Mann gehören.“ Er sah Arden an. „Du müsstest es wissen.“
Dann sah er Lyam an. „Ich erkläre es dir. Wenn du sie dann immer
noch willst, werden wir eine Lösung finden.“ Lyam verschränkte
die Arme vor der muskulösen Brust und sah Myrion abwartend an.
Er wusste wer Myrion war und bewunderte ihn sehr. Dieser
erklärte ihm nun wer und was Viola war oder mal sein würde und
welche Konsequenzen das für den Mann an ihrer Seite haben würde.
„Du müsstest deine Eifersucht nieder ringen, du wärst ihr Schutz
und ihre Festung. Der Mann an ihrer Seite muss sich beherrschen
können, er muss stark sein und das nicht nur körperlich sondern
vor allem geistig. Arden hat recht, sie wird niemals nur einem
Mann gehören, ebenso wenig wie Aurian mir alleine gehört hat.
Doch wusste ich immer das ich bei Aurian an erster Stelle stand
und ich gehe mal davon aus das es bei Viola und ihrem gewählten
Gefährten nicht anders sein wird. Du musst dir im klaren werden
was es bedeutet und ob eure oder deine Liebe stark genug ist das
alles aus zu halten. Anfangs wird es nicht leicht sein.
Eifersucht wird in dir hoch kochen, doch wenn du es nicht
schaffst sie zu besiegen, bist du der falsche für sie. Denke gut
darüber nach. Willst du sie nur weil du scharf auf sie bist oder
liebst du sie wirklich.“ Er sah Arden an. „Und du überlege auch
mal ob es Liebe ist was du empfindest oder nur rein körperliches
Verlangen. Denn du bist ja jetzt schon ausgerastet nur weil ein
anderer sich für sie interessiert. So ein unbeherrschtes
Verhalten kann sie auf Dauer kaputt machen. Sie weint sich jetzt
schon die Augen aus.“ Dann wendete er sich Lyam wieder zu. „Der
Keim der Liebe ist bei ihr da, sie hat ihr Herz für dich
geöffnet, jetzt liegt es an dir ob du ihn wachsen lassen und zur
vollen Blüte kommen lassen willst. Doch solltest du dich dafür
entscheiden, wirst du meinen Platz einnehmen wenn ich gehen
werde und das für eine sehr lange Zeit.“ Lyam nickte. „Ich werde
darüber nach denken. Sie hat mein Herz berührt und ich will auch
nicht verheimlichen das ich sie äußerst anziehend finde. Ich
spürte wie es in meinen Lenden pochte, als ich sie sah. Ich will
sie.......allerdings sollten wir uns wohl erst mal auch besser
kennen lernen.“ Myrion nickte „Eine gute Entscheidung und nun
vertragt euch.“ Kurz sah er von einem zum anderen und verschwand
knurrend wieder. Viola hatte sich unterdessen durch Aurians
tröstende Worte wieder beruhigt.
In der nächsten Zeit sah man
Viola und Lyam oft zusammen, Aurian und Myrion lächelten. Myrion
sah Aurian an. „Wo war er so lange?“ Aurian lachte. „Er war
schon eine Weile da, er hat bereits als Kind begonnen seinem
Vater in der Schmiede zu helfen. Er hat ein gutes Herz, ist
grundsätzlich sanft und liebenswert, doch sollte man ihn nicht
reizen, er kann auch gewaltig zuschlagen.“ Myrion lachte. „Das
habe ich gesehen, er hat Arden ganz nett verdroschen. Also ich
meine er würde weit aus passender für sie sein als Arden,
irgendwie erinnert er mich an mich selber. Allerdings hat Arden
auch sehr ehrenhaft gehandelt. Er hätte ihn ebenso gut mit
seinen göttlichen Kräften töten können, hat es aber nicht
getan.“ Aurian nickte. „Dann hätte er aber auch mit Strafe
rechnen müssen. Schließlich kann er nicht jeden Nebenbuhler mal
eben töten nur weil der ihn stört. Arden wird bei ihr schon
seine Chance erhalten, denke ich mal. Er muss sich eben nur
gedulden.“ Myrion sah sie fragend an. „Ist sie immer noch
Jungfrau?“ Aurian nickte. „Ja sie tut sich etwas schwer, was das
angeht. Lyam hat es wohl einige male versucht, doch noch weigert
sie sich. Sie soll sich aber ruhig Zeit lassen.“ Myrion zog
Aurian an sich und flüsterte ihr zu. „Vielleicht hat er noch
nicht die richtige Konstellation gefunden und geht zu zaghaft an
die Sache heran. Dich kann man ja auch eher erobern wenn man
recht provokant und offensiv an die Sache heran geht. Vielleicht
schreckt ihn ihre Jungfräulichkeit zu sehr ab. Oder...“ Ihm kam
ein Gedanke. „ ….hat er noch keine Erfahrungen?“ Aurian lachte.
„Frag ihn am besten selber.“ Das tat Myrion dann auch, erfuhr
aber das sie im Dorf auch einige junge Frauen hatten, die es mit
dem behütet werden nicht so genau nahmen und an denen sich die
jungen Männer austoben konnten, natürlich immer mit dem
Einverständnis der Frau. So das auch Lyam schon seine ersten
Erfahrungen gesammelt hatte und nicht mehr gänzlich unerfahren
war. Myrion riet ihm, wenn Viola auch nur einen Teil von dem
hatte, das Aurian besaß, dann sollte er nicht ganz so sanft an
die Sache heran gehen, sondern es nachdrücklicher versuchen. Er
sah Lyam an. „Sie muss spüren das du sie willst und sie muss
spüren das du dich nicht mehr abweisen lässt. Glaub mir dann
wird sie nach geben. So erobert man auch Aurian, also wieso
sollte es bei Viola anders sein. Ihre Sinnlichkeit ist
vorhanden, man spürt es aus jeder ihrer Poren kommen, sie muss
nur geweckt werden.“
Viola saß mit Lyam am See hinter
dem Haus, Lazarus und Ethan saßen in der Nähe und unterhielten
sich, ihre Gesichter waren mit tiefer Trauer durchzogen und das
obwohl Aurian und Myrion noch da waren. Allerdings begannen sie
sich langsam an den Gedanken zu gewöhnen. Lyam sah Viola
liebevoll an. „Weißt du schon wer es sein wird? Ich meine die
ich akzeptieren muss.“ Viola nickte und deutete zu Lazarus und
Ethan. „Ja diese beiden, sie werden mich brauchen. Und der neue
Kriegsgott, wobei ich noch nicht weiß wer das sein wird. Aaron
hat mich aber auch noch nicht gefragt. Und wer sonst noch kommen
wird, weiß ich nicht. Ich weiß nur von Aurian das sich das meist
von alleine ergab, das der eine oder andere sie für sich
forderte.“ Lyam sah zu Ethan und Lazarus und betrachtete sie, er
nickte und spürte Eifersucht in sich aufsteigen. Er sah Viola
an. „Liebes.....ich könnte meine Eifersucht vielleicht besser
bekämpfen, wenn du mich nicht immer abweisen würdest. Wenn ich
daran denke das sie dich in ihren Armen halten werden, macht
mich das verrückt.“ Viola errötete und nickte leicht. Lyam sah
sie an. Er dachte an Myrions Worte, erhob sich und half Viola
hoch. Langsam gingen sie um den See herum bis er eine Stelle
fand, die recht versteckt war. Er wendete sich ihr zu, holte
noch mal tief Luft und griff um sie herum sie fest an sich
ziehend. Er spürte das sie reagierte und lächelte, dann küsste
er sie verlangend, wobei seine freie Hand an ihrem Körper
entlang glitt. Viola spürte seinen kraftvollen und muskulösen
Körper und merkte wie ihr Körper darauf reagierte. Als er sie
verlangend küsste erwiderte sie den Kuss und drückte sich an
ihn. Viola wusste was man von ihr erwartete und ihr war klar das
sie irgendwann mal den ersten Schritt tun musste. Sie liebte
Lyam wirklich, er hatte ihr Herz absolut erobert und sie wollte
ihr erstes mal lieber mit ihm erleben als mit irgendeinem
anderen. Nachdrücklich bedrängte er sie nun und sie spürte das
er sich nun nicht mehr abweisen lassen würde. Der Knoten platze
und wie Myrion es voraus gesehen hatte, wurde ihre Sinnlichkeit
geweckt und sie wurde fordernder. Sie streichelte ihn, drückte
sich an ihn, bis Lyam aufstöhnte und es für ihn kein halten mehr
gab. Schnell hatte er sie und sich ausgezogen und sie auf den
Boden gedrückt. Er sah sie kurz an. „Ich lasse mich nun nicht
mehr abweisen.“ Als er das sagte stöhnte sie leise auf. Er
verführte und streichelte sie, mal zärtlich mal fester zufassend
und achtete auf ihre Reaktionen, er nickte als er spürte das sie
auf beides reagierte aber auf die offensiven Handlungen mehr. Er
brachte sie soweit das sie bereits schon vor seinem eindringen
aufschrie und sich noch fester an ihn presste, dann schob er
sich zwischen ihre Beine und drang in sie ein. Er spürte den
kleinen Widerstand und überwand ihn, dann legte er los und
brachte sie immer wieder zum jubeln, bis auch er soweit war.
Anschließend lag er auf dem Rücken und hielt sie in seinen
Armen, er sah sie überglücklich an. Hatte er aber damit
gerechnet das sie nun genug hatte, sah er sich getäuscht, jetzt
wo ihr Körper geweckt war, forderte sie immer mehr und hatte
auch keine Hemmungen ihn immer wieder zu fordern, bis er
ablehnen musste und schnaufte. „Liebes, ich kann nicht mehr.
Lass mir einige Zeit zum erholen.“ Er sah sie liebevoll an und
sie nickte. Doch jetzt wurde ihm klar, das nicht nur die Männer
sie brauchen würden, von denen sie ihm erzählt hatte, sondern
sie diese auch. Sie war wie Aurian eine Nymphomanin, allerdings
ohne Aurians Anfälle. In der nächsten Zeit trieben sie es wie
die Karnickel, was allerdings nun eher von Viola ausging als von
ihm. Er saß irgendwann bei Myrion und schüttelte mit dem Kopf.
„Das schafft ein Mann gar nicht alleine, Himmel sie will ja fast
immer. Da leide ich bald an Minderwertigkeitskomplexen wenn das
so weiter geht.“ Myrion lachte. „Junge deswegen würde ich mir an
deiner Stelle keine Sorgen machen, das lässt auch etwas nach,
keine Sorge. Im Moment ist sie wie aus gehungert das ist ganz
normal.“ Er gab ihm nun kleine Ratschläge wie er sich Ruhezeiten
nehmen konnte ohne das sie es merkte. „Und wenn alles nichts
hilft......dann hole dir einen zweiten Mann ins Bett. Ich glaube
Lazarus und Ethan sind noch nicht so weit. Doch wie wäre es mit
Arden? Er ist eh scharf auf sie.“ Lyam schüttelte mit dem Kopf.
„Nein, ich bin noch nicht soweit das ich mit ansehen könnte das
ein anderer das mit ihr tut was ich mit ihr mache oder sie mit
mir. Ich glaube ich würde ihn umbringen, würde er sie auch nur
anrühren.“
Myrion hatte allerdings recht, es
ließ nach und wurde weniger. So nahm Myrion Lyam mit in seine
Schmiede und zeigte ihm alles, er erklärte ihm auf was er zu
achten hatte und das er niemals nur für die hellen Götter Waffen
oder ähnliches schmieden dürfe, sondern ebenso für die dunklen
Götter da sein müsste. Er gab ihm auch den Rat Dorian nicht
links liegen zu lassen sondern ihn mit ein zu beziehen. „Er ist
ein verdammt guter Schmied. Aurian hat dich bereits in den
Status eines Gottes gehoben, so hast du auch die Fähigkeiten und
ich kann dir einiges beibringen und zeigen.“ Damit begann Lyams
Lehre bei Myrion. Die Liebe zwischen Lyam und Viola wuchs. Arden
musste es zähneknirschend mit ansehen, doch Aurian sagte ihm das
er seine Chance bekommen würde, er solle noch warten bis sich
die Liebe zwischen den beiden so gefestigt habe, das Lyam ihm
nicht mehr an die Kehle gehen würde.
Es vergingen einige Monate, die
Vorbereitungen waren bald abgeschlossen und es näherte sich der
Tag, das Aurian und Myrion gehen würden. Die anderen Götter
hatten sich langsam an Viola gewöhnt und da Aurian sie immer mal
zu ihr schickte auch begonnen, nicht mehr immer nur Aurian zu
fragen sondern gingen nun langsam auch von sich aus zu Viola.
Die junge Göttin nahm ihre Pflichten sehr ernst und kam ihnen
auch fast vollständig nach. Sie würde vieles das Aurian
eingeführt hatte auch dabei belassen und kaum etwas ändern. Sie
würde es wie Aurian halten und sich von sich aus keinem der
männlichen Götter nähern. Wenn sie etwas von ihr wollten sollten
sie von selber zu ihr kommen. Es gab nochmal eine prunkvolle
Hochzeit, da Lyam darauf bestand das Viola und er heiraten
würden. Er stammte aus einer Kultur wo es wichtig für ihn war
und Viola war damit einverstanden. Sie liebte Lyam bedingungslos
und er sie. Er fügte sich in Myrions Pflichten ein und
beobachtete ihn, wie gelassen und ruhig er alles erledigte und
auch wie er mit den Liebhabern seiner Frau umging. Er sah das
Myrion zu jedem ein freundschaftliches Verhältnis hatte und
sogar für sie da war wenn sie mal Probleme hatten. Lyam wusste
nicht ob er diese Seelengröße jemals aufbringen würde, aber er
würde es versuchen.
Allgemein fragte man sich wie es
ohne Aurian weiter gehen sollte. Die jungen Götter kannten keine
andere Göttin des Lichts und hatten ein wenig Angst, denn wie
Aurian war wussten sie, doch wie es würde mit Viola sein?

Epilog

Unbemerkt hatten Aaron und Iona
bereits ihre Nachfolger eingearbeitet ohne das diese es selber
wussten. Aaron nahm seinen immer mal mit auf die Schlachtfelder,
obwohl der junge Gott nicht verstand warum. Doch hatte er
gelernt seinen Lehrer zu achten und so begleitete er ihn. Die
Bombe platzte an einem Nachmittag, als Aurian alle Götter zu
sich einlud. Als sie saßen, nickte sie Aaron und Iona zu. Diese
erhoben sich und sahen über die anderen Götter. Aaron holte noch
mal tief Luft. „Seit fast siebentausend Jahren, gelte ich als
Kriegsgott im Universum. Niemand kann sich vorstellen, was das
für mich bedeutete. Jeder würde meinen Charakter heute wohl als
sehr beherrscht, ehrenhaft und stark bezeichnen, doch das war
ich nicht immer. Einst war ich wirklich grausam, eiskalt und es
war mir egal was die denen ich Leid antat, litten. Doch dann
traf ich Iona und sie machte aus mir was ich heute bin. Wir
stammen noch von den einstigen Geister, beziehungsweise ihren
Avataren ab und haben unsere Laufbahn als Inkarnationen
begonnen. Siebentausend Jahre trug ich das Kriegsschwert,
siebentausend Jahre trug ich diese verhassten Tätowierungen,
siebentausend Jahre, musste ich mich grundsätzlich beherrschen
wenn ich mit meiner liebsten im Bett lag. Doch jetzt endlich
muss ich das nicht mehr. Ich kann endlich diese Gewalt und
Brutalität ablegen und sie meinem Nachfolger übergeben. Ich
hoffe er kommt damit klar. Ich habe ihn ausgebildet im Kampf,
habe ihn gelehrt was es heißt sich zu beherrschen, mit Ethan
zusammen. Der hat ihm noch einiges mehr beigebracht. Als wir das
taten wussten wir nicht das er mal der prädestinierte Nachfolger
des Kriegsgottes sein würde.“ Er schritt langsam auf.....Leander
zu. „Leander, was dich dafür prädestiniert, ist das du einst
auch sehr grausam warst, doch heute bist du geläutert. Ich weiß
das ich dir eine grausame Bürde auferlege, doch ist sie auch
sehr ehrenhaft.“ Leander sah Aaron erstaunt und entsetzt an.
„Ich? Ich soll der neue Kriegsgott werden?“ Aaron nickte. „Ja,
denn der Kriegsgott sollte immer die Natur an seiner Seite haben
und das wirst du auch.“ Er sah Alandra an, auf die nun Iona
zuging. „Alandra, wie Aaron bin ich ebenso lange schon die
Mutter Natur gewesen. Du bist Blut von meinem Blut. Du trägst
das Erbe bereits in dir, ebenso meine Kraft. Wenn eine es
schafft mich zu ersetzen, dann du. Du hast im Gegensatz zu mir,
seit Kindesbeinen mit dem Krieg zusammen gelebt. Du wurdest von
deinem Vater zur Amazone ausgebildet. Er hat dich das Kämpfen
gelehrt und dir auch gezeigt was es bedeutet der Kriegsgott zu
sein. Ich habe deinen Vater nie verstanden in dieser Beziehung,
aber du wirst Leander vielleicht verstehen können. Ihr beide
seit perfekt dafür unsere Nachfolge an zu treten.“ Leander und
Alandra sahen die beiden erstaunt an, dann blickten sie zu
Aurian und diese nickte lächelnd. Aaron und Iona warteten ab,
bis die beiden begriffen hatten was das bedeutete. Dann nickte
Leander. „Ich bin kein Kind mehr, doch hoffe ich das ich niemals
so grausam zu einer Frau sein werde, wie ich es einmal bei dir
erlebte. Ich habe mit erlebt wie der Kriegsgott sein kann.“ Er
kämpfte mit sich das sah man ihm an, dann sah er Alandra an und
diese nickte und flüsterte ihm zu. „Ich werde dir tragen helfen,
ich werde an deiner Seite sein, wie meine Mutter es bei meinem
Vater war. Zusammen werden wir es schaffen. Ich liebe
dich.....egal was und wie du sein wirst.“ Leander atmete noch
mal tief ein und sein muskulöser Brustkorb hob und senkte sich,
dann nickte er. „Ich werde das Erbe antreten, mit allen
Konsequenzen.“ Aaron nickte, als habe er auch nichts anderes
erwartet. Dann erschien in seiner Hand das Kriegsschwert. Er
legte es sich auf beide Hände. „Hiermit gebe ich mein Amt, meine
Bürde und das Schwert das dazu gehört in die Hände Leanders. Er
wird ab sofort der neue Kriegsgott sein und ich hoffe er wird
ein ehrenvoller Kriegsgott sein, vielleicht sogar besser als
ich.“ Damit streckte er die Arme aus und hielt Leander das
Schwert hin. Leander seufzte noch mal dann nahm er das Schwert
aus Aarons Händen. Sofort wuchs er zu riesiger Größe, da er noch
nicht gelernt hatte die Macht zu beherrschen, ebenso verblassten
die Bilder auf Aarons Körper und erschienen nun auf Leander. Er
brüllte auf und atmete immer wieder hart ein, er spürte jetzt
erst welche Gewalt und Brutalität das Schwert und der Rang mit
sich brachten. Er versuchte die Gefühle nieder zu kämpfen und
hatte die Augen geschlossen. Während er noch mit sich kämpfte
trat Iona vor die sah wie Leander litt. Sie hielt ihre
Blumenkrone in den Händen. „Damit der Kriegsgott nicht ohne die
Mutter Natur da stehen muss, übergebe ich mein Erbe nun an meine
Tochter Alandra, die auch bei mir gesehen hat welche Pflichten
nun auf sie zukommen werden.“ Bevor Leander die Beherrschung
verlieren würde, setzte sie schnell Alandra die Blumenkrone auf
den Kopf. Alandra, spürte nun die ganze Macht ihrer Mutter, sie
spürte die Erde wie sie Pflanzen hervorbrachte, sie spürte die
gewaltigen Kräfte der Vulkane, ebenso wie die Meere die immer
wieder an das Land spülten. Jedes Lebewesen, selbst jeden
Grashalm spürte sie. Sie sah Iona an, die zu Leander deutete.
Sie nickte und legte Leander ihre Hand auf den Arm, er spürte
nun ihre Liebe und beruhigte sich wieder. Langsam schrumpfte er
zu seiner normalen Größe und sah Alandra an. „Ich liebe dich
ebenso, egal was kommen wird, mich wirst du nie wieder los. Ich
werde dich brauchen.“ Aaron legte einen Arm um Iona. Leise
flüsterte er ihr zu. „Endlich frei, wir sind endlich frei. Und
zum ersten mal seit meiner Ernennung muss ich mich nicht zurück
halten wenn wir heute Nacht das Bett mit einander teilen.“ Er
führte Iona zu ihren Plätzen und aus seinem Gesicht strahlte
Liebe und Erleichterung. So entspannt hatte man Aaron noch nie
gesehen.
In den nächsten Tagen erklärten
die beiden den neuen Inhabern ihrer Macht wie sie damit umgehen
müssten. Aaron erfreute sich an seiner neu gewonnenen Freiheit
und die nächsten Nächte ging es heiß zu in seinem Schlafzimmer.
Allerdings wenn er daran dachte das er in eine neue Daseinsform
gehen würde, wurde er auch ein wenig schwermütig, bis Iona ihn
anlächelte und meinte. „Glaubst du wirklich das Myrion auf die
körperlichen Bett Aktivitäten verzichten möchte? Also ich gehe
mal davon aus, das wir nicht nur als Sternenbilder enden werden,
sondern das Aurian sich da schon lange was überlegt hat. Also
gibt es keinen Grund nun schwermütig zu werden, wir gehen
lediglich in Rente, aber wir sterben nicht.“ Aaron sah sie an.
„Bist du dir sicher? Ich meine wir haben es jetzt wirklich
schön. Zum ersten mal fühle ich mich frei.“ Iona nickte. „Ja da
bin ich mir sogar tausendprozentig sicher.“ Nun lachte auch
Aaron und freute sich auf die Zeit die kommen würde.
Leander und Alandra brauchten
einige Zeit bis sie sich mit der gewaltigen Macht die man ihnen
nun gegeben hatte umgehen konnten. Doch als er zu Aurian ging um
sie wieder mal für sich ein zu fordern, schüttelte sie den Kopf.
„Nein mein Junge, die Zeiten sind vorbei. Erstens müsste dir
Alandra bei weitem reichen und wenn nicht.......nun dann bin ich
dafür nicht mehr zuständig.“ Er sah sie perplex an. „Aber Aaron
hat doch auch.......und bisher hast du mich nur selten zurück
gewiesen. Ich verstehe das nicht.“ Sie sah ihn ruhig an. „Warte
bis Viola das Licht von mir übernommen hat, dann wirst du
verstehen.“ Er begriff, das sie nie wieder das Bett mit ihm
teilen würde, sie hatte ihn zurück gewiesen. Aurian beobachtete
ihn sorgsam, sie spürte was in ihm vor ging und sie rechnete
damit das er sich nicht abweisen lassen würde, das er das was er
bei Aaron verurteilt hatte nun selber tun würde. Er schnaufte,
die Erregung stieg in ihm immens hoch, er spürte das er sogar
bereit war sie mit Gewalt zu nehmen, dann schrie er auf und
verschwand einfach. Aurian folgte ihm unsichtbar und sah das er
bei Alandra auftauchte. Diese begriff sofort was mit ihm los
war. Er versuchte sich zu beherrschen und diese Gefühle die ihn
übermannten nieder zu kämpfen. Er krümmte sich wie in Schmerzen.
Wut und Zorn kochten in ihm hoch. Seine Hände ballten sich immer
wieder zu Fäusten und öffneten sich wieder. Seine Zähne
knirschten auf einander. Er ergriff sein Schwert und verschwand
abermals, und wieder folgte ihm Aurian, doch diesmal nahm sie
Viola und Lyam mit. Sie sollten sehen was der Kriegsgott tat
wenn seine Gefühle ihn übermannten. Leander hatte sich einen
Krieg ausgesucht auf dessen Schlachtfeld es heiß hergehen würde
und als die Schlacht begann, rannte Leander darüber und sein
Schwert mähte alles nieder. Viola schrie auf. „Man muss ihn
aufhalten er mordet unkontrolliert.“ Sie sah Aurian an, diese
nickte. „Ja du hast recht, doch wo soll er seine Aggressionen,
seine Wut, den Zorn und die Erregung die in ihm kochen los
werden? Ich habe meine Pflicht erfüllt, ich war für Aaron
zuständig doch nicht für Leander.“ Viola und Lyam begriffen. Für
Leander war Viola zuständig. Aurian nickte. „Wenn er in diesem
Zustand zu dir kommt, rechne nicht mit Zärtlichkeit, er wird
auch im Bett Gewalt ausüben. Als er eben zu Alandra verschwand,
dachte ich das er sie an ihr auslassen würde, doch das tat er
nicht. Er will keiner Frau das antun was er bei Aaron einmal
beobachten musste. Doch damit du verstehst was in ihm vorgeht,
spüre es.“ Sie legte Viola ihre Hand auf den Kopf und ebenso
Lyam, damit auch er begriff und nun spürten beide was in Leander
vorging. Er hatte komplett die Kontrolle und Beherrschung
verloren. Sie spürten den Zorn, die Wut und was sonst noch in
Leander war. Irgendwann ließ es nach und Leander sah was er
getan hatte, er brach zusammen. Nun spürten Lyam und Viola das
Leid das er spürte, sie fühlten wie schlecht es ihm ging. Aurian
sah die beiden an, die sie wiederum entsetzt ansahen. „Es muss
bei ihm raus, er braucht den Kampf, er ist der Krieg, er ist
brutal. Er kann das hier tun oder aber es an anderer Stelle
heraus lassen. Doch liebt er Alandra zu sehr um sie das
durchstehen zu lassen.“ Viola verstand, sie nickte. „Mir als
Göttin des Lichts würde er nichts antun können, die Wunden die
er mir beibringt könnte ich schnell heilen lassen.“ Aurian
nickte. „So ist es. Es muss ihm nur klar gemacht werden, das es
dir nichts ausmacht. Du wirst sehr stark sein. Du könntest
selbst ihn an die Wand klatschen ohne das er dir ein Haar
krümmen kann.“ Lyam sah Aurian entsetzt an. „Ich soll zulassen
das er Viola mit Gewalt nimmt? Nein.....das kann ich nicht.“
Aurian nickte und sah Lyam ruhig an. „Entweder das....“ sie
deutete dann auf das Schlachtfeld. „ ….oder das. Die
Entscheidung liegt bei euch. Alandra ist sein Ruhepol, mir wurde
jetzt erst klar warum auch Aaron Iona das niemals antat. Mutter
Natur ist der Ruhepol des Kriegsgottes, sie tröstet ihn und hält
ihn zärtlich in den Armen. Er braucht sie nicht um seine Gewalt
bei ihr aus zu lassen, sondern um Trost zu finden. Ich gehe mal
davon aus das er gleich gehen wird um in Alandras Armen Trost zu
finden, für das was er hier getan hat.“ So war es auch, als
Leander sich beruhigt hatte verschwand er und überließ es
Thanatos die Seelen ein zu sammeln. Der trat kurz darauf zu
Aurian und den anderen beiden. „Es geht wieder los. Nur ist es
diesmal Leander der unkontrolliert tötet. Viele von denen die er
getötete hat, standen nicht auf meiner Liste.“ Aurian nickte
verstehend. „Das wird sich wieder ändern, denke ich.“ Thanatos
seufzte. „Warum hast du ihn auch abgewiesen?“ Aurian lächelte.
„Weil es sein musste, Viola und Lyam mussten begreifen was mit
Leander los sein wird. Er braucht die Göttin des Lichts, sonst
dreht er durch.“ Thanatos begriff und nickte. „Ich verstehe,
sobald sie das Licht übernommen hat, wird sie ihm geben müssen
was er braucht.“ Aurian sah Thanatos lächelnd an. „Genau.“
Lyam sah Aurian an. „Was ist mit
Lazarus und Ethan?“ Aurian lächelte sanft. „Noch kommen sie zu
mir, sie nutzen es zur Zeit aus das ich noch da bin. Doch die
beiden brauchen nicht nur eine feurige und ausdauernde Frau im
Bett, sie brauchen auch Liebe, Zärtlichkeit und Gespräche.
Allerdings gehe ich davon aus das sie Viola lange fern bleiben
werden, sie wollen nicht das ich gehe. Ethan ging sogar soweit
zu versuchen mich zu erpressen, er drohte damit in Schwermut zu
versinken, wenn ich gehen würde. Doch sie haben noch Syra die
sie sehr lieben und werden ihr zu liebe stark sein. Mehr Sorgen
macht mir Iskander. Er wird jeden Halt verlieren. Sein Vater
fort, ich fort und Myrion auch noch. Der einzige der ihn
eventuell halten kann ist Arden. Doch der leidet zur Zeit an
entsetzlicher Eifersucht.“ Viola nickte und sah Aurian an. „Ich
will nicht das du gehst, ich liebe dich, doch denke ich es wird
Zeit. Je länger du es hinaus schiebst um so schwerer wird es für
alle sein.“ Aurian lächelte sanft und legte einen Arm um Viola.
„Das hast du gut entschieden. Ich habe nur darauf gewartet das
du das sagst. Denn jetzt sehe ich das du wahrlich bereit bist
dein Erbe an zu treten.“ Viola sah noch mal über das Gemetzel
das Leander veranstaltet hatte und nickte. „Ja es muss sein.“
Kurze Zeit darauf erklärte Aurian
das sie am nächsten Tag gehen würden, das die Zeit gekommen
wäre. Viola sei nun bereit, die Bürde zu übernehmen. Sie
bereitete alles vor. Am nächsten Tag gingen alle Götter zum
Palast und betraten die Bernsteinhöhle dort. Die Glaswände der
Särge senkten sich in die Sockel und als erste legte sich Aurian
auf ihren. Die Götter weinten leise. Ethan und Lazarus
knirschten mit den Zähnen, sie wollten nicht das Aurian oder
Myrion ging. Myrion legte sich auf den Sockel neben ihr. Er sah
sie sanft und liebevoll an. „Endlich werde ich dich wirklich mal
nur für mich haben.“ Aurian nickte und sah dann Viola an. „Komm
her mein Kind und übernimm das Licht von mir.“ Aurians Seele
verließ ihren Körper und schwebte als weißes Licht über ihrem
Körper. Der Körper war nun seelenlos und lag tot vor ihnen. Die
Glaswände des Sarges gingen nach oben und der Sarg verschloss
sich. Dann löste sich das Licht von Aurians Seele, doch sah man
das ein kleiner Teil des Lichts bei Aurian blieb, es wollte sich
nicht ganz von ihr lösen. Der größte Teil schwebte nun zu Viola
und senkte sich langsam in sie hinein. Viola hatte die Augen
geschlossen und als sie sie wieder öffnete war sie die Göttin
des Lichts. Erst jetzt wurde wirklich deutlich wie ähnlich sie
Aurian war. Denn ihre sinnlich erotische Ausstrahlung hatte sich
verstärkt und sie verströmte eine immense Kraft. Aurians Seele
formte einen geistförmigen Körper und lächelte allen zu. Dann
löste sich auch Myrions Seele vom Körper und erschuf einen
Geistkörper. Der Sarg schloss sich wie bei Aurian auch. Nun
folgten ihnen die anderen Aaron, Iona, Hope und Amor. Auch
Naraja und Kristan legten sich nieder und Kristan sah alle an.
„Wir kehren zu unserer Ursprungsform zurück, für uns ist es wie
nach Hause kommen, doch das wir diesmal keine Avatare benötigen
werden. Nun haben wir einen eigenen Körper.“ Dann lösten sich
auch ihre Seelen vom Körper. Nachdem alle Särge verschlossen
waren, nickte Aurian allen noch mal liebevoll zu, dann
verblassten ihre Seelen und waren verschwunden. Zurück blieben
die restlichen Götter und die Särge mit den Körpern. Lazarus,
Ethan und Iskander schleppten sich regelrecht nach Hause. Sie
waren vor Trauer kaum noch ansprechbar.
Aurian hatte tatsächlich wie Iona
es Aaron gesagt hatte, vorgesorgt. Sie hatte das kleine Eiland,
auf dem sich der Seelenteich befand in den weiten des Universums
verschwinden lassen und dort für die Götter die mit ihr gegangen
waren, eine Heimstadt entstehen lassen. Diese kleine Insel war
mit einen sehr starken Zauber versehen worden, der es den
Götterseelen ermöglichte fest stoffliche Körper bekommen zu
können. Doch würden sie weder Hunger noch Durst oder Müdigkeit
und Schmerzen spüren. Jedoch sorgte das winzige Fünkchen Licht
dafür das zumindest die Körperliche Begierde nicht ganz
versiegte. So lagen die Götter nun gelassen und friedlich in
einem Liegestuhl am Strand und betrachteten den Sternenhimmel,
der bereits ihre Sternbilder zeigte. Myrion hielt Aurians Hand
und lächelte sie liebevoll an. Alle die nun hier lagen hatten
ihren Frieden gefunden.
Wie es weiter geht......das ist
eine andere Geschichte.


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