Kapitel 76: Eine Schutzgöttin

Aurian lag zufrieden in einem Liegestuhl, sie war glücklich wenn ihre Lieben glücklich waren und das sie das waren wusste sie nun. Lazarus, Ethan und Syra tobten in den Wellen des Meeres herum, Myrion lag in einem Liegestuhl neben ihr und Aurian strahlte von innen. Auf ihrer anderen Seite lag Leander in einem Liegestuhl und betrachtete seine Muskeln. Aurian grinste als sie es sah. „Sie beginnen noch nicht zu schwächeln und laufen auch nicht weg.“ Leander sah sie an. „Bist du sicher? Ich glaube ich wurde schon ein wenig schwächer.“ Ehe er sich versah hatte er zwei Hanteln auf seinem Bauch liegen. „Na dann zeig uns mal was und trainiere.“ :schmunzelte Aurian. Myrion lachte dazu. „Oder komm in meine Schmiede und ich sorge dafür das deine Muskeln wachsen.“ Leander stöhnte kurz auf, als er die Hanteln urplötzlich auf seinem Bauch liegen hatte, obwohl Aurian schon dafür gesorgt hatte das sie nicht zu schwer waren. Er grinste Aurian anschließend an. „Du willst ja nur sehen wie meine Muskeln arbeiten.“ Aurian zwinkerte frech. „Du hast mich durchschaut, ich sehe mir gerne einen gut gebauten Mann an. Also los hop, lass sie spielen junger Mann.“ Leander sah zu Myrion der nun auch mal seine Muskeln spielen ließ, er lachte. „Also dagegen komme ich nicht an.“ :wobei er auf Myrion deutete. Myrion erhob sich. „Na komm machen wir einen Wettstreit, ich weiß das du nicht so schwach bist wie du gerade tust.“ Am Strand erschien eine Gewichtsstange mit Gewichten rechts und links daran. Leander grinste legte die beiden Hanteln zu Seite und erhob sich ebenfalls. Myrion erklärte ihm das er die Stange stemmen müsste. „Wir werden nach und nach das Gewicht erhöhen bis einer von uns es nicht mehr heben kann, alles verstanden?“ Leander nickte und probierte es als erster. Das war noch leicht und er bekam sie ohne Probleme hoch gestemmt. Er benutzte beide Hände, Myrion grinste und langte mit einer Hand unter die Stange und stemmte sie mit einem Arm hoch. Leander lachte als er es sah. „Ich glaube ich kann gleich aufgeben, mit einer Hand, das schaffe ich nie.“ Er versuchte es trotzdem und war verblüfft das er das doch schaffte. Nun erhöhte Myrion das Gewicht und abermals probierte Leander es als erster. Die drei im Meer wurden nun auch aufmerksam und kamen näher um es sich an zu sehen. Leander stemmte wieder erst mal mit beiden Armen und nickte. „Das war noch leicht.“ Ethan trat näher. „Kann man noch mit einsteigen und was ist der Preis?“ Myrion sah Ethan an. „Sicher kann man, aber einen Preis gibt es nicht. Es ist nur zum Spaß:“ Lazarus trocknete unterdessen Syra ab und grinste. Das Gewicht wurde von mal zu mal höher, doch alle drei schafften es immer wieder. Myrion grinste frech vor sich hin und sah Aurian an, er zwinkerte ihr zu. Abermals erhöhte er das Gewicht, doch nun mussten Leander und Ethan aufgeben, während er es immer noch gestemmt bekam. Aurian hatte sein freches Zwinkern gesehen und sie kannte Myrion es würde mit Sicherheit irgendetwas kommen, dann schwebte die Gewichtsstange über Myrions Kopf und er grinste. „Ich kann es auch ohne Hände seht ihr?“ Aurian fiel fast vor lachen aus dem Liegestuhl während Ethan und Leander Myrion empört ansahen. „Er hat betrogen.“ :lachte Ethan und versuchte Myrion ins Meer zu schieben, doch bewegte der sich keinen Millimeter sondern sah ihn nur an. „Bist du sicher?“ Dann packte er zu und stemmte Ethan über seinen Kopf, ging mit ihm auf das Meer zu und warf ihn im hohen Bogen ins Meer. Er sah Leander an. „Na schaffst du das auch?“ Aurian lachte herzlich und ebenso Syra, doch dann sah Syra auf einmal ernst aus. Als Aurian es bemerkte folgte sie deren Blick und sah Aaron auf sie zukommen. Syra hatte Angst vor Aaron das sah Aurian sofort. Sie erhob sich und ging auf ihn zu. Sie flüsterten kurz leise mit einander und Aurian nickte. „Ich verstehe, dagegen sollten wir sofort etwas unternehmen.“ Auch Myrion und die anderen bekamen es nun mit und als sie Aurians ernstes Gesicht sahen, wussten sie das Aaron mit schlechten Nachrichten gekommen war. Aurian winkte Myrion heran und erklärte ihm mit was Aaron gekommen war. Er wurde blass. Aurian sah ihn an. „Ich muss dagegen sofort etwas unternehmen.“ Myrion nickte. „Brauchst du Hilfe?“ Aurian seufzte. „Ja ruf alle Götter zusammen, bevor es zu spät ist.“ Kurze Zeit später war Aurian mit Aaron auch schon verschwunden und Myrion ließ telepathisch den Ruf an alle Götter erklingen. In dem er ihnen erklärte was geschehen war. Syra verstand nichts mehr, vor allem als auch die anderen drei Götter auf einmal schnell angezogen waren und vor Myrion standen. „Wir sind bereit.“ Myrion nickte, er sah Syras fragenden Blick und sah Lazarus an. „Nimm sie mit sie soll es ruhig sehen.“ Als die Götter Aurian folgten nahm Lazarus sie mit. Sie fanden Aurian auf dem höchsten Berg der modernen Welt und sie sang ein Lied. Das Lied der Wiederherstellung. Was war geschehen? Als Syra tief in das Tal sah, sah sie verbrannte Erde, tote Tiere und Menschen. Die Welt war fast tot. Die Menschen hatten einen riesigen Vernichtungskrieg geführt. Anfangs sah alles noch normal aus, doch dann setzten sie biologische Waffen und sogar Atombomben ein die die Welt fast gänzlich vernichteten. Als Aaron das sah, wurde selbst ihm schlecht. Das hatte nichts mehr mit einem gewöhnlichen Krieg zu tun, das war Völkermord. Als Aurian zu singen begann, stand auch Iona singend neben ihr, denn das ging sogar über deren Kräfte, das hatte nichts damit zu tun das man mal einen Vulkan ausbrechen lies, hier musste die gesamte Welt wieder hergestellt werden. Syra sah nun was kam. Alle Götter erschienen so nach und nach und fielen in das Lied mit ein. Leon brachte auch Iliane mit die ebenfalls ins Lied einfiel. Die Götter sangen um diese Welt wieder her zu stellen. Als Syra den Gesang der Götter hörte, traten ihr Tränen in die Augen und als sie neben sich Lazarus singen hörte, sah sie sanft zu ihm auf und begann ebenfalls zu singen. Sie kannte das Lied nicht doch irgendwie formten sich die Worte in ihrem Kopf. Es dauerte eine weile und sie sah wie die Erde wieder grünte, wie die Tiere wieder aufstanden, ebenso die Menschen. Sie sah wie diese Welt wieder zu leben begann. Als alles getan war, sah sie Aurian an. Ihren Blick würde sie wohl ihr Leben lang nicht mehr vergessen, denn Aurian sah stinkwütend aus. Diese sah Iona an. „Diese Welt ist über bevölkert, lass die Meere über die Ufer treten, lass Vulkane ausbrechen und sorge für einige Erdbeben. Sie haben sich an der Natur versündigt das soll sich nun rächen.“ An Aaron gerichtet. „Vernichte ihre Atomwaffen und auch das was sie biologisch eingesetzt haben. Lass sie vergessen wie sie diese Waffen herstellen können, aber nicht vergessen das es sie einmal gab und was sie angerichtet haben.“ Iona und Aaron nickten leicht. „Ich werde mich zum Palast begeben und ihnen eine Mahnung zu kommen lassen. Noch einmal so etwas und ich tilge ihre Welt komplett aus dem Universum.“ Damit verschwand sie und mit ihr alle anderen. Iona und Aaron würden tun was sie ihnen gesagt hatte. Kurz darauf erschien Aurian im Palast und setzte sich dort auf den Thron. Lazarus, Myrion und Ethan nahmen ihre Plätze ein. Die anderen Götter standen vor dem Thron und warteten ab. Auch Syra hatte man mit genommen. Aurian erschien in einer Projektion am Himmel dieser Welt, sitzend auf ihrem Thron und um sie herum die drei anderen Götter. Dann sprach sie. „Menschen dieser Welt, wir haben eure Welt wieder hergestellt, das sie wieder bewohnbar ist. Doch sage ich euch, solltet ihr sie noch einmal dermaßen zerstören, tilge ich sie aus dem Universum und ihr werdet in Vergessenheit geraten. Ich gab euch die Möglichkeit unsere Welt zu besuchen. Ich gab euch zwei Botschafter die euch von Zeit zu Zeit berichten. Doch ihr habt mein Wohlwollen nicht verdient, wenn ihr solche Kriege führt. Die Natur wird sich nun gegen euch richten, denn ihr habt euch an ihr versündigt. Überschwemmungen, Vulkanausbrüche und Erdbeben sollen eure Strafe sein und wer das überlebt soll sich glücklich preisen. Für die nächsten hundert Jahre wende ich meinen Blick von euch ab. Vielleicht findet ihr einen anderen Gott der Mitleid mit euch hat und eventuell eure Gebete erhört aber auf mich könnt ihr erst mal nicht mehr zählen.“ Dann erlosch ihre Projektion und Aurian erhob sich von dem Thron. Die Götter hatten ihr schweigend aber zustimmend zugehört. Dann sah sie über die Götter und sah im besonderen Dorian und Damok an. „Ich hoffe ihr hattet damit nichts zu tun.“ Beide schüttelten den Kopf und Damok antwortete ihr. „Das wäre als wenn man die Kuh schlachten würde, die einem Milch gibt. Nein wie haben nichts damit zu tun, das haben die Menschen ganz von selber getan. Hass und Habgier waren ihre Triebfeder.“ Aurian nickte und sah wieder alle Götter an. „Also gut, ich hoffe das wird ihnen eine Lehre sein. Danke für eure Hilfe.“

Am Abend saßen die Bewohner von Aurians Haus draußen am See an einem großen Tisch und aßen. Syra war still und nachdenklich, sie hörte nur zu. Lazarus sah sie an. „Was denkst du, war sie zu streng?“ Syra holte kurz tief Luft, sie schüttelte den Kopf. „Nein ich denke die Strafe war gerecht, sie haben sich selber und ihre ganze Welt fast zerstört. Ich kann verstehen das sie darüber wütend wurde, das wäre ich wohl auch geworden. Dennoch tun mir die Menschen dort leid, denn es wird auch unschuldige treffen die damit nichts zu tun hatten.“ Lazarus nickte. „Das stimmt doch du hast sie gehört, diese Welt war überbevölkert, sie hatten sich zu stark vermehrt. Sie trennt jetzt die Spreu vom Weizen, die starken werden überleben und die schwachen unter gehen. Die wirklich Verantwortlichen werden von Aaron bestraft, ich gehe mal davon aus das er sie töten wird.“ Syra nickte. „ Er ist grausam und hart, nicht wahr?“ Lazarus sah sie sanft an. „Kleines der Krieg ist grausam und hart. Du hast es eben selber gesehen. Auf den Welten geht es nicht so friedlich zu wie hier. Dort gibt es Kriege, Menschen kämpfen gegen Menschen, sie töten und zerstören. Aaron überwacht es damit es nicht ausufert, du willst nicht wissen was er manchmal zu sehen bekommt. Er muss sehen wie Frauen vergewaltigt werden, wie sie sich gegenseitig umbringen und das auf recht grausame und bestialische Art. Doch er steht daneben und sieht es sich alles gleichmütig an. Ich habe eben gesehen das du Angst vor ihm hast, doch das musst du nicht. Er würde dir niemals ein Haar krümmen.“ Syra nickte. „Ich weiß aber alleine die Bilder auf seinem Körper sind schon ….erschreckend. Er trägt Bilder von blutigen Kämpfen und Zerstörung auf seinem Rücken und den Armen, findet er das etwa schön?“ Lazarus lächelte. „Ich weiß es nicht ob er das schön findet, doch ich weiß das diese Bilder nicht von ihm kommen sondern von seinem Kriegsschwert. Sie zeigen an was er ist, damit das auch niemand vergisst.“ Sie nickte. „Wer hat denn so ein grausames Schwert geschmiedet? Myrion?“ Nun sah Ethan sie an. „Nein kleines, das war Dorian in seinem ersten Leben. Dorian war einst ein Avatar und als solcher hat er auch das Kriegsschwert geschmiedet. Dorian hat eine eigenartige Art etwas zu zeigen.“ Syra sah nun Ethan an. „Vor ihm habe ich auch Angst.“ Nun lachte Ethan. „Was ist mit Leander, hast du vor ihm auch Angst?“ Syra schüttelte den Kopf. „Nein wieso er ist doch sehr nett.“ Ethan lächelte. „ Ich verstehe, doch er ist weit aus gefährlicher als sein Vater, glaub mir. Auch wenn er oft sehr nett ist so würde ich dennoch vorsichtig bei ihm sein. Er ist aber im Gegensatz zu seinem Vater sehr ehrlich. Dorian lügt und betrügt. Betrügen tut Leander zwar auch, aber er steht offen dazu.“ Syra nickte. „Ich habe gesehen das er sich an einige Frauen heran macht, ich hoffe er versucht es nicht bei mir.“ Lazarus lachte. „Nein Kleines das glaube ich nicht, das würde er nicht wagen, denn ihm ist klar das Ethan und ich ihn dann einen Kopf kürzer machen würden und das riskiert er nicht. Wie kommst du darauf?“ Sie deutete auf Aurian. „Na ja er wagt es sogar bei ihr.“ Ethan nickte. „Das würde er aber nicht wenn Myrion ihm nicht die Erlaubnis gegeben hätte es zu versuchen.“ Ethan dachte nach. „Ich glaube die meisten haben sich erst Myrions Erlaubnis geholt. Also ich wüsste keinen der es nicht getan hätte.“ Lazarus dachte auch nach. „Eric? Ich glaube er hat nicht gefragt.“ Ethan nickte. „Ja aber das war einer der seltenen Fälle wo Aurian den Kerl von sich aus aufgefordert hat.“ Syra sah Ethan an. „Sie fordert auch von selber?“ Ethan wackelte mit dem Kopf. „Selten, sehr selten. In den meisten Fällen wollten die Kerle sie. Ich glaube der einzige Kerl auf den sie wirklich scharf ist und das auch nach dieser langen Zeit ist Myrion.“ Er verschwieg das Aurian auch ihn und Lazarus schon mal von sich aus forderte, wenn auch mehr aus dem Grund weil sie wusste das die beiden das brauchten. Syra sah zu Myrion, ihn hatte sie ja heute auch nur in Badehose gesehen und er erschien ihr schon sehr imposant. Sie nickte. „Er ist auch scharf.“ Als sie begriff was sie da gesagt hatte errötete sie und senkte verlegen den Kopf. Lazarus und Ethan sahen sie an, doch als sie ihr erröten sahen lachten sie. „Kleines du musst dich dafür nicht schämen, ich glaube es gibt keine Frau die ihn nicht mal gerne zwischen ihre Krallen kriegen würde. Wenn du ihn willst versuch es bei ihm.“ Syra sah die beiden an und wurde nun glühend rot. „Oh nein, um Himmels willen. Das könnte ich niemals. Ich liebe euch und will keinen anderen.“ Ethan grinste und witzelte. „Na mal sehen ob du in hundert Jahren auch noch so denkst, wenn du uns mal leid geworden bist.“ Myrion und Aurian sahen in die Richtung der drei und Myrion grinste. „Darf man mit lachen?“ Ethan sah Syra an dann Myrion und nickte frech grinsend.. „Na ja wir stellten gerade fest das du scharf aus siehst.“ Nun errötete Syra noch mehr und wäre am liebsten im Erdboden versunken. Als Myrion ihre Reaktion sah, wurde ihm klar über was die drei geredet hatten. Er nickte immer noch grinsend. „Na ja ohne mich selbst beweihräuchern zu wollen, aber ich bin auch ein Musterexemplar der Gattung Mann.“ Aurian sah die drei Männer an und schüttelte den Kopf. „Müsst ihr das arme Mädel so in Verlegenheit bringen? Ihr seid Holzklötze, das seid ihr. Komm her Kind und lass die drei, wir beide machen jetzt einen Spaziergang, sollen sie doch weiter lästern.“ Syra stand auf und streckte den beiden neben ihr die Zunge heraus. „Das habt ihr jetzt davon.“ Dann ging sie zu Aurian die bereits auf sie wartete. Sie gingen eine weile schweigend durch den Wald, Aurian sah die junge Frau neben sich an. „Dir tun die Bewohner der Welt leid?“ Syra sah sie verlegen an, nickte aber dann. „Nicht das du denkst das ich deine Entscheidung in Frage stelle, ich finde die Strafe absolut gerecht. Doch finde ich das ja nicht alle Schuld waren an der Katastrophe und diese Unschuldigen tun mir schon leid.“ Aurian nickte. „Was würdest du anders machen? Wobei ich dabei sagen muss die Strafe steht und die ändere ich auch nicht ab.“ Syra sah sie nickend an. „Na ja...ich will nicht unverschämt erscheinen, aber vielleicht da wo Kinder betroffen sind oder wo Eltern um ihre Kinder bangen. Ach ich weiß auch nicht. Ich finde halt nur das nicht alle bestraft werden sollten für Fehler die einige wenige gemacht haben.“ Aurian nickte. „Du würdest also auf ihre Gebete reagieren, nehme ich mal an oder?“ Syra nickte leicht sah aber schüchtern Aurian an. Aurian lächelte sanft. „Woher wüsstest du welches Gebet wichtig ist oder welchem du folgen solltest. Vergiss nicht es käme nicht nur ein Gebet bei dir an sondern möglicherweise Millionen. Wie sich das anfühlt zeige ich dir mal.“ Aurian stellte sich vor Syra. „Bekomme jetzt keinen Schreck ja?“ :dann legte sie ihr ihre Hände um den Kopf und schon hörte Syra unmöglich viele Hilferufe in ihrem Kopf.“ Syra brach fast darunter zusammen und Aurian nahm ihre Hände wieder weg und es hörte auf. Die junge Frau sah Aurian entsetzt an. „Das hörst du immer?“ Aurian lachte. „Nein, weil ich schalte sie aus. Du musst es dir so vorstellen, das diese Hilferufe oder Gebete immer das sind, Tag und Nacht. Jeder würde wahnsinnig werden wenn er das immer hören müsste, also schaltet man es aus, wie ein Radio, wenn du weißt was das ist.“ Syra wusste nicht was das ist also ließ Aurian eins erscheinen. „Schau her das ist ein Radio, daraus erklingt bei den Menschen Musik oder Nachrichten und und und. Es hat viele Sender, normalerweise braucht man dafür Strom aber den gebe ich jetzt mal. Schalte es an.“ Syra tat was sie sagte und es erklang leise Musik. Dann zeigte ihr Aurian wo man die Sender einstellte und ließ sie nach einem Sender suchen. Syra tat es und stellte fest das es immer mal verschiedene Sachen gab, mal einige Nachrichten wie über die Katastrophe oder auch das man die Göttin gesehen hatte und ähnliches. Aurian nickte. „Siehst du und so ähnlich musst du dir die Gebete vorstellen, würde man alle Sender auf einmal hören klänge das so.“ Auf einmal erklangen im Radio alle Sender auf einmal und man bekam gar nichts mehr richtig mit weil alles durcheinander war. Syra nickte verstehend. Aurian erklärte weiter. „Damit man aber versteht was die einzelnen sagen, unterteilt man sie, man muss in dem Moment versuchen alle anderen aus zu blenden damit man nur noch eins hört. Das heißt man konzentriert sich auf ein einziges Gebet oder in dem Fall mit dem Radio auf einen Sender. Dann kann man dem auch folgen und will man nichts mehr hören, schaltete man das Radio aus oder eben die Gedanken an die Gebete. Versuch es mal.“ Abermals legte Aurian ihr die Hände um den Kopf. „Versuche nun alle aus zu schalten und nur noch ein einziges zu hören.“ Syra schloss die Augen und begann einen Ruf nach dem anderen weg zu blenden bis nur noch eins übrig war, sie hörte das Gebet eines Kindes, das um das Leben seiner Mutter flehte. Sie öffnete die Augen. „Da ist ein Kind dessen Mutter wohl im sterben liegt und es bittet darum das man ihr Leben verschonen möge.“ Aurian nickte. „Schauen wir uns das Kind und seine Mutter doch mal an.“ Und bevor Syra begriff was Aurian getan hatte standen sie schon unsichtbar in dem Zimmer des Kindes das am Bett der Mutter stand und die Götter anflehte. Aurian nickte und rief nach Aglaia, die auch sofort erschien. Aurian sah Aglaia an. „Wie sieht das Schicksal dieser Frau aus, sollte sie jetzt sterben?“ Aglaia betrachtete die Frau und schüttelte den Kopf. „Nein eigentlich sollte sie ursprünglich weiter leben, doch durch die Umweltkatastrophen die du angeordnet hast ist sie krank geworden und das leitet nun ihren Tod ein.“ Aurian nickte und sah Syra an. „Du hast es gehört ihr Tod stand noch nicht fest, man könnte sie also noch retten. Was willst du tun?“ Syra sah Aurian an. „Ich kann nichts tun, aber wenn ich es könnte würde ich sie retten, ja. Um des Kindes willen.“ Aurian nickte. „Ich gebe dir die Fähigkeit diese Frau zu retten, geh und sprich mit dem Kind und rette seine Mutter. Du musst ihr nur deine Hand auf den Kopf legen.“ Dann machte sie Syra sichtbar und das Kind sah diese erschrocken an. Syra sah sanft zu dem Kind. „Ich heiße Syra, ich habe dich gehört und will deiner Mutter helfen.“ Das Kind sah sie dankbar an und Syra schritt zu der Mutter und legte ihr ihre Hand auf den Kopf. Dank Aurians Kräfte, heilte sie so die Mutter, die sie anschließend aus klaren und gesunden Augen ansah. Doch kaum war sie wieder gesund forderte sie das man auch ihren Mann retten sollte und den Rest der Familie. Syra sah sich Hilfe suchend nach Aurian um, doch da diese unsichtbar war konnte sie sie nicht sehen. Dann tauchte Aurian auf. „Findet ihr nicht das ihr nun ein wenig unverschämt werdet? Diese junge Göttin hat euch einen Wunsch erfüllt, reicht das nicht? Müssen gleich neue Forderungen kommen? ICH habe diese Welt gestraft, sie war bereit euch zu helfen, doch kaum hat sie das getan kommt das nächste. Ich sollte euch dafür wieder dem sterben überlassen. Doch dem Kind zuliebe will ich davon absehen. Seid froh über das was sie euch bereits gegeben hat.“ Damit legte sie Syra eine Hand auf die Schulter und beide verschwanden wieder in die Unsichtbarkeit. Syra drückte sich in Aurians Arme und weinte leise. „Sie wollte noch mehr.“ Aurian nickte. „So sind sie, du gibst ihnen den kleinen Finger und sie wollen gleich die ganze Hand. Würdest du nun wo du es weiß noch mal helfen?“ Syra sah Aurian tränen überströmt an, doch nickte sie. „Ja, aber ich würde mich wappnen gegen neue Wünsche und die ablehnen.“ Aurian lächelte sanft. „Sehr schön, Lektion eins gelernt.“ Sie bedankte sich noch bei Aglaia und verschwand wieder mit Syra. „Also bevor du irgendwem hilfst, frag bei Aglaia nach. Manchmal ist ihr Schicksal schon vorausbestimmt und sie müssen sterben oder eben was gerade auf sie zukommt. Greif nicht einfach und ohne nach zu fragen in das Schicksal ein.“ Syra sah sie an. „Das kann ich doch eh nicht, ich bin keine Göttin.“ Aurian zwinkerte. „Jetzt schon, denn ich setze dich als Schutzgöttin für diese Welt ein.“ Syra sah sie mit großen Augen an. „Ich bin jetzt eine Göttin?“ Aurian nickte. „Ja. Du musst noch viel lernen, alles das was ich sonst unseren Kindern beibringe muss ich dir nun auch bei bringen. Doch du hast schon zwei Sachen gelernt, zum einen unnötige Gebete aus zu filtern und das man mit weiteren Forderungen rechnen muss. Versuch es lausche den Gebeten, öffne deine Gedanken für sie.“ Syra probierte es und tatsächlich sie hörte auf einmal die ganzen Gebete die sie zuvor nur mit Aurians Hilfe hören konnte, Dann begann sie diese aus zu filtern und hörte eins das von einem Mann kam der eingeschlossen in einem Haus lag, das durch ein Erdbeben zerstört worden war. Sie sah Aurian an. „Wie komme ich jetzt dort hin?“ Aurian lachte. „Das musst du nicht, komm mit.“ Damit sprang sie mit ihr zur Seherschale und deutete auf das Wasser darin. „Berühre das Wasser und denke an den Mann.“ Das tat Syra dann auch und sah den eingeschlossen Mann. „Jetzt musst du nur ein Abbild von dir bei ihm projizieren.“ dann zeigte ihr Aurian wie man das machte und Syra sah ein Bild von sich selber vor dem Mann stehen. Dann versuchte sie in Gedanken nach Aglaia zu rufen und diese erschien neben der echten Syra. Diese deutete auf den Mann. „Was ist mit seinem Schicksal?“ Aglaia sah sich den Mann an und nickte. „Ihn darfst du daraus befreien auch sein Schicksal ist noch nicht vollendet.“ Syra lächelte aufgeregt und versuchte nun über die Projektion mit dem Mann zu reden, das klappte auch ganz gut. „Ich bin Syra, ich habe dein Gebet gehört und ich werde dir helfen.“ dann räumte sie in Gedanken den ganzen Schutt weg bis der Mann frei lag. Der sah sie dankbar an. „Möge der Himmel sie dafür belohnen, vielen vielen Dank.“ Er hatte keine weiteren Forderungen sondern war wirklich froh das ihm geholfen wurde. Dann löschte Syra die Projektion und strahlte Aurian an. „Ich habe es wirklich geschafft.“ Sie warf sich in Aurians Arme, die sie sanft an sich drückte.. „Danke, vielen vielen Dank. Es war mir nicht wichtig ob ich eine Göttin bin oder nicht, aber so kann ich ihnen helfen. Ich danke dir dafür.“ Aurian lächelte sanft. „Dir taten diese Menschen leid, jetzt kannst du ihr Leid ein wenig lindern. Und diese Welt hat eine Schutzgöttin, passe gut auf sie auf. Morgen früh werden weitere Lektionen kommen , aber nun erfreue dich daran und erzähle deinen liebsten davon.“ Sie zeigte Syra noch wie man teleportierte und brachte sie dann zurück zu den anderen die immer noch an dem Tisch saßen. Syra strahlte alle an und verkündete. „Ich bin jetzt eine Schutzgöttin.“

Kapitel 77: Unendliche Liebe


 

Lazarus und Ethan freuten sich mit Syra und bedankten sich bei Aurian freudig. Doch hatte Aurian an eines nicht gedacht, nämlich das Syra so vielen Menschen wie möglich helfen wollte und so überarbeitete sie sich fast schon. Aglaia kam auf Aurian zu und sagte es ihr, weil sie bekam es ja mit, denn Syra fragte sie nach jedem Schicksal dem sie helfen wollte. So trat Aurian zu Syra die wieder mal an der Seherschale stand und sah sie an. „Nun ist Schluss du kannst nicht jedem helfen und sollst es auch nicht. Ich werde es auf drei am Tag beschränken. Du hast ja kaum noch Zeit für dich und Aglaia ebenso wenig. Das geht so nicht.“ Syra sah sie verlegen an. „Daran hatte ich nicht gedacht, entschuldige bitte.“ Aurian nickte und sah sie sanft an. „Ich verstehe ja das du helfen möchtest, doch sie haben es sich selbst zu zu schreiben. Entschuldigen musst du dich nicht bei mir, wenn dann höchsten bei Aglaia, die ja zu nichts anderem mehr kam. Vergiss nicht sie muss auch anderen Göttern noch bei stehen. Zudem was ist das für eine Strafe wenn du jedem hilfst?“ Syra nickte leicht. Aurian sah sie immer noch sanft an. „Kind, schau mal wenn du zu vielen hilfst verlassen sie sich irgendwann nur noch auf dich. Sie sollen ihr Leben selber in den Griff bekommen, wir greifen nur bei ausgewählten und selbst da nur selten ein. Du machst dir zu viele Gedanken.“ Aurian dachte nach. „Ich habe eine Idee, du wirst Aaron mal begleiten, damit du siehst was wirklich los ist. Es tut mir leid aber ich glaube du musst es mal sehen. Dein Mitleid ist gut und schön, aber wenn es auf deine Kosten geht nicht mehr vereinbar.“ Syra sah Aurian erschrocken an. „Mit Aaron? Ich habe Angst vor ihm.“ Aurian nickte. „Ich weiß Kind, aber er wird dir nichts tun und du kannst ja Ethan fragen ob er euch begleitet. Lazarus wirst du auf kein Schlachtfeld bekommen, Ethan ist da skrupelloser ihm macht es nichts aus.“ Syra sah sie an. „Wieso würde Lazarus kein Schlachtfeld betreten?“ Aurian seufzte. „Er ist der Sohn des Lichts und wenn er ein Schlachtfeld betreten würde, dann gäbe es anschließend kein Schlachtfeld mehr. Er würde dann als Sohn des Lichts alles niedermachen und anschließend leiden wie ein Hund. Lazarus hasst Kriege, sie machen ihn wütend.“ Syra nickte verstehend, leise seufzte sie. „Ich muss wirklich noch viel lernen.“ Dann hörte sie hinter sich ein, „Buhh“ und sprang vor Schreck Richtung Aurian. Die sah kopfschüttelnd Aaron an der hinter Syra erschienen war.. „Musst du sie erschrecken?“ Aaron grinste. „Ich konnte es mir nicht verkneifen.“ Dann sah er Syra an. „Also vor mir brauchst du keine Angst zu haben, ich tue keiner Fliege etwas zuleide. Solange man mich nicht provoziert. Und ich glaube nicht das du das vor hast oder?“ Syra schüttelte mit dem Kopf und stotterte: „nei...nein.“ Aaron nickte und sah Aurian an. „Was kann ich für dich tun?“ Aurian deutete auf Syra. „Kannst du sie mal auf ein Schlachtfeld mit nehmen, sie versteht nicht das sie nicht jedem Opfer eines Krieges oder wie in unserem Fall von Naturkatastrophen helfen kann. Sie soll mal die Auswirkungen eines Krieges sehen.“ Aaron nickte, sah dann wieder Syra an, die am ganzen Körper zitterte, dann schüttelte er den Kopf. „Nein Aurian, das werde ich nicht tun. Sieh sie dir doch an, sobald sie das Blut sehen würde und was sonst so geschieht, würde sie neben mir zusammen brechen. Sie mag stark sein, doch dafür ist sie noch nicht bereit. Du solltest ihr mehr Zeit geben. Vor allem sie hat ja jetzt bereits vor mir Angst, wie soll das werden wenn sie sieht wie ich meine kompletten Kräfte entfalte?“ Aurian nickte nachdenklich, sie wusste wenn Aaron seine Kriegskräfte aufrief wuchs er zu imposanter Größe, wurde noch muskulöser und konnte einem wirklich Angst machen. Als Syra nun sah das er sich sogar um sie sorgte, zeigte sie das Aaron in einem anderen Licht, sie straffte ihren Rücken sah ihn an und nickte. „Ich schaffe das schon, wenn Aurian der Meinung ist, ich sollte das sehen, dann werde ich es mir auch ansehen.“ Aaron senkte kurz den Kopf um ihr das schmunzeln nicht zu zeigen, dann sah er sie an und nickte. „In Ordnung Kleines, wie du willst, aber ich sammle dich nicht auf wenn du in Ohnmacht fällst.“ Sie sah ihn kämpferisch an . „Mich muss keiner aufsammeln.“ Aaron grinste wieder. „Sie ist eine kleine Amazone, also gut, mach dich morgen bereit, denn dann werden wir eine der mittelalterlichen Welten besuchen dort wird ein Krieg zwischen Piraten und der Armee des Hochkönigs stattfinden. Ziehe dir was passendes an, am besten eine Lederhose und eine rote Bluse, an der wird man das Blut nicht so sehen.“ Syra sah ihn nachdenklich an, dann wurde ihr klar das er sie mit der Kleidung foppte. Sie knurrte leise und er lachte, was ihn ihr gleich sympathischer machte.

Am nächsten Morgen stand sie startklar, sie hatte Ethan nicht gefragt ob er sie begleiten würde. Sie wollte vor Aaron keine Schwäche zeigen. Sie würde ihm schon beweisen das sie stark genug war. Als Aaron sie abholte sah sie das er wieder nur eine Lederhose trug und den überaus muskulösen Oberkörper frei hatte, am Vortag hatte er auch eine Weste getragen um die Bilder auf seinem Rücken zu verdecken. Sie betrachtete ihn und schluckte leicht. Er sah sie an. „Bereit?“ Sie konnte nur nicken, denn hätte sie etwas gesagt hätte er das zittern in ihrer Stimme mit bekommen. So nahm er sie sanft am Arm und verschwand mit ihr um dann auf einem Hügel an dessen Fuße die Schlacht ausgetragen werden würde wieder auf zu tauchen. Er zog sein Schwert und stützte es mit der Klinge auf den Boden um sich darauf ab zu stützen, dann sah er über das Feld. Er erklärte ihr als man sah das beide Heere sich aufstellten was dort vor sich ging. „Hier geht es noch ziemlich gerecht zu. Sie kämpfen Mann gegen Mann. Aber auf der Welt die du nun unter deinem Schutz hast war das nicht so. Sie setzten Waffen ein die ganze Armeen vernichteten um so grausamer waren die Auswirkungen. Hier in dieser Welt würde man nicht auf die Idee kommen Kinder als Kanonenfutter in die Schlacht zu schicken, aber in der modernen Welt war es ihnen scheiß egal.“ Syra deutete auf einen jungen Mann nicht älter als vierzehn. „Aber das ist doch noch ein Kind.“ Aaron nickte. „Doch wird er höchstens die Flagge tragen aber kein Schwert und du wirst sehen das man ihn möglichst verschont. Sicher ab und zu trifft es auch mal die Knaben die eine Flagge tragen, aber das ist dann im Eifer des Gefechts und eigentlich nicht beabsichtigt.“ Syra sah ihn an. „Aber Tod ist Tod, egal ob gewollt oder nicht.“ Aaron nickte. „Aber so ist der Krieg nun mal.“ Nun tauchte auch Thanatos neben Aaron auf, er hielt eine Liste in der Hand. Aaron sah ihn an. „Kannst du mal schauen ob der Knabe dort unten auf deiner Liste steht?“ Thanatos nickte und sah nach. „Nein ihm wird nichts geschehen, zumindest wird er nicht sterben.“ Syra sah nun Thanatos an, der stand in einer schwarzen Kutte mit Kapuze, die er über den Kopf gezogen hatte dort und hielt in der anderen Hand eine Sense. Aaron sah Syra an. „Darf ich vorstellen Thanatos, Gott des Todes. Er sammelt die Seelen ein die heute hier frei gegeben werden.“ Syra nickte. „Was geschieht dann mit den Seelen?“ Thanatos sah sie an und nun fuhr ihr wirklich der Schreck in die Knochen, denn sie sah unter der Kapuze nur einen Totenkopf. Aaron grinste. „Keine Sorge Kleines das ist nur sein Arbeitsoutfit, normalerweise ist er ein ganz hübscher Junge. Du solltest ihn mal in der Unterwelt besuchen. Er liegt gerne am Strand, trägt am liebsten Hawaihemden und kurze Shorts.“ Thanatos nickte. „Die Seelen nehme ich mit in die Unterwelt wo sie dann entweder, je nach Gesinnung sich bewähren müssen oder ein gutes Nichtleben haben und eventuell auf ihre Wiedergeburt warten.“ Syra nickte, sie hatte sich wieder beruhigt. „Sind meine Eltern auch bei dir?“ Thanatos lächelte, was in seinem derzeitigen Zustand nicht gerade nett aussah. „Ja sie sind auch bei mir und warten auf ihre Wiedergeburt. Aaron hat recht, du solltest mich mal besuchen ich glaube meine Gefährtin würde sich über Besuch bestimmt freuen.“ Dann ging die Schlacht los und Syra konnte nichts mehr fragen. Nun wuchs Aaron neben ihr zu einer imposanten Größe von knapp zwei Meter fünfzig an, er legte sich sein Schwert über die Schulter und schritt zur Schlacht herab, Syra folgte ihm und sah auf seinen breiten Rücken auf dem sich die Bilder nun zu bewegen schienen, sie schüttelte sich leicht als sie es sah. Dann sah sie wie die Männer auf einander einschlugen, wie hier und da Arme, Beine und sogar Köpfe abgetrennt wurden, wie die Schwerter durch das Fleisch schnitten und schlimmeres. Sie sah aber auch wie Thanatos über das Schlachtfeld schritt und wenn er vorbei ging sah sie die Seelen die die Körper verließen und zur Sense schwebten. Sie blieb stehen, ihr wurde schlecht von dem blutigen Gemetzel und sie musste sich übergeben. Thanatos winkte Aaron herbei, der schritt auf ihn zu und Thanatos deutete auf einen jungen Mann zu seinen Füßen: „Er lebt noch, könntest du bitte?“ Aaron nickte nahm sein Schwert und stach gleichmütig in den jungen Mann und tötete ihn, dann löste sich die Seele und schwebte in Thanatos Sense. Syra stand daneben und ihr wurde immer übler. Aaron sah sie an. „Du bist schon ganz grün um die Nase, bist du sicher das du weiter zuschauen willst?“ Sie nickte tapfer und Aaron zuckte mit der Schulter. Doch sah sie nun auch warum Aaron so groß geworden war, er musste in dem Gewühl über die anderen hin weg sehen können um so der Schlacht zu folgen. Er griff mit einem Arm um Syra herum und hob sie an, dann deutete er mit dem Schwert in der anderen Hand auf einen Mann am Rand des Schlachtfeldes. „Schau das ist der Verursacher, er ist der Piratenkapitän. Sie waren auf Beutezug, als der Hochkönig davon erfuhr und daraufhin seine Armee los sandte.“ Anschließend lies er sie wieder herab und ging zu dem Zelt des Kapitäns und zeigte Syra nun was er erbeutet hatte. Dort befanden sich junge Frauen. „Die hat er sich zu eigen gemacht, er hat sie geraubt aus einem kleinen Dorf nicht weit von hier entfernt. Von dem Dorf ist übrigens nicht viel übrig geblieben. Alle Männer, alte Leute und Kinder tot. Würde der König ihn nicht aufhalten, wäre er weiter gezogen zu den nächsten Dörfern. Die Frauen wurden von ihm und seinen Männern missbraucht und er hätte sie anschließend auf sein Schiff geschleppt und sie woanders als Sklaven verkauft. Schau die Frauen beten, sie erhoffen sich Hilfe von den Göttern. Dieses Unrecht findet in vielen Welten statt. Man kann nicht allen helfen.“ Syra nickte. „Kannst du sie nicht befreien?“ Aaron lächelte. „Sicher das könnte ich doch warum sollte ich das tun? Der König wird gewinnen, man wird die Frauen befreien und sie werden zu ihrem zerstörten zu Hause zurück kehren, sich neue Männer nehmen und Kinder gebären und in fünfzig Jahren gibt es das Dorf wieder und niemand wird sich an die heutige Schlacht erinnern.“ Er sah sie sanft an. „Du solltest nicht nur im heute denken, wir leben ewig und in der Ewigkeit werden solche Dinge immer wieder geschehen. Iona wird nun hundert Jahre lang die Menschen deiner Schutzwelt strafen, mal schlimmer mal schwächer und glaub mir sie hat ebenso Mitleid wie du. Doch sie weiß was sein muss, das muss sein. In hundert Jahren werden die, die es verschuldet haben getilgt sein, ebenso die Schuld die sie auf sich geladen hatten und möglicherweise wird diese Welt dann Frieden finden. Die Menschen denen du hilfst haben vielleicht noch fünfzig oder sechzig Jahre zu leben, sie werden sterben so oder so.“ Syra nickte seufzend. „Also ist es eigentlich sinnlos ihnen zu helfen?“ Aaron legte ihr zwei Finger unter das Kinn und hob es an das sie ihn ansehen musste, er schüttelte den Kopf. „Nein sinnlos ist es nicht, denn es gibt dir ein gutes Gefühl etwas getan zu haben. Doch wähle die denen du hilfst mit bedacht. Es ist nicht immer alles Gold was glänzt. Du hast Aglaia immer nur gefragt ob die, denen du helfen wolltest sterben müssen, doch angenommen, ihr Leben verursacht anderen Menschen Kummer und Schmerz , weil sie vielleicht Mörder sind und es wäre besser gewesen sie sterben zu lassen. Würdest du ihnen dann auch noch helfen?“ Daran hatte Syra tatsächlich nicht gedacht. Aaron nickte. „Das dachte ich mir.“ Sie folgte ihm weiterhin über das Schlachtfeld und sah wie er immer mal auf Thanatos bitten hin, jemanden tötete. Gegen Abend ging die Schlacht ihrem Ende zu. Wie Aaron es gesagt hatte, gewann die Armee des Königs und man nahm die überlebenden des Kapitäns gefangen. Am nächsten Morgen sammelte man die Toten ein und schichtete sie aufeinander, dann verbrannte man sie kurz und schmerzlos. Die Frauen kehrten tatsächlich in ihr Dorf zurück. Thanatos und Aaron hatten ihre Arbeit getan. Syra sah Aaron nun in einem anderen Licht, sie sah das er eiskalt und skrupellos war, aber das er dennoch Herz hatte. Denn der junge Fahnenträger war schwer verletzt und Aaron sah Syra an. „Hilf ihm, heile ihn. Er hat noch ein ganzes Leben vor sich und das sollte er nicht als Krüppel verbringen.“ Sie strahlte ihn an, erfreut darüber das sie auch helfen konnte. Sie machte sich nun sichtbar und lächelte den Jungen an. „Ich bin Syra eine Schutzgöttin, keine Sorge ich will dir nur helfen.“ Dann heilte sie den Knaben der sie glücklich ansah. Dann wurde sie wieder unsichtbar und stellte sich neben Aaron der inzwischen wieder seine normale Größe angenommen und sein Schwert weg gesteckt hatte. Sie hatte ihre Angst vor Aaron verloren. Als sie später wieder zurück war und auf Aurian traf, lächelte sie. „Du musst es nicht beschränken, ich weiß nun was ich zu tun habe. Ich verspreche ich versuche nicht mehr jedem zu helfen.“ Aurian nickte sanft und zog Syra leicht an sich. „Dann ist es ja gut mein Kind. Und ich hoffe du hast dich mit Aaron vertragen.“ Syra nickte und sah sie an. „So schlimm ist er gar nicht. Er ist wohl wie er ist.“ Sie erzählte Aurian auch das sie Thanatos getroffen habe und fragte wie man in die Unterwelt kommen würde. Aurian zeigte es ihr und als beide Thanatos dort antrafen, lachte Syra, denn er trug tatsächlich ein bunt gemustertes Hawaihemd und kurze Shorts und sah lange nicht mehr so erschreckend aus wie auf dem Schlachtfeld. Thanatos zeigte ihr die Seelen ihrer Eltern und Großeltern, die in einem grünen Tal lebten und es sich dort gut gehen ließen. Ihr wurde klar das der Tod nicht das Ende war, was es ihr auch erleichtern würde, wenn ihr Bruder oder Lilly einst sterben würden. Allerdings sagte er ihr auch, da Lilly die Seele eines Kindes des Lichts hätte, das sie bei einer Wiedergeburt auch wieder zu einem Kind des Lichts werden würde. Sie nickte verstehend, aber freute sich das Lilly bis dahin ein erfülltes Leben gehabt haben würde. Mehr als sie sonst gehabt hätte. Später brachte Aurian sie auch zu Chronos, der mal als alter Mann herum lief und ein anderes mal ein schmucker junger Mann war. Thanatos als auch Chronos wichen von den Erscheinungsbildern der meisten männlichen Götter ab. Sie waren nicht so muskulös und stark wie sie. Ihre Kraft lag mehr im Geiste. Syra fragte ihn, ob man nicht die Zeit der Welt die sie nun unter ihrem Schutz hatte zurück hätte drehen können, anstatt alles wieder zu beleben. Chronos nickte. „Sicher das hätte man, doch das Resultat wäre gewesen, da sie ihre Verfehlung dann nicht gewusst hätten, so hätten sie den gleichen Fehler wieder und wieder und wieder gemacht. Bei jedem mal da man die Zeit zurück gedreht hätte. Jetzt aber wissen sie was sie getan haben und der Schreck sitzt ihnen tief in den Knochen.“ Er deutete auf Aurian. „Sie sagt meistens, „Nur weil man etwas tun kann, heißt das nicht das man es auch tun muss,“ und sie hat recht. Jede Handlung, jede Tat zieht Konsequenzen nach sich, mal im guten mal im schlechten und solange man diese Konsequenzen nicht kennt sollte man vorsichtig sein mit dem was man tut. Vor allem wir als Götter. Kind wenn du mal nicht weiter weißt frag Aurian, sie weiß mehr als sie manchmal zu gibt.“ Er schmunzelte und zwinkerte Aurian zu. Aurian lachte. „Alter Mann, du sollst nicht immer alle meine Geheimnisse verraten.“ Chronos lachte leise. „Ich glaube das ist kein Geheimnis mehr, ich denke das weiß inzwischen jeder, das du noch lange nicht alles sagst was du weißt. Du bist weise und klug und lässt auch jeden seine Fehler machen.“ Aurian nickte. „Weil man aus den Fehlern mehr lernt als aus dem was andere einem sagen.“ Chronos lächelte Syra zu, die ihn sofort ins Herz geschlossen hatte. „Sagte ich es nicht? Sie ist weise. Ich verrate dir nun mal was. Sie hätte die Welt auch alleine wieder herstellen können, nur mit einer kleinen Bewegung ihrer Hand oder mit einem Fingerschnippen, doch das tat sie nicht, sondern band alle Götter mit ein, was denkst du wieso?“ Syra sah Chronos erstaunt an, dann Aurian und zuckte dann mit der Schulter. „Ich weiß nicht.“ Er lächelte. „Ich sag es dir, weil sie weiß das alle Götter das Gefühl haben müssen das sie von ihr gebraucht werden. Egal welcher Gott, sei es Iona, Aaron oder sogar ich selber und Thanatos wären ersetzbar, sie könnte es ohne Probleme auch alleine. Doch sagt sie sich, warum sollte ich das tun? Wenn die anderen doch mit helfen können und jeder einen gewissen Teil der Arbeit tragen kann. Sie ist nicht nur die Erschafferin des Universums oder das Licht, sie ist vor allem eine Hüterin. Sie hütet das Universum, verteilt die Arbeit auf die Götter und achtet nur darauf das alles wie am Schnürchen läuft. Sie hat die seltene Gabe immer zu wissen was welcher Gott am meisten braucht und ist in der Lage es ihm oder ihr zu geben.“ Aurian sah Chronos an. „Das reicht, es gibt Dinge die nicht jeder wissen sollte. Du hast es ihr gesagt, doch nun reicht es.“ Chronos nickte lächelnd. „Ich weiß das du es nicht gerne hörst, die Wahrheit ist es dennoch. Du bist das Universum. Du bist die Mutter allen Lebens, du bist die Sonnen und Monde, du bist die um die sich alles dreht. Das ist auch der Grund warum du soviel Liebe zu geben hast, warum dein Herz und deine Seele so hell strahlen. Deine Liebe ist unendlich, so unendlich das du sogar den Weg in ein Universum gewagt hattest das es nicht mal mehr gab, nur um Aaron das zu geben wonach sein Herz schrie. Weil er etwas gut zu machen hatte, zumindest nach seinem Verständnis, obwohl er da irrte.“

Mit der Zeit lernte Syra auch alle anderen Götter kennen, seien es Hope und Amor, oder Mystra und Andra, um nur einige zu nennen. Jeder von ihnen trug ein kleines Stück der Arbeit die Aurian zu verwalten hatte. Langsam aber sicher verstand sie was Aurian wirklich war und wie recht Chronos mit seinen Worten hatte. Denn selbst ihr hatte sie eine Aufgabe gegeben die sie sich tief in ihrem Herzen gewünscht hatte, ohne es selber zu wissen. Aber Aurian hatte es gewusst. Wenn sie Aurian beobachtete, wie sie mit den jungen Göttern schäkerte oder herzhaft lachte, vergaß sie es, doch wenn sie ihr in die leuchtend blauen Augen sah, sah sie tief darin das Universum und sie hatte das Gefühl dort alles zu finden, sogar den kleinsten Floh.

Kapitel 78: Abweisungen


 

Ethan trat ins gemeinsame Wohnzimmer der drei und sah Lazarus an, er schüttelte mit dem Kopf. Lazarus legte die Lektüre weg, in der er gerade las. „Dich wollte sie auch nicht? Ich verstehe es nicht. Mich hat sie gestern auch abgewiesen. Hast du mal mit Myrion gesprochen?“ Ethan setzte sich zu ihm. „Nein, vielleicht ist sie überfordert, könnte ja sein. Ich meine wir sind ja nicht die einzigen. Ich weiß noch von Aaron, Gregorian und Iskander. Bisher hat sie es immer noch irgendwie geschafft.“ Lazarus nickte. „Was ist mit Leander? Er geht doch auch ab und an zu ihr und fordert sie für sich.“ Ethan zuckte mit der Schulter. „Ich habe keine Ahnung.“ Lazarus kratzte sich am Kopf. „Also wenn sie alle ablehnt, wird es heikel.“ Er dachte nach. „Sie hatte schon mal so eine Phase wo sie keinen wollte. Und das Endresultat war eine Katastrophe. Myrion konnte gerade noch das schlimmste verhüten.“ Er sah Ethan an. „Wie sieht es bei dir aus ist es nötig?“ Ethan schüttelte mit dem Kopf. „Nein....ich war nur scharf auf sie, also nicht weil es sein musste.“ Syra betrat das Zimmer und sofort wechselten die beiden das Thema. Doch Syra war nicht blöd sie wusste sofort das die beiden zuvor von was anderem geredet hatten, sie sah einen nach dem anderen an. „Jungs es ist nicht nötig das Thema zu wechseln, wenn es Probleme gibt möchte ich das auch wissen.“ Sie sah ja wie besorgt die beiden aussahen. Lazarus seufzte und sah Ethan fragend an, der zuckte mit den Schultern, als wolle er sagen: Sagen wir es ihr. Lazarus nickte und sah Syra wieder an. „Nun ja es geht um Aurian. Wir haben es immer so gemacht das du so wenig wie möglich davon mit bekamst. Wir wollten dich nicht damit belasten. Doch du weißt das wir ab und zu mal zu ihr gehen. Nun ja und gestern war ich es...doch sie wies mich ab und heute versuchte Ethan sein Glück und bei ihm, das gleiche. Wir machen uns Sorgen, vor allem da es nicht das erste mal ist in letzter Zeit. Sondern eigentlich die ganzen letzten male. Wir fragten uns nur gerade ob sie nur uns ablehnt oder ob es bei allen so ist.“ Syra nickte verstehend. „Also ich habe beobachtet das Aaron vor einigen Tagen versuchte sein Spielchen mit ihr zu treiben, er geht ja recht offensiv und direkt vor. Doch sie stieß ihn zurück, ich gehe also davon aus das sie auch ihn abgewiesen hat. Ich denke wenn sie zu euch sagt ich will im Moment nicht, dann reicht das. Doch bei Aaron muss sie wohl schon schwere Geschütze auffahren um ihm klar zu machen das sie nicht will.“ Lazarus nickte verstehend. „Hat er sich überzeugen lassen?“ Syra nickte ebenfalls. „Ja er hat zwar mit ihr diskutiert und es noch ein, zwei mal versucht, aber war wohl dann doch überzeugt das sie im Moment nicht will. Denn ich sah das er kurz darauf mit einem recht finsteren Gesicht ging.“ Ethan sah Lazarus an. „Bei uns ist es nicht gar so wild, aber wenn Aaron die Beherrschung verliert weil es in ihm kocht, wird es gefährlich. Ich frage mich wie er es damals gemacht hat, als er sich an sein Wort gehalten hat und sich von ihr fern hielt.“ Lazarus seufzte. „Ja das war für ihn wohl die schlimmste Zeit. Wir sind später dahinter gekommen, das er seine starken Aggressionen anders ausließ. Er warf sich ins Kriegsgetümmel, doch was da geschah will keiner von euch wissen, ich sag nur soviel es war furchtbar, er badete regelrecht in Blut. Und das ohne mit der Wimper zu zucken, er bekam es einfach nicht mehr mit.“ Ethan nickte. „Das ist heute nur noch schwer zu glauben, denn heute steht er am Schlachtfeld und sieht gelassen darüber hinweg, er macht seine Arbeit und das wars.“ Da konnte Syra nur zustimmen. „Das stimmt, als ich mit ihm unterwegs war, war er weder besonders grausam noch tötete er wahllos, sondern nur wenn Thanatos ihn darum bat.“ Lazarus seufzte. „Ja das kann er aber auch nur weil er seine tiefen Aggressionen bei Aurian aus lässt.“ Syra sah die beiden verlegen an. „Dürfte ich wissen wie er das macht?“ Ethan sah Lazarus an, dann Syra. „Ich glaube das willst du nicht wirklich wissen. Du warst ja schon erschüttert darüber wie er sie angeht wenn er etwas von ihr will.“ Sie legte den Kopf leicht schief. „So schlimm?“ Ethan nickte. „Noch schlimmer.“ Als beide sahen das Syra damit nicht zufrieden war, seufzte Lazarus. „Also gut, was er ist weiß du und um seine Aggressionen los zu werden braucht er Kämpfe, er muss richtig toben können. Da er nicht töten will, gibt es nur wenige Möglichkeiten, entweder sich zu prügeln bis aufs Blut, aber wer würde sich schon alleine gegen den Kriegsgott stellen, mal abgesehen davon, das dabei die Möglichkeit bestünde das er seinen Gegner tötet oder aber im Liebesakt der allerdings auch eher einem Kampf gleicht als einer zärtlichen Vereinigung. Aurian ist in der Lage dagegen zu halten. Wenn er sie verlässt sieht er aus als sei er unter einen Mähdrescher geraten, doch das braucht er. Er will diese Schmerzen, er will die Kratzer, Wunden und Blessuren am Körper, allerdings muss auch Aurian bei ihm einiges aushalten, doch steckt sie das locker weg.“ Syra verstand langsam. „Was ist mit Iona..ich meine macht er es da ebenso?“ Lazarus schüttelte mit dem Kopf. „Nein. Sie könnte ihm auch standhalten, doch liebt er sie so sehr , das er ihr das nicht antun will. Er hat Angst das sie ihn dann verlassen würde. Aurian liebt er zwar auch, aber bei ihr weiß er das sie weiß warum er das tut, sie versteht ihn einfach, wobei Iona ihn dahin gehend nie verstehen würde. Sie würde es vielleicht ertragen, doch ob auf Dauer ist fraglich. Aurian hat eine seltene Gabe, sie weiß was ein Gott braucht und ist in der Lage es ohne Probleme auch zu geben. Sie hat das Wesen des Krieges begriffen und versteht ihn daher. Keiner von uns versteht das Wesen des Krieges wirklich. Wir sehen nur das es brutal und grausam ist und das spiegelt sich in Aaron wieder. Er kann auch sanft sein, doch diesbezüglich wäre ich immer vorsichtig bei ihm. “ Allerdings war Aaron zur Zeit nicht ihr vorherrschendes Problem, sondern Aurian. Sie wussten nun das sie nicht die einzigen waren die sie ab wies die Frage war nun, warum. Lazarus schüttelte mit dem Kopf. „Das hilft alles nichts, ich werde sie fragen gehen. Sie muss mir den Grund dafür nennen.“ Ethan sah ihn an. „Willst du sie wirklich fragen? Ich meine kann ja auch sein das Myrion zur Zeit sehr scharf auf sie ist und sie mehr fordert als gewöhnlich. Mal abgesehen davon kennen wir ihr Arbeitspensum und das ist nicht gerade wenig. Sie könnte also auch nur überarbeitet sein, das sie darauf eben keine Lust hat.“ Lazarus erhob sich. „Mag alles sein, doch wenn sich die Lust bei ihr steigert und niemand sie abbaut, kommt es zum schlimmsten und das muss ja nicht sein, oder? Davon abgesehen ist es verwunderlich das sie nicht will. Sie kocht immer, das wissen wir alle, manchmal reicht ein verlangender Kuss und sie ist bereits soweit. Nein da steckt was anderes dahinter und ich will wissen was.“ Nicht nur Lazarus und Ethan machten sich Sorgen, Aaron ebenso, es hatte ihn wirklich gewundert das sie ihn abgewiesen hatte. Wie Syra es beobachtete hatte, hatte er es in der Tat mehr als einmal versucht. Beim ersten mal dachte er lediglich sie wolle ihn reizen, als sie ihn zurück stieß. Sie wusste das dies seine Aggressionen steigern würde, so ging er davon aus das sie den Kampf bereits sofort eröffnen wollte, doch als sie ihn das zweite mal auch ab wies und das recht deutlich, zweifelte er schon, doch beim dritten mal war ihm klar sie meinte es ernst. Er hatte sie gefragt warum, doch keine Antwort bekommen. Als Syra ihn mit finsterem Blick gehen sah, war es nicht weil sie ihn abgewiesen hatte sondern weil sie ihm nicht mal eine Begründung nennen wollte, außer das sie im Moment nicht wolle. Bei jeder anderen Frau hätte er das Schulter zuckend genommen wie sie es sagte, doch Aurian war anders. Er wusste wie sie war und daher fand er es sehr merkwürdig. Hätte sie ihm eine nach voll zieh bare Begründung genannt, sei es weil sie bereits überfordert war oder das sie zur Zeit einfach zu viel Arbeit hätte, wäre es für ihn kein Problem gewesen. So aber nahm er sich vor mit Myrion zu reden, ob er etwas wüsste. Also trafen beide Lazarus und Aaron bei Myrion in der Schmiede ein, denn Lazarus hatte Aurian nicht finden können um mit ihr zu reden, also nahm er das nächst beste und das war Myrion. Der wunderte sich das die beiden ihm sogar bis in die Schmiede folgten, doch als er ihre besorgten Gesichter sah, seufzte er. „Was kann ich für euch tun, euch springen ja schon die Sorgen aus dem Gesicht?“ Lazarus und Aaron sprachen im selben Moment. „Es geht um Aurian, sie weist im Moment scheinbar jeden ihrer Liebhaber ab.“ Aaron sah Lazarus an und der ihn. Und abermals sprachen beide im selben Moment. „Was dich auch?“ Myrion sah von einem zum anderen, er nickte verstehend. „Sie hat euch also abgewiesen und deswegen macht ihr euch Sorgen. Verstehe.“ Lazarus nickte. „Wir würden uns keine Sorgen machen wenn wir wüssten warum.“ Aaron nickte dazu zustimmend. Myrion sah beide an und nickte. „ Aurian ist zur Zeit in einem merkwürdigen Zustand, allerdings muss ich zugeben das sie mich nicht abweist und ich fordere sie fast Nacht für Nacht für mich ein. Wenn ich es nicht tue, kommt sie von selber an, also ich habe kein Problem. Allerdings die letzten beiden Nächte war ich so müde, das bei uns nichts lief. Nun ich dachte mir das einer ihrer Liebhaber es ausgleicht. Doch wenn ihr mir sagt das sie alle abweist, heißt das ihr Blut kocht bald über.“ Er sah die beiden an. „Oder geht sie schon mal in die Oase und hat sich einen neuen Liebhaber gesucht?“ Er dachte kurz nach und schüttelte den Kopf. „Nein, das wüsste ich, sie verheimlicht mir nichts.“ Lazarus nickte. „Wir sollten mit ihr reden, doch ich konnte sie nicht finden, deswegen bin ich hier.“ Aaron nickte dazu. „Ich dachte du wüsstest vielleicht was mit ihr los ist. Seit sie mich bat Syra mit auf ein Schlachtfeld zu nehmen und ich es vor zwei Tagen bei ihr versuchte, habe ich sie auch nicht mehr gesehen.“ Lazarus sah Myrion an. „Oder weist sie nicht alle ab? Vielleicht sollten wir die anderen mal fragen.“ Myrion nickte, er war jemand der auch nicht etwas auf die lange Bank schob, sondern rief kurzerhand ihre Liebhaber zu sich. Die auch alle kamen. So fragte er einen nach dem anderen ob sie sich in der letzten Zeit Aurian genähert hatten. Mal bekam er zur Antwort, das man es erst gar nicht versucht hatte oder auch das man abgewiesen wurde. So stellte sich heraus, das sie seit zwei Tagen mit keinem Mann zusammen war und nun.....war auch Myrion besorgt. Man suchte nach ihr doch fand sie nicht, was an sich schon komisch war. Man schickte Gregorian und Ethan aus um sie auf den anderen Welten zu suchen, doch auch hier gab es keine Spur von ihr. Als man sich wieder traf und bei Myrion im Wohnzimmer saß sah Ethan alle an. „Also gut wenn wir sie nicht finden können, muss ich das Universum fragen, es sieht mehr als wir. Ich hoffe nur das es mir antwortet.“ Myrion seufzte. „Vielleicht sollten wir warten, bisher war sie Abends ja immer zu Hause, dann können wir sie ja fragen.“ Lazarus sah Myrion an. „Es sind bereits zwei Tage, wer weiß, nicht das sie irgendwo ist wo sie nicht mehr weg kann und nun Hilfe braucht.“ Myrion sah Lazarus an und nickte. Ethan sprach also das Universum an. „Weißt du wo sie steckt und geht es ihr gut?“ Leise hörte er das Universum wispern. „Ja und Ja.“ Ethan knurrte. „Ich weiß ja das du nicht sehr gesprächig bist aber mehr als Ja und Ja hätte ich schon erwartet.“ Leise wisperte es. „ Es geht ihr gut, warum fragst du?“ Nun erklärte Ethan dem Universum das sie sich Sorgen machten und warum. Doch das lachte leise. „Es geht ihr gut, glaub mir, und das sie jeden von euch im Moment nicht will, liegt daran das sie ihre Kräfte sammelt.“ Diese Information gab Ethan an die anderen weiter, dann fragte er. „Wofür sammelt sie ihre Kräfte und warum sagt sie uns das nicht.“ Leise wisperte es. „Sie ist die Göttin des Lichts und sie ist nicht verpflichtet euch alles zu sagen. Warum sie ihre Kräfte sammelt, darf ich euch nicht sagen, wenn sie es euch nicht gesagt hat. Denn ich gehe mal davon aus das sie dann nicht will das ihr es wisst. Fragt sie selber, sie wird in wenigen Tagen wieder da sein. Keine Sorge ich passe schon auf sie auf, denn sie ist mein Leben und ich will auch nicht das ihr etwas geschieht.“ Man kam keinen Schritt weiter und musste wohl tatsächlich warten.

In der kommenden Nacht hatten alle Männer mit denen Aurian etwas hatte den gleichen Traum, wenn auch auf jeden Mann entsprechend zugeschnitten. Sie träumten das Aurian mit ihnen schlief. Als sie am Morgen aufwachten waren sie fix und fertig, als hätten sie wirklich die ganze Nacht mit ihr geschlafen. Selbst Aaron, Ethan und Myrion waren total fertig. Wobei Aaron sogar am ganzen Körper Blessuren hatte, als wäre es nicht nur ein Traum gewesen. Abermals trafen sich alle bei Myrion und jeder von ihnen sah total übernächtigt aus. Am deutlichsten war es bei Aaron zu sehen, der heute darauf verzichtet hatte das Iona ihn heilte weil er es den anderen zeigen wollte. Doch als er die anderen sah, nickte er. „Euch ist es also nicht anders ergangen, Himmel ich glaube das war die heißeste Nacht meines Lebens.“ Selbst Myrion nickte dazu. „Das kann ich nur bestätigen.“ Lazarus nickte. „Ich habe mich schon lange nicht mehr so ausgepowert gefühlt. Es ist als wenn sie mich die ganze Nacht nur gefordert hätte.“ Die anderen nickten nur dazu, dann traf Iona ein und gab jedem von ihnen grinsend einen Stärkungstrank. „Ihr solltet euch ausruhen, falls ihr kommende Nacht noch mal ran müsst.“ Nun stöhnte Leander auf. „Nicht noch so eine Nacht.“ Iona sah sie sich der Reihe nach an, wie sie da in den Sesseln hingen und grinste breit. „Na na Jungs wer wird denn gleich schlapp machen. Gestern habt ihr noch gejammert das sie euch nicht will und heute weil sie euch zu viel wollte. Also euch kann man es nicht recht machen.“ Gregorian sah sie an. „Du hast gut reden, bisher hat mich noch keine Frau so gefordert. Dabei war alles nur ein Traum.“ Iona lachte und deutete auf Aaron. „Da bin ich mir nicht so sicher, seht ihn euch an. So sieht er normalerweise nur aus wenn er ihr Bett verlässt.“ Alle blickten auf Aaron, der wirklich am ganzen Körper tiefe Kratzer, blaue Flecken und noch mehr hatte. Myrion setzte sich auf. „Ich frage mich nur warum, wieso passiert das? Das muss doch einen Grund haben.“ Iona nickte und sah alle nachdenklich an. „Es ist als wenn sie damit ihre Kraft kompensieren würde. Sie laugt euch auf diese weise aus und sammelt scheinbar Kräfte. Es ist als würde sie eure Kräfte in sich aufnehmen.“ Ethan grinste. „Also bei mir hat sie etwas anderes aufgenommen, als meine Kräfte. Würde ich heute ein Kind zeugen wollen käme wohl nur noch heiße Luft.“ Nun mussten auch alle anderen lachen und nickten dazu. Leander grinste. „Auch eine Art Geburten zu verhindern. Sollte mich heute noch eine Frau haben wollen, müsste ich dankend ablehnen. Ich wäre zu nichts mehr fähig.“ Iona sah von einem zum anderen und ihr fiel auf, das sich hier die stärksten Männer versammelt hatten. Jeder von ihnen war entweder sportlich durch trainiert oder sogar wie in Myrions und Aarons Fall sehr muskulös. Doch alle hatten eins zu eigen, jeder war auf seine Weise körperlich sehr stark. Gregorian mit seiner Drachenkraft, Myrion und Aaron mit ihrer Kampfkraft, wobei auch Leander im Kampf nicht zu unterschätzen war. Lazarus und Ethan, die außer ihrer körperlichen Kraft noch besondere Kräfte hatten. Dann Iskander, der ebenfalls nicht wie ein Schwächling aussah. Auf einmal kam ihr ein Gedanke, als sie alle ansah. Sie sah Ethan an. „Weißt du wo der Seelenteich ist?“ Ethan nickte leicht. „Ja, sie hatte es zwar immer geheim gehalten, doch das Universum hat mich dort hingeführt, als Aurian Hilfe brauchte.“ Iona nickte. „Geh nach schauen, ich vermute sie ist dort.“ Myrion sah Iona an. „Du hast doch eine Idee, das sehe ich dir an der Nasenspitze an.“ Iona nickte. „Ja, als ich euch gerade alle so ansah, kam kurz ein Gedanke auf. Ein Kind das alle eure Eigenschaften und Erbanlagen trägt und als Mutter Aurian hätte, das wäre mehr als ein …...Übergott. Was ist wenn Aurian müde ist? Wenn sie ihre Macht weiter reichen will.....was würde sie dann tun?“ Myrion nickte. „Sie würde eine Göttin schaffen, die mehr als sie zu tragen vermag. Aber das kann nicht sein, das Wissen das Aurian in sich trägt wäre verloren, das würde sie nicht riskieren.“ Iona schüttelte den Kopf. „Nein wäre es nicht, denn sie ist in der Lage, wenn sie ihre Macht abgeben würde, auch dieser Göttin alles Wissen zu geben. Aurian hat sich in den vielen tausend Jahren weiter entwickelt, sie ist nicht mehr die junge Frau die wir einst kennen lernten. Sie ist.......“ Iona schüttelte den Kopf und verschwand einfach und ließ die Männer dort sitzen. Die fragten sich nun, was Iona gerade sagen wollte, was war Aurian? Zu was war sie geworden? Was hatte das alles zu bedeuten?