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Kapitel 61: Freud und Leid liegen
oft beieinander

Iskander war fort und Aurian tat
es leid das es so gekommen war. Myrion und Aaron versuchten ihr
klar zu machen das es nicht ihre Schuld war. Sie hatte für den
Jungen alles getan was sie tun konnte. Es hatte ja wirklich
keiner ahnen können, das er hier in einem Zwiespalt zwischen dem
Wissen seines alten Lebens und seinem jetzigen Alter lag. Aurian
fluchte leise. „Verdammt, das ist genau der Grund warum ich
erlassen habe, das man über sein altes Leben am besten nichts
wissen sollte. Alte Wunden werden aufgerissen und man fühlt sich
fehl am Platz. Ich hätte ihn ebenso annehmen sollen wie Lazarus,
dann wäre es gar nicht erst zu diesem Dilemma gekommen. Doch bei
Lazarus war es eben etwas anders, er war so schnell erwachsen
das sich keine Mutter Kind Bindung einstellte. Doch Iskander
habe ich zu sehr als meinen Sohn betrachtet. Und auch wenn es
nicht verwerflich ist, ist es doch merkwürdig, wenn man mit
seinem Sohn schläft. Nun ja vielleicht bringt seine Reise nun
ein wenig Abstand zwischen uns, so das ich es etwas gelassener
sehen kann. Und ansonsten sollten wir die alten Seelen
vielleicht ruhen lassen.“ Myrion sah sie bedenklich an. „Nun ich
weiß von Leander das Iskander sich irgendwann seinen Sohn Arden
zurück wünscht, das mal dazu die alten Seelen ruhen zu lassen.
Mal abgesehen davon, sieh dir Leon an, er weiß immer noch nichts
von seinem alten Leben und ist glücklich. Oder Iron und Nara.
Das zeigt doch das du richtig entschieden hast. Das alte Leben
sollte im verborgenen bleiben, dennoch kann man ihnen ein neues
Leben ermöglichen. Iskander hatte nur das Pech das er diese
verdammte Rückführung mit erlebt hat und so sein ganzes
einstiges Leben mit bekam und in diesem einstigen Leben war er
einer deiner Liebhaber. Im Grunde will er nur das wieder haben
was er einmal besaß. Lass mal einige hundert Jahre vergehen und
deine Mutter Kind Bindung löst sich in nichts auf. Sieh dir
Leander an, er weiß das Ijana seine Mutter ist und dennoch hat
er sie nach Strich und Faden verführt. Dein Problem war das es
noch zu früh war. Noch hast du Iskander als deinen Sohn gesehen
und nicht den Mann in ihm. Für dich ist er noch dein Junge. In
hundert Jahren wird er sehr männlich wirken und dann wirst du in
ihm auch den Mann sehen können.“ Aurian nickte leicht.
„Vielleicht hast du recht. Warten wir mal ab. Und was Leander
angeht, der ist sowieso verdorben bis in die letzte Pore, obwohl
ich zugeben muss das er ein gutes Herz hat und sehr
vertrauenswürdig ist.“ Aaron war wütend auf sich selber, das er
von ihr diesen Sohn gefordert hatte. Hätte er das nicht getan
wäre alles in schönster Ordnung. Doch auch für ihn fand Myrion
die passenden Worte, so das sich Aaron wieder beruhigte.
Nun würde sich Aurian erst mal um
Naraja und Kristan kümmern. Auf deren Welt waren inzwischen gut
siebzig Jahre vergangen und ihr Ableben stand wieder mal kurz
bevor. Doch diesmal sollten sie nicht wieder neu auferstehen
können, sondern Aurian wollte sie nach Hause holen, dort hin
wohin sie gehörten. Die beiden hatten wieder mal mit Bravour
ihre Aufgabe erfüllt, die Welt lag abermals im Frieden, sie
hatten sogar für Nachkommen gesorgt die die Erbfolge antreten
würden. Aurian hatte vor diese beiden als Hüter der beiden
Welten für die sie soviel Herzblut hatten hergeben müssen, ein
zu setzen. Sie würde ihnen die Möglichkeit geben ebenso die
Gestalt von Silenee und Argon annehmen zu können auch wenn ihr
wirkliches äußeres das von Kristan und Naraja war. Sie hatten
viele Freunde auf der Welt der Götter gewonnen, denn selbst
Damien und Andora waren nach dem ersten Kulturschock auf einmal
in einer mittelalterlichen Welt gelandet zu sein, immer wieder
mal dort hin gereist und hatten sich mit den beiden
angefreundet. Ebenso natürlich Apoll und Luna. Sie freuten sich
schon das die beiden nun zu ihnen kommen würden. Die beiden
hielten sich zur Zeit auf deren Welt auf und warteten sozusagen
auf deren Tod um dann Aurian herbei zu rufen. Sie hatten den
beiden ewigen Helden bereits das nötigste erklärt oder eben das
was Aurian erlaubt hatte. Dann war es soweit, Aurian bekam den
Ruf von Luna , sofort zu kommen, Naraja würde im sterben liegen.
Sofort reisten sie und Myrion zu ihnen um zu tun was getan
werden musste. Als sie dort ankamen lag Naraja bereits auf der
Sterbebahre und Kristan saß an ihrer Seite. Er sah Aurian an.
„Hat das irgendwann mal ein Ende, langsam können wir nicht mehr.
Es frisst uns auf. Immer wieder zu sterben um dann nach etlichen
Jahren abermals wieder auf zu stehen und von vorne beginnen zu
müssen.“ Aurian sah den Schmerz in seinen alten Augen. Sie
nickte leicht und lächelte sanft. „Jetzt hat es ein Ende, schau
her.“ Sie legte eine Hand auf die sterbende Naraja und diesmal
starb sie nicht, sondern wurde wieder jung und schön. Kristan
lächelte als er es sah, die Liebe die er für seine lange
Gefährtin in sich fühlte strahlte aus seinen Augen. Dann trat
sie auch auf Kristan zu und legte ihm eine Hand auf den Kopf.
„Ihr habt eure Aufgabe sehr gut erfüllt und der Lohn soll sein
das ich euch zu Göttern erhebe. Apoll und Luna werden euch
erklären welche Fähigkeiten ihr als Götter habt und von mir
bekommt ihr eine besondere Fähigkeit, ihr werdet als Naraja und
Kristan eure normale Gestalt haben, doch werdet ihr auch die
Gestalt eures anderen Lebens, als Silenee und Argon annehmen
können.“ Während sie sprach, wurde auch Kristan wieder jünger
und strotzte wieder wie in seiner Glanzzeit vor Kraft und Elan.
„Außerdem da ihr sehr viel Anteil an diesen Welten hattet, werde
ich euch als ihre Hüter einsetzen. Achtet gut auf sie und passt
auf das ihre Magie und ihre Eigenheiten erhalten bleiben. Apoll
und Luna werden euch zur Seite stehen solange ihr sie braucht.“
Sie lächelte als Kristan seine Naraja an sich zog und sie
liebevoll ansah. Er deutete auf die Bahre. „Was ist damit, wie
erklärt ihr das wir fort sind, das es diesmal keine Beisetzung
gibt?“ Aurian lächelte. „Kommt mit ihr werdet es sehen.“ Damit
trat sie vor das Sterbezimmer und ging zum Thronsaal wo die
anderen Könige warteten, ebenso wie die Nachkommen der beiden.
Als die sahen das dort die höchste Göttin kam fielen alle auf
die Knie und senkten den Kopf. Aurian sah über sie hinweg.
„Erhebt euch, ich habe euch etwas zu sagen. Ab dem heutigen Tage
wird es die ewigen Helden nicht mehr geben. Sie werden weder
beigesetzt noch werden sie sterben. Sie werden ab dem heutigen
Tage Götter sein und auf eure Welt achten. Behandelt diese Welt
gut, denn ansonsten wäre ich gezwungen meine Strafe über euch zu
verhängen. Doch solltet ihr ihre Hilfe benötigen so könnt ihr
sie rufen, allerdings rate ich euch es nicht zu oft zu tun, denn
irgendwann hört man nicht mehr auf den Ruf.“ Im Thronsaal
erschien ein kleiner Altar über diesen hängte sie nun das
Schwert mit dem Kristall auf. „Das hier wird der Altar sein, von
dem ihr eure Götter rufen könnt. Die beiden Artefakte werden
immer noch die Macht haben die sie immer hatten, bis auf eine
Kleinigkeit. Es wird keine Hüterin des Steins noch einen
Besitzer des Schwertes mehr geben. Beide werden nun mit einander
verschmelzen. Es wird immer noch das Schwert des Friedens sein
und in Frieden und Gerechtigkeit geführt, wird es seinem Träger
gehorchen und beistehen. Doch sollte es geführt werden um Not
und Verdammnis in die Welt zu bringen, wird es seinen Träger
verlassen und wieder hier hin zurück kehren. Wenn ihr einen
Hochkönig einsetzt, stellt ihn vor den Altar, leuchtet der Stein
im Schwert auf, habt ihr den richtigen, tut es das nicht, seht
euch nach einem anderen Hochkönig um, denn dann habt ihr den
falschen.“ Sie sah Kristan an. „Wähle nun deinen Nachfolger und
wir werden sehen ob du richtig gewählt hast.“ Der älteste Sohn
der beiden glaubte er sei der erwählte, doch stattdessen nahm
Kristan den jüngeren. „Er soll mein Nachfolger werden.“ Als der
junge Prinz seinen Vater erstaunt ansah, nickte Aurian und bat
ihn sich vor den Altar zu stellen. Wie erwartet leuchtete der
Stein im Schwertgriff auf, als er es tat. Dann sah Aurian seinen
ältesten Sohn an und bat ihn das selbe zu tun, als dieser sich
dort hinstellte blieb der Stein dunkel, Aurian nickte. „Der
König ist tot, es lebe der König. Krönt ihn zum Hochkönig.“
damit deutete sie auf den jüngeren Sohn. „Er ist der richtige.
Er wird das Werk seines Vaters fortführen und werft den anderen
in den Kerker, denn er dachte gerade daran, seinen Bruder zu
töten um sich des Thrones zu bemächtigen.“ Kristan sah
erschrocken Aurian an, dann zu seinem älteren Sohn. Hasserfüllt
sah dieser Aurian an, doch sie blickte ihm eiskalt in die Augen.
„Du kannst wählen, Kerker oder den Tod und glaube mir ich habe
keine Skrupel dich töten zu lassen. Denn ich habe nicht soviel
für diese Welt getan um sie durch dich wieder vor die Hunde
gehen zu lassen.“ Der Thronräuber senkte den Kopf und Aurian
nickte. „Das dachte ich mir, bringt ihn in den Kerker doch
behandelt ihn gut.“ An den jüngeren gerichtet. „Sorge für seine
Familie, sie soll nicht unter seinem Ehrgeiz zu leiden haben.
Sei gerecht und fair und wähle wenn es an der Zeit ist sehr
sorgsam deinen Nachfolger.“ Der junge Prinz nickte. „Das werde
ich tun.“ Dann verschwanden Myrion und Aurian mit den beiden
frisch gebackenen Göttern. Diese konnten sich aussuchen wo sie
leben wollten, auf der westlichen oder östlichen Seite der
Götterwelt. Da sie eine starke Zuneigung zu Apoll und Luna
hatten, wählten sie die westliche Seite, möglichst in der Nähe
der beiden. Myrion grinste, als er es hörte und sah Aurian an.
„Ich glaube du musst den See und die Häuser neu arrangieren, es
wird langsam etwas eng um unser Haus.“ Aurian sah ihm aber an
das er sich freute, denn je mehr sich um sie scharrten um so
mehr Leben gab es. Doch Aurian machte es ganz einfach, sie
setzte einen Anbau an ihr eigenes Haus und Kristan und Naraja
hatten ein Zuhause in der Nähe ihrer beiden Freunde. Als Myrion
es sah lachte er leise. „Ist dir klar das so langsam aber sicher
alle deine Liebhaber in unserer Nähe wohnen?“ Aurian sah ihn
fragend an. Er deutete zu Kristan der sich mit Naraja gerade
sein Zuhause ansah. „Du glaubst doch nicht das er dich in Ruhe
lassen wird, Kätzchen. Er war damals schon scharf auf dich und
jetzt wird er sich auch holen was er einst wollte.“ Aurian sah
zu Kristan dann wieder Myrion an. „Ne das glaube ich nicht. Ich
glaube eher er ist scharf auf Luna.“ Myrion lachte. „Träum
weiter.“
Bisher hatten sie ihre Feiern
immer am Strand abgehalten doch diesmal wollten sie die Oase
dafür nutzen die Lazarus und Ethan gebaut hatten. Aurian sah
sich darin um und sorgte dafür das dort auch Tische mit mehr als
zwei Stühlen erschienen. Lazarus und Ethan sahen ihr dabei zu.
Sie erklärte ihnen. „Es wird immer mal vorkommen das auch Eltern
ihre erwachsenen Kinder mitbringen und ich hatte ja schon das
Problem das Myrion, Iskander und ich uns Kissen suchen mussten,
weil es keine Plätze für mehr als zwei gab. Außerdem hätte ich
gerne einen Tisch der nur für mich und Myrion reserviert ist, an
dem aber noch andere Platz haben. Lazarus sorgte sofort dafür
das ihre Wünsche erfüllt wurden. Doch Aurian tat noch mehr, Der
eigentlich Pool bekam nun Meerescharakter, denn er produzierte
nun sanfte Wellen und es ertönte leises Meeresrauschen und das
zwitschern von Vögeln, anstelle von Musik. Sie sah die beiden
an. „Außerdem ändert, das man gleich nackt ist wenn man die Oase
betritt, nicht jeder möchte sofort öffentlich seinen Körper
zeigen, gebt allen wenigstens eine Badehose. Mal abgesehen davon
das es verführerischer ist wenn man nicht gleich alles sieht. Es
sollte jeder selber entscheiden können ob er oder sie sich nackt
zeigen will oder nicht.“ Ethan nickte und änderte das sofort ab,
so das die Männer nun einen Lendenschurz aus Seide bekamen und
die Frauen ein kurzes Röckchen und ein Bikinioberteil auch wenn
beides sehr knapp sein würde. Aurian sah sich weiter um. „Stellt
ein Buffet auf das Essen produziert, so kann man sich kleine
Häppchen nehmen, außerdem einen Tisch auf dem es Getränke gibt.
Wir können zwar alle selber dafür sorgen, doch ist es ein wenig
wie soll ich sagen, schöner wenn man sich bedienen kann.“ Auch
dafür sorgten die beiden schnell. Ethan sah Aurian an und
schnippte kurz mit den Fingern, da stand sie nur mit diesem
Röckchen da und dem Oberteil. Er trat zu ihr und strich mit den
Fingern sachte über ihre pralle wohl geformte Brust. „Du hast
recht das ist viel aufregender.“ Dann griff er richtig zu und
presste Aurian an sich, sie leidenschaftlich küssend. Lazarus
der es sah kam ebenfalls näher. Er trat hinter Aurian und küsste
sie sanft auf den Hals, wobei auch seine Hände an ihrem Körper
entlang glitten. Aurian stöhnte leise unter dem Kuss auf. Dann
löste Ethan den Kuss und sah Lazarus an, der nickte leicht, sie
verstanden sich auch ohne Worte. Ehe Aurian auch nur einen Ton
sagen konnte lag sie mit den beiden auf einem der Betten in
einer der Nischen und wurden nun von beiden stark bedrängt. Im
ersten Moment wollte sie abwehren doch sie ließen es gar nicht
erst zu, denn schon glitten wieder ihre Hände über ihren Körper
wobei sie abwechselnd von den beiden geküsst wurde. Aurian
stöhnte wohlig auf, es gefiel ihr. Die beiden wurden immer
stürmischer, bis der erste sie sich nahm. Aurian stöhnte leise
auf, während der andere sie weiterhin streichelte und küsste.
Sie schloss die Augen und genoss einfach nur was Lazarus und
Ethan mit ihr taten. Sie spürte wie sich Lazarus der sie als
erstes genommen hatte sich ihr entzog und einem anderen Platz
machte, doch als sie nun von diesem Mann genommen wurde, öffnete
sie die Augen um nun in Myrions Augen zu blicken der sie
angrinste. „Das wollte ich mir doch nicht entgehen lassen und
ich denke warum sollten die beiden alleine mit dir ihren Spaß
haben. Lass dich fallen und genieße es nur.“ Aurian nickte leise
stöhnend und schloss wieder die Augen. Nun ging es rund,
abwechselnd nahmen die drei sie sich immer wieder vor und Aurian
konnte nur noch lustvoll schreien. Doch sie genoss es, sie hatte
es sogar vermisst, mal zwei Männer im Bett zu haben und nun
waren es sogar drei. Leise hörte sie das Universum wispern.
„Jetzt stimmt es, die Dreierkonstellation ist wieder
hergestellt. Wenn auch etwas anders als zuvor.“ Als die drei
nach einigen Stunden von ihr ab ließen in denen sie ihr auch
immer mal einen Moment Ruhe gönnten damit sie wieder zu Kräften
kam, waren alle zufrieden. Myrion grinste. „Jetzt wird mir erst
richtig bewusst wie unterfordert du mit einem von uns warst.
Himmel du bist unglaublich.“ Er setzte sich auf, lehnte sich an
die Wand und zog sie zwischen seine Beine damit sie sich mit
ihrem Rücken an ihn lehnen konnte. So konnten die anderen beiden
sich rechts und links von ihr setzen. Ethan sah es sich an und
nickte. „Das Universum hat recht, so sollte es sein. Myrion als
ihr Beschützer hinter ihr und Lazarus und ich zu ihren Seiten.“
Lazarus sorgte für ein wenig Champagner und gab jedem ein Glas.
Er sah Aurian an. „War es für dich in Ordnung so?“ Nun lachte
Myrion. „Sieht man es ihr nicht an? So wohlig hat sie sich schon
lange nicht mehr an mich gedrückt. Ich glaube sogar das es ihr
gefehlt hat, von mehr als einem Mann gefordert zu werden.“ Ethan
lächelte leicht und nickte zustimmend. Aurian schnurrte leise,
auch das hatte sie schon lange nicht mehr getan. Myrion sah
Ethan und Lazarus an, er nickte und legte jedem der beiden einen
Arm um die Schulter. „Wir gehören zusammen, das sollten wir wohl
alle endlich begreifen. Es war wohl schon alles zu normal und
Aurian braucht mehr als einen Mann.“ Aurian sah von einem zum
anderen. „Ich liebe euch und es hat mir sehr gefallen. Ich fühle
mich seit langem mal wieder richtig lebendig.“ Myrion nickte
löste seine Arme von den beiden jüngeren Göttern und umfasste
Aurian, sie an sich drückend. „Dann ist ja alles in bester
Ordnung und ab sofort sollten wir auch immer mal dafür sorgen
das Aurian wieder richtig ausgelastet ist.“ Die beiden anderen
nickten zustimmend. Lazarus und Ethan hatten anfangs ein wenig
Sorge gehabt neben Myrion nicht bestehen zu können, doch nun
sahen sie das er sie absolut gleich berechtigt behandelte.
Obwohl ihnen klar war das Myrion wesentlich mehr leisten konnte
als jeder von ihnen beiden, hatten sie sehen können, das es ihm
nur um Aurian ging und nicht darum es in einem Wettstreit
ausarten zu lassen, wer länger konnte, besser oder potenter war
und das rechneten sie ihm hoch an. Selbst Ethan der früher vor
Eifersucht gekocht und Zweifel daran hatte, das Aurian ihn
brauchen würde, war nun mehr als glücklich und zufrieden. Doch
einen Nachteil hatte es dennoch, denn Lazarus und Ethan
begriffen nun, das sie die Frauen die an ihrer Seite lebten,
nicht wirklich und aus tiefsten Herzen liebten. Sie hatten die
beiden gern, das schon, aber die Liebe offenbarte sich nun hier
in dieser Konstellation. Sie sprachen mit Myrion und Aurian
darüber und Aurian sah sie beide an, es tat ihr leid, das die
beiden so fühlten. „Ihr habt zwei Möglichkeiten. Entweder bleibt
es so wie es ist und ihr bemüht auch sie nicht zu verletzen,
denn sie haben viel für euch auf sich genommen und lieben euch
wirklich von Herzen oder aber ihr trennt euch von den beiden und
sie können sich einen anderen Partner unter den Göttern suchen.
Alternativ dazu, könnte ich ihnen die Unsterblichkeit nehmen, so
das sie altern und sterben um ihnen so vielleicht ein neues
Leben zu ermöglichen ohne euch beiden, in dem wir dafür sorgen
das sie wieder geboren werden. Die Entscheidung liegt bei euch,
doch solltet ihr mit ihnen darüber reden und ihnen sagen wie es
ist, wenn ihr euch für die Alternative entscheiden solltet. Mir
ist klar das es ihnen weh tun wird, allerdings sollte euch auch
klar sein das ihr dann wieder ohne Frauen wärt.“ Die beiden
nickten und versprachen darüber nach zu denken.
Erst mal bereitete Aurian eine
Willkommensfeier für Naraja und Kristan vor, die nun in der Oase
stattfinden würde. Als sich der Tag der Feier näherte, wurde
Lazarus und Ethan erst richtig bewusst wie unterschiedlich sie
und die beiden Frauen waren, denn diese wollten an der Feier
nicht teilnehmen da sie in der Oase stattfand und ihnen das
einfach zu verdorben und verrufen war. Ethan dachte daran was er
mal zu Myrion gesagt hatte, nämlich das wenn sie sich nicht bei
Aurian ab und zu austoben könnten, die beiden Frauen nichts für
sie wären. So sprach er mit Lazarus darüber. „Es geht nicht, wir
müssen uns entscheiden. Du als auch ich sind zu umtriebig, als
das wir es mit einer Frau aushalten, hinzu kommt das die beiden
uns, sind wir mal ehrlich ...eh nicht richtig befriedigen
können. Das ist Fakt. Bisher haben wir es damit kompensiert das
wir sie lieben, doch jetzt wo wir wissen das es so nicht mal
ist, sollten wir uns endlich entscheiden und die Qual beenden.
Eine Frau fürs Bett finden wir immer mal, vor allem nun wo wir
die Oase haben. Wir haben auch hier einige unbefriedigte
Göttinnen bei denen wir uns holen können was wir brauchen.“
Lazarus nickte, er musste Ethan recht geben, es stimmte schon.
Er hatte verzweifelt versucht, die Liebe die er für Nara
empfunden hatte, wieder zu finden, doch das war unmöglich. Eine
lange Zeit sah es so aus als könnte Morgan diese Lücke füllen,
doch jetzt wurde ihm klar, das konnte keine Frau. „Du hast
recht, wir sollten es endlich beenden. Wir sollten mit den
beiden sprechen und ihnen sagen welche Alternativen offen
stehen.“ Lazarus war noch nie ein Mann gewesen der etwas das
nötig war auf die lange Bank schob und so, als es ihm klar
wurde, sprach er auch sofort mit Morgan und sagte ihr wie es
wäre. Ethan hielt es ebenso. Die beiden Frauen fielen aus allen
Wolken als sie nun erfuhren was los war. Sie waren tot
unglücklich, denn sie liebten die beiden wirklich. Als Ethan und
Lazarus ihnen sagten das sie sich nicht sofort entscheiden
müssten, sahen sie die beiden nur traurig an. Morgan und Marian
ließen die beiden nur einfach stehen und sprachen kurz darauf
mit ihren Töchtern, sie hatten einen Entschluss gefasst. Die
beiden Mädchen verstanden was ihre Mütter bewegte und nickten
leicht. So gingen sie zusammen mit ihren Müttern zu Aurian,
diese baten Aurian nun darum, nicht zu warten und ihnen nicht
die Unsterblichkeit zu nehmen damit sie erst altern müssten
damit das Ende kommen würde, sondern wenn es ginge sie sogleich
zu Thanatos zu schicken und ihre Seele frei zu geben um dann
eventuell wieder geboren zu werden und ein neues Leben beginnen
zu können. Aurian sah die beiden Frauen an. „Seid ihr sicher das
ihr sofort eure Seelen frei geben wollt?“ Morgan nickte, sie
hielt ihr Tochter sanft an sich gedrückt. „Ja, wir wissen das
der Tod nicht das Ende ist und daher fällt es uns auch nicht
schwer diesen Weg zu gehen. Schwerer wäre es Lazarus und Ethan
zu sehen und zu wissen, das sie nichts für uns empfinden oder zu
altern um dann zu sterben. Nein wir wollen ein schnelles Ende.“
India und Tara sahen Aurian an. „Wir werden ein Auge auf sie
haben, wenn sie wieder geboren werden und dafür sorgen das es
ihnen gut geht, ohne die alten Belastungen.“ Aurian nickte und
man sah ihr an das es ihr leid tat. „Also gut, dann folgt mir.“
Sie brachte sie in den oberen Stock ihres Hauses in ein Zimmer,
in dem zwei Einzelbetten standen. „Legt euch darauf und ich
werde eure Seelen zu Thanatos senden.“ Die beiden nickten,
verabschiedeten sich noch liebevoll von ihren Töchtern, dann
legten sie sich jede auf eins der Betten. Sie sahen Aurian an.
„Wir sind bereit.“ Aurian seufzte leise, dann legte sie jeder
der beiden eine Hand auf den Kopf und löste die Seele vom
Körper, die sofort von Thanatos in Empfang genommen wurden. Er
würde sie gut hüten bis es zur Wiedergeburt kommen würde. Die
beiden jungen Frauen saßen neben den Betten ihrer nun toten
Mütter und weinten leise. Aurian ließ sie weinen und verließ
leise das Zimmer. Sie ging zum Strand um über das Meer zu sehen
und auch ihr rollten sachte die Tränen die Wange herab. Myrion
trat hinter sie und drückte sie schweigend aber sanft an sich,
er gab ihr Trost. Als Lazarus und Ethan hörten was geschehen
war, waren sie geschockt und weinten ebenso wie ihre Töchter.
Sie rechneten damit das Tara und India sie nun hassen würden,
doch das war nicht der Fall, die beiden suchten Schutz in den
Armen ihrer Väter und weinten mit ihnen. Man verschob die
Willkommensfeier, was Kristan und Naraja gut verstehen konnten,
denn die gesamte Götterwelt war darüber betroffen das die beiden
Frauen so einen radikalen Entschluss gefasst hatten. Aurian
baute einen kleinen Gedenkschrein für die beiden. Ihre Körper
ließ sie zu Staub zerfallen, den sie dann in kleine Urnen tat
und in den Schrein setzte. Morgan und Marian sollten nicht
vergessen werden, zudem ihre beiden Töchter einen Platz
brauchten wo sie trauern konnten. Kurze Zeit später teilte
Thanatos Aurian mit das er ein junges Fürstenpaar auf der Welt
auf dem Naraja und Kristan gewesen waren, gefunden hatte das
Zwillinge erwartete und denen er gerne diese beiden Seelen geben
würde. Er hatte sich zuvor genau angesehen ob es wirklich zwei
Mädchen sein würden, die dort kommen würden. Aurian sah sich das
Paar selber an und als sie sah das die beiden eine gute
Gesinnung hatten und es sogar schon einen älteren Bruder gab,
gab sie ihre Einwilligung. Dann teilte sie das auch Lazarus,
Ethan und den beiden jungen Frauen mit, damit sie es sich
ansehen konnten. Als die vier nun sahen wie gut die beiden
Seelen es haben würden, waren sie beruhigt und die Trauer ließ
nach. Dennoch wollten Tara und India ein Auge auf sie haben.
Ihren Müttern sollte es wirklich gut gehen. Nun setzte man einen
neuen Termin für die Feier fest und man war sich allgemein einig
das es sicherlich heiß her gehen würde. Vor allem da Aurian
daran teilnehmen würde und der eine oder andere Kerl hoffte
eventuell bei ihr mal zum Zug zu kommen.
Wie es wirklich werden würde, das
würde man dann ja sehen.

Kapitel 62: Oase der Lust

Aurian stand die nächsten Tage
oft am Strand und hielt Zwiesprache mit dem Universum. Ethan
lauschte den Gesprächen und teilte Lazarus mit was er hörte. So
sah Aurian in den Himmel. „Nun ist es geschehen, ich habe mit
allen dreien geschlafen, war es so vorgesehen?“ Das Universum
antwortete leise wispernd. „Ja, Lazarus und Ethan waren niemals
vorgesehen für eine andere Partnerschaft. Ethan noch weniger als
Lazarus, du kannst ihnen alles geben was sie brauchen. Und
nebenbei wusstest du das schon lange, du solltest wirklich ab
und an mal das Wissen abrufen das du besitzt. Ich kann ja
verstehen das du auch nicht alles wissen willst und es deswegen
verschlossen hältst, doch ab und zu solltest du es dennoch mal
prüfen. Die beiden sind zu umtriebig sie sind vom gleichen
Schlag. Wobei Lazarus immer noch der Sohn des Lichts ist und
Ethan, obwohl er es scheinbar vergessen hat, ein Übergott ist
wie du auch. Sehr amüsiert hat mich das Gespräch das Ethan mit
Myrion führte, wo er behauptete das er es höchstens einmal mit
einer Sterblichen versuchen würde, weil der Spaß verloren gehen
würde. Er hat vergessen das er vor gut hundertfünfzig Jahren
Marian als Sterbliche kennen lernte und da hat es ihm nichts
ausgemacht, das die sterblichen Frauen nicht so viel aushalten.
Mal abgesehen davon, das er damals jedem Rock hinter her lief
und sich nahm was er bekommen konnte. So wird es auch wieder
sein.“ Aurian nickte. „Ich gönne es ihnen sollen sie sich
austoben. Ich glaube sie sind wirklich nicht nur für eine Frau
gemacht. Was ist mit Myrion?“ Nun lachte das Universum leise. „Myrion
ist was er ist. Er ist der Vater aller Götter, wie du selber
schon festgestellt hast. Doch auch er war einst ein....wie würde
Ethan sagen...scharfer Hund, der seine Finger von keiner Frau
lassen konnte. Myrion ist über sich hinaus gewachsen, er ist der
stärkste Gott den ich je gesehen habe. Er liebt, er ist wie du.
Er liebt jeden der Götter. Er hat gerne Leben um sich und je
doller es zugeht um so mehr lebt er auf. Er sagt zwar er will
keine Kinder mehr, doch mach dich mal darauf gefasst das er in
zwei oder dreihundert Jahren abermals den Wunsch nach einem Kind
hat. Bis dahin wird er das Fiasko vergessen haben das mit
Iskander kam. Sieh dich um, die Welt der Götter pulsiert vor
Leben und das gefällt mir. Oh und ehe ich es vergesse, schau mal
in der Galaxie an meinem Rand nach, dort hat sich ebenfalls
Leben entwickelt allerdings nicht menschlich. Du wirst deine
Gestalt ändern müssen um bei ihnen als Göttin anerkannt zu
werden.“ Aurian war überrascht. „Leben aber nicht menschlich?
Was denn?“ Das Universum wisperte. „Echsen, dort leben
Echsenwesen, sie gehen auf ihren Hinterbeinen und machen die
gleiche Entwicklung durch wie die Menschen. Sie streben nach dem
gleichen wie sie, sie sehen nur anders aus. Und doch sind es
auch deine und meine Kinder. Sie sind noch weit entfernt davon,
nach den Sternen zu streben, doch irgendwann wird der Tag kommen
wo sie auf die Menschen treffen. Und hab keine Sorge, den Fehler
werde ich nicht noch mal machen eine Welt schneller voran zu
bringen oder wenn doch dann nur in kleinen Schritten.“ Das
Universum kicherte und Aurian schüttelte mit dem Kopf. „Denk
dran wenn du es zu schnell voran treibst, können wir es kaum
noch überblicken.“ Das Universum stimmte ihr zu.
Aurian sah sich die Welt der
Echsenwesen an und sah wieso sich dort kein menschliches Leben
entwickelt hatte. Dort war es zu heiß für Menschen, diese Welt
war subtropisch. Diese Echsen hatten eine eigene Sprache, die
sehr zischelnd war, da sie eine gespaltene Zunge wie Schlangen
hatten. Doch hatten sie Häuser gebaut und das Feuer entdeckt und
begannen sogar zu forschen. Alles wie es auch die Menschen
taten, das Universum hatte recht, sie sahen nur anders aus. Man
diskutierte auch darüber ob es noch anderes Leben im Universum
gab und ob es höhere Wesen gab als sie. Sie glaubten daran das
es irgendwas geben musste. Aurian startete einen Versuch und als
sie wieder mal solch eine Diskussion mitbekam, änderte sie ihr
Aussehen und sah aus wie sie, dann erschien sie in ihrer
Lichtaura und und sprach sie an. „Ihr habt recht es gibt höhere
Wesen, doch sehen sie nicht so aus wie ihr, auch wenn ich in der
Lage bin eure Gestalt an zu nehmen. Man nennt mich Aurian die
Göttin des Lichts.“ Die Echsenwesen fielen vor ihr auf die Knie
und verbeugten sich. Sie hatten eine Göttin und das freute sie
sehr. Sie wurde gefragt ob sie Opfer haben wollte und wie diese
Opfer aussehen sollten. Sie lachte leise und verneinte. „Wenn
ihr etwas opfern wollt dann bringt mir Blumen oder Obst, das ist
alles, ich bin keine blutrünstige Göttin. Sondern eher der Liebe
und des Lichts.“ Man fragte sie ob sie alleine sei oder ob es
noch andere gab. Sie sagte ihnen das es helle und dunkle Götter
gab. Sie beantwortete alle Fragen soweit sie es für richtig
empfand und als man sie fragte wie sie wirklich aussehen würde,
zeigte sie ihnen ihre menschliche Gestalt. Mit dieser Gestalt
konnten diese Wesen nun so gar nichts anfangen, so das sie
wieder ihre Gestalt an nahm. Allerdings hatte diese Erfahrung
Aurian darauf gebracht, mal das Universum genauer zu untersuchen
ob es noch woanders bereits Leben gab und stellte fest das es
auf einigen Welten noch im Ursprung war und in anderen bereits
recht weit fortgeschritten, doch das Aussehen war mannigfaltig
und nicht alle sahen aus wie Menschen.
Als sich nun der Tag der
Willkommensfeier näherte, nahm sie sich vor den anderen bei
dieser Feier ihr Wissen mit zu teilen. Dann kam der Tag heran
und die Oase füllte sich, man sah den Tisch der für Aurian
reserviert war und versuchte einen Platz in ihrer Nähe zu
bekommen. Für heute war kein öffentlicher Akt geplant, da das
nicht passen würde. Fall sich jemand das große offen einsehbare
Bett nehmen wollte so konnte man das tun ohne sich vorher
eingetragen zu haben. Neben Aurians Tisch stand ein zweiter auf
dem ein Schildchen stand das er für die Ehrengäste reserviert
war. Lazarus und Ethan hatten an alles gedacht. Alle Götter ohne
Ausnahme waren erschienen, es fehlten nur noch Aurian, Myrion,
Lazarus, Ethan und die Ehrengäste. Sogar Damien und Andora waren
gekommen, sie hatten eine gesonderte Einladung von Aurian
bekommen,wobei es den beiden schon recht peinlich war so
halbnackt dort zu sitzen. Doch als sie sahen das sich niemand
daran störte, vor allem da alle so angezogen waren, entspannten
sie sich. Als dann die Türe aufging betrat Aurian mit den noch
fehlenden die Oase und man sah sie an. Gelassen ging sie zu
ihrem Tisch und setzte sich, die drei Männer setzten sich zu ihr
und Kristan und Naraja an den Tisch der neben ihrem stand. Die
Männer starrten sie an und es gab keinen der nicht unruhig wurde
bei ihrem Anblick. Allerdings erging es den Frauen nicht anders
beim Anblick der drei Männer in Aurians Begleitung. Dann erhob
sich Aurian und hieß die beiden neuen Götter erst mal herzlich
in ihren Reihen willkommen und erklärte das ihnen zu Ehren diese
Feier abgehalten wurde. Als ihr Blick auf Kristan fiel, sah sie
seinen lüsternen Blick der sie traf. Naraja stieß ihn an und
flüsterte leise. „Starr sie nicht so an.“ Myrion grinste Aurian
frech an als sie ihn an sah als wolle er sagen, hab ich es dir
nicht gesagt? Dann erklärte sie was sie entdeckt hatte und
teilte allen mit das es noch weitere bewohnte Welten gab, als
die ihnen bekannten. Dann eröffnete sie die Feier und wünschte
allen viel Spaß.
Anfangs ging alles noch recht
gesittet zu, doch im Laufe des Abends wurde es ausgelassener und
man konnte beobachten das hier und da einige bereits zu fummeln
begannen. Ethan hatte sogar für eine Tanzfläche gesorgt wo man
leise Musik hören konnte. Als sie keiner nutzen wollte stand
Lazarus auf und grinste Ethan und Aurian zu. „Na mal sehen wie
lange sich die holde Weiblichkeit beherrschen kann, wenn ich los
lege.“ Er schritt, sich leicht in den Hüften wiegend auf die
Tanzfläche zu, dort angekommen begann er zu tanzen und seine
Bewegungen waren dermaßen aufreizend das selbst Aurian tief Luft
holen musste. Vor allem da er wie alle anderen Männer auch nur
einen Lendenschurz trug und man seinen Körper so genau
betrachten konnte. Sein Blick den er den Frauen zuwarf, war eine
Aufforderung, das jede die ihn wollte, ihn heute auch bekommen
konnte. Mal glitten seine Hände an seinem Körper entlang, mal
hob er sie hoch um sich das Haar zurück zu streichen. Jede
Bewegung, jede Geste saß perfekt um die Frauen um den Verstand
zu bringen. Selbst Ethan schüttelte mit dem Kopf. „Der Kerl
macht sogar uns Kerle an. Er ist unglaublich.“ Naraja beugte
sich leicht zu Aurian. „Meint er den Blick ernst? Ich meine will
er wirklich jede?“ Kristan sah Naraja an. „Willst du ihn?“ Sie
nickte. „Ja, wenn du nichts dagegen hast.“ Kristan lachte.
„Nein, wenn du ihn willst nimm ihn dir wenn er dazu bereit ist.“
Aurian nickte ihr auffordernd zu. „Geh nur, nimm ihn dir.“ Das
ließ sich Naraja nun nicht zweimal sagen und so betrat sie kurz
darauf die Tanzfläche und tanzte ihn an. Lazarus flüsterte ihr
leise beim tanzen zu. „Bist du dir sicher?“ Sie nickte und kaum
hatte sie ihre Zustimmung gegeben griff Lazarus auch schon zu,
sie an sich pressend, dann küsste er sie leidenschaftlich und
man hörte ein leises aufstöhnen der anderen Frauen im Raum. Er
führte sie zu einer der Nischen. Als nun die Tanzfläche wieder
frei war, erhob sich Ethan. „Was er kann, kann ich auch.“ So tat
er es Lazarus gleich und auch bei ihm, waren es einige Frauen
die schwer zu atmen begannen als er loslegte und sich
präsentierte. Hier erhob sich nun Ijana und trat zu ihm auf die
Tanzfläche. Dorian sah sie an und schluckte. Er wusste das er
Ijana vernachlässigt hatte und seufzte leise. Ethan sah Ijana an
und flüsterte. „Du weißt das es nicht noch mal passieren
sollte.“ sie nickte und flüsterte zurück. „Aber ich will es.“
Daraufhin zuckte Ethan mit den Schultern und griff ebenso zu wie
zuvor Lazarus, er hatte keine Skrupel, Lazarus Tochter mit ins
Bett zu nehmen, was er nun auch tat. Dorian sah den beiden
hinter her als sie auf eine weitere Nische zugingen und kochte
vor Wut. Aurian grinste Myrion an. „Na willst du es nicht auch
versuchen? Allerdings sollten dann wohl alle aus dem Weg gehen
bei dem Ansturm der dann auf die Tanzfläche los geht.“ Myrion
lachte. „Das würde wohl erst dann geschehen, wenn du die
Tanzfläche betrittst.“ Aurian sah durch den Saal und so entging
ihr auch Dorians wutverzerrtes Gesicht nicht. Sie sah Myrion an
und deutete zu Dorian. „Ich glaube ich muss schlimmeres
verhüten.“ dann grinste sie. „Ach und damit du nicht alleine
hier sitzt, schau mal Iona, nun geh und erfülle ihr endlich den
sehnlichsten Wunsch, denn ich weiß das sie sich immer schon mal
gewünscht hat in deinen Armen zu liegen. Außerdem weiß ich das
du sie scharf findest. Mich kannst du schließlich immer haben.
Also los erhebe deine alten Knochen und tue es.“ Myrion lachte
und nickte. „Na gut aber nur weil du es sagst.“ Sie grinste kurz
und tat dann gespielt ernst. „Natürlich.“ Sie erhob sich und die
Männer dachten schon das sie eventuell nun zum Zug kommen
würden, doch statt zur Tanzfläche zu gehen trat sie auf Dorian
zu und sah ihn an. „Du kommst mit mir. Es wird mal wieder Zeit.“
Dorian blieb fast das Herz stehen, doch erhob er sich. Er konnte
sein Glück gar nicht fassen, das sie von sich aus auf ihn zu
gekommen war. Die neidischen Blicke genoss er, die man ihm nun
zu warf. Vergessen war die Wut die er eben noch in sich fühlte.
Auf dem Weg zu der Nische die sie sich aus geguckt hatte trat
sie auch noch zu Eric und sah ihn an. „Du bist der nächste. Es
sei denn Dorian duldet dich neben sich.“ Sie sah Dorian an, der
ihr gefolgt war, er schüttelte den Kopf. „Ich hätte dich gerne
für mich alleine.“ Aurian nickte und sah Eric an. „Dann später,
doch fällig bist du mein guter.“ Soraja lächelte als sie das
Gesicht ihres Mannes sah, ein Traum wurde für ihn wahr. Er sah
Soraja direkt an als Aurian weiter gegangen war. „Wenn dich das
stört werde ich ablehnen Liebes. Ich will dir nicht weh tun.“
Soraja sah ihn an. „Bist du verrückt? Sie bietet dir etwas an,
für das dich jeder andere Kerl hier erschlagen würde und du
willst ablehnen? Nein, nein du wirst dein bestes geben ist das
klar? Ich will nicht hören das du nicht alles gegeben hast.“
Eric sah sie liebevoll an. „Ich liebe dich und das meine ich
ernst. Danke, für mich wird ein Traum war.“ Sie sah ihn ebenso
liebevoll an. „Ich weiß und ich liebe dich auch. Also nimm dir
was dir geboten wird. Du bist mir lange genug treu gewesen und
noch was, Dorian rührt Ijana kaum noch an, da könntest du auch
ein gutes Werk tun. Sie sollte es nicht nötig haben sich Ethan
an den Hals zu werfen. Oder findest du sie nicht attraktiv?“
Eric lachte. „Liebes, jede deiner Schwestern finde ich
attraktiv. Um ehrlich zu sein, wenn ich nicht die Angst gehabt
hätte das ich dich damit verletzte, hätte ich sie mir schon
lange genommen. Ich verstehe nur nicht wieso Dorian sie nicht
mehr will, er war doch früher so scharf auf sie.“ Soraja zuckte
mit den Schultern. „Das weiß ich auch nicht, vielleicht solltest
du mal mit ihm reden.“ Eric nickte. Unterdessen waren Dorian und
Aurian in der Nische angekommen und Dorian tat sich keinen Zwang
an er riss sie sofort in seine Arme und fiel regelrecht über sie
her. Er nahm sich nicht mal die Zeit für ein Vorspiel sondern
nahm sie sich direkt. Sein Verstand setzte vollkommen aus und er
nahm sie sich immer wieder und das recht kurz hinter einander.
Aurian kam kaum dazu mal Luft zu holen da drang er bereits
wieder in sie ein. Als er die schlimmste Gier überwunden hatte
wurde ihm klar was er getan hatte und er sah sie an. „Es tut mir
leid, doch seit der Zurückführung ist in mir wieder die gleiche
Begierde die ich schon damals hatte. Ich kann mich kaum zügeln.
Ich muss erst wieder lernen damit um zu gehen.“ Aurian nickte
immer noch schwer atmend. „Nun mich kannst du damit nicht
verletzen. Ist das der Grund warum du Ijana nicht mehr anrührst
und warum du nicht mehr zu mir kamst?“ Er nickte und zog Aurian
an sich. „Ja wie kann ich ihr oder dir das antun? Ich gebe zu
seit diesem Tag war ich oft bei den Sterblichen und habe mir
dort mit Gewalt geholt was ich brauchte.“ Aurian nickte. „Ich
verstehe, also ab sofort wirst du wenigstens zweimal die Woche
zu mir kommen, das kriegen wir schon wieder in den Griff. Doch
die Vergewaltigungen der Sterblichen müssen aufhören. Wenn du
das so nötig hast, dann tue es mit mir, ich kann es vertragen,
mir machen diese Gewaltakte nichts aus. Aaron ist da nicht viel
anders, er muss auch seine Gewalt irgendwo loswerden. Und ich
mag es wenn es hart zur Sache geht. Nur warum bist du nicht zu
mir gekommen, du wusstest doch das es mir nichts ausmacht.“
Dorian seufzte. „Wie konnte ich das, nachdem ich dir Leander
regelrecht auf den Hals gehetzt habe?“ Aurian lachte leise. „Du
weißt gar nichts. Ich sage dir mal was. Dein Leander ist besser
als du denkst, er ist zwar verdorben bis zum geht nicht mehr,
ebenso auch eiskalt und skrupellos, doch er hat auch ein gutes
Herz und ist sehr vertrauenswürdig. Apoll und Luna lieben ihn
sehr, ebenso auch Iskander, weil er sich immer Zeit für sie
nimmt und ihnen zuhört.“ Dorian nickte. „Doch ich habe dafür
gesorgt das er dich verführt und ich hatte damit gerechnet das
du ihn abweist und …....na ja er sich an dir rächt.“ Aurian
lächelte. „Ich habe ihn nicht abgewiesen und tue es immer noch
nicht. Er ist übrigens sogar sehr gut im Bett und macht mir viel
Freude. Er hat aber etwas erkannt was du immer noch nicht
begriffen hast. Ich liebe euch alle. Ich könnte nicht mit einem
von euch schlafen, wenn ich nicht wenigstens ein wenig Gefühl
für euch hätte.“ Dorian sah sie überrascht an. „Du liebst mich
auch?“ Sie nickte und strich mit ihren Fingern über seine Brust.
„Ja, ich liebe dich auch.“ Er sah auf ihre Finger. „Mach so
weiter und ich nehme dich noch mal.“ Sie grinste ihn frech an.
„Na worauf wartest du dann noch?“ Er stöhnte auf und küsste sie
hart und verlangend, dann nahm er sie sich noch mal. Er konnte
nicht genug bekommen und Aurian wurde klar das er die letzten
zwanzig Jahre wirklich gelitten haben musste. Als er später
erschöpft auf ihr lag und sie ansah, lächelte er seit langem
wieder einmal. Aurian sah ihn an. „Inzwischen dürfte Ethan wohl
mit Ijana fertig sein, sobald du wieder ein wenig zu Kräften
gekommen bist, schlage ich vor das du sie dir mal nimmst. Deine
schlimmste Gier müsste ja nun befriedigt sein, so das du deine
Gewalt beherrschen kannst. Mal abgesehen davon unterschätze
Ijana nicht, sie hält einiges aus. Vergiss nicht sie hat
Dämonenblut in sich. Sprich mit ihr, sag ihr was mit dir los
ist. Und wer weiß vielleicht brauchst du mich dann nicht mal.
Wenn sie dir nicht standhalten kann, komm zu mir und das wie ich
schon sagte mindestens zweimal die Woche.“ Dorian nickte, er
küsste sie dankbar. „Ich liebe dich übrigens auch.“ Er erhob
sich von ihr und legte den Lendenschurz wieder an. Er sah sie
noch mal an, dann ging er. Aurian blieb noch einen Moment
liegen, Dorian hatte ihr einiges abverlangt. Sie erhob sich als
sie wieder einigermaßen fit war und ging nackt wie sie war zum
Pool und ließ sich dort ins Wasser gleiten. Es kühlte ihre
malträtierten Glieder und erfrischte sie. Sie konnte kurze Zeit
später sehen wie Dorian Ijana nachdrücklich bedrängte und dachte
nur das er sich aber schnell erholt hatte. Auch Leander hatte es
gesehen und ließ sich zu ihr ins Wasser gleiten, leise flüsterte
er ihr zu. „Er will sie? Da hast du doch deine Finger im Spiel
oder ist es Eifersucht, weil sie es mit mir und Ethan getrieben
hat?“ Aurian sah Leander an. „Sei nicht so neugierig.“ Er rückte
näher an sie heran und seine Hand umfasste eine ihrer Brüste um
sie zu streicheln. „Ich bin noch viel neugieriger. Wie ist es,
gehst du mit mir in eine der Nischen oder soll ich es gleich
hier tun?“ Sie lachte leise und sah ihn an. „Das wagst du
nicht.“ Er grinste frech. „Nicht? Darauf würde ich an deiner
Stelle nicht wetten.“ Da sie auf einem der Sitzplätze im Wasser
saß konnte er sich erheben und sich zwischen ihre Beine stellen
die er auseinander drückte, er sah auf sie herab. „Sag noch mal
das ich es nicht wagen würde und ich nehme dich gleich hier. Vor
aller Augen.“ Sie sah zu ihm hoch und forderte es heraus. „Das
wagst du nicht.“ Leander nickte, zog leicht ihren Po nach vorne
und drang kurz und bündig in sie ein, sie stöhnte auf und er
grinste. „Fordere mich niemals heraus. Du ahnst nicht mal zu was
ich alles fähig bin.“ Sie klammerte sich rechts und links an den
Beckenrand, während er immer härter und schneller zu stieß.
Inzwischen war man darauf aufmerksam geworden was zwischen ihnen
vor ging und sah ihnen zu. Leander genoss es, ihn störte es
nicht das man ihnen zusah und er wusste wie hemmungslos Aurian
war. Nur deswegen hatte er sich getraut es überhaupt zu wagen.
Doch alle anderen bewunderten seinen Mut, das ausgerechnet mit
Aurian zu tun. Aurian versuchte sich zusammen zu reißen und
nicht zu laut zu stöhnen, Leander grinste immer noch. „Na komm
lass deine Lust heraus. Lass sie mich spüren, ich will sie
hören. Ich weiß doch das es dir gefällt.“ Immer heftiger nahm er
sie bis sie es nicht mehr aushielt und dann laut aufschrie. Aber
ihm erging es nicht anders, als er nun bekam was er wollte
schrie er ebenso auf. Einige male setzte er noch nach, dann
entzog er sich ihr sachte und setzte sich als wäre nichts
gewesen, schwer atmend wieder neben sie. „Das mal dazu ich würde
es nicht wagen. Also ich fand es scharf und würde es jederzeit
mit dir wieder holen.“ Er erhob sich kurz darauf und flüsterte
ihr zu. „Ich sehe deinen Bullen kommen, da ist es wohl besser
ich verschwinde, schließlich hatte ich gerade mein Schwert in
seiner Frau versenkt.“ Bevor Aurian noch was sagen konnte, hatte
sich Leander bereits aus dem Becken geschwungen und den Platz
für Myrion frei gemacht. Der ließ sich jetzt neben sie ins
Wasser gleiten und grinste sie an. „Dieser Bengel, also
wirklich. Frech wie Fliegendreck. Hat es dir denn wenigstens
gefallen?“ Aurian sah Myrion giftig an, der daraufhin laut los
lachte. „Ach komm Kätzchen, wenn du es nicht gewollt hättest,
hätte er sich an den Beckenrand geklatscht wieder gefunden.“ Er
sah zu Leander und blickte dann Aurian wieder an. „Ich mag den
Bengel, er traut sich wenigstens was.“ Es kam an diesem Abend
noch zu einigen Konstellationen mit denen keiner gerechnet
hatte, doch alles in allem war es eine sehr heiße Feier auf der
alle auf ihre Kosten gekommen waren. Bis auf die beiden
Jungfrauen Jordan und Tara, die inzwischen auch zwanzig Jahre
alt waren, doch ihnen hatte das zuschauen schon Spaß gemacht.
Eric bekam von Aurian die Aufforderung am nächsten Tag zu ihr zu
kommen. Für heute hatte sie erst mal genug, vor allem da sie
wusste das Myrion später auch noch was von ihr wollen würde. Als
Aurian ihn nach Iona fragte, gab er zu das er sich mit ihr sehr
amüsiert hatte. Es hatte ihm gefallen, mal jemand anderen in
seinen Armen zu halten. Als Aurian ihn ansah, hatte sie das
Gefühl das er wieder auf den Geschmack gekommen war und
vielleicht mal nicht nur Hausmannskost wollte. Sie gönnte es
ihm, sie wusste ja das sie bei ihm immer an erster Stelle kommen
würde. So gesehen war die Oase für alle ein deutlicher Gewinn.
Denn dort konnte man sich treffen und wusste das jeder der dort
hin kam das selbe wollte. Selbst wenn es nur zuschauen war.

Kapitel 63: Iskander ist zurück

Am Tag nach der Feier ging alles
wieder seinen gewohnten Gang für alle, das heißt bis auf einen.
Eric....er fand sich am Nachmittag bei Aurian ein. Eric war
normalerweise nicht schüchtern und wusste was er wollte und
konnte, sei es im Kampf oder auch im Bett. Doch hier und jetzt
als er Aurian in deren Schlafzimmer für ihre Liebhaber gegenüber
stand, verließ ihn das Selbstbewusstsein. Er sah sich um. Das
Zimmer war geschmackvoll eingerichtet und zeigte doch wofür es
gedacht war. Es hatte ein rundes rotes Bett, worüber
Chiffontücher hingen die das ganze recht verrufen wirken ließen.
Es hatte auch eine Sitzecke wo man sich unterhalten konnte auf
dessen Tisch nun ein Kübel mit Champagner und zwei Gläser
standen. An den Wänden hingen eindeutige Bilder, die zum Teil
nackte Männer zeigten aber auch unbekleidete Frauen. Auf dem
Bild über dem Bett sah man ein Paar, in recht eindeutiger
Aktion. Er sah anschließend an Aurian entlang und sie deutete
auf den Sektkübel. „Vielleicht solltest du die Flasche öffnen.“
Eric atmete bereits schon schwer und man konnte sehen das er
sich wirklich beherrschen musste. Er wusste ja was sie von ihm
wollte, wobei er sich nicht sicher war, wollte sie wirklich
etwas von ihm oder tat sie es nur, weil sie wusste das er es
wollte. Er nickte und schritt zum Tisch um den Champagner zu
öffnen. Immer wieder glitt sein Blick an ihr entlang, er reichte
ihr ein Glas. Als sie nun unmittelbar vor ihm stand und das Glas
mit einer Hand nahm, glitten ihre Finger der anderen Hand
bereits sachte und aufreizend langsam über seine nackte
muskulöse Brust, die er durch ein weit geöffnetes Hemd
offenbarte. Sie ahnte das er hin und her gerissen war. Er
keuchte leise auf und presste heiser heraus. „Lange kann ich
mich nicht mehr beherrschen, also solltest du vorsichtig sein
mit dem was du tust.“ Sie grinste und zwinkerte ihm frech zu.
„Dann lass sie fallen und nimm dir was du so heiß begehrst.
Sonst tue ich es.“ Seine Augen verengten sich, das war eine
eindeutige Aufforderung, so stellte er sein Glas weg und griff
um sie herum und zog sie kraftvoll an sich. Ihren Körper nun so
nah an seinem zu spüren, zu wissen was sie gleich tun würden
ließ seine Beherrschung in sich zusammen sinken und er küsste
sie verlangend, sie hart an sich gepresst haltend. Er nahm ihr
das Glas aus der Hand und drängte sie zum Bett, es dauerte nicht
lange da hatte er sie und sich bereits ausgezogen. Was er nun
erlebte hatte er noch bei keiner Frau erlebt, sie schien seine
Wünsche und Begierden zu ahnen denn sie ging auf alles ein. Sie
forderte ihn auch immer wieder, bis er keuchte. „Ich kann nicht
mehr. Lass mich einen Moment zu Atem kommen.“ Aurian nickte
sanft lächelnd, wobei sie selber ebenfalls nach Atem rang. Als
sie meinte er habe sich genug erholt, begann sie ihn abermals zu
fordern, er konnte nur mit dem Kopf schütteln und sah sie an.
„Das hält Myrion aus? Du bist unglaublich, das habe ich noch nie
erlebt.“ Sie grinste frech. „Oder kannst du gar nicht mehr? Dann
lassen wir es. Aber um deine Frage zu beantworten, ja er hält es
aus.“ Darauf angesprochen ob er nicht mehr könnte, ließ nun
seinen Ehrgeiz steigen, er wollte ihr zeigen was er alles
konnte. Er legte abermals los, doch diesmal zeigte er das er
auch härter zur Sache gehen konnte, denn jetzt forderte er sie
immer wieder, bis sie schwer atmend keuchte. „Genug, es ist
genug.“ Aurians Ausdauer hätte auch ein Pferd umgehauen, doch
wusste sie das die Männer das Gefühl haben mussten, das sie
alles gegeben und ihr alles abverlangt hatten. Als sie nun sagte
das es genug sei, strahlte er. Als beide sich ein wenig erholt
hatten stand er auf und holte die beiden Gläser, wovon er ihr
eins reichte, dann legte er sich wieder zu ihr und zog sie zu
sich heran, er lächelte und seine Augen strahlten. Er war
überglücklich. Dieses Glück in seinen Augen zu sehen machte sie
glücklich. Sie unterhielten sich noch eine weile und als er
wieder soweit fit war, erhoben sie sich. Kurz bevor er ging, zog
er sie noch mal an sich. „Du hast mich heute zum glücklichsten
Mann unter der Sonne gemacht. Ich weiß das du es oft hörst
dennoch will ich dir sagen, ich liebe dich.“ Sie lächelte,
strich ihm noch eine Haarsträhne aus dem Gesicht und nickte.
„Ich liebe dich auch.“ Dann ging er und als Aurian später auf
Myrion traf, lächelte er sie liebevoll an. „Ich glaube du hast
ihn heute sehr glücklich gemacht. So zufrieden habe ich ihn
schon lange nicht mehr gesehen.“ Aurian nickte. „Ich weiß das er
Soraja sehr liebt, doch glaube ich so wie er sich eben
aufführte, das er einiges vermissen muss. Ich glaube sie ist zu
sanft für ihn. Er ist ihr die ganzen Jahre über treu gewesen,
was man ihm hoch anrechnen muss. Allerdings glaube ich das er
jetzt ausbrechen wird, ihm wird wohl klar geworden sein, das er
auf zu viel verzichten muss.“ Myrion nickte verstehend. Was
weder Aurian noch Eric ahnten war das Soraja wissen wollte auf
was ihr Mann stand und sich heimlich und unsichtbar in Aurians
Schlafzimmer geschmuggelt hatte und so sehen konnte was ihr
Gatte wirklich brauchte. Jetzt da sie es wusste, würde Eric bei
ihr auf nichts mehr verzichten müssen und sie würde ihn ebenso
glücklich machen können wie es Aurian noch kurz zuvor getan
hatte. Soraja wusste das Eric sie ebenso liebte wie sie ihn,
auch wenn es Anfangs vielleicht nicht so ausgesehen hatte. Sie
wollte nicht das er litt. Bei einigen Dingen die Aurian getan
hatte, war sie schamrot geworden, doch hatte Eric auch nichts
unmögliches verlangt.
Die nächsten Wochen und Monate
gingen sehr ruhig dahin. Eric sah man nun sehr oft strahlen, was
aber nichts mit Aurian zu tun hatte, sondern Soraja erfüllte ihm
nun seine Wünsche, die beiden hatten sich endlich mal darüber
ausgesprochen was beide wirklich wollten. Dorian kam wie Aurian
ihn aufgefordert hatte zweimal die Woche zu ihr um seine
dunkelsten Triebe raus lassen zu können und begann sie langsam
wieder zu beherrschen und sich nicht von ihnen beherrschen zu
lassen. Leander war nach wie vor frech und dreist und nahm sich
von Aurian was und wo er wollte, allerdings auch von jeder
anderen Frau die ihm willig gab was er wollte. Aurian war gemäß
ihres Versprechens an Dion, immer noch auf der Suche nach der
Seele die zu ihm passte. Ethan und Lazarus brauchten auf nichts
zu verzichten, es gab immer willige Frauen die sich glücklich
schätzten von den beiden mit ins Bett genommen zu werden. Tara
und Jordan hüteten ihre Jungfräulichkeit weiter hin, wobei India
und Soran sich hier und da mal mit Dion und Julien einließen.
Riana war unersättlich wie eh und je und tobte sich auf ihre
Weise in der Oase aus. Wobei sie hier auch nicht vor Lazarus und
Ethan halt machte, jetzt wo sie wusste das man die beiden nur zu
fordern brauchte. Die Monate zogen dahin und Tara und India
achteten weiterhin auf ihre noch ungeborenen Mütter, die nun in
der Welt der Sterblichen zur Welt kommen würden. Als es soweit
war, halfen sie unsichtbar der jungen Mutter die beiden zur Welt
zu bringen. Die Jahre vergingen und die beiden Kinder wuchsen
heran. Sie hatten liebevolle Eltern und ihr Bruder vergötterte
die beiden. Ihnen ging es sehr gut. Die Welt lebte dank des
jungen Hochkönigs in Frieden der irgendwann seinen Bruder
begnadigte und ihn lediglich anwies die Insel zu verlassen, er
wollte nicht dessen Dolch im Rücken haben. Er gab ihm ein
kleines Land dem er als König vorstehen konnte. Kristan und
Naraja achteten darauf das ihr jüngster Sohn wirklich von seinem
Bruder unbehelligt blieb. Die beiden besuchten auch die Welt auf
der sie viele Jahre als Silenee und Argon gelebt hatten. Als sie
sich allerdings in der Gruft umsahen um zu sehen ob ihre Körper
noch dort lagen, waren diese fort.
Fünfundzwanzig Jahre vergingen
nach der Zeitrechnung der Götter, wobei es auf den sterblichen
Welten fünfzig waren. Von Iskander hatte man nichts gehört, bis
auf das er sich regelmäßig bei Leander meldete und ihm sagte das
es ihm gut ginge. Eine Zeit in der Morgan und Marian, sich neu
verliebt, sehr liebevolle Partner gefunden hatten und selbst bis
ins hohe Alter von ihrem Bruder geliebt wurden. Als sie abermals
starben hatten sie ein glückliches und zufriedenes Leben hinter
sich gebracht. Sie warteten auf ihre erneute Wiedergeburt und
abermals sorgte Thanatos dafür das sie ein gutes und liebevolles
Elternhaus bekamen. Tara und India hatten die ganze Zeit immer
auf sie geachtet. Doch selbst nach der langen Zeit hatte sich
Tara noch keinem Mann geschenkt. Einige Götter wunderte das
sehr, doch meinte sie auch zu ihrem Vater, sie käme auch ohne
Kerl ganz gut aus. Ebenso Jordan, was Dion und Julien fast zur
Verzweiflung brachte, denn die beiden waren nach wie vor scharf
auf sie, doch bekamen die beiden zur Antwort wenn sie ihr mit
dummen Sprüchen kamen, das sie lediglich mit ihr ins Bett
wollten und genau wüsste das da nicht mehr dahinter wäre.
Und eines Nachmittags als Aurian
und Myrion wieder mal in ihren Liegestühlen lagen, stand auf
einmal Iskander vor ihnen. Er war äußerlich zwar um keinen Tag
älter geworden, doch erschien er körperlich kräftiger und
stärker und in seinen Augen sah man das er viel hinter sich
gebracht hatte. Er sah Aurian an, die sofort aus dem Liegestuhl
sprang und ihn in ihre Arme riss. Er hatte sie noch nie weinen
sehen doch nun weinte sie vor Freude ihn zu sehen. Er sah sie
ruhig an, dann legte er einen Arm um sie, zog sie an sich und
küsste sie leidenschaftlich. Nachdem er den Kuss schwer atmend
löste, lächelte er dunkel. „Ich komme um zu fordern was mir
zusteht. Wenn du mich nun zurück weist, gehe ich und werde nicht
wieder kommen. Denn ich liebe dich mehr als mein Leben und will
nicht mehr ohne dich sein. Du hattest nun Zeit genug dich darauf
ein zu stellen.“ Aurian nickte verstehend und Myrion legte einen
Arm um seine breite Schultern, nachdem er sich von Aurian gelöst
hatte. „Junge wir sind glücklich das du wieder da bist und
werden dich mit Sicherheit nicht wieder gehen lassen. Komm setze
dich zu uns und erzähl erst mal wo du die ganze Zeit über
warst.“ So setzten sie sich an einen Tisch, wobei Iskander
Aurian immer wieder ansah und sie betrachtete. Myrion
informierte Aaron telepathisch darüber, das sein Sohn wieder da
war. Der kam auch sofort um Iskander in seine Arme zu ziehen.
Iskander hatte klar und deutlich gesagt was er verlangte und
Aaron sah Aurian später an. „Wirst du es ihm geben können? Bist
du bereit dazu? Ich will ihn nicht noch mal hergeben müssen.“
Aurian lächelte Aaron an und nickte. „Ja, hab keine Sorge, ich
bin bereit. Ich will ihn ebenso wenig noch mal verlieren, denn
ich befürchte, diesmal würde er nicht nur auf eine Reise gehen,
sondern seine Seele Thanatos übergeben und vielleicht sogar
verlangen sie zu vernichten. Das werde ich nicht zulassen, denn
ich liebe ihn auch. Ich schlafe mit so vielen Männern, das es
darauf auch nicht mehr ankommt.“ Aaron nickte beruhigt und zog
Aurian in seine Arme. „Danke, ich danke dir. Ich hätte nie
gedacht das der Junge mir so viel bedeuten könnte.“ Iskander
hatte viel zu erzählen und als er von Aurian die Zusage hatte
das er bekommen würde was er verlangte, sah man das er glücklich
war wieder da zu sein. Er war gereift und wirklich männlicher
geworden, wie Myrion es vorausgesagt hatte, alles jungenhafte
war verschwunden. Obwohl Aurian sich dachte, wenn er eine zeit
lang mit Leander oder Ethan verbracht hatte, das die ihn wohl
mit ihrem Übermut anstecken würden, doch das war ihr lieber als
dieses ernste das im Moment von ihm ausging.

 
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