Kapitel 61: Freud und Leid liegen oft beieinander


 

Iskander war fort und Aurian tat es leid das es so gekommen war. Myrion und Aaron versuchten ihr klar zu machen das es nicht ihre Schuld war. Sie hatte für den Jungen alles getan was sie tun konnte. Es hatte ja wirklich keiner ahnen können, das er hier in einem Zwiespalt zwischen dem Wissen seines alten Lebens und seinem jetzigen Alter lag. Aurian fluchte leise. „Verdammt, das ist genau der Grund warum ich erlassen habe, das man über sein altes Leben am besten nichts wissen sollte. Alte Wunden werden aufgerissen und man fühlt sich fehl am Platz. Ich hätte ihn ebenso annehmen sollen wie Lazarus, dann wäre es gar nicht erst zu diesem Dilemma gekommen. Doch bei Lazarus war es eben etwas anders, er war so schnell erwachsen das sich keine Mutter Kind Bindung einstellte. Doch Iskander habe ich zu sehr als meinen Sohn betrachtet. Und auch wenn es nicht verwerflich ist, ist es doch merkwürdig, wenn man mit seinem Sohn schläft. Nun ja vielleicht bringt seine Reise nun ein wenig Abstand zwischen uns, so das ich es etwas gelassener sehen kann. Und ansonsten sollten wir die alten Seelen vielleicht ruhen lassen.“ Myrion sah sie bedenklich an. „Nun ich weiß von Leander das Iskander sich irgendwann seinen Sohn Arden zurück wünscht, das mal dazu die alten Seelen ruhen zu lassen. Mal abgesehen davon, sieh dir Leon an, er weiß immer noch nichts von seinem alten Leben und ist glücklich. Oder Iron und Nara. Das zeigt doch das du richtig entschieden hast. Das alte Leben sollte im verborgenen bleiben, dennoch kann man ihnen ein neues Leben ermöglichen. Iskander hatte nur das Pech das er diese verdammte Rückführung mit erlebt hat und so sein ganzes einstiges Leben mit bekam und in diesem einstigen Leben war er einer deiner Liebhaber. Im Grunde will er nur das wieder haben was er einmal besaß. Lass mal einige hundert Jahre vergehen und deine Mutter Kind Bindung löst sich in nichts auf. Sieh dir Leander an, er weiß das Ijana seine Mutter ist und dennoch hat er sie nach Strich und Faden verführt. Dein Problem war das es noch zu früh war. Noch hast du Iskander als deinen Sohn gesehen und nicht den Mann in ihm. Für dich ist er noch dein Junge. In hundert Jahren wird er sehr männlich wirken und dann wirst du in ihm auch den Mann sehen können.“ Aurian nickte leicht. „Vielleicht hast du recht. Warten wir mal ab. Und was Leander angeht, der ist sowieso verdorben bis in die letzte Pore, obwohl ich zugeben muss das er ein gutes Herz hat und sehr vertrauenswürdig ist.“ Aaron war wütend auf sich selber, das er von ihr diesen Sohn gefordert hatte. Hätte er das nicht getan wäre alles in schönster Ordnung. Doch auch für ihn fand Myrion die passenden Worte, so das sich Aaron wieder beruhigte.

Nun würde sich Aurian erst mal um Naraja und Kristan kümmern. Auf deren Welt waren inzwischen gut siebzig Jahre vergangen und ihr Ableben stand wieder mal kurz bevor. Doch diesmal sollten sie nicht wieder neu auferstehen können, sondern Aurian wollte sie nach Hause holen, dort hin wohin sie gehörten. Die beiden hatten wieder mal mit Bravour ihre Aufgabe erfüllt, die Welt lag abermals im Frieden, sie hatten sogar für Nachkommen gesorgt die die Erbfolge antreten würden. Aurian hatte vor diese beiden als Hüter der beiden Welten für die sie soviel Herzblut hatten hergeben müssen, ein zu setzen. Sie würde ihnen die Möglichkeit geben ebenso die Gestalt von Silenee und Argon annehmen zu können auch wenn ihr wirkliches äußeres das von Kristan und Naraja war. Sie hatten viele Freunde auf der Welt der Götter gewonnen, denn selbst Damien und Andora waren nach dem ersten Kulturschock auf einmal in einer mittelalterlichen Welt gelandet zu sein, immer wieder mal dort hin gereist und hatten sich mit den beiden angefreundet. Ebenso natürlich Apoll und Luna. Sie freuten sich schon das die beiden nun zu ihnen kommen würden. Die beiden hielten sich zur Zeit auf deren Welt auf und warteten sozusagen auf deren Tod um dann Aurian herbei zu rufen. Sie hatten den beiden ewigen Helden bereits das nötigste erklärt oder eben das was Aurian erlaubt hatte. Dann war es soweit, Aurian bekam den Ruf von Luna , sofort zu kommen, Naraja würde im sterben liegen. Sofort reisten sie und Myrion zu ihnen um zu tun was getan werden musste. Als sie dort ankamen lag Naraja bereits auf der Sterbebahre und Kristan saß an ihrer Seite. Er sah Aurian an. „Hat das irgendwann mal ein Ende, langsam können wir nicht mehr. Es frisst uns auf. Immer wieder zu sterben um dann nach etlichen Jahren abermals wieder auf zu stehen und von vorne beginnen zu müssen.“ Aurian sah den Schmerz in seinen alten Augen. Sie nickte leicht und lächelte sanft. „Jetzt hat es ein Ende, schau her.“ Sie legte eine Hand auf die sterbende Naraja und diesmal starb sie nicht, sondern wurde wieder jung und schön. Kristan lächelte als er es sah, die Liebe die er für seine lange Gefährtin in sich fühlte strahlte aus seinen Augen. Dann trat sie auch auf Kristan zu und legte ihm eine Hand auf den Kopf. „Ihr habt eure Aufgabe sehr gut erfüllt und der Lohn soll sein das ich euch zu Göttern erhebe. Apoll und Luna werden euch erklären welche Fähigkeiten ihr als Götter habt und von mir bekommt ihr eine besondere Fähigkeit, ihr werdet als Naraja und Kristan eure normale Gestalt haben, doch werdet ihr auch die Gestalt eures anderen Lebens, als Silenee und Argon annehmen können.“ Während sie sprach, wurde auch Kristan wieder jünger und strotzte wieder wie in seiner Glanzzeit vor Kraft und Elan. „Außerdem da ihr sehr viel Anteil an diesen Welten hattet, werde ich euch als ihre Hüter einsetzen. Achtet gut auf sie und passt auf das ihre Magie und ihre Eigenheiten erhalten bleiben. Apoll und Luna werden euch zur Seite stehen solange ihr sie braucht.“ Sie lächelte als Kristan seine Naraja an sich zog und sie liebevoll ansah. Er deutete auf die Bahre. „Was ist damit, wie erklärt ihr das wir fort sind, das es diesmal keine Beisetzung gibt?“ Aurian lächelte. „Kommt mit ihr werdet es sehen.“ Damit trat sie vor das Sterbezimmer und ging zum Thronsaal wo die anderen Könige warteten, ebenso wie die Nachkommen der beiden. Als die sahen das dort die höchste Göttin kam fielen alle auf die Knie und senkten den Kopf. Aurian sah über sie hinweg. „Erhebt euch, ich habe euch etwas zu sagen. Ab dem heutigen Tage wird es die ewigen Helden nicht mehr geben. Sie werden weder beigesetzt noch werden sie sterben. Sie werden ab dem heutigen Tage Götter sein und auf eure Welt achten. Behandelt diese Welt gut, denn ansonsten wäre ich gezwungen meine Strafe über euch zu verhängen. Doch solltet ihr ihre Hilfe benötigen so könnt ihr sie rufen, allerdings rate ich euch es nicht zu oft zu tun, denn irgendwann hört man nicht mehr auf den Ruf.“ Im Thronsaal erschien ein kleiner Altar über diesen hängte sie nun das Schwert mit dem Kristall auf. „Das hier wird der Altar sein, von dem ihr eure Götter rufen könnt. Die beiden Artefakte werden immer noch die Macht haben die sie immer hatten, bis auf eine Kleinigkeit. Es wird keine Hüterin des Steins noch einen Besitzer des Schwertes mehr geben. Beide werden nun mit einander verschmelzen. Es wird immer noch das Schwert des Friedens sein und in Frieden und Gerechtigkeit geführt, wird es seinem Träger gehorchen und beistehen. Doch sollte es geführt werden um Not und Verdammnis in die Welt zu bringen, wird es seinen Träger verlassen und wieder hier hin zurück kehren. Wenn ihr einen Hochkönig einsetzt, stellt ihn vor den Altar, leuchtet der Stein im Schwert auf, habt ihr den richtigen, tut es das nicht, seht euch nach einem anderen Hochkönig um, denn dann habt ihr den falschen.“ Sie sah Kristan an. „Wähle nun deinen Nachfolger und wir werden sehen ob du richtig gewählt hast.“ Der älteste Sohn der beiden glaubte er sei der erwählte, doch stattdessen nahm Kristan den jüngeren. „Er soll mein Nachfolger werden.“ Als der junge Prinz seinen Vater erstaunt ansah, nickte Aurian und bat ihn sich vor den Altar zu stellen. Wie erwartet leuchtete der Stein im Schwertgriff auf, als er es tat. Dann sah Aurian seinen ältesten Sohn an und bat ihn das selbe zu tun, als dieser sich dort hinstellte blieb der Stein dunkel, Aurian nickte. „Der König ist tot, es lebe der König. Krönt ihn zum Hochkönig.“ damit deutete sie auf den jüngeren Sohn. „Er ist der richtige. Er wird das Werk seines Vaters fortführen und werft den anderen in den Kerker, denn er dachte gerade daran, seinen Bruder zu töten um sich des Thrones zu bemächtigen.“ Kristan sah erschrocken Aurian an, dann zu seinem älteren Sohn. Hasserfüllt sah dieser Aurian an, doch sie blickte ihm eiskalt in die Augen. „Du kannst wählen, Kerker oder den Tod und glaube mir ich habe keine Skrupel dich töten zu lassen. Denn ich habe nicht soviel für diese Welt getan um sie durch dich wieder vor die Hunde gehen zu lassen.“ Der Thronräuber senkte den Kopf und Aurian nickte. „Das dachte ich mir, bringt ihn in den Kerker doch behandelt ihn gut.“ An den jüngeren gerichtet. „Sorge für seine Familie, sie soll nicht unter seinem Ehrgeiz zu leiden haben. Sei gerecht und fair und wähle wenn es an der Zeit ist sehr sorgsam deinen Nachfolger.“ Der junge Prinz nickte. „Das werde ich tun.“ Dann verschwanden Myrion und Aurian mit den beiden frisch gebackenen Göttern. Diese konnten sich aussuchen wo sie leben wollten, auf der westlichen oder östlichen Seite der Götterwelt. Da sie eine starke Zuneigung zu Apoll und Luna hatten, wählten sie die westliche Seite, möglichst in der Nähe der beiden. Myrion grinste, als er es hörte und sah Aurian an. „Ich glaube du musst den See und die Häuser neu arrangieren, es wird langsam etwas eng um unser Haus.“ Aurian sah ihm aber an das er sich freute, denn je mehr sich um sie scharrten um so mehr Leben gab es. Doch Aurian machte es ganz einfach, sie setzte einen Anbau an ihr eigenes Haus und Kristan und Naraja hatten ein Zuhause in der Nähe ihrer beiden Freunde. Als Myrion es sah lachte er leise. „Ist dir klar das so langsam aber sicher alle deine Liebhaber in unserer Nähe wohnen?“ Aurian sah ihn fragend an. Er deutete zu Kristan der sich mit Naraja gerade sein Zuhause ansah. „Du glaubst doch nicht das er dich in Ruhe lassen wird, Kätzchen. Er war damals schon scharf auf dich und jetzt wird er sich auch holen was er einst wollte.“ Aurian sah zu Kristan dann wieder Myrion an. „Ne das glaube ich nicht. Ich glaube eher er ist scharf auf Luna.“ Myrion lachte. „Träum weiter.“

Bisher hatten sie ihre Feiern immer am Strand abgehalten doch diesmal wollten sie die Oase dafür nutzen die Lazarus und Ethan gebaut hatten. Aurian sah sich darin um und sorgte dafür das dort auch Tische mit mehr als zwei Stühlen erschienen. Lazarus und Ethan sahen ihr dabei zu. Sie erklärte ihnen. „Es wird immer mal vorkommen das auch Eltern ihre erwachsenen Kinder mitbringen und ich hatte ja schon das Problem das Myrion, Iskander und ich uns Kissen suchen mussten, weil es keine Plätze für mehr als zwei gab. Außerdem hätte ich gerne einen Tisch der nur für mich und Myrion reserviert ist, an dem aber noch andere Platz haben. Lazarus sorgte sofort dafür das ihre Wünsche erfüllt wurden. Doch Aurian tat noch mehr, Der eigentlich Pool bekam nun Meerescharakter, denn er produzierte nun sanfte Wellen und es ertönte leises Meeresrauschen und das zwitschern von Vögeln, anstelle von Musik. Sie sah die beiden an. „Außerdem ändert, das man gleich nackt ist wenn man die Oase betritt, nicht jeder möchte sofort öffentlich seinen Körper zeigen, gebt allen wenigstens eine Badehose. Mal abgesehen davon das es verführerischer ist wenn man nicht gleich alles sieht. Es sollte jeder selber entscheiden können ob er oder sie sich nackt zeigen will oder nicht.“ Ethan nickte und änderte das sofort ab, so das die Männer nun einen Lendenschurz aus Seide bekamen und die Frauen ein kurzes Röckchen und ein Bikinioberteil auch wenn beides sehr knapp sein würde. Aurian sah sich weiter um. „Stellt ein Buffet auf das Essen produziert, so kann man sich kleine Häppchen nehmen, außerdem einen Tisch auf dem es Getränke gibt. Wir können zwar alle selber dafür sorgen, doch ist es ein wenig wie soll ich sagen, schöner wenn man sich bedienen kann.“ Auch dafür sorgten die beiden schnell. Ethan sah Aurian an und schnippte kurz mit den Fingern, da stand sie nur mit diesem Röckchen da und dem Oberteil. Er trat zu ihr und strich mit den Fingern sachte über ihre pralle wohl geformte Brust. „Du hast recht das ist viel aufregender.“ Dann griff er richtig zu und presste Aurian an sich, sie leidenschaftlich küssend. Lazarus der es sah kam ebenfalls näher. Er trat hinter Aurian und küsste sie sanft auf den Hals, wobei auch seine Hände an ihrem Körper entlang glitten. Aurian stöhnte leise unter dem Kuss auf. Dann löste Ethan den Kuss und sah Lazarus an, der nickte leicht, sie verstanden sich auch ohne Worte. Ehe Aurian auch nur einen Ton sagen konnte lag sie mit den beiden auf einem der Betten in einer der Nischen und wurden nun von beiden stark bedrängt. Im ersten Moment wollte sie abwehren doch sie ließen es gar nicht erst zu, denn schon glitten wieder ihre Hände über ihren Körper wobei sie abwechselnd von den beiden geküsst wurde. Aurian stöhnte wohlig auf, es gefiel ihr. Die beiden wurden immer stürmischer, bis der erste sie sich nahm. Aurian stöhnte leise auf, während der andere sie weiterhin streichelte und küsste. Sie schloss die Augen und genoss einfach nur was Lazarus und Ethan mit ihr taten. Sie spürte wie sich Lazarus der sie als erstes genommen hatte sich ihr entzog und einem anderen Platz machte, doch als sie nun von diesem Mann genommen wurde, öffnete sie die Augen um nun in Myrions Augen zu blicken der sie angrinste. „Das wollte ich mir doch nicht entgehen lassen und ich denke warum sollten die beiden alleine mit dir ihren Spaß haben. Lass dich fallen und genieße es nur.“ Aurian nickte leise stöhnend und schloss wieder die Augen. Nun ging es rund, abwechselnd nahmen die drei sie sich immer wieder vor und Aurian konnte nur noch lustvoll schreien. Doch sie genoss es, sie hatte es sogar vermisst, mal zwei Männer im Bett zu haben und nun waren es sogar drei. Leise hörte sie das Universum wispern. „Jetzt stimmt es, die Dreierkonstellation ist wieder hergestellt. Wenn auch etwas anders als zuvor.“ Als die drei nach einigen Stunden von ihr ab ließen in denen sie ihr auch immer mal einen Moment Ruhe gönnten damit sie wieder zu Kräften kam, waren alle zufrieden. Myrion grinste. „Jetzt wird mir erst richtig bewusst wie unterfordert du mit einem von uns warst. Himmel du bist unglaublich.“ Er setzte sich auf, lehnte sich an die Wand und zog sie zwischen seine Beine damit sie sich mit ihrem Rücken an ihn lehnen konnte. So konnten die anderen beiden sich rechts und links von ihr setzen. Ethan sah es sich an und nickte. „Das Universum hat recht, so sollte es sein. Myrion als ihr Beschützer hinter ihr und Lazarus und ich zu ihren Seiten.“ Lazarus sorgte für ein wenig Champagner und gab jedem ein Glas. Er sah Aurian an. „War es für dich in Ordnung so?“ Nun lachte Myrion. „Sieht man es ihr nicht an? So wohlig hat sie sich schon lange nicht mehr an mich gedrückt. Ich glaube sogar das es ihr gefehlt hat, von mehr als einem Mann gefordert zu werden.“ Ethan lächelte leicht und nickte zustimmend. Aurian schnurrte leise, auch das hatte sie schon lange nicht mehr getan. Myrion sah Ethan und Lazarus an, er nickte und legte jedem der beiden einen Arm um die Schulter. „Wir gehören zusammen, das sollten wir wohl alle endlich begreifen. Es war wohl schon alles zu normal und Aurian braucht mehr als einen Mann.“ Aurian sah von einem zum anderen. „Ich liebe euch und es hat mir sehr gefallen. Ich fühle mich seit langem mal wieder richtig lebendig.“ Myrion nickte löste seine Arme von den beiden jüngeren Göttern und umfasste Aurian, sie an sich drückend. „Dann ist ja alles in bester Ordnung und ab sofort sollten wir auch immer mal dafür sorgen das Aurian wieder richtig ausgelastet ist.“ Die beiden anderen nickten zustimmend. Lazarus und Ethan hatten anfangs ein wenig Sorge gehabt neben Myrion nicht bestehen zu können, doch nun sahen sie das er sie absolut gleich berechtigt behandelte. Obwohl ihnen klar war das Myrion wesentlich mehr leisten konnte als jeder von ihnen beiden, hatten sie sehen können, das es ihm nur um Aurian ging und nicht darum es in einem Wettstreit ausarten zu lassen, wer länger konnte, besser oder potenter war und das rechneten sie ihm hoch an. Selbst Ethan der früher vor Eifersucht gekocht und Zweifel daran hatte, das Aurian ihn brauchen würde, war nun mehr als glücklich und zufrieden. Doch einen Nachteil hatte es dennoch, denn Lazarus und Ethan begriffen nun, das sie die Frauen die an ihrer Seite lebten, nicht wirklich und aus tiefsten Herzen liebten. Sie hatten die beiden gern, das schon, aber die Liebe offenbarte sich nun hier in dieser Konstellation. Sie sprachen mit Myrion und Aurian darüber und Aurian sah sie beide an, es tat ihr leid, das die beiden so fühlten. „Ihr habt zwei Möglichkeiten. Entweder bleibt es so wie es ist und ihr bemüht auch sie nicht zu verletzen, denn sie haben viel für euch auf sich genommen und lieben euch wirklich von Herzen oder aber ihr trennt euch von den beiden und sie können sich einen anderen Partner unter den Göttern suchen. Alternativ dazu, könnte ich ihnen die Unsterblichkeit nehmen, so das sie altern und sterben um ihnen so vielleicht ein neues Leben zu ermöglichen ohne euch beiden, in dem wir dafür sorgen das sie wieder geboren werden. Die Entscheidung liegt bei euch, doch solltet ihr mit ihnen darüber reden und ihnen sagen wie es ist, wenn ihr euch für die Alternative entscheiden solltet. Mir ist klar das es ihnen weh tun wird, allerdings sollte euch auch klar sein das ihr dann wieder ohne Frauen wärt.“ Die beiden nickten und versprachen darüber nach zu denken.

Erst mal bereitete Aurian eine Willkommensfeier für Naraja und Kristan vor, die nun in der Oase stattfinden würde. Als sich der Tag der Feier näherte, wurde Lazarus und Ethan erst richtig bewusst wie unterschiedlich sie und die beiden Frauen waren, denn diese wollten an der Feier nicht teilnehmen da sie in der Oase stattfand und ihnen das einfach zu verdorben und verrufen war. Ethan dachte daran was er mal zu Myrion gesagt hatte, nämlich das wenn sie sich nicht bei Aurian ab und zu austoben könnten, die beiden Frauen nichts für sie wären. So sprach er mit Lazarus darüber. „Es geht nicht, wir müssen uns entscheiden. Du als auch ich sind zu umtriebig, als das wir es mit einer Frau aushalten, hinzu kommt das die beiden uns, sind wir mal ehrlich ...eh nicht richtig befriedigen können. Das ist Fakt. Bisher haben wir es damit kompensiert das wir sie lieben, doch jetzt wo wir wissen das es so nicht mal ist, sollten wir uns endlich entscheiden und die Qual beenden. Eine Frau fürs Bett finden wir immer mal, vor allem nun wo wir die Oase haben. Wir haben auch hier einige unbefriedigte Göttinnen bei denen wir uns holen können was wir brauchen.“ Lazarus nickte, er musste Ethan recht geben, es stimmte schon. Er hatte verzweifelt versucht, die Liebe die er für Nara empfunden hatte, wieder zu finden, doch das war unmöglich. Eine lange Zeit sah es so aus als könnte Morgan diese Lücke füllen, doch jetzt wurde ihm klar, das konnte keine Frau. „Du hast recht, wir sollten es endlich beenden. Wir sollten mit den beiden sprechen und ihnen sagen welche Alternativen offen stehen.“ Lazarus war noch nie ein Mann gewesen der etwas das nötig war auf die lange Bank schob und so, als es ihm klar wurde, sprach er auch sofort mit Morgan und sagte ihr wie es wäre. Ethan hielt es ebenso. Die beiden Frauen fielen aus allen Wolken als sie nun erfuhren was los war. Sie waren tot unglücklich, denn sie liebten die beiden wirklich. Als Ethan und Lazarus ihnen sagten das sie sich nicht sofort entscheiden müssten, sahen sie die beiden nur traurig an. Morgan und Marian ließen die beiden nur einfach stehen und sprachen kurz darauf mit ihren Töchtern, sie hatten einen Entschluss gefasst. Die beiden Mädchen verstanden was ihre Mütter bewegte und nickten leicht. So gingen sie zusammen mit ihren Müttern zu Aurian, diese baten Aurian nun darum, nicht zu warten und ihnen nicht die Unsterblichkeit zu nehmen damit sie erst altern müssten damit das Ende kommen würde, sondern wenn es ginge sie sogleich zu Thanatos zu schicken und ihre Seele frei zu geben um dann eventuell wieder geboren zu werden und ein neues Leben beginnen zu können. Aurian sah die beiden Frauen an. „Seid ihr sicher das ihr sofort eure Seelen frei geben wollt?“ Morgan nickte, sie hielt ihr Tochter sanft an sich gedrückt. „Ja, wir wissen das der Tod nicht das Ende ist und daher fällt es uns auch nicht schwer diesen Weg zu gehen. Schwerer wäre es Lazarus und Ethan zu sehen und zu wissen, das sie nichts für uns empfinden oder zu altern um dann zu sterben. Nein wir wollen ein schnelles Ende.“ India und Tara sahen Aurian an. „Wir werden ein Auge auf sie haben, wenn sie wieder geboren werden und dafür sorgen das es ihnen gut geht, ohne die alten Belastungen.“ Aurian nickte und man sah ihr an das es ihr leid tat. „Also gut, dann folgt mir.“ Sie brachte sie in den oberen Stock ihres Hauses in ein Zimmer, in dem zwei Einzelbetten standen. „Legt euch darauf und ich werde eure Seelen zu Thanatos senden.“ Die beiden nickten, verabschiedeten sich noch liebevoll von ihren Töchtern, dann legten sie sich jede auf eins der Betten. Sie sahen Aurian an. „Wir sind bereit.“ Aurian seufzte leise, dann legte sie jeder der beiden eine Hand auf den Kopf und löste die Seele vom Körper, die sofort von Thanatos in Empfang genommen wurden. Er würde sie gut hüten bis es zur Wiedergeburt kommen würde. Die beiden jungen Frauen saßen neben den Betten ihrer nun toten Mütter und weinten leise. Aurian ließ sie weinen und verließ leise das Zimmer. Sie ging zum Strand um über das Meer zu sehen und auch ihr rollten sachte die Tränen die Wange herab. Myrion trat hinter sie und drückte sie schweigend aber sanft an sich, er gab ihr Trost. Als Lazarus und Ethan hörten was geschehen war, waren sie geschockt und weinten ebenso wie ihre Töchter. Sie rechneten damit das Tara und India sie nun hassen würden, doch das war nicht der Fall, die beiden suchten Schutz in den Armen ihrer Väter und weinten mit ihnen. Man verschob die Willkommensfeier, was Kristan und Naraja gut verstehen konnten, denn die gesamte Götterwelt war darüber betroffen das die beiden Frauen so einen radikalen Entschluss gefasst hatten. Aurian baute einen kleinen Gedenkschrein für die beiden. Ihre Körper ließ sie zu Staub zerfallen, den sie dann in kleine Urnen tat und in den Schrein setzte. Morgan und Marian sollten nicht vergessen werden, zudem ihre beiden Töchter einen Platz brauchten wo sie trauern konnten. Kurze Zeit später teilte Thanatos Aurian mit das er ein junges Fürstenpaar auf der Welt auf dem Naraja und Kristan gewesen waren, gefunden hatte das Zwillinge erwartete und denen er gerne diese beiden Seelen geben würde. Er hatte sich zuvor genau angesehen ob es wirklich zwei Mädchen sein würden, die dort kommen würden. Aurian sah sich das Paar selber an und als sie sah das die beiden eine gute Gesinnung hatten und es sogar schon einen älteren Bruder gab, gab sie ihre Einwilligung. Dann teilte sie das auch Lazarus, Ethan und den beiden jungen Frauen mit, damit sie es sich ansehen konnten. Als die vier nun sahen wie gut die beiden Seelen es haben würden, waren sie beruhigt und die Trauer ließ nach. Dennoch wollten Tara und India ein Auge auf sie haben. Ihren Müttern sollte es wirklich gut gehen. Nun setzte man einen neuen Termin für die Feier fest und man war sich allgemein einig das es sicherlich heiß her gehen würde. Vor allem da Aurian daran teilnehmen würde und der eine oder andere Kerl hoffte eventuell bei ihr mal zum Zug zu kommen.

Wie es wirklich werden würde, das würde man dann ja sehen.

Kapitel 62: Oase der Lust


 

Aurian stand die nächsten Tage oft am Strand und hielt Zwiesprache mit dem Universum. Ethan lauschte den Gesprächen und teilte Lazarus mit was er hörte. So sah Aurian in den Himmel. „Nun ist es geschehen, ich habe mit allen dreien geschlafen, war es so vorgesehen?“ Das Universum antwortete leise wispernd. „Ja, Lazarus und Ethan waren niemals vorgesehen für eine andere Partnerschaft. Ethan noch weniger als Lazarus, du kannst ihnen alles geben was sie brauchen. Und nebenbei wusstest du das schon lange, du solltest wirklich ab und an mal das Wissen abrufen das du besitzt. Ich kann ja verstehen das du auch nicht alles wissen willst und es deswegen verschlossen hältst, doch ab und zu solltest du es dennoch mal prüfen. Die beiden sind zu umtriebig sie sind vom gleichen Schlag. Wobei Lazarus immer noch der Sohn des Lichts ist und Ethan, obwohl er es scheinbar vergessen hat, ein Übergott ist wie du auch. Sehr amüsiert hat mich das Gespräch das Ethan mit Myrion führte, wo er behauptete das er es höchstens einmal mit einer Sterblichen versuchen würde, weil der Spaß verloren gehen würde. Er hat vergessen das er vor gut hundertfünfzig Jahren Marian als Sterbliche kennen lernte und da hat es ihm nichts ausgemacht, das die sterblichen Frauen nicht so viel aushalten. Mal abgesehen davon, das er damals jedem Rock hinter her lief und sich nahm was er bekommen konnte. So wird es auch wieder sein.“ Aurian nickte. „Ich gönne es ihnen sollen sie sich austoben. Ich glaube sie sind wirklich nicht nur für eine Frau gemacht. Was ist mit Myrion?“ Nun lachte das Universum leise. „Myrion ist was er ist. Er ist der Vater aller Götter, wie du selber schon festgestellt hast. Doch auch er war einst ein....wie würde Ethan sagen...scharfer Hund, der seine Finger von keiner Frau lassen konnte. Myrion ist über sich hinaus gewachsen, er ist der stärkste Gott den ich je gesehen habe. Er liebt, er ist wie du. Er liebt jeden der Götter. Er hat gerne Leben um sich und je doller es zugeht um so mehr lebt er auf. Er sagt zwar er will keine Kinder mehr, doch mach dich mal darauf gefasst das er in zwei oder dreihundert Jahren abermals den Wunsch nach einem Kind hat. Bis dahin wird er das Fiasko vergessen haben das mit Iskander kam. Sieh dich um, die Welt der Götter pulsiert vor Leben und das gefällt mir. Oh und ehe ich es vergesse, schau mal in der Galaxie an meinem Rand nach, dort hat sich ebenfalls Leben entwickelt allerdings nicht menschlich. Du wirst deine Gestalt ändern müssen um bei ihnen als Göttin anerkannt zu werden.“ Aurian war überrascht. „Leben aber nicht menschlich? Was denn?“ Das Universum wisperte. „Echsen, dort leben Echsenwesen, sie gehen auf ihren Hinterbeinen und machen die gleiche Entwicklung durch wie die Menschen. Sie streben nach dem gleichen wie sie, sie sehen nur anders aus. Und doch sind es auch deine und meine Kinder. Sie sind noch weit entfernt davon, nach den Sternen zu streben, doch irgendwann wird der Tag kommen wo sie auf die Menschen treffen. Und hab keine Sorge, den Fehler werde ich nicht noch mal machen eine Welt schneller voran zu bringen oder wenn doch dann nur in kleinen Schritten.“ Das Universum kicherte und Aurian schüttelte mit dem Kopf. „Denk dran wenn du es zu schnell voran treibst, können wir es kaum noch überblicken.“ Das Universum stimmte ihr zu.

Aurian sah sich die Welt der Echsenwesen an und sah wieso sich dort kein menschliches Leben entwickelt hatte. Dort war es zu heiß für Menschen, diese Welt war subtropisch. Diese Echsen hatten eine eigene Sprache, die sehr zischelnd war, da sie eine gespaltene Zunge wie Schlangen hatten. Doch hatten sie Häuser gebaut und das Feuer entdeckt und begannen sogar zu forschen. Alles wie es auch die Menschen taten, das Universum hatte recht, sie sahen nur anders aus. Man diskutierte auch darüber ob es noch anderes Leben im Universum gab und ob es höhere Wesen gab als sie. Sie glaubten daran das es irgendwas geben musste. Aurian startete einen Versuch und als sie wieder mal solch eine Diskussion mitbekam, änderte sie ihr Aussehen und sah aus wie sie, dann erschien sie in ihrer Lichtaura und und sprach sie an. „Ihr habt recht es gibt höhere Wesen, doch sehen sie nicht so aus wie ihr, auch wenn ich in der Lage bin eure Gestalt an zu nehmen. Man nennt mich Aurian die Göttin des Lichts.“ Die Echsenwesen fielen vor ihr auf die Knie und verbeugten sich. Sie hatten eine Göttin und das freute sie sehr. Sie wurde gefragt ob sie Opfer haben wollte und wie diese Opfer aussehen sollten. Sie lachte leise und verneinte. „Wenn ihr etwas opfern wollt dann bringt mir Blumen oder Obst, das ist alles, ich bin keine blutrünstige Göttin. Sondern eher der Liebe und des Lichts.“ Man fragte sie ob sie alleine sei oder ob es noch andere gab. Sie sagte ihnen das es helle und dunkle Götter gab. Sie beantwortete alle Fragen soweit sie es für richtig empfand und als man sie fragte wie sie wirklich aussehen würde, zeigte sie ihnen ihre menschliche Gestalt. Mit dieser Gestalt konnten diese Wesen nun so gar nichts anfangen, so das sie wieder ihre Gestalt an nahm. Allerdings hatte diese Erfahrung Aurian darauf gebracht, mal das Universum genauer zu untersuchen ob es noch woanders bereits Leben gab und stellte fest das es auf einigen Welten noch im Ursprung war und in anderen bereits recht weit fortgeschritten, doch das Aussehen war mannigfaltig und nicht alle sahen aus wie Menschen.

Als sich nun der Tag der Willkommensfeier näherte, nahm sie sich vor den anderen bei dieser Feier ihr Wissen mit zu teilen. Dann kam der Tag heran und die Oase füllte sich, man sah den Tisch der für Aurian reserviert war und versuchte einen Platz in ihrer Nähe zu bekommen. Für heute war kein öffentlicher Akt geplant, da das nicht passen würde. Fall sich jemand das große offen einsehbare Bett nehmen wollte so konnte man das tun ohne sich vorher eingetragen zu haben. Neben Aurians Tisch stand ein zweiter auf dem ein Schildchen stand das er für die Ehrengäste reserviert war. Lazarus und Ethan hatten an alles gedacht. Alle Götter ohne Ausnahme waren erschienen, es fehlten nur noch Aurian, Myrion, Lazarus, Ethan und die Ehrengäste. Sogar Damien und Andora waren gekommen, sie hatten eine gesonderte Einladung von Aurian bekommen,wobei es den beiden schon recht peinlich war so halbnackt dort zu sitzen. Doch als sie sahen das sich niemand daran störte, vor allem da alle so angezogen waren, entspannten sie sich. Als dann die Türe aufging betrat Aurian mit den noch fehlenden die Oase und man sah sie an. Gelassen ging sie zu ihrem Tisch und setzte sich, die drei Männer setzten sich zu ihr und Kristan und Naraja an den Tisch der neben ihrem stand. Die Männer starrten sie an und es gab keinen der nicht unruhig wurde bei ihrem Anblick. Allerdings erging es den Frauen nicht anders beim Anblick der drei Männer in Aurians Begleitung. Dann erhob sich Aurian und hieß die beiden neuen Götter erst mal herzlich in ihren Reihen willkommen und erklärte das ihnen zu Ehren diese Feier abgehalten wurde. Als ihr Blick auf Kristan fiel, sah sie seinen lüsternen Blick der sie traf. Naraja stieß ihn an und flüsterte leise. „Starr sie nicht so an.“ Myrion grinste Aurian frech an als sie ihn an sah als wolle er sagen, hab ich es dir nicht gesagt? Dann erklärte sie was sie entdeckt hatte und teilte allen mit das es noch weitere bewohnte Welten gab, als die ihnen bekannten. Dann eröffnete sie die Feier und wünschte allen viel Spaß.

Anfangs ging alles noch recht gesittet zu, doch im Laufe des Abends wurde es ausgelassener und man konnte beobachten das hier und da einige bereits zu fummeln begannen. Ethan hatte sogar für eine Tanzfläche gesorgt wo man leise Musik hören konnte. Als sie keiner nutzen wollte stand Lazarus auf und grinste Ethan und Aurian zu. „Na mal sehen wie lange sich die holde Weiblichkeit beherrschen kann, wenn ich los lege.“ Er schritt, sich leicht in den Hüften wiegend auf die Tanzfläche zu, dort angekommen begann er zu tanzen und seine Bewegungen waren dermaßen aufreizend das selbst Aurian tief Luft holen musste. Vor allem da er wie alle anderen Männer auch nur einen Lendenschurz trug und man seinen Körper so genau betrachten konnte. Sein Blick den er den Frauen zuwarf, war eine Aufforderung, das jede die ihn wollte, ihn heute auch bekommen konnte. Mal glitten seine Hände an seinem Körper entlang, mal hob er sie hoch um sich das Haar zurück zu streichen. Jede Bewegung, jede Geste saß perfekt um die Frauen um den Verstand zu bringen. Selbst Ethan schüttelte mit dem Kopf. „Der Kerl macht sogar uns Kerle an. Er ist unglaublich.“ Naraja beugte sich leicht zu Aurian. „Meint er den Blick ernst? Ich meine will er wirklich jede?“ Kristan sah Naraja an. „Willst du ihn?“ Sie nickte. „Ja, wenn du nichts dagegen hast.“ Kristan lachte. „Nein, wenn du ihn willst nimm ihn dir wenn er dazu bereit ist.“ Aurian nickte ihr auffordernd zu. „Geh nur, nimm ihn dir.“ Das ließ sich Naraja nun nicht zweimal sagen und so betrat sie kurz darauf die Tanzfläche und tanzte ihn an. Lazarus flüsterte ihr leise beim tanzen zu. „Bist du dir sicher?“ Sie nickte und kaum hatte sie ihre Zustimmung gegeben griff Lazarus auch schon zu, sie an sich pressend, dann küsste er sie leidenschaftlich und man hörte ein leises aufstöhnen der anderen Frauen im Raum. Er führte sie zu einer der Nischen. Als nun die Tanzfläche wieder frei war, erhob sich Ethan. „Was er kann, kann ich auch.“ So tat er es Lazarus gleich und auch bei ihm, waren es einige Frauen die schwer zu atmen begannen als er loslegte und sich präsentierte. Hier erhob sich nun Ijana und trat zu ihm auf die Tanzfläche. Dorian sah sie an und schluckte. Er wusste das er Ijana vernachlässigt hatte und seufzte leise. Ethan sah Ijana an und flüsterte. „Du weißt das es nicht noch mal passieren sollte.“ sie nickte und flüsterte zurück. „Aber ich will es.“ Daraufhin zuckte Ethan mit den Schultern und griff ebenso zu wie zuvor Lazarus, er hatte keine Skrupel, Lazarus Tochter mit ins Bett zu nehmen, was er nun auch tat. Dorian sah den beiden hinter her als sie auf eine weitere Nische zugingen und kochte vor Wut. Aurian grinste Myrion an. „Na willst du es nicht auch versuchen? Allerdings sollten dann wohl alle aus dem Weg gehen bei dem Ansturm der dann auf die Tanzfläche los geht.“ Myrion lachte. „Das würde wohl erst dann geschehen, wenn du die Tanzfläche betrittst.“ Aurian sah durch den Saal und so entging ihr auch Dorians wutverzerrtes Gesicht nicht. Sie sah Myrion an und deutete zu Dorian. „Ich glaube ich muss schlimmeres verhüten.“ dann grinste sie. „Ach und damit du nicht alleine hier sitzt, schau mal Iona, nun geh und erfülle ihr endlich den sehnlichsten Wunsch, denn ich weiß das sie sich immer schon mal gewünscht hat in deinen Armen zu liegen. Außerdem weiß ich das du sie scharf findest. Mich kannst du schließlich immer haben. Also los erhebe deine alten Knochen und tue es.“ Myrion lachte und nickte. „Na gut aber nur weil du es sagst.“ Sie grinste kurz und tat dann gespielt ernst. „Natürlich.“ Sie erhob sich und die Männer dachten schon das sie eventuell nun zum Zug kommen würden, doch statt zur Tanzfläche zu gehen trat sie auf Dorian zu und sah ihn an. „Du kommst mit mir. Es wird mal wieder Zeit.“ Dorian blieb fast das Herz stehen, doch erhob er sich. Er konnte sein Glück gar nicht fassen, das sie von sich aus auf ihn zu gekommen war. Die neidischen Blicke genoss er, die man ihm nun zu warf. Vergessen war die Wut die er eben noch in sich fühlte. Auf dem Weg zu der Nische die sie sich aus geguckt hatte trat sie auch noch zu Eric und sah ihn an. „Du bist der nächste. Es sei denn Dorian duldet dich neben sich.“ Sie sah Dorian an, der ihr gefolgt war, er schüttelte den Kopf. „Ich hätte dich gerne für mich alleine.“ Aurian nickte und sah Eric an. „Dann später, doch fällig bist du mein guter.“ Soraja lächelte als sie das Gesicht ihres Mannes sah, ein Traum wurde für ihn wahr. Er sah Soraja direkt an als Aurian weiter gegangen war. „Wenn dich das stört werde ich ablehnen Liebes. Ich will dir nicht weh tun.“ Soraja sah ihn an. „Bist du verrückt? Sie bietet dir etwas an, für das dich jeder andere Kerl hier erschlagen würde und du willst ablehnen? Nein, nein du wirst dein bestes geben ist das klar? Ich will nicht hören das du nicht alles gegeben hast.“ Eric sah sie liebevoll an. „Ich liebe dich und das meine ich ernst. Danke, für mich wird ein Traum war.“ Sie sah ihn ebenso liebevoll an. „Ich weiß und ich liebe dich auch. Also nimm dir was dir geboten wird. Du bist mir lange genug treu gewesen und noch was, Dorian rührt Ijana kaum noch an, da könntest du auch ein gutes Werk tun. Sie sollte es nicht nötig haben sich Ethan an den Hals zu werfen. Oder findest du sie nicht attraktiv?“ Eric lachte. „Liebes, jede deiner Schwestern finde ich attraktiv. Um ehrlich zu sein, wenn ich nicht die Angst gehabt hätte das ich dich damit verletzte, hätte ich sie mir schon lange genommen. Ich verstehe nur nicht wieso Dorian sie nicht mehr will, er war doch früher so scharf auf sie.“ Soraja zuckte mit den Schultern. „Das weiß ich auch nicht, vielleicht solltest du mal mit ihm reden.“ Eric nickte. Unterdessen waren Dorian und Aurian in der Nische angekommen und Dorian tat sich keinen Zwang an er riss sie sofort in seine Arme und fiel regelrecht über sie her. Er nahm sich nicht mal die Zeit für ein Vorspiel sondern nahm sie sich direkt. Sein Verstand setzte vollkommen aus und er nahm sie sich immer wieder und das recht kurz hinter einander. Aurian kam kaum dazu mal Luft zu holen da drang er bereits wieder in sie ein. Als er die schlimmste Gier überwunden hatte wurde ihm klar was er getan hatte und er sah sie an. „Es tut mir leid, doch seit der Zurückführung ist in mir wieder die gleiche Begierde die ich schon damals hatte. Ich kann mich kaum zügeln. Ich muss erst wieder lernen damit um zu gehen.“ Aurian nickte immer noch schwer atmend. „Nun mich kannst du damit nicht verletzen. Ist das der Grund warum du Ijana nicht mehr anrührst und warum du nicht mehr zu mir kamst?“ Er nickte und zog Aurian an sich. „Ja wie kann ich ihr oder dir das antun? Ich gebe zu seit diesem Tag war ich oft bei den Sterblichen und habe mir dort mit Gewalt geholt was ich brauchte.“ Aurian nickte. „Ich verstehe, also ab sofort wirst du wenigstens zweimal die Woche zu mir kommen, das kriegen wir schon wieder in den Griff. Doch die Vergewaltigungen der Sterblichen müssen aufhören. Wenn du das so nötig hast, dann tue es mit mir, ich kann es vertragen, mir machen diese Gewaltakte nichts aus. Aaron ist da nicht viel anders, er muss auch seine Gewalt irgendwo loswerden. Und ich mag es wenn es hart zur Sache geht. Nur warum bist du nicht zu mir gekommen, du wusstest doch das es mir nichts ausmacht.“ Dorian seufzte. „Wie konnte ich das, nachdem ich dir Leander regelrecht auf den Hals gehetzt habe?“ Aurian lachte leise. „Du weißt gar nichts. Ich sage dir mal was. Dein Leander ist besser als du denkst, er ist zwar verdorben bis zum geht nicht mehr, ebenso auch eiskalt und skrupellos, doch er hat auch ein gutes Herz und ist sehr vertrauenswürdig. Apoll und Luna lieben ihn sehr, ebenso auch Iskander, weil er sich immer Zeit für sie nimmt und ihnen zuhört.“ Dorian nickte. „Doch ich habe dafür gesorgt das er dich verführt und ich hatte damit gerechnet das du ihn abweist und …....na ja er sich an dir rächt.“ Aurian lächelte. „Ich habe ihn nicht abgewiesen und tue es immer noch nicht. Er ist übrigens sogar sehr gut im Bett und macht mir viel Freude. Er hat aber etwas erkannt was du immer noch nicht begriffen hast. Ich liebe euch alle. Ich könnte nicht mit einem von euch schlafen, wenn ich nicht wenigstens ein wenig Gefühl für euch hätte.“ Dorian sah sie überrascht an. „Du liebst mich auch?“ Sie nickte und strich mit ihren Fingern über seine Brust. „Ja, ich liebe dich auch.“ Er sah auf ihre Finger. „Mach so weiter und ich nehme dich noch mal.“ Sie grinste ihn frech an. „Na worauf wartest du dann noch?“ Er stöhnte auf und küsste sie hart und verlangend, dann nahm er sie sich noch mal. Er konnte nicht genug bekommen und Aurian wurde klar das er die letzten zwanzig Jahre wirklich gelitten haben musste. Als er später erschöpft auf ihr lag und sie ansah, lächelte er seit langem wieder einmal. Aurian sah ihn an. „Inzwischen dürfte Ethan wohl mit Ijana fertig sein, sobald du wieder ein wenig zu Kräften gekommen bist, schlage ich vor das du sie dir mal nimmst. Deine schlimmste Gier müsste ja nun befriedigt sein, so das du deine Gewalt beherrschen kannst. Mal abgesehen davon unterschätze Ijana nicht, sie hält einiges aus. Vergiss nicht sie hat Dämonenblut in sich. Sprich mit ihr, sag ihr was mit dir los ist. Und wer weiß vielleicht brauchst du mich dann nicht mal. Wenn sie dir nicht standhalten kann, komm zu mir und das wie ich schon sagte mindestens zweimal die Woche.“ Dorian nickte, er küsste sie dankbar. „Ich liebe dich übrigens auch.“ Er erhob sich von ihr und legte den Lendenschurz wieder an. Er sah sie noch mal an, dann ging er. Aurian blieb noch einen Moment liegen, Dorian hatte ihr einiges abverlangt. Sie erhob sich als sie wieder einigermaßen fit war und ging nackt wie sie war zum Pool und ließ sich dort ins Wasser gleiten. Es kühlte ihre malträtierten Glieder und erfrischte sie. Sie konnte kurze Zeit später sehen wie Dorian Ijana nachdrücklich bedrängte und dachte nur das er sich aber schnell erholt hatte. Auch Leander hatte es gesehen und ließ sich zu ihr ins Wasser gleiten, leise flüsterte er ihr zu. „Er will sie? Da hast du doch deine Finger im Spiel oder ist es Eifersucht, weil sie es mit mir und Ethan getrieben hat?“ Aurian sah Leander an. „Sei nicht so neugierig.“ Er rückte näher an sie heran und seine Hand umfasste eine ihrer Brüste um sie zu streicheln. „Ich bin noch viel neugieriger. Wie ist es, gehst du mit mir in eine der Nischen oder soll ich es gleich hier tun?“ Sie lachte leise und sah ihn an. „Das wagst du nicht.“ Er grinste frech. „Nicht? Darauf würde ich an deiner Stelle nicht wetten.“ Da sie auf einem der Sitzplätze im Wasser saß konnte er sich erheben und sich zwischen ihre Beine stellen die er auseinander drückte, er sah auf sie herab. „Sag noch mal das ich es nicht wagen würde und ich nehme dich gleich hier. Vor aller Augen.“ Sie sah zu ihm hoch und forderte es heraus. „Das wagst du nicht.“ Leander nickte, zog leicht ihren Po nach vorne und drang kurz und bündig in sie ein, sie stöhnte auf und er grinste. „Fordere mich niemals heraus. Du ahnst nicht mal zu was ich alles fähig bin.“ Sie klammerte sich rechts und links an den Beckenrand, während er immer härter und schneller zu stieß. Inzwischen war man darauf aufmerksam geworden was zwischen ihnen vor ging und sah ihnen zu. Leander genoss es, ihn störte es nicht das man ihnen zusah und er wusste wie hemmungslos Aurian war. Nur deswegen hatte er sich getraut es überhaupt zu wagen. Doch alle anderen bewunderten seinen Mut, das ausgerechnet mit Aurian zu tun. Aurian versuchte sich zusammen zu reißen und nicht zu laut zu stöhnen, Leander grinste immer noch. „Na komm lass deine Lust heraus. Lass sie mich spüren, ich will sie hören. Ich weiß doch das es dir gefällt.“ Immer heftiger nahm er sie bis sie es nicht mehr aushielt und dann laut aufschrie. Aber ihm erging es nicht anders, als er nun bekam was er wollte schrie er ebenso auf. Einige male setzte er noch nach, dann entzog er sich ihr sachte und setzte sich als wäre nichts gewesen, schwer atmend wieder neben sie. „Das mal dazu ich würde es nicht wagen. Also ich fand es scharf und würde es jederzeit mit dir wieder holen.“ Er erhob sich kurz darauf und flüsterte ihr zu. „Ich sehe deinen Bullen kommen, da ist es wohl besser ich verschwinde, schließlich hatte ich gerade mein Schwert in seiner Frau versenkt.“ Bevor Aurian noch was sagen konnte, hatte sich Leander bereits aus dem Becken geschwungen und den Platz für Myrion frei gemacht. Der ließ sich jetzt neben sie ins Wasser gleiten und grinste sie an. „Dieser Bengel, also wirklich. Frech wie Fliegendreck. Hat es dir denn wenigstens gefallen?“ Aurian sah Myrion giftig an, der daraufhin laut los lachte. „Ach komm Kätzchen, wenn du es nicht gewollt hättest, hätte er sich an den Beckenrand geklatscht wieder gefunden.“ Er sah zu Leander und blickte dann Aurian wieder an. „Ich mag den Bengel, er traut sich wenigstens was.“ Es kam an diesem Abend noch zu einigen Konstellationen mit denen keiner gerechnet hatte, doch alles in allem war es eine sehr heiße Feier auf der alle auf ihre Kosten gekommen waren. Bis auf die beiden Jungfrauen Jordan und Tara, die inzwischen auch zwanzig Jahre alt waren, doch ihnen hatte das zuschauen schon Spaß gemacht. Eric bekam von Aurian die Aufforderung am nächsten Tag zu ihr zu kommen. Für heute hatte sie erst mal genug, vor allem da sie wusste das Myrion später auch noch was von ihr wollen würde. Als Aurian ihn nach Iona fragte, gab er zu das er sich mit ihr sehr amüsiert hatte. Es hatte ihm gefallen, mal jemand anderen in seinen Armen zu halten. Als Aurian ihn ansah, hatte sie das Gefühl das er wieder auf den Geschmack gekommen war und vielleicht mal nicht nur Hausmannskost wollte. Sie gönnte es ihm, sie wusste ja das sie bei ihm immer an erster Stelle kommen würde. So gesehen war die Oase für alle ein deutlicher Gewinn. Denn dort konnte man sich treffen und wusste das jeder der dort hin kam das selbe wollte. Selbst wenn es nur zuschauen war.

Kapitel 63: Iskander ist zurück

 

Am Tag nach der Feier ging alles wieder seinen gewohnten Gang für alle, das heißt bis auf einen. Eric....er fand sich am Nachmittag bei Aurian ein. Eric war normalerweise nicht schüchtern und wusste was er wollte und konnte, sei es im Kampf oder auch im Bett. Doch hier und jetzt als er Aurian in deren Schlafzimmer für ihre Liebhaber gegenüber stand, verließ ihn das Selbstbewusstsein. Er sah sich um. Das Zimmer war geschmackvoll eingerichtet und zeigte doch wofür es gedacht war. Es hatte ein rundes rotes Bett, worüber Chiffontücher hingen die das ganze recht verrufen wirken ließen. Es hatte auch eine Sitzecke wo man sich unterhalten konnte auf dessen Tisch nun ein Kübel mit Champagner und zwei Gläser standen. An den Wänden hingen eindeutige Bilder, die zum Teil nackte Männer zeigten aber auch unbekleidete Frauen. Auf dem Bild über dem Bett sah man ein Paar, in recht eindeutiger Aktion. Er sah anschließend an Aurian entlang und sie deutete auf den Sektkübel. „Vielleicht solltest du die Flasche öffnen.“ Eric atmete bereits schon schwer und man konnte sehen das er sich wirklich beherrschen musste. Er wusste ja was sie von ihm wollte, wobei er sich nicht sicher war, wollte sie wirklich etwas von ihm oder tat sie es nur, weil sie wusste das er es wollte. Er nickte und schritt zum Tisch um den Champagner zu öffnen. Immer wieder glitt sein Blick an ihr entlang, er reichte ihr ein Glas. Als sie nun unmittelbar vor ihm stand und das Glas mit einer Hand nahm, glitten ihre Finger der anderen Hand bereits sachte und aufreizend langsam über seine nackte muskulöse Brust, die er durch ein weit geöffnetes Hemd offenbarte. Sie ahnte das er hin und her gerissen war. Er keuchte leise auf und presste heiser heraus. „Lange kann ich mich nicht mehr beherrschen, also solltest du vorsichtig sein mit dem was du tust.“ Sie grinste und zwinkerte ihm frech zu. „Dann lass sie fallen und nimm dir was du so heiß begehrst. Sonst tue ich es.“ Seine Augen verengten sich, das war eine eindeutige Aufforderung, so stellte er sein Glas weg und griff um sie herum und zog sie kraftvoll an sich. Ihren Körper nun so nah an seinem zu spüren, zu wissen was sie gleich tun würden ließ seine Beherrschung in sich zusammen sinken und er küsste sie verlangend, sie hart an sich gepresst haltend. Er nahm ihr das Glas aus der Hand und drängte sie zum Bett, es dauerte nicht lange da hatte er sie und sich bereits ausgezogen. Was er nun erlebte hatte er noch bei keiner Frau erlebt, sie schien seine Wünsche und Begierden zu ahnen denn sie ging auf alles ein. Sie forderte ihn auch immer wieder, bis er keuchte. „Ich kann nicht mehr. Lass mich einen Moment zu Atem kommen.“ Aurian nickte sanft lächelnd, wobei sie selber ebenfalls nach Atem rang. Als sie meinte er habe sich genug erholt, begann sie ihn abermals zu fordern, er konnte nur mit dem Kopf schütteln und sah sie an. „Das hält Myrion aus? Du bist unglaublich, das habe ich noch nie erlebt.“ Sie grinste frech. „Oder kannst du gar nicht mehr? Dann lassen wir es. Aber um deine Frage zu beantworten, ja er hält es aus.“ Darauf angesprochen ob er nicht mehr könnte, ließ nun seinen Ehrgeiz steigen, er wollte ihr zeigen was er alles konnte. Er legte abermals los, doch diesmal zeigte er das er auch härter zur Sache gehen konnte, denn jetzt forderte er sie immer wieder, bis sie schwer atmend keuchte. „Genug, es ist genug.“ Aurians Ausdauer hätte auch ein Pferd umgehauen, doch wusste sie das die Männer das Gefühl haben mussten, das sie alles gegeben und ihr alles abverlangt hatten. Als sie nun sagte das es genug sei, strahlte er. Als beide sich ein wenig erholt hatten stand er auf und holte die beiden Gläser, wovon er ihr eins reichte, dann legte er sich wieder zu ihr und zog sie zu sich heran, er lächelte und seine Augen strahlten. Er war überglücklich. Dieses Glück in seinen Augen zu sehen machte sie glücklich. Sie unterhielten sich noch eine weile und als er wieder soweit fit war, erhoben sie sich. Kurz bevor er ging, zog er sie noch mal an sich. „Du hast mich heute zum glücklichsten Mann unter der Sonne gemacht. Ich weiß das du es oft hörst dennoch will ich dir sagen, ich liebe dich.“ Sie lächelte, strich ihm noch eine Haarsträhne aus dem Gesicht und nickte. „Ich liebe dich auch.“ Dann ging er und als Aurian später auf Myrion traf, lächelte er sie liebevoll an. „Ich glaube du hast ihn heute sehr glücklich gemacht. So zufrieden habe ich ihn schon lange nicht mehr gesehen.“ Aurian nickte. „Ich weiß das er Soraja sehr liebt, doch glaube ich so wie er sich eben aufführte, das er einiges vermissen muss. Ich glaube sie ist zu sanft für ihn. Er ist ihr die ganzen Jahre über treu gewesen, was man ihm hoch anrechnen muss. Allerdings glaube ich das er jetzt ausbrechen wird, ihm wird wohl klar geworden sein, das er auf zu viel verzichten muss.“ Myrion nickte verstehend. Was weder Aurian noch Eric ahnten war das Soraja wissen wollte auf was ihr Mann stand und sich heimlich und unsichtbar in Aurians Schlafzimmer geschmuggelt hatte und so sehen konnte was ihr Gatte wirklich brauchte. Jetzt da sie es wusste, würde Eric bei ihr auf nichts mehr verzichten müssen und sie würde ihn ebenso glücklich machen können wie es Aurian noch kurz zuvor getan hatte. Soraja wusste das Eric sie ebenso liebte wie sie ihn, auch wenn es Anfangs vielleicht nicht so ausgesehen hatte. Sie wollte nicht das er litt. Bei einigen Dingen die Aurian getan hatte, war sie schamrot geworden, doch hatte Eric auch nichts unmögliches verlangt.

Die nächsten Wochen und Monate gingen sehr ruhig dahin. Eric sah man nun sehr oft strahlen, was aber nichts mit Aurian zu tun hatte, sondern Soraja erfüllte ihm nun seine Wünsche, die beiden hatten sich endlich mal darüber ausgesprochen was beide wirklich wollten. Dorian kam wie Aurian ihn aufgefordert hatte zweimal die Woche zu ihr um seine dunkelsten Triebe raus lassen zu können und begann sie langsam wieder zu beherrschen und sich nicht von ihnen beherrschen zu lassen. Leander war nach wie vor frech und dreist und nahm sich von Aurian was und wo er wollte, allerdings auch von jeder anderen Frau die ihm willig gab was er wollte. Aurian war gemäß ihres Versprechens an Dion, immer noch auf der Suche nach der Seele die zu ihm passte. Ethan und Lazarus brauchten auf nichts zu verzichten, es gab immer willige Frauen die sich glücklich schätzten von den beiden mit ins Bett genommen zu werden. Tara und Jordan hüteten ihre Jungfräulichkeit weiter hin, wobei India und Soran sich hier und da mal mit Dion und Julien einließen. Riana war unersättlich wie eh und je und tobte sich auf ihre Weise in der Oase aus. Wobei sie hier auch nicht vor Lazarus und Ethan halt machte, jetzt wo sie wusste das man die beiden nur zu fordern brauchte. Die Monate zogen dahin und Tara und India achteten weiterhin auf ihre noch ungeborenen Mütter, die nun in der Welt der Sterblichen zur Welt kommen würden. Als es soweit war, halfen sie unsichtbar der jungen Mutter die beiden zur Welt zu bringen. Die Jahre vergingen und die beiden Kinder wuchsen heran. Sie hatten liebevolle Eltern und ihr Bruder vergötterte die beiden. Ihnen ging es sehr gut. Die Welt lebte dank des jungen Hochkönigs in Frieden der irgendwann seinen Bruder begnadigte und ihn lediglich anwies die Insel zu verlassen, er wollte nicht dessen Dolch im Rücken haben. Er gab ihm ein kleines Land dem er als König vorstehen konnte. Kristan und Naraja achteten darauf das ihr jüngster Sohn wirklich von seinem Bruder unbehelligt blieb. Die beiden besuchten auch die Welt auf der sie viele Jahre als Silenee und Argon gelebt hatten. Als sie sich allerdings in der Gruft umsahen um zu sehen ob ihre Körper noch dort lagen, waren diese fort.

Fünfundzwanzig Jahre vergingen nach der Zeitrechnung der Götter, wobei es auf den sterblichen Welten fünfzig waren. Von Iskander hatte man nichts gehört, bis auf das er sich regelmäßig bei Leander meldete und ihm sagte das es ihm gut ginge. Eine Zeit in der Morgan und Marian, sich neu verliebt, sehr liebevolle Partner gefunden hatten und selbst bis ins hohe Alter von ihrem Bruder geliebt wurden. Als sie abermals starben hatten sie ein glückliches und zufriedenes Leben hinter sich gebracht. Sie warteten auf ihre erneute Wiedergeburt und abermals sorgte Thanatos dafür das sie ein gutes und liebevolles Elternhaus bekamen. Tara und India hatten die ganze Zeit immer auf sie geachtet. Doch selbst nach der langen Zeit hatte sich Tara noch keinem Mann geschenkt. Einige Götter wunderte das sehr, doch meinte sie auch zu ihrem Vater, sie käme auch ohne Kerl ganz gut aus. Ebenso Jordan, was Dion und Julien fast zur Verzweiflung brachte, denn die beiden waren nach wie vor scharf auf sie, doch bekamen die beiden zur Antwort wenn sie ihr mit dummen Sprüchen kamen, das sie lediglich mit ihr ins Bett wollten und genau wüsste das da nicht mehr dahinter wäre.

Und eines Nachmittags als Aurian und Myrion wieder mal in ihren Liegestühlen lagen, stand auf einmal Iskander vor ihnen. Er war äußerlich zwar um keinen Tag älter geworden, doch erschien er körperlich kräftiger und stärker und in seinen Augen sah man das er viel hinter sich gebracht hatte. Er sah Aurian an, die sofort aus dem Liegestuhl sprang und ihn in ihre Arme riss. Er hatte sie noch nie weinen sehen doch nun weinte sie vor Freude ihn zu sehen. Er sah sie ruhig an, dann legte er einen Arm um sie, zog sie an sich und küsste sie leidenschaftlich. Nachdem er den Kuss schwer atmend löste, lächelte er dunkel. „Ich komme um zu fordern was mir zusteht. Wenn du mich nun zurück weist, gehe ich und werde nicht wieder kommen. Denn ich liebe dich mehr als mein Leben und will nicht mehr ohne dich sein. Du hattest nun Zeit genug dich darauf ein zu stellen.“ Aurian nickte verstehend und Myrion legte einen Arm um seine breite Schultern, nachdem er sich von Aurian gelöst hatte. „Junge wir sind glücklich das du wieder da bist und werden dich mit Sicherheit nicht wieder gehen lassen. Komm setze dich zu uns und erzähl erst mal wo du die ganze Zeit über warst.“ So setzten sie sich an einen Tisch, wobei Iskander Aurian immer wieder ansah und sie betrachtete. Myrion informierte Aaron telepathisch darüber, das sein Sohn wieder da war. Der kam auch sofort um Iskander in seine Arme zu ziehen. Iskander hatte klar und deutlich gesagt was er verlangte und Aaron sah Aurian später an. „Wirst du es ihm geben können? Bist du bereit dazu? Ich will ihn nicht noch mal hergeben müssen.“ Aurian lächelte Aaron an und nickte. „Ja, hab keine Sorge, ich bin bereit. Ich will ihn ebenso wenig noch mal verlieren, denn ich befürchte, diesmal würde er nicht nur auf eine Reise gehen, sondern seine Seele Thanatos übergeben und vielleicht sogar verlangen sie zu vernichten. Das werde ich nicht zulassen, denn ich liebe ihn auch. Ich schlafe mit so vielen Männern, das es darauf auch nicht mehr ankommt.“ Aaron nickte beruhigt und zog Aurian in seine Arme. „Danke, ich danke dir. Ich hätte nie gedacht das der Junge mir so viel bedeuten könnte.“ Iskander hatte viel zu erzählen und als er von Aurian die Zusage hatte das er bekommen würde was er verlangte, sah man das er glücklich war wieder da zu sein. Er war gereift und wirklich männlicher geworden, wie Myrion es vorausgesagt hatte, alles jungenhafte war verschwunden. Obwohl Aurian sich dachte, wenn er eine zeit lang mit Leander oder Ethan verbracht hatte, das die ihn wohl mit ihrem Übermut anstecken würden, doch das war ihr lieber als dieses ernste das im Moment von ihm ausging.