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Kapitel 34: Verwaltungsarbeit und
eine innere Erkenntnis

Jasmin war glücklich das Eric
wieder an ihrer Seite stand, weniger glücklich war sie
allerdings darüber als ihr klar wurde das sie tatsächlich nun ob
sie wollte oder nicht die Herrscherin über das Universum war.
Leith so gütig wie er auch war, machte es ihr deutlich klar. Und
so betrat sie nun zum ersten Mal offiziell den Thronsaal, wo der
Thron stand der von den beiden Löwen flankiert wurde. Alle
folgten ihr, Eric sowieso und seit kurzem wich auch Dorian nicht
mehr von ihrer Seite. Allgemein wunderte man sich zwar darüber,
doch traute sich auch keiner zu fragen wieso. Hinter ihr
betraten nun Mystra und Andra den Raum, ebenso wie Iona und
Aaron, so auch das Schicksal und Väterchen Zeit. Gevatter Tod
hatte keine Zeit und die Inkarnation des Bösen, stiftete lieber
Unheil, solange die Herrin des Lichts nicht auf ihn fixiert war.
Abgesehen davon das ihn immer noch niemand zu Gesicht bekommen
hatte. Und auch Leith stand hinter ihr.
Jasmin schritt nun zum Thron,
doch wenn alle erwartet hatten das sie sich dort nun
niederlassen würde, so sahen sie sich getäuscht, sie öffnete
lediglich die Wand hinter dem Thron und trat hinaus auf das auch
dort vorhandene Plateau. Langsam glitt ihr Blick über die kleine
Insel, Eric sah wie sich kleine Tränen aus ihren Augen lösten.
Sie war überwältigt von der Schönheit die sich ihren Augen
auftrat. In der Ferne sah sie die goldene Stadt, und auch die
Wesen die dort entlang gingen, sie betrachtete die grünen Wiesen
und auch den Strand an dem noch vor kurzer Zeit die Urmutter und
die beiden anderen Geister gestanden hatten. Dann wendete sich
ihr Blick den Bergen zu die sich hinter der Stadt erhoben. Sie
atmete einmal tief ein.“ Ihr habt recht, ich muss langsam lernen
das Universum zu verwalten. Fangen wir doch erst mal mit dieser
kleinen Insel an. Dorian und Andra......da eure Schöpfer nicht
mehr da sind, die Stadt aber nach ihrem Willen verwaltet werden
muss, so sollt ihr die entsprechenden Pflichten übernehmen.“
Andra strahlte und drückte Mystra sanft an sich, er freute sich
wieder eine Aufgabe zu haben. Dorian gefiel das gar nicht, doch
nickte auch er leicht zustimmend. „Iona ….....ich habe bei dir
schon lange das Gefühl das du dich in der Höhle nicht wohl
fühlst, so sollen du und dein Gefährte ein Haus bekommen, damit
du dir auch wieder einen Garten anlegen kannst und von dort aus,
wirst du deine Pflichten was die Welten angeht ausführen.“ Auch
Iona strahlte nun, Jasmin hatte es schon richtig erkannt, die
Höhle war nicht ihre Welt. Aaron war es simpel egal, solange er
Iona in seinen Armen halten konnte. Leise fragte Iona und
deutete dabei auf eine besondere Stelle, einer kleinen Insel in
einem See. „Dürften wir wohl dort unser Haus haben?“ Jasmin
nickte und sah dort hin und alle konnten sehen wie dort ein
kleines Haus entstand. Es war hauptsächlich in grünen Farben
gehalten, als Anerkennung an die Natur, doch waren auch gemalte
Flammen zu sehen die die Fenster und die Türe umrahmten, das
zeigte an das dort auch der Krieg seinen Wohnsitz hatte. So
sorgte Jasmin nach und nach dafür das jeder ein Haus auf der
grünen Insel bekam, das Schicksal bekam eins das mit Spinnweben
bemalt war und woran man erkennen konnte wer es bewohnte. Der
Tod bekam eines in schwarz gehalten und tief in den Schatten des
Berges verborgen. Die Zeit bekam ein Hausboot das ständig auf
dem Fluss, der sich durch die Insel zog, auf und ab fuhr und nie
still stehen würde. Dann sah sie es sich an. Auf der Grenze
zwischen den beiden Hälften der Stadt entstand ein kleiner
Palast, der ebenso kleine golden Türmchen bekam und recht
romantisch aussah. Und Eric fragte leise. „Für wen ist das?“
Jasmin sah Mystra an. „Da du auch weiter hin, zwischen gut und
böse stehen und auch weiterhin für beiden männlichen Avatare da
sein wirst so soll das dein Wohnsitz sein.“ Mystra neigte
dankend den Kopf, doch sah sie Dorian an. Dorian schnaufte
leise: “Na sag es schon, ich komme eh nur noch zu dir um meine
körperlichen Bedürfnisse zu stillen.“ Jasmin sah die beiden nun
ebenso fragend an wie Eric, doch er sprach es aus: “Wieso? Ich
dachte das dir Mystra mehr bedeuten würde, denn nur als
Gespielin im Bett.“ Dorian knurrte dunkel: “Das fragst
ausgerechnet du?“ Nun begriffen Eric und Jasmin langsam. Mystra
senkte leicht den Kopf und Dorian platzte heraus: „Verdammt ja,
es ist wahr. Ich liebe Jasmin, ich will sie nicht nur in meinem
Bett, was glaubt ihr warum ich mich immer in ihrer Nähe
aufhalte. Ich bin zum ersten mal richtig glücklich, wenn dazu
auch noch eine Kleinigkeit fehlt, doch zum ersten mal bin ich
glücklich auch ohne irgendwo Zwietracht zu sähen oder irgendwas
hinterlistiges zu tun. Und wenn sie sich einmal bereit erklären
würde, nur einmal, wäre mein Glück perfekt. Doch ich liebe auch
Eric, er ist wie ein Seelenbruder und ich will nichts tun was
uns trennen könnte.“ Zum ersten mal stand Dorian zu sich und
seinen Gefühlen. Eric der wusste wie schwer ihm das gefallen
war, achtete ihn dafür hoch. Jasmin sah zwischen Dorian und Eric
hin und her, sagte aber erst mal nichts dazu. Eric klopfte
Dorian leicht auf die Schulter, wobei leicht bei ihm eher
bedeutete, Dorian flog fast über die Brüstung des Plateaus. Dann
wendete sich Jasmin wieder der Insel zu und an einem Ende des
Strandes wuchs ein kleines Dorf, das geschmackvolle kleine
Villen enthielt, deren Dächer ebenso wie die der Stadt golden
waren. „Auch die Götter sollten eine Heimstätte haben, wenn sie
mal eine weile körperlich werden wollen. Und so sollen sie dort
ihre Heimat finden.“ Alle nickten zufrieden und Mystra sah man
an das sie sich freute eventuell auch Suna dort mal sehen und
besuchen zu können. Dann bildeten sich Stufen die vom Plateau
herab führten auf die Insel. Und Jasmin deutete mit der Hand an
das sich nun alle ihr neuen Häuser anschauen dürften. So machte
sich die Gruppe auf den Weg, nur Jasmin, Dorian und Eric blieben
zurück. Und Leith bat Jasmin kurz um ein Wort. Jasmin nickte und
Dorian und Eric betraten wieder den Thronsaal und sahen sich die
Sternenkarte an die an einer der Wände hing. Leith sah Jasmin
an: „Ich weiß das ich am wenigsten das Recht habe so etwas zu
sagen, doch du solltest dir mal überlegen ob du ihm nicht doch
den Wunsch erfüllst. Die beiden zusammen könnten Sterne
versetzen, wenn es nötig wäre. Sie lieben dich beide.“ Jasmin
schüttelte den Kopf: „Ich will das nicht, ich liebe Eric und
würde ihn niemals betrügen.“ Leith nickte: „Ich weiß und doch
belügst du dich im Moment auch selber, weil du Angst davor hast
was sich in dir verbirgt. Du liebst Dorian vielleicht noch nicht
und doch findest du etwas an ihm. Und denk mal darüber nach,
auch Eric liebtest du am Anfang nicht und heute ist eure Liebe
schon eine Legende.“ Jasmin sah zu den beiden Männern: “Kann man
denn wirklich zwei Männer lieben und das ohne das die eine, die
Liebe des anderen schmälert?“ Leith lächelte sanft: „Du bist die
Herrin des Lichts. Sag du es mir.“ Während Leith mit Jasmin
sprach, sah Eric immer mal Dorian an: „Du liebst sie wirklich
oder?“ Dorian nickte leicht: „Ich weiss auch nicht wie es
geschehen ist. Es schlich sich langsam in mein Herz, sofern ich
eins habe. Ich fühle mich wohl in ihrer Nähe und es macht mich
glücklich sie lachen zu sehen. Ich würde für sie alles auf mich
nehmen.“ Eric nickte verstehend. „Und doch fehlt dir etwas zum
perfekten Glück. Weißt du während ich gegen meine Dämonen
kämpfte rang ich einen Dämon besonders nieder und das war der,
der Eifersucht, ich habe dieses Gefühl inzwischen weit hinter
mir gelassen. Und da ich weiß das du mir gegenüber keine
Eifersucht hegst, weil ich bereits mit ihr das Bett teile, ohne
das du mir gleich an die Gurgel gehst. So wäre es möglich....“
Eric beobachtete Dorian genau. Dieser sah ihn nun an: „Was sagst
du da? Soll das heißen wenn ich es versuchen würde, das du
nichts dagegen hast, sollte sie schwach werden?“ Eric nickte
leicht: „Ja das soll es heißen. Wir alle sind gereift, älter
geworden, auch wenn man es uns nicht ansieht. Jeder von uns hat
bereits gegen innere Dämonen kämpfen müssen, wobei ich glaube
die einzige die ohne Dämonen ist, dürfte Jasmin sein. Und so
sollte sich keiner von uns das Leben schwerer machen als es
ohnehin schon ist. Hätte man mir vor einigen Wochen noch gesagt
das ich das mal sagen würde, ich hätte denjenigen wohl
umgebracht, doch jetzt.“ Er sah zu Jasmin: „Ich kann deine
Gefühle absolut verstehen. Mir geht es nicht anders. Zudem muss
ich zugeben, würde sie es mir erlauben, würde ich wohl auch ab
und an mal was neues probieren. Doch die Angst sie zu verlieren,
hält mich davon ab und lässt mich ihr treu sein.“ Dorian sah ihn
überrascht an. „Ich dachte immer du hast kein Bedürfnis eine
andere Frau auch nur an zu sehen.“ Eric sah Dorian an: „Das
dachte ich auch, doch ich musste erkennen, das ich eben auch nur
ein Kerl bin. Ein Kerl der noch sehr lange zu leben hat wie es
aussieht und da ab und an mal was anderes wäre gar nicht so
schlecht. Ich bin eben doch nicht der Heilige für den ich mich
diesbezüglich hielt.“ Dorian grinste: „Wir sind wohl alle nur
schwach was das angeht. Nur ob Jasmin bei mir schwach werden
könnte, das glaube ich fast nicht. Sie liebt dich dafür zu
sehr.“ Eric sah ihn an und überlegte einen Moment, doch dann
sagte er es doch: „Ich weiß das sie dich attraktiv und aufregend
findet, aber ob das reicht um sie herum zu bekommen, weiß ich
nicht. Nur eins sage ich dir, zwingst du sie zu irgend etwas,
schaufel dir schon mal dein Grab, denn das würdest du dann
brauchen.“ Dorian sah Eric an und nickte: „Du hast dich wirklich
verändert. Doch ich sage dir etwas, ich liebe sie wirklich und
ich würde mir nichts nehmen was sie nicht bereit ist mir
freiwillig zu geben.“
Auch Jasmin dachte nach, sah
Leith noch mal an.“Ich werde darüber nachdenken.“
Nun sahen sich die noch
Anwesenden mal genauer um und Jasmin fand einen Gang der vom
Thronsaal abging und von dort aus weitere Räume. Unter anderem
ein Schlafzimmer mit einem überaus breitem Bett. Jasmin sah es
sich an: „Also dort passen ja reichlich Leute rein.“ Und von
Eric kam wie nebenbei: „Es scheint für mindestens drei Leute
gemacht worden zu sein.“ dabei beobachtete er Jasmin. Jasmin
nickte nur leicht, weil sie hatte schon das nächste entdeckt,
nämlich das sich auch hier eine Wand verschieben lies und sich
dann die ganze Insel in ihrer Schönheit ansehen lies. Dann warf
sie sich auf das Bett und sah von dort aus über die Insel: „Das
ist ein Traum, ein wahrer Traum. So kann man im Bett liegen und
sich alles ansehen.“ Dorian und Eric schmunzelten über ihre
Freude. Dann krabbelte sie wieder heraus und ging in den
nächsten Raum, der wohl als Wohnzimmer gedacht war. Und auch da
lies sich die Wand verschieben. Das wunderte sie nun doch sehr.
So trat sie zur Türe und sah zu dem gegenüberliegenden
Schlafzimmer. Eric sah ihr zu: “Ist was liebes?“ Jasmin nickte:
„Will die Höhle mich narren? Einer dieser beiden Räume liegt
eigentlich im inneren der Höhle vorn dort dürfte man gar nicht
auf die Insel sehen dürfen. „Die beiden Männer standen lässig an
der Felswand gelehnt, hatten jeder die Arme vor der Brust
verschränkt und grinsten nur frech. „Wo ist der Bauplan von
dieser verrückten Höhle?“ Nun musste Eric doch lachen: „Süsse
willst du nun auch noch unter die Architekten gehen?“ Dann sah
er Dorian an: „Wobei ich nochmals erwähnen möchte, das ich das
schon mal sagte, das ist eine merkwürdige Höhle.“ Nun sah Jasmin
doch mal auf und die beiden an. Dann bemerkte sie deren freches
Grinsen und fauchte beide nur an.
Sie fanden auch noch zwei Zimmer
wo man Babys oder auch Kinder unterbringen konnte. Was ihr nun
einen anzüglichen Blick von Eric einbrachte, als sie von einem
Babybettchen zum anderen lief und sie sich ansah. Sie fanden
eine Küche, wobei Dorian bemerkte: “Also die werden wir wohl
kaum brauchen, wenn Jasmin alles so auf den Tisch bringen kann.“
Eric nickte nur leicht und grinste weiter. Es dauerte eine
weile, dann fiel Jasmin erst auf was Dorian gesagt hatte. „Wieso
wir? Du meintest wohl Eric und ich oder?“ Dorian sah sie an,
langsam glitt sein Blick an ihr entlang. „Nein ich meinte schon
wir, du hast richtig verstanden. Und mit wir meine ich du, Eric
und ich.“ Jasmin sah zwischen den beiden hin und her und erst
jetzt begriff sie das die beiden sich gegen sie verbündet
hatten. So stemmte sie die Hände in die Hüften „Das ist nicht
euer Ernst oder? Eric sag doch auch mal was.“ Dann fauchte sie
Dorian an: „Niemals werde ich das mit machen, vergiss es.“ Nun
trat Dorian langsam an sie heran, beugte sich leicht vor und
flüsterte ihr ins Ohr:“ Was glaubst du warum hier so ein großes
Bett steht? Und warum Eric was von mindestens drei Personen
sagte? Das einzige was noch fehlt ist das du dazu bereit bist.
Und noch etwas, fauch nur weiter, ich liebe das.“ Dann trat er
einen Schritt zurück und als Jasmin ihn abermals anfauchte,
lachte er leise. Sie sah Eric an, er schmunzelte und trat nun
ebenfalls näher. „Nun ich dachte mir, wenn du ihn schon
attraktiv und aufregend findest und er dich ebenso liebt wie ich
dich liebe, könnte man es doch mal versuchen. Und ich bin nicht
eifersüchtig, das habe ich abgelegt.“ dabei zog er sie sachte an
sich und küsste sie liebevoll. Doch als er sie los lies, sah sie
beide noch mal kurz an und rannte hinaus.
„Oha, ich glaube jetzt haben wir
es übertrieben“ meinte Eric leicht zerknirscht. Dorian nickte:
„Vielleicht hättest du nicht erwähnen sollen das ich ihr gefalle
um es mal so aus zu drücken. Das war ihr sicherlich unangenehm.“
Jasmin war auf das Plateau
gelaufen und die Gedanken wirbelten in ihrem Kopf herum. Eric
und Dorian? Wie es schien musste sie sich eher mit dem Gedanken
vertraut machen als ihr lieb war. Doch konnte man wirklich zwei
Männer lieben? Wovon der eine garantiert nicht treu sein konnte
und mit Sicherheit jede Frau die es ihm möglich machte mit ins
Bett nahm. Und der andere, nun der hatte sich auch verändert,
vor noch nicht langer Zeit hätte er jedem Mann das Schwert in
die Rippen gejagt der es auch nur gewagt hätte daran zu denken.
Langsam schritt sie die Stufen herab und ging zum Meer um
darüber zu sehen. Sie sah in den Nebel der um die Insel lag und
dann eröffnete sich ihr ein Bild. Sie sah wie sie wieder mal mit
Aaron zusammen, als auch Eric und Dorian, auf einem Schlachtfeld
der besonderen Art stand. Aaron hatte um ihre Hilfe gebeten,
weil das wieder mal kein gewöhnlicher Krieg war.. Und sie sah,
wie die beiden Männer neben einander kämpften und jeder dem
anderen den Rücken frei hielt. Und langsam begann sie zu
verstehen. Die beiden waren sich ähnlich, so ähnlich, das sie
die gleiche Frau liebten, das ihre Wünsche ähnlich waren und das
sie sich auch ohne Worte verstanden. Ihr wurde auf einmal klar,
das nicht nur Dorian in gewisser Weise ein Untier war sondern
auch Eric, nur Eric hatte es aus Liebe zu ihr, verborgen
gehalten. Er hatte sich immer gezügelt, egal um was es ging.
Weil er den angewiderten Blick niemals vergessen hatte den er
einst bei ihr sah. Nun hatte Eric allerdings erkannt, das er
sich vor ihr nicht mehr verstecken konnte. Seit dem er wieder
erwacht war, hatte er zwar versucht sich ihr im Bett zu nähern,
doch instinktiv hatte sie es immer wieder abgeblockt und sich
geweigert und er hatte es hingenommen. Jetzt wusste sie auch
wieso. Sie hatte Angst und er spürte diese Angst. Doch
nun.....dann drehte sie sich energisch um und als sie zurück
sah, standen dort die beiden Männer auf dem Plateau und sahen zu
ihr. Dann sagte sie sich, ich bin die Herrin des Lichts, ich
hatte keine Angst als ich diesem Ungeheuer gegenüberstand, ich
habe auf Erics Liebe blind vertraut und ich hatte recht. Wenn
also beide Männer mich lieben so soll es wohl so sein. Und als
sie diese Erkenntnis an nahm, spürte sie wie die Angst sie
verließ. Dann stieg eine weitere Erkenntnis in ihr auf und sie
wusste nun was die beiden Löwen neben ihrem Thron zu bedeuten
hatten. Sie sah immer noch zu den beiden Männern und dachte. Das
sind meine Löwen, die für mich kämpfen und wenn es sein müsste
auch für mich sterben würden. Furchtlos, mutig und auch wild,
ich muss nur lernen das zu akzeptieren. Dann schritt sie zurück
und Dorian als auch Eric erkannten, so energisch wie sie daher
ging, das sie ihre Angst abgelegt hatte. Das sie ebenfalls den
einzigen Dämon der sie bislang in der Gewalt hatte, erfolgreich
bekämpft hatte.

Kapitel 35: Bettgeschichten

Als Jasmin wieder das Plateau
betrat sah sie die beiden Männer an. „Und ihr seid euch sicher?
Nicht das später der eine über den anderen her fällt. Denn ich
will keinen Streit noch große Eifersuchtsdebatten haben.“ Beide
nickten, doch Eric zwinkerte ihr zu: “Doch solltest du nicht
erst mal deinen ehelichen Pflichten nachkommen? Ich meine bevor
du hier so große Töne spuckst.“ Sie sah Eric an und nickte:
„Sicher, zudem weiß ich noch gar nicht so recht ob ich
überhaupt........und mit Dorian und so.“ Je weiter sie sprach um
so roter wurde ihr Gesicht. Nun mussten beide, Eric und auch
Dorian sich ihr lachen verkneifen. Sie sah die beiden kurz an
und floh schon wieder, diesmal in ihre alten Räume. Dorian sah
Eric allerdings fragend an: „Heißt das, das sie seit du wieder
wach bist nicht mit dir geschlafen hat?“ Eric nickte: „Genau das
soll es heißen, doch wenn sie so große Töne spuckt, werde ich
doch gleich mal meine Rechte einfordern gehen. Du entschuldigst
mich also. Und ob du sie herum bekommst das liegt an dir, nur
denk an meine Worte, eine Gewalttat und du kannst deine Knochen
sortieren.“ Eric wartete gar nicht ab ob Dorian antworten würde
sondern folgte Jasmin. Als er ihre Räume betrat schaute er sich
um und fand sie im Schlafzimmer wo sie im Schrank kramte. Er
trat hinter sie und legte seine Arme um sie, um ihr dann einige
offene Worte ins Ohr zu flüstern. Die Reaktion blieb auch nicht
aus, denn sie wollte sich von ihm befreien und wieder abhauen,
doch diesmal lies er es nicht zu, sondern drehte sie zu sich
herum. Dann begann er sie verlangend zu küssen und Jasmin konnte
nicht anders als den Kuss zu erwidern. Seine Lippen wanderten
langsam zu ihrem Hals, während er immer mal leise in ihr Ohr
flüsterte und seine Hände sie streichelten. „Heute lasse ich
mich nicht zurück weisen. Heute wirst du wieder mir gehören. Ich
werde dein Feuer entfachen und dafür sorgen, das du mehr willst,
glaube es mir.“ Jasmin atmete scharf ein, was für Eric ein
Zeichen war das er weiter machen konnte. Ein kleiner
Gedankenblitz an sein Schwert und beide standen ohne Kleidung
da. Dann drängte er sie zum Bett. Jasmin sah ihn an. Und ehe sie
sich versah hatte er schon ihre Taille umfasst und sie auf das
Bett geworfen und lag schneller neben ihr als sie auch nur einen
Ton sagen konnte. Und weiter hauchte er ihr zu, während seine
Hände wieder über ihren Körper glitten: „Du wirst heute das
Gefühl bekommen in einen Tornado geraten zu sein.“ Und als er
sich über sie beugte und sie nun seinen ihr so bekannten Körper
spürte, umschlangen ihre Arme ihn und sie stöhnte leise auf.
Leidenschaftlich und wild presste er nun seine Lippen auf ihren
Mund und sie öffnete sich ihm. Immer fordernder wurden sein Kuss
und sein streicheln. Er reizte sie bis sie leise unter seinem
Kuss auf stöhnte, dann löste er den Kuss und sah sie an: „Sag
es. Ich will es hören, ich muss es hören.“ Abermals stöhnte sie
leise auf: „Ja, ich will dich.“ Für Eric war es nach ihrer
tagelangen Weigerung wichtig das sie es wirklich wollte. Und als
er nun die Zauberworte hörte, legte er erst richtig los. Ein
wenig lies er sie noch zappeln doch dann wollte er auch nicht
mehr länger warten und nahm sich was sie ihm die letzten Tage
verweigert hatte. Allerdings wo er zuvor sonst immer recht
vorsichtig gewesen war lies er nun seiner Leidenschaft freien
lauf. Denn er ahnte wie wild Dorian sein würde, wenn es
überhaupt mal dazu kommen sollte und wollte sie ein wenig darauf
vorbereiten. Entsprechend wild ging es nun auch zu, doch dann
war er auf einmal überrascht das sie seine wilde Leidenschaft
erwiderte. Sie fauchte immer mal zwischendurch und zerkratzte
ihm seinen Rücken und er genoss es. In dieser Nacht trieb er es
wirklich wild, immer damit rechnend das sie den nächsten Akt
verweigern würde, weil sie nicht mehr wollte. Und irgendwann war
der Moment gekommen wo er nicht mehr konnte. Schwer atmend und
völlig erschöpft sah er sie, noch auf ihr liegend an, sein
Rücken war vollkommen zerkratzt, selbst vor seinen Seiten hatte
sie nicht halt gemacht. Ihre Augen waren verschwommen, sie
atmete ebenso schwer wie er und sie lächelte selig. Dann hauchte
er immer noch nach Luft ringend: “Sollte ich je daran gedacht
haben es eventuell mal mit einer anderen zu treiben, so muss ich
mich jetzt revidieren, wenn du mich weiter so forderst, habe ich
nicht mal mehr die Kraft daran zu denken, geschweige es zu tun.“
Frech grinste sie ihn an: „Nun, du warst auch nicht schlecht.“
Im ersten Moment überrascht über die freche Antwort, lachte er
herzlich los. Doch dann küsste er sie leidenschaftlich. Nachdem
er den Kuss gelöst hatte, sah er sie wieder an: „Ich liebe
dich.“ Sie lächelte: „Ich dich auch. Und ich will keinen anderen
Mann als dich. Du gibst mir alles was ich brauche.“ Er drehte
sich mit ihr um so das sie auf ihm lag und legte beide Arme um
sie. „Reizt er dich wirklich kein bisschen?“ Nun lachte Jasmin
leise: „Schatz das fragst du mich, nach dem du mich so durch die
Mangel gedreht hast?“ Eric nickte leicht. „Ja, bitte antworte
ehrlich.“ Im ersten Moment war Jasmin verlegen, dann sah sie
Eric an und sah das er eine ehrliche Meinung hören wollte. Sie
stützte sich mit ihren Unterarmen auf seinem Brustkorb ab und
legte ihr Kinn darauf und sah ihn an: „Nun gut, also ehrlich
gesagt, reizt er mich schon, doch auch wenn ich jemanden
aufregend finde, muss ich nicht unbedingt mit ihm ins Bett. Es
ist wie mit einer süßen Frucht auch wenn man sie gerne mag, muss
man sie nicht unbedingt essen.“ Eric nickte verstehend. „Das
heißt du würdest seinen Verführungskünsten nicht erliegen?“
„Nein weil ich dir treu bin. Er macht mich nervös, er regt mich
auf, ja, und dennoch könnte ich ihm widerstehen, weil ich dich
liebe.“ Eric hatte an sich eine andere Antwort erwartet, nun
wusste er nicht wie er damit umgehen sollte. Natürlich freute es
ihn das sie ihm dermaßen treu war. „Er wird es versuchen, vor
allem jetzt da er weiß das ich nichts mehr dagegen habe. Und
Schatz sollte er dich dazu bekommen, so habe keine Angst es mir
zu sagen, es ist in Ordnung für mich.“ Jasmin nickte.
Zwei Tage und Nächte später stand
Jasmin wieder mal in der Kristallhöhle. Die letzten
achtundvierzig Stunden hatte Eric sie fast nicht aus dem Bett
gelassen. Er wollte sie immer und immer wieder. Zwischendurch
hatten sie mal geschlafen und auch einige Gespräche geführt,
doch jetzt musste sie mal wieder nach ihrem Buch sehen oder
Jenna wie man will. Denn bald würde das Jahr wieder vorbei sein.
Und als sie im Buch las erschienen auf einmal Nachrichten von
Jenna. „Tue es, denn dann weißt du wie es für mich ist. Ich will
auch nicht mit Dion schlafen und doch verlangt man es von mir.
Also wenn ihr alle denkt das es so leicht ist, na dann tue es
selber. Geh mit meinem Vater ins Bett, schlaf mit ihm.“ Was
Jenna nicht schrieb war, das sie sowieso entschlossen war sich
Dion hin zu geben. Sie hatte tatsächlich gespürt wie es sein
könnte, sie hatte nun erlebt welche Freude Jasmin in den Armen
von Eric hatte. Allerdings liebte sie Eric auch als Mann und so
dachte Jenna sich, das es mit Dorian bei ihr auch anders wäre.
Jasmin war im ersten Moment sprachlos. „Das ist nicht dein Ernst
oder?“ Jenna schrieb zurück: „Doch mein voller Ernst, wenn du
vor Ablauf des Jahres mit meinem Vater geschlafen hast, so werde
ich es auch mit Dion tun. Ansonsten muss Leith noch ein weiteres
Jahr auf den Platz hier im Buch warten.“ Jasmin seufzte: „Das
Jahr ist in drei Tagen zu Ende. Und vor allem muss ich langsam
dieses Ungeheuer aus meiner Kugel kriegen.“
Es kam nur noch: “Du kennst meine
Bedingung.“ dann schwieg Jenna. Kurze Zeit später betrat Jasmin
ihren Garten und traf dort Eric und Dorian an, die sich angeregt
unterhielten und ein wenig Schach spielten. Doch als die beiden
Jasmins Gesicht sahen, hörten sie sofort auf und Eric erhob sich
und kam auf sie zu.“Was ist passiert Schatz, werden unsere
Kampfkräfte gebraucht?“ Jasmin schüttelte den Kopf, „Ich muss
mit dir alleine reden ohne Dorian.“ So gingen die beiden einige
Schritte weiter bis das Dorian sie nicht mehr hören konnte.
„Also was ist los, du siehst aus als hättest du einen Geist
gesehen.“ Jasmin seufzte tief: „Jenna, du weißt das ich meine
Kugel frei haben möchte von diesem....diesem Ungeheuer. Und das
er erst in das Schwert kann, wenn Dion es verlassen hat. Doch
Jenna hat mir eine Bedingung gestellt, damit sie und Dion, Buch
und Schwert frei machen.“ Dabei sah sie immer mal zu Dorian
hinüber. „Welche Bedingung, und da du immer wieder zu Dorian
siehst hat es wohl etwas mit ihm zu tun, also was ist es?“
Jasmin sah Eric an: „Sie verlangt von mir das gleiche was man
von ihr verlangt.“ Eric sah sie fragend an: “Was? Das du und
Dion?“ Jasmin winkte ab: „Nein doch nicht Dion,
sondern...........“Damit deutete sie zu Dorian. Jetzt verstand
Eric. „Sie will das du mit ihm schläfst, doch warum?“ „Weil sie
meint damit ich sehe wie das ist, wenn man mit jemanden ins Bett
gehen muss, mit man eigentlich nicht will. Wenn ich das vor
Ablauf des Jahres getan habe, wird sie sich auch freiwillig Dion
hingeben.“ „Ablauf des Jahres? Das ist bereits in drei Tagen.“
Eric sah sie an. „Und? Wirst du es tun? Und keine Sorge wenn du
dich dafür entscheidest ist das in Ordnung wirklich. Ich werde
ihn nicht umbringen.“ Jasmin nickte: „Es gefällt mir zwar nicht,
doch ich werde es tun, wenn sich die Gelegenheit ergeben
sollte.“ Jenna im Buch, als sie die Antwort mit bekam, lächelte
in sich hinein. Denn sie tat es in Wirklichkeit nicht um Jasmin
zu erpressen, sondern weil sie ihren Vater liebte und wusste wie
er litt. Und so konnte sie ihm seinen Wunsch erfüllen. Jenna
dachte sich: Jasmin muss es ja nicht erfahren.
Einen Tag später stand Jasmin
alleine an der Brüstung auf dem Plateau zur Insel, der Ausblick
gefiel ihr und er beruhigte sie auch, alleine das Rauschen des
Meeres das sie hörte. Dorian erschien hinter ihr, er griff in
ihre Seiten und drehte sie zu sich herum. „Was ist los? Es
scheint als würdest du mir aus dem Weg gehen. Du musst keine
Angst vor mir haben. Ich werde mir nichts von dir nehmen was du
mir nicht freiwillig gibst.“ dann grinste er sie frech an:
„Außer vielleicht einen Kuss.“ Mit den Worten küsste er sie
anfangs noch sanft doch dann verlangender werdend. Er spürte das
Jasmin ihn erst zurück stoßen wollte, aber dann doch den Kuss
zurückhaltend erwiderte. Doch selbst ihre zurückhaltende
Erwiderung ermutigte ihn sie noch fester an sich zu drücken.
Dann löste er den Kuss und flüsterte ihr leise zu: „Komm, ich
will dich und ich weiß das du mich ebenso willst. Du bist
leidenschaftlich und wild, ich habe es an Erics Rücken gesehen
zu was du fähig bist. Lass mich das auch erleben, komm.“ Sie
spürte sein Verlangen, sein Körper zitterte leicht vor Erregung
und er konnte sich kaum noch zurück halten. Sie sah ihn an,
legte dann ihre Arme um ihn: „Ich kann nicht.“ Es fiel ihm
schwer sich zurück zu halten, doch wollte er noch einen Versuch
starten und so küsste er sie abermals, allerdings legte er nun
sein ganzes Verlangen in diesen Kuss und presste sie so fest an
sich, das sie seinen Körper deutlich spüren musste. Er drängte
sie zur Brüstung so das sie dort anstieß, als er nun ein leises
unterdrücktes stöhnen hörte, war es um ihn geschehen. Kurz
darauf ohne sie aus seinen Armen zu lassen war er mit ihr
verschwunden und tauchte in seinem Zimmer wieder mit ihr auf.
Ehe sich Jasmin versah und darauf achtend das keine Scham für
sie aufkam hatte er sie und sich ausgezogen. Dann drängte er sie
zum Bett und lies sich mit ihr zusammen darauf fallen. Sogleich
beugte er sich über sie, den Kuss nicht unterbrechend, glitten
seine Hände recht fordernd an ihr entlang. Als er den Kuss löste
und nun seine Lippen über ihren Körper gleiten lies stöhnte sie
leise auf: „Oh Gott ich will das nicht.“ Das lies ihn
aufblicken. „Willst du es wirklich nicht? Dann hören wir hier
auf. Noch kann ich es, wenn es mir auch schwer fällt.“ Doch
dachte Jasmin an Jenna und ohne eine Antwort zu geben warf sich
in seine Arme. Nun brach bei Dorian der Damm und seine
Persönlichkeit kam zu Tage und er nahm sich von ihr was er
wollte ohne irgendwelche Rücksicht zu nehmen. Seine Gier nach
ihr verursachte, das sein Verstand sich ausschaltete. Doch seine
animalische Lust löste auch in Jasmin etwas aus das sie nie bei
sich vermutet hätte und sie erwiderte seine wilden Attacken, so
das sein Rücken nach einer weile nicht anders aussah als der von
Eric. Sie schrie und presste sich ihm doch immer wieder
entgegen. Als Dorian endlich wieder einigermaßen zu sich kam,
hatte er sie bereits dreimal genommen. Schwer atmend sah er auf
sie herab und keuchte: “Bist du es wirklich oder spielt man mir
wieder einen Streich?“ Jasmin hauchte leise: „Ich bin es
wirklich.“ Er betrachtete sie und sah nun die blauen Flecke die
er verursacht hatte, als er sie so grob gepackt hatte. „Oh man
was habe ich getan? Ich habe dich verletzt.“ Jasmin winkte ab:
„Das ist kein Problem. Doch hoffe ich nur das du nun zufrieden
bist.“ Als er schwieg sah sie ihn genauer an: „Was ist los? Bist
du noch nicht zufrieden gestellt? Reichte es dir noch nicht?“ Er
sah sie zweifelnd an:“ Na ja um ehrlich zu sein, es reicht mir
noch nicht. Ich bin ein Avatar und wie soll ich sagen, ich kann
öfter und länger als jeder normale Kerl.“ Jasmin nickte: „Ich
verstehe, du könntest es jetzt zwar gut sein lassen, aber deine
Lust ist noch nicht befriedigt verstehe ich das richtig?“ Dorian
nickte: „So in etwa stimmt das.“ Jasmin nickte abermals: „Also
gut, dann lass es heraus, tobe dich aus.“ Dorian sah sie immer
noch und nun noch zweifelnder an: „Bist du sicher? Ich meine
nicht das ich dich...na ja Iona hätte ich fast damit umgebracht,
wäre sie nicht geschützt gewesen.“ Jasmin sah ihn beruhigend an:
„Ich bin nicht Iona, also lass es heraus. Bevor ich es mir
anders überlege.“ Das lies sich Dorian nun nicht zweimal sagen,
und er tobte sich aus, es dauerte Stunden, natürlich immer mal
mit einer kleinen Unterbrechung, bis er wirklich alles gegeben
hatte was er konnte, dann lies er sich nur noch auf sie fallen
und sah sie an: „Jetzt kann ich auch nicht mehr.“ Jasmin lag
absolut fertig da, sie kriegte kaum noch Luft, jeder Knochen tat
ihr weh. Dennoch grinste sie ihn frech an und hauchte: „Bist du
sicher?“ Dorian sah sie an und ihm fehlten einfach die Worte. Es
dauerte einen Moment bis er seine Sprache wieder hatte: „Du bist
unglaublich, ehrlich. Ich weiß das Eric dich gute zwei Tage
nicht aus dem Bett gelassen hat und nun nach diesen Stunden
fragst du mich, ob ich sicher bin?“ Jasmin nickte, sie hatte
ihren Humor wieder gefunden und foppte ihn noch ein wenig:
“Vielleicht wenn ich ein wenig Rotwein zur Stärkung besorge?
Oder ich hörte da von einer Welt auf der man ein besonders gutes
Stärkungsmittel herstellt.“ Anfangs sah er sie verblüfft an,
denn er sah doch wie fertig sie war, dann begriff er und lachte
dann schallend.
Auch ohne noch mehr von ihm zu
wollen besorgte Jasmin etwas stärkenden Wein und auch etwas zu
essen für sie beide. So saßen sie nebeneinander auf Dorians Bett
und stärkten sich. „Wirst du es Eric sagen?“ Jasmin nickte: „Und
ich werde noch mehr tun. Ich werde unsere neue Suite herrichten
so das wir alle dort einziehen können.“ Dorian sah sie an, sein
Herz blieb ihm fast stehen: „Ist das dein ernst, du willst
wirklich dein Leben mit uns beiden verbringen?“ Jasmin nickte:
„Ja es ist mein ernst, ich habe inzwischen auch etwas begriffen
oder verstanden. Es gibt Dinge im Leben und scheinbar gerade in
meinem Leben, die geschehen müssen, ob ich will oder nicht. Und
so war es wohl auch vorbestimmt das ich mit dir ins Bett gehe.
Da ich es nicht freiwillig tun wollte, hat man mir etwas in den
Weg geschickt, das dafür sorgte das ich es tat. Und bevor du
fragst ich sage dir jetzt nicht was es war. Doch scheinbar seit
ihr beiden Kerle wichtig für mich. Ich gebe zu ich liebe dich
nicht, ich mag dich und das wird wohl auch alles sein, was ich
dir geben kann. Ebenso hat Eric recht, ich finde dich aufregend
wodurch ich auch mit dir schlafen kann ohne gleich aus dem Bett
zu flüchten. Doch wenn dir das reicht, so soll es mir recht
sein.“ Dorian nickte leicht, während er an seinem Wein nippte.
„Das reicht mir erst mal vollkommen. Weißt du, Mystra wurde mir
mehr oder weniger gezwungenermaßen ins Bett gelegt, sie hasste
mich teilweise sogar. Doch du...obwohl ich spürte das du Angst
vor mir hast, merkte ich auch das du mich irgendwie mochtest.
Und das ist weit aus mehr als ich je von Mystra bekam und wer
weiß vielleicht liebst du mich auch irgendwann mal, vielleicht
nicht so wie Eric, doch ich neide ihm deine Liebe nicht. Denn er
hat sie verdient.
Eric unterdessen wunderte sich wo
Jasmin steckte. Dann keimte in ihm ein Verdacht auf. Er sah sein
Schwert an: „Was denkst du, ist es geschehen?“ Das Schwert
hauchte leise: „Ich könnte es mir vorstellen, wie fühlst du dich
bei dem Gedanken? Ich meine wenn du dir vorstellst das Dorian
und Jasmin gerade jetzt eventuell....na du weißt schon.“ Eric
seufzte leise: „Ehrlich gesagt, Eifersucht fühle ich nicht und
doch ist da ein kleiner Schmerz, etwas wertvolles verloren zu
haben. Zudem wäre es mir lieber gewesen ich hätte es miterleben
können. Weil so hat es etwas heimliches an sich, etwas das das
Tageslicht scheut. Doch wäre ich dabei gewesen, würde ich mich
nicht so ausgeschlossen fühlen. Verstehst du was ich meine?“
Leise kam die Antwort: „Ja, es klingt im ersten Moment so als
wolltest du spannen, doch wenn man genauer hin sieht, hat es
damit nichts zu tun, sondern damit das man das Gefühl hat mit
einbezogen zu werden, das in dem Moment wo sie mit einem anderen
schläft oder von ihm genommen wird, man dennoch ihre Nähe spürt
und vielleicht sogar berührt wird oder sie küssen kann. Du siehst
ich verstehe dich sehr gut.“ Eric nickte: „Genau so ist es und
deswegen werde ich mal beginnen unsere neue Suite vor zu
bereiten. Denn wenn sie mit ihm als auch mit mir schläft, sollte
das in einem gemeinsamen Bett passieren. Und nicht hinter
verschlossenen Türen. Was denkst du ob sie auch ihren Garten mit
nehmen will?“ Dabei sah er in den Garten und schaute zum
Wasserfall. „ich könnte vielleicht Iona bitten ob sie....hu was
ist das?“ Als Eric sich gerade den Wasserfall ansah, verschwand
dieser auf einmal und ebenso die ganzen exotischen Blumen, das
heißt das Plateau wurde kahl und leer. Dann drehte er sich um
und lief so schnell er konnte zur neuen Suite um sich dort das
Plateau an zu sehen das bis dahin ja recht felsig gewesen war.
Und kaum sah er hinaus, lachte er: „Sagte ich schon mal? Das ist
eine merkwürdige Höhle.“ Leise antwortete ihm das Schwert: „Oder
es bewahrheitet sich was Dorian sagte, das wenn Jasmin was
möchte es kurz darauf erscheint.“ Denn auf dem neuen Plateau war
tatsächlich der alte Garten erschienen samt Wasserfall und
kleinem See. Nicht mal die Gartenmöbel waren vergessen worden
ebenso wenig das Schachbrett an dem Dorian und Eric ab und an
saßen.
Ebenso erschienen kurz darauf
auch Dorian und Jasmin in der Suite. Jasmin sah Eric leicht
schuldbewusst an. „Ich muss mit dir reden.“ Eric schüttelte den
Kopf: „Ist nicht nötig, der Garten draußen sagt schon alles.“
dann sah er Dorian an. „Ich hoffe für dich das du nichts mit
Gewalt getan hast.“ Dorian verneinte und als Jasmin es
bestätigte war Eric zufrieden. Eric sah beide an: „Ich will nur
eins in Zukunft, das es nicht mehr heimlich geschieht, das es in
diesem Schlafzimmer passiert, und wenn möglich das ich dabei
bin. Ich möchte nicht das Gefühl haben von euch ausgeschlossen
zu werden, wir scheinen aneinander gebunden zu sein, durch
irgend etwas dann soll es auch so sein.“ Dorian nickte: „Ich
habe kein Problem damit, ich bin Gott sei dank nicht
Homophobisch. Solange du nicht mir mir schlafen möchtest, also
das könntest du vergessen. Ich bin fixiert auf Frauen.“ Ebenso
nickte Jasmin. „Das kann ich sehr gut verstehen, ich wüsste auch
nicht wie ich reagieren würde, wenn man es heimlich hinter
meinem Rücken tun würde. Obwohl ich nicht sehen möchte, wenn ihr
mit einer anderen schlaft.“
Auf Dorians Antwort hin musste
Eric nun doch lachen: „Also keine Sorge ich will auch keinen
Kerl ich bin selber einer.“ Jasmin ging sich dann duschen wobei
ihr Eric folgte, doch als er sie nackt sah und dann die blauen
Flecke auf ihrem Körper, kochte doch leicht Wut in ihm hoch:
“Wer war das? War das Dorian? Ich dachte er hat dir keine Gewalt
angetan.“ Jasmin sah Eric an: „Beruhige dich wieder, er hat mir
wirklich keine Gewalt angetan, er ist nur ein wenig grob und
stürmisch gewesen. Daher die blauen Flecke, die vergehen
wieder.“ Eric nickte. „Wenn ich gewusst hätte das du das ab
kannst, also dann wäre ich wohl auch mal noch ein wenig mehr aus
mir heraus gekommen.“ Jasmin grinste ihn an: „Noch mehr?“

Kapitel 36: „Bin ich gut oder bin ich
gut?“

Nun wurde es hektisch, die Suite
musste bewohnbar gemacht werden, und abermals jährte es sich das
Jenna und Dion ihren freien Tag haben würden. Eric und Dorian
überlegten sich wie sie es ohne das es für Jasmin peinlich
werden würde, beide ins Schlafzimmer einziehen konnten. Und als
der Abend kam und Eric ins Bett ging klopfte er neben sich und
sah Jasmin an: „Na komm Kleines oder willst du nicht schlafen?“
Dorian war nirgends zu sehen. So krabbelte Jasmin zu Eric ins
Bett und nun sah man das alles wirklich passte, denn das Bett
war groß genug um auch mehr als drei Personen bequem aufnehmen
zu können. Als Eric sich über Jasmin beugte um sie zu küssen,
sah sie ihn an. „Nicht du jetzt auch noch, ich bin wirklich müde
und erschöpft.“ Eric lachte leise, küsste sie dennoch erst mal
ausgiebig und sah sie dann an. „Keine Sorge Kleines ich kann mir
vorstellen wie geschafft du sein musst, doch ein wenig kuscheln
muss noch drin sein.“ Sie nickte und kuschelte sich in seine
Arme. Nachdem nun Jasmin im Bett und warm in Erics Armen lag,
erschien kurz darauf auch Dorian und legte sich ohne viele Worte
zu machen einfach dazu. Jasmin wollte erst etwas sagen, doch
Eric lächelte sie nur beruhigend an. Für Dorian war es neu,
bisher hatte nie eine Frau auf diese weise mit ihm die Nacht
verbracht. Er hatte seid er denken konnte immer alleine
geschlafen. Nun spürte er das es etwas warmes, etwas sehr nahes
hatte, die Nacht mit jemandem zu verbringen der nur neben ihm
lag und schlief. Als er die gleichmäßigen Atemzüge von Eric und
Jasmin hörte, stützte er sich auf einen Arm und sah die beiden
an. Er sah wie Eric Jasmin selbst im Schlaf an sich drückte und
sie in seinen Armen hielt. Jasmin war nicht gerade klein und
doch verschwand sie fast in den Armen des Riesen. Dorian
rutschte ein wenig näher und hoffte Jasmin nicht zu wecken. Als
er ihren Körper spürte, legte er nur eine Hand auf ihre Hüfte.
Legte sich wieder hin und schlief dann auch bald ebenso
erschöpft wie Jasmin ein. Und irgendwie hatte dieses Bild etwas
friedvolles. Das dachten auch unabhängig von einander Jenna und
Dion.
Als der nächste Morgen kam,
wusste Jasmin als sie erwachte erst nicht wo sie war. Doch dann
spürte sie das sie nicht alleine mit Eric im Bett lag. Sie hörte
das gleichmäßige Atmen von den beiden Männern die noch schliefen
und drehte sich sachte auf den Rücken. Jeder der beiden hatte
einen Arm über sie gelegt und sie dachte sich so das es wohl
bezeichnend dafür war, wie die Zukunft aussehen würde. Ihre
beiden Löwen würden sie immer schützen. Sie sah Dorian an und er
sah so friedlich aus, sogar ein sanftes Lächeln lag auf seinem
Gesicht, man sah ihm an das er glücklich war. Sie machte sich
nichts vor, sie wusste das Dorian sehr gewalttätig sein konnte,
das er eiskalt war, wenn er etwas erreichen wollte. Und doch war
er bei ihr wie ein sanftes Lamm. Dann sah sie Eric an, und auch
er hatte endlich wieder zu sich selber gefunden. Als er aus
seinem Todesschlaf erwachte wusste sie, als sie seine Augen sah,
das er sich immer selbst verleugnet hatte, doch das er nun
bereit war, so zu sein wie er war. Ein Krieger, der ebenso wie
Dorian sanft zu ihr, aber genau so gewalttätig und eiskalt zu
anderen sein konnte wenn es sein musste. Sie hatte sich selber
immer etwas vor gemacht und in ihm etwas gesehen was er nicht
war.
Doch wurde ihr nun auch klar, das
er die Finsternis die in ihm steckte beherrschen musste, denn
sobald das Ungeheuer in dem Schwert war, hatte er den ersten
Kampf ganz alleine zu führen. Er musste das Schwert dazu bringen
ihm zu gehorchen und es zu beherrschen, denn ansonsten würde das
Schwert ihn beherrschen und man müsste es tief in der Höhle
unterbringen, das es niemals auch nur irgendeinem anderen in die
Hände fiel. Mit Dion im Schwert hatte Eric gewissermaßen einen
Freund gehabt, doch mit dem Ungeheuer im Schwert würde es zu
einer weitaus gefährlicheren Waffe werden, selbst für ihn...oder
gerade für ihn. Die beiden Männer brauchten sie, sie brauchten
das Licht, weil es ihnen die Kraft gab, das böse und das dunkle
was in ihnen war zu beherrschen, um so für die Welten für die
Jasmin nun verantwortlich war, kämpfen zu können. Und das Licht
in ihr würde ihr die Kraft geben, diese beiden Löwen glücklich
zu machen. Jasmin grinste leicht bei dem Gedanken. Was wohl im
Fall dieser beiden doch recht trieb gesteuerten Kerle eins
bedeuten würde. Mit einer kleinen Bewegung ihrer Hand öffnete
sie die Felswand um so auf die kleine Insel sehen zu können. Sie
hörte das Zwitschern der Vögel, die Sonne flutete in den Raum
und sie lächelte leicht und sah über die Insel, es wunderte sie
nicht mehr, das sie obwohl dort eigentlich die Brüstung ihr die
Sicht versperren müsste, diese es nicht tat. Leise murmelte sie:
„Das hätte ich dir auch nicht empfohlen, ich kenne da zwei die
mit einem Riesenhammer sonst Kieselsteine aus dir gemacht
hätten.“ Vorsichtig versuchte sie unter den Armen der beiden
heraus zu rutschen und als es ihr gelungen war, sah sie wie die
beiden im Schlaf nach ihr tasteten, aber nur den anderen Mann
spürten, abermals grinste Jasmin und murmelte leise: „Das wird
ein böses Erwachen für die beiden werden, wenn sie sich
eventuell gegenseitig im Arm halten werden und es dann merken.“
Dann betrat sie den Garten und ging zum Wasserfall um sich dort
zu erfrischen und sich auch zu waschen. Auf dem Tisch im Garten
erschien ein gutes Frühstück mit allem was die drei gerne
mochten. Dann hörte sie auf einmal ein lautes Fluchen: „Verdammt
was soll das denn? Bist du nun von allen guten Geistern
verlassen das du einen Kerl nicht von einer Frau unterscheiden
kannst?“ Jasmin kicherte leise und sah dann das Eric so wie er
geschaffen worden war im Garten erschien, er fluchte immer noch.
Dann sah er Jasmin die frech kicherte, unter dem Wasserfall
stehen: „Ja lach du noch. Dorian ist so heiß das er doch glatt
mich geküsst hat.“ Nun konnte Jasmin nicht mehr an sich halten
und lachte laut los. Hinter Eric erschien nun auch Dorian:
„Verdammt Kerl es tut mir leid, ich dachte es wäre Jasmin. Ich
konnte doch nicht ahnen das sie bereits weg war. Meinst du mir
macht es Spaß dich zu küssen? Vergiss es.“ Jasmin lachte immer
lauter und musste sich nun schon den Bauch halten weil der ihr
bereits weh tat vom lachen. Die beiden sahen zu ihr herüber und
erkannten nun ebenfalls die Komik der Situation und mussten nun
auch darüber lachen. Dann rannten beide zu ihr: „Na das wirst du
büßen, du wusstest das wir noch so schlaftrunken sein würden und
so etwas passieren könnte.“ rief Eric. Die nächste halbe Stunde
tobten die drei wie die Kinder im Wasser herum. Auch das war
etwas das Dorian nicht kannte. Diese Leichtigkeit, einfach nur
mit einander Spaß zu haben, ohne an irgend etwas zu denken. Doch
als sie sich aus getobt hatten deutete Jasmin zum Tisch: „Es ist
gut, es ist gut, lasst uns lieber etwas essen und frühstücken.“
Und so setzten sie sich nieder. Eric sah Jasmin an, „Wann ist es
soweit?“ Jasmin sah zur Sonne. „Bald, du solltest eventuell noch
ein wenig meditieren um dich auf den Kampf vor zu bereiten, und
es wird ein Kampf werden. Ich werde mich mit meinem Stab in
deiner Nähe aufhalten um im Notfall das Schwert mit seinem Licht
zu isolieren.“ Dann sah sie Dorian an: „Du solltest noch mal die
Schmiede aufsuchen, und ein weiteres Schwert schmieden. Es muss
ein gutes Schwert sein, also streng dich an. Doch wenn es soweit
ist das Eric gegen das Ungeheuer antreten muss, solltest du
wieder hier sein. Denn Eric wird in Schach gehalten werden
müssen, falls er verlieren sollte. Und ich kann nur eins,
entweder mich auf das Ungeheuer im Schwert konzentrieren oder
auf Eric.“ Dorian nickte und Eric sah Dorian ernst an. „Wenn es
mich besiegen sollte, und Jasmin es nicht isolieren kann, töte
mich, denn ohne mich ist das Schwert wehrlos. Und die einzige
die es dann berühren oder anfassen kann ist Jasmin, denn sie ist
das Licht und vor ihr hat das Ungeheuer Angst.“ Dorian gefiel es
zwar nicht das er Eric eventuell töten müsste, doch verstand er
das es nicht anders gehen würde und so nickte er. Die Stunden
vergingen. Aus der Schmiede die sich ebenfalls in den Weiten der
Höhle befand hörte man den Gleichklang des Hammers wenn er auf
den Amboss traf. Eric hatte Jasmins Rat befolgt und saß nun
schon ebenso lange nur mit einem Shorts bekleidet draußen im
Garten und meditierte. Er sammelte seine körperlichen als auch
geistigen Kräfte.
Langsam versank die Sonne die
über der Insel schien im Meer und es wurde Abend. Bald war es
soweit und Jenna und Dion würden wieder einmal ihr Gefängnis
verlassen. Jasmin hatte dafür gesorgt das in einem Gästezimmer,
das Buch als auch das Schwert waren. Und dann trat der Nebel aus
beiden aus und Jenna und Dion standen sich nach einem Jahr
abermals gegenüber. Doch diesmal fragte Dion nicht ob sie bereit
sei sondern trat auf sie zu.
Im Garten saß nun auch Leith und
sah Jasmin an. Diese fragte ihn gerade ob er bereit sei seinen
Platz ein zu nehmen und dieser nickte. „Ich werde euch gut
dienen, Herrin.“ Jasmin hob leicht eine Augenbraue: „So
förmlich?“ Leith sah sie an und sie sah einen leichten Schmerz
in seinem Gesicht. „Was ist los? Du wusstest das du für das Buch
ausersehen warst.“ Dorian und Eric standen in der Nähe auch das
war bezeichnend für die Situation, ohne es zu bemerken wie als
Schutzwall um Jasmin herum zu stehen. Ebenso hatte sich auch
Aaron eingefunden, denn wo es einen Kampf gab war er nicht weit.
Leith nickte, antwortete aber nicht, Jasmin sah ihn weiterhin
an. „Du hast doch etwas auf dem Herzen.“ Wieder nickte er:
„Werde ich für alle Zeit in dem Buch eingeschlossen sein? Werde
ich niemals die körperliche Liebe kennen lernen? Werde ich
niemals wieder mit jemandem so reden können?“ Jasmin sah ihn
verwundert an: „Äh...öhm...also ich meine du hattest Zeit genug
um auch mal mit einer Frau zusammen sein zu können. Also was
sollen nun die Fragen. Und du wirst einen Tag im Jahr haben wo
du das Buch verlassen kann und bevor du nun fragst, dein Bruder,
oder was davon noch übrig ist, allerdings nicht, seine Strafe
ist bereits ausgesprochen und verhängt worden. Er wird das
Schwert nie wieder verlassen können, nicht bevor er seine Schuld
gebüßt hat.“
Im Gästezimmer standen sich nun
Dion und Jenna gegenüber und während Dion auf sie zu trat zog er
sich bereits sein Hemd aus: „Ich werde heute nicht fragen,
sondern tun was ich tun muss. Ich hoffe du bist bereit mit mir
das Bett zu teilen und dich mir hin zu geben.“ Als er vor ihr
stand sah er sie an, legte einen Arm um sie und zog sie sachte
an sich. Jenna zitterte leicht und doch spürte sie das sich
etwas in ihr regte als sie Dion ansah, er war zweifellos
attraktiv, er hatte einen starken Körper und als er sie an sich
zog, spürte sie auch das ihn der Gedanke bereits erregt hatte,
sie in seinen Armen zu halten. Er sah sie an: „Ich liebe dich
und nicht wie ein Bruder seine Schwester liebt, sondern wie ein
Mann eine Frau liebt, so wie Eric Jasmin. Ich habe viel gelernt
in der Zeit da ich Erics Begleiter war.“ Während er sanft mit
ihr sprach hatte er bereits begonnen sie zu streicheln. Und zog
sie nun langsam aus. Dann küsste er sie, erst sanft und dann
leidenschaftlicher werdend. Und war überrascht das sie seinen
Kuss erwiderte. Es fiel ihm nicht leicht zärtlich zu sein,
dennoch bemühte er sich. Als er spürte das sie sich an ihn
drückte, hob er sie auf seine Arme und trug sie zum Bett um sie
dort sanft darauf gleiten zu lassen. Dann legte er sich zu ihr
und streifte noch schnell seine Hose ab. Sie sah ihn ängstlich
an. „Hab keine Angst, ich werde versuchen sanft und zärtlich zu
sein. Wenn dein Vater es vermag, werde ich es wohl auch
schaffen.“ dann begann er sie nach allen Regeln der Kunst zu
verführen, was damit endete das sie leise aufstöhnte und sich
ihm lustvoll und freiwillig hingab. Als Jasmin hörte das es
soweit war, erhob sie sich und betrat kurz darauf das Zimmer der
beiden, diese auf dem Bett nicht beachtend, sondern nahm das
Schwert und das Buch an sich, nur sie vermochte noch beides zu
tragen auch ohne ihre Gäste.
Dann betrat sie wieder den Garten
und sah nun das auch alle anderen Inkarnationen erschienen
waren, ebenso Andra mit Mystra die kurz vor ihrer Niederkunft
stand und sogar die Göttin Suna erwartete sie. Sie legte das
Buch auf den Tisch und lehnte das Schwert dagegen. „Die beiden
sind frei, sie werden nun bald ihre neue Aufgabe antreten. Doch
nun wird es Zeit das zwei andere ihren Platz ein nehmen.“ Mystra
freute sich das ihre Kinder nun frei sein würden und strich
sanft über ihren gerundeten Bauch. Bald würden wieder zwei neue
Götter das Licht der Welt erblicken und sie sah Jasmin lächelnd
an. Denn sie erinnerte sich das sie sich mal gewünscht hatte nur
mit Andra glücklich sein zu können, zu leben wie ein normaler
Sterblicher. Alles hatte man ihr nicht erfüllen können, doch als
Andra sie sanft an sich zog, wusste sie das es dem doch recht
nahe kam, was sie nun hatte. Jasmin hatte also in dem Moment wo
sie sich bereit erklärte mit Dorian das Bett zu teilen nicht nur
ihn glücklich gemacht, sondern auch Andra und vor allem Mystra.
Sicher würde auch Dorian immer mal noch mit Mystra schlafen, um
damit auch von ihm weitere Götter gezeugt werden würden, aber
damit konnten alle leben. Und das Göttergeschlecht hatte nun ein
Paar hinzu bekommen die ebenfalls für Nachwuchs sorgen würden.
Während es also im Gästezimmer heiß her ging, sah nun Jasmin
Leith an. „Bist du bereit?“ Dieser nickte: „Ja, Herrin.“ Doch
dann trat auf einmal Iona vor. „Wartet..“ Sie nahm Leith an die
Hand, ging mit ihm in die Höhle und suchte ein leeres
Schlafzimmer mit ihm auf. Jasmin schmunzelte während Dorian und
Eric den beiden verwundert nach sahen. Aaron stand nur daneben
und zuckte leicht mit den Schultern: „So ist das eben wenn man
mit der Natur zusammen lebt. Sie erkennt und heilt.“ Jasmin sah
nun Eric an. „In Ordnung also verschieben wir das Buch noch
einen Moment und nehmen uns das Schwert vor. Schatz bist du
bereit den Kampf auf zu nehmen?“ Erics Gesicht war angespannt,
seine Muskeln begannen zu zucken, er trug nicht mehr als seine
Lederhose. Er nickte: „Ich bin bereit, setz den Bastard in das
Schwert. Ich werde ihm schon zeigen wer sein Herr ist.“ Auch
Dorian und Aaron zogen ihre Schwerter sie wussten was auf dem
Spiel stand, sie würden zwar Erics Kampf nicht unterstützen
können, doch sie konnten verhindern das er jemand anderen
verletzen würde. Und würden, wenn es nötig wäre ihn töten. Wenn
auch alle hier Anwesenden an sich unsterblich waren, so galt
diese Unsterblichkeit nicht an diesem Ort und nicht wenn einer
von ihnen den Tod verursachen würde. So nahm Jasmin ihren Stab
und beugte ihn nun damit die Kugel das Schwert berühren konnte.
Und dann sah man wie eine schwarze zähflüssige Masse aus der
Kugel in das Schwert lief. Waren Jenna und Dion immer als Nebel
erschienen, so war das hier jetzt etwas anderes. Dort floss das
reine Böse in das Schwert. Um das Schwert begann es zu wabbern,
die dunkle Aura die zuvor das lebende Ungeheuer umgeben hatte,
umgab nun das Schwert. Eric sah auf das Ding herab, atmete noch
einmal kurz ein, wobei man sah wie sich sein mächtiger Brustkorb
kurz hob und senkte und umschloss dann den Griff des Schwertes
fest mit seiner Hand. Sogleich versuchte die dunkle Aura ihn ein
zu nehmen und kroch langsam an seiner Hand entlang. Eric brüllte
laut auf und schrie: “ Du kriegst mich nicht klein, ich bin was
ich bin, ich bin der Krieger des Lichts.“ Er hatte kurzerhand
seinen Titel geändert und Jasmin wurde klar das er recht hatte,
er war nicht mehr der Krieger des Schicksals denn nun war er ihr
Krieger. Eric stand dort breitbeinig mit dem Schwert nun in
beiden Händen und kämpfte gegen das Finstere an das versuchte
ihn ein zu nehmen an. Mal glitt es etwas höher seinen Arme
herauf und dann wurde es scheinbar wieder zurück gedrängt. Und
abermals brüllte Eric: „Ich bekämpfe dich bis ich meinen letzten
Atemzug getan habe, wenn es sein muss. Du hast versucht mich zu
töten, doch nun wirst du mein Diener sein und nicht ich der
deine, du verfluchter Bastard.“ Sein Körper war inzwischen
Schweiß überströmt was allen anderen zeigte wie hart sein Kampf
war und welche Kraft er aufwenden musste. Jasmin war einige male
versucht Eric zu unterstützen mit ihrer Kraft doch ihr wurde
klar, er musste es alleine schaffen, denn sie konnte nicht immer
neben ihm stehen sobald er das Schwert in die Hand nehmen
musste, denn dann würde er auch alleine da stehen. Aaron und
Dorian standen bereit und beobachteten Eric genau. Doch langsam
wich die schwarze Aura zurück , Millimeter um Millimeter. Eric
warf den Kopf in den Nacken, sein Gesicht war schmerzverzerrt
doch er gab nicht auf und kämpfte weiter. Und nach einer
gefühlten Ewigkeit wich die Aura endgültig ins Schwert zurück.
Sachte wabberte nun die schwarze Aura nur noch um das Schwert.
Dann griff Eric noch mal richtig zu und nahm das
Zweihänderschwert, wie zuvor wieder nur mit einer Hand und hielt
es triumphierend in die Luft. Er hatte gewonnen, und das
Ungeheuer endgültig besiegt. Eric war nun der Herr des
Schwertes. Doch als er nun die Scheide sah, da war auch diese
schwarz geworden und die Runen darauf hatten sich geändert. Es
waren nun nicht mehr die Runen des Schicksals sondern die Runen
des Lichts, die weiß auf dem schwarzen Untergrund leuchteten. Er
schob das Schwert zurück in die Scheide und schnallte es sich
wieder auf seinen Rücken. Dann grinste er alle der Reihe nach
an: „Na bin ich gut oder bin ich gut`?“ Dorian schüttelte nur
den Kopf. „Eines ist jedenfalls gewiss, du bist der stärkste
Kerl den ich je geküsst habe.“ Dann lachten alle wie befreit
auf. Eric zog Jasmin heftig an sich und küsste sie nun dermaßen
wild das ihr hören und sehen verging und ihre Beine wie Gummi
wurden. Dann lies er sie ebenso abrupt wieder los, kniete sich
vor ihr nieder und beugte seinen Kopf. „Herrin was auch immer du
befehlen magst, ich werde für dich kämpfen.“ Nun sahen ihn alle
anderen erstaunt an. Was hatte das zu bedeuten? Doch als Jasmin
ihre Hand auf seinen Kopf legte und dann leise sagte: „Gut dann
möge deine Busse beginnen,“ da wurde allen klar das hier Eric
für das Ungeheuer gesprochen hatte. Eric brachte dann das
Schwert in ihr Schlafzimmer. Jasmin hatte dort eine versiegelte
Truhe vorbereitet in der das Schwert nun ruhte, wenn es nicht
gebraucht werden würde. Als er anschließend wieder den Garten
betrat waren alle wesentlich entspannter als zuvor. Und nach ihm
folgte dann auch Iona mit einem breit grinsenden Leith im
Schlepptau. Dorian knuffte Eric leicht an und deutete auf Leith:
„Na, der hatte aber seinen Spaß.“ Und dann grinsten Dorian und
Eric anzüglich um die Wette als sie Leith ansahen, der, als er
ihren Blick sah, knall rot wurde und nur zu Jasmin stotterte:
„Ich bin bereit Herrin.“ Auch Jasmin konnte sich kaum ein Lachen
verkneifen und versuchte so ihn ernst an zu sehen: „In Ordnung
dann wollen wir mal.“ dann berührte sie Leith sanft an der Stirn
und legte die andere Hand auf das Buch. Dann wurde Leith zu
weißem Nebel und glitt langsam in das Buch hinein. Und leise
hörte sie seine Stimme: „Das war sehr schön, wirklich sehr
schön. Danke Iona noch mal in meinem Namen und sag ihr sie soll
sich für nächstes Jahr frei nehmen wenn ich wieder heraus darf.“
Nun lachte Jasmin doch und alle anderen sahen sie fragend an.
Sie schüttelte nur leicht mit dem Kopf und meinte nur:
“Insiderwitz..... Doch ich soll dir noch mal danke sagen. Und du
sollst dir nächstes Jahr einen Tag frei nehmen wenn er wieder
raus darf.“ gen Iona gewandt.
Man begann zu feiern, man trank
und aß. Als Jasmin die Gruppe die sich dort in ihrem kleinen
Garten tummelte sah, lächelte sie und Dorian als auch Eric sahen
sie leicht fragend an. Einige Stunden später traten dann noch
zwei zu ihnen und Jenna strahlte über das ganze Gesicht. Dion
hatte einen Arm um sie gelegt und sie nahe an sich gezogen. Auch
er schien sehr zufrieden damit zu sein wie es nun war.
Beide traten nun auf Jasmin zu
und beugten ebenfalls leicht den Kopf. „Welche Aufgabe hast du
für uns?“ Jasmin sah sich die beiden jungen Leute an. „Ich habe
drei Aufgaben für euch. Erstens werdet glücklich, zweitens sorgt
für eine oder zwei weitere Göttinnen und drittens, ich habe eine
Welt die unbedingt einige Götter braucht. Sie ist von seltenen
Kreaturen bewohnt. Und hat sogar einige Drachen. Dieser Welt
sollt ihr als herrschende Götter vorstehen.“ Jenna und Dion
sahen sich an, dann Jasmin: „Wir sollen weiter leben? Wir sollen
sogar einen Platz als Götter einnehmen?“ Jasmin nickte sanft: „Aye....ich
brauche jede Hilfe die ich bekommen kann, und ich denke ihr
beiden werdet das sehr gut machen.“ Auch hier hatte Jasmin genau
das richtige getroffen, und als sie nun Dorians Gesicht sah,
strahlte sogar er. Seine geliebte Tochter würde als Göttin am
Himmel einer Welt stehen. Dann ging Dorian mit festen Schritten
auf Mystra zu die von Andra fürsorglich im Arm gehalten wurde,
riss sie ihm aus dem Arm drückte sie an sich und küsste sie
leidenschaftlich, anschließend zwinkerte er Mystra zu: „Auf das
der Sohn den du von mir bekommst ebenso einen guten Platz
bekommen wird wie unsere Tochter.“ Dann sah er seinen Bruder an,
nickte ihm zu: „Und auch deinem Sohn wünsche ich das selbe.“
Andra sah immer noch verblüfft Dorian hinter her als dieser sich
schon umgedreht hatte und sich wieder neben Jasmin stellte.
Jasmin sah alle recht zufrieden
an. Dann sah sie die beiden Männer die sie flankierten an und
meinte trocken: „Na bin ich gut oder bin ich gut?“ Und beide
lachten herzlich und legten jeder einen Arm um sie.

 
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