Kapitel 8: Belohnungen

Wohin das singende Heer auch ging
wurde es hell. Auf geradem Wege führte Rian sie zu dem Versteck
des Finsteren. Diesem wurde natürlich von dem Heer das auf ihn
zu kam berichtet, so sammelte auch er sein Heer zusammen.
Abermals würde sich das Heer der Finsternis und das Heer des
Lichts gegenüber stehen. Beim letzten mal war es nur gut
ausgegangen weil eine junge Frau den Mut hatte sich ihm
gegenüber zu stellen, würde es diesmal auch so sein? Nun Amanda
hatte allen ihren Plan erklärt, sie wusste das sie sich nicht
mehr bei ihm ein schmuggeln könnte, weil er nun wissen würde das
sie noch lebte. Doch sie hatte dennoch vor ihn zu narren.
Und nach zwei Tagen in denen das
Heer hinter sich alles hell zurück ließ, trafen sie auf das
dunkle Heer. Und an vorderster Front stand der Finstere. Doch er
traute seinen Augen nicht, immer wieder schüttelte er den Kopf
weil er dachte seine Augen würden ihn narren. Denn dort stand
eine junge blonde Frau die er genau kannte und hinter ihr
standen ihr Beschützer und ihr Liebhaber. Doch das konnte nicht
sein. Dann trat sie langsam auf ihn zu und eiskalt hörte er sie
sagen: „So sieht man sich wieder und abermals wird es Zeit dich
in dein Gefängnis zu bringen, wohin du gehörst. Wie war das
noch? Du wolltest mir und dem Licht dienen? Doch was sehe ich
hier? Ich hätte dich damals schon endgültig vernichten sollen,
doch meine Gutmütigkeit lies es nicht zu.“ Was er sah war die
ehemalige Herrin des Lichts, er wusste noch ahnte er das er hier
einer Illusion auflag. Doch er glaubte was er sah und so dachte
er, er stände Jasmin gegenüber. Da Alrik ebenso groß war wie
Eric und neben ihm nun Doron und Ilja standen, nahm der Finstere
an, das wäre sein einstiger Wächter, als auch die anderen
Gefährten die sie damals bei sich gehabt hatte. Amanda achtete
auf jede seiner Regungen und sah das er tatsächlich auf ihre
Illusionen herein fiel. Sie hoffte das es vielleicht gar nicht
erst zu Kämpfen kommen würde, das er sich vielleicht von selber
ergeben würde. Doch auf einmal drehte er sich um und versuchte
zu fliehen und hetzte sein Heer auf sie. Doch nun konnte man
sehen das auch Amanda recht durch trainiert war, denn sie setzte
ihm sofort mit Alrik und den anderen im Rücken nach. „Bleib
stehen du feiger Hund,“ sie griff noch im Laufen nach dem Dolch
in ihrem Stiefel. Der Finstere hatte zu viel Zeit im Labor
verbracht und so war er lange nicht so durch trainiert wie die
die ihn nun verfolgten. Und so konnte es kommen das Amanda ihn
fast erreichte und mit einem gezielten Wurf, der Dolch in ihrer
Hand ihn mitten ins Herz traf. Hinter ihnen trafen die beiden
Heere auf einander, doch hatten die Dämonen einen Nachteil, denn
das Heer des Lichts sang selbst im Kampf noch weiter und so
vergingen die Dämonen sobald sie auch nur ins Licht traten, so
das man nur gegen die lebenden Toten kämpfen musste.
Als der Finstere wie ein Stein zu
Boden fiel, war schnell Alrik heran und als diese dunkle
klebrige Substanz den Körper verließ und bevor sie im Boden
versickern konnte, hatte Alrik sein Schwert mitten hinein
gesteckt und das Schwert nahm diese Substanz wieder auf. Doch da
der Finstere jetzt sah das der Wächter nicht der selbe war,
versuchte er nun ihn ein zu nehmen und wie schon einmal bewegte
sich diese Substanz an dem Schwert entlang bis fast zur Hand und
versuchte in Alrik hinein zu kriechen. Doch der drängte sie wie
damals Eric ebenfalls immer wieder zurück. Man sah welche Kraft
es Alrik kostete, sein Hemd war inzwischen Schweiß getränkt, der
Schweiß rann ihm schon den Körper herab. Doch er war ein Kämpfer
und so lies er nicht nach und brüllte: „Mich kriegst du nicht,
das ist nicht der erste Kampf in meinem Leben, in mir wirst du
deinen Meister finden.“ Immer wieder warf er mit
schmerzverzerrtem Gesicht seinen Kopf in den Nacken und rang den
Finsteren nieder. Und als er es endlich geschafft hatte, hielt
er das Schwert in seinen Händen, an dem abermals eine dunkle
Masse wabberte. Der Finstere war in sein Gefängnis zurück
gekehrt. Und sein neuer Wächter hatte seine Aufgabe angetreten.
Nun sah man auch das sich die dunklen und künstlichen Wolken
langsam auflösten und verzogen, die Sonne brach hervor und
überflutete die gesamte Welt mit Licht. Überall jubelte man und
freute sich das der Finstere erledigt war. Das Heer und seine
Helden räumten nun noch mit den letzten Untoten auf.
Anschließend durchsuchte man noch das Versteck des Finsteren um
auch dort die letzten Dämonen oder Untoten dort hin zu schicken
wohin sie gehörten. Ebenso wie man die Gefangenen die man dort
fand, wieder aus ihren Gefängnissen entließ. Auch die ehemaligen
Mätressen, die sich wie sich jetzt heraus stellte auch nicht
unbedingt freiwillig mit dem Finsteren eingelassen hatten,
konnten sich wieder ihrer Freiheit erfreuen. Doch es gab noch
viel zu tun. Das schlimmste war geschafft. Der Finstere war in
sein Gefängnis zurück gekehrt. Amandas Bruder war frei und
wieder er selber. Aber nun wurde den erweckten Helden klar, das
sie hier nicht mehr gebraucht würden und fragten sich was nun
mit ihnen geschehen würde. Doron und Ilja hatten auch
Gefährtinnen gefunden, die sie sogar geschwängert hatten. Und
bei aller Freude machten sie sich nun Sorgen was nun passieren
würde. Mussten sie zurück oder würden sie bleiben dürfen?
Nach drei weiteren Tagen war das
Heer wieder ins Tal zurück gekehrt. Und dort wartete eine
Überraschung auf sie. Denn dort stand eine junge Frau, schwarze
Haare, schlank dennoch recht muskulös, mit zwei großen starken
Kriegern an ihrer Seite. Einer von ihnen trug eine Kiste, die
Alrik und Amanda schon bekannt vor kam. Denn in ihr hatte das
Schwert gelegen das Alrik nun trug. Der andere Mann trug ein
prachtvolles Schwert das im Licht glänzte. Mit ruhigem Gesicht
sah die junge Frau ihnen entgegen. Alrik wusste wer dort stand
und trat vor sie hin, kniete sich nieder und senkte den Kopf.
Ihm taten es Doron und Ilja gleich. Die Menschen wunderten sich
was dort vor sich ging und scharten sich um sie. Man wartete ab
was nun geschehen würde und als die junge Frau zu sprechen
begann, hörte sie jeder, ihre Stimme wurde weit getragen. „Es
tut mir leid das wir erst jetzt kommen. Doch hatten wir diese
Welt unter einem Schild verborgen, so das sie weder jemand
verlassen noch betreten konnte. Auch wir nicht. Ihr habt eure
Aufgaben gut erfüllt und somit bin ich bereit jedem einzelnen
von euch, einen Wunsch zu erfüllen, egal was es sein mag.
Solange sich niemand wünscht, das der Finstere wieder frei
kommt. Erhebt euch, ihr müsst nicht vor mir nieder knien. Fangen
wir mit dir an. Alrik willst du wirklich den Rest deines Daseins
das Schwert mit dir herum tragen oder es nicht lieber wieder in
diese Kiste legen und dafür dieses Schwert an dich nehmen? Es
hat magische Kräfte und ist ein Schwert des Lichts. Du hättest
es mehr als verdient.“ Damit deutete sie auf das Schwert das der
andere Mann in ihrer Begleitung auf seinen Händen trug. „Du
wirst das finstere Schwert hüten müssen, doch heißt es nicht das
du es auch mit dir herum tragen musst.“ Die drei erhoben sich
und Alrik sah die junge Frau an. „Wäre damit mein Wunsch schon
weg oder ist das eine Dreingabe?“ Die junge Frau lachte leise.
„Nein dein Wunsch wäre damit nicht weg, den hättest du dennoch.“
Alrik nickte: „Gut dann nehme ich das Schwert des Lichts und
lege das dunkle wieder in seine Kiste.“ Damit trat er vor, nahm
das Schwert von seinem Rücken und legte es in die Kiste zurück.
Und wie schon zuvor, wurde sie mit einer magischen Kette
versehen und verschlossen. Dann überreichte man ihm das Schwert
des Lichts, das er sich nun auf den Rücken band. „Was wäre nun
dein Wunsch?“ :wurde er gefragt. Er sah die junge Frau von oben
bis unten an, dann fiel sein Blick auf ihre beiden Begleiter. Er
sah den beiden an, das sie beide das Bett mit der jungen Frau
teilten, ihre ganze Haltung zeugte davon. Er nickte: „Nun meinen
Wunsch würdet ihr wahrscheinlich eh nicht erfüllen zudem er
verletzend meiner gegenwärtigen Gefährtin gegenüber wäre. “
dabei sah er Amanda an, die ebenfalls die junge Frau betrachtete
und sich schon denken konnte, was sich Alrik am liebsten
wünschen würde. “Mal abgesehen davon das ich mich wahrscheinlich
dann gleich auch in eine Kiste legen könnte, wenn ich eure
Begleiter ansehe. So wünsche ich mir das diese Welt wieder her
gerichtet werden wird, das es wieder Leben hier geben wird, wie
es in den Geschichten meiner Welt erzählt wird, schon damals
dort geschah.“ Die junge Frau schmunzelte und nickte: „So sei
es.“ Dann sah sie Doron und Ilja an: „Und was wünscht ihr euch?“
Die beiden traten vor sie hin und Doron sprach: „Wir haben nur
den Wunsch, hier bleiben zu dürfen. Wir haben hier eine Liebe
gefunden und möchten sie nicht verlassen. Denn sie bekommen auch
jede ein Kind von uns.“ Die junge Frau sah nun Ilja an: „Ist das
auch dein Wunsch?“ Dieser nickte: „Ja, das ist auch mein
Wunsch.“ Abermals nickte die junge Frau: „So sei es.“ Als die
beiden zurück getreten waren traten nun Rian und Amanda vor. Die
junge Frau sah die beiden an. „Nun zu euch. Rian, du als auch
Amanda ihr seid Halbgötter, wobei Amanda sogar einen Anteil
dunkler Fähigkeiten hat. Um es mal so aus zu drücken. Ihr werdet
euren Status als Halbgötter verlieren und von mir zu vollen
Götter gemacht. Ihr werdet auf der Welt der Götter leben, wenn
diese Welt hier wieder in Ordnung gekommen ist. Und ihr werdet
dieser Welt als Götter vorstehen. Damit sie geschützt wird. Was
ist aber nun euer Wunsch?“ Amanda sah die junge Frau an: „Es ist
bereits alles gewünscht worden, Alrik hat mir vorgegriffen, so
das ich mir wünsche das ihr ihm seinen eigentlichen Wunsch
erfüllt.“ Alrik sah Amanda an dann die junge Frau. Er runzelte
leicht seine Stirn. Nun wurde ihm erst die ganze Größe seiner
derzeitigen Gefährtin bewusst. Und so schritt er ein und trat
auf Amanda zu: „Nein, ich habe es bisher nicht gesagt, doch ich
liebe dich und möchte dich nicht verletzen. Und wenn sich mein
wirklicher Wunsch erfüllen würde, würde es dich verletzen.“ Er
drehte sich zu der jungen Frau um: „Ja ich wünsche mir eine
Nacht mit euch, aber ich denke es liegt an eurer Ausstrahlung,
das in mir dieser Wunsch eben aufkam. Doch es gibt wichtigeres.
Und so möchte ich nicht das Amandas Wunsch für so etwas
vergeudet wird.“ Amanda sah ihn fassungslos an: „Du liebst
mich?“ Er sah Amanda wieder an: „Ja das tue ich, mit ganzem
Herzen und ich hoffte immer das es dir vielleicht auch mal so
gehen würde. Du teilst zwar das Bett mit mir, aber wohl eher aus
dem Grunde weil es die Bedingung war, die mich an dich binden
würde.“ Amanda sah ihn immer noch fassungslos an: „Aber...aber...ich
liebe dich auch. Und dachte das du nur bei mir bist, weil es
eben diese Bedingung gab.“ Und nun, ehe sich Amanda versah war
Alrik schon bei ihr, hatte sie in seine Arme gerissen und küsste
sie leidenschaftlich vor allen Leuten. Und auf einmal jubelten
alle, das war etwas das alle erfreute. Jetzt erst wurde ihm
wieder klar wo sie sich hier befanden und er löste den Kuss,
einen Arm aber um Amanda legend: „Mylady, hohe Dame wenn ihr
eine Göttin für eure Welt wollt in Ordnung, aber diese Frau geht
nirgendwo ohne mich hin. Damit das mal klar ist.“ Nun lachte die
junge Frau herzlich: „Hatte ich das nicht gesagt? Das Schwert
muss auf der Welt der Götter gehütet werden, wenn es in der
Kiste ruht. Womit du sie also ohne weiteres begleiten kannst.“
Alrik der bis jetzt immer ein recht emotionsloses Gesicht
gemacht hatte strahlte nun Amanda an. Rian der neben den beiden
stand lachte leise. Er dachte nach: „Sagt Mylady, in welcher
Größenordnung darf der Wunsch sein?“ Die junge Frau sah ihn an:
„In jeder, mir ist nichts unmöglich. Also nenne deinen Wunsch.“
Rian nickte. „Amanda erzählte mir von den Ewigkeiten und das es
eine Welt gibt in die nur die guten Seelen eingelassen werden,
ich wünsche mir das Amandas Mutter dort einen Platz findet, wäre
das möglich?“ Die Herrin des Lichts lächelte und nickte leicht:
„Ich werde es arrangieren, ich denke sie hat gute Aussichten
dort aufgenommen zu werden. Sofern sie es nicht sogar schon
ist.“ Amanda sah Rian an und flüsterte leise: „Danke.“ Auf
einmal sah Amanda auf. „Doch ich habe einen Wunsch, das Kind des
Lichts, das mir.......uns half.... ich würde es gerne bei uns
aufnehmen. Damit es ein wenig normales Leben hat. Und ich weiß
das es etwas besonderes ist, doch denke ich das es ihm gut bei
uns gehen würde. Wenn es nicht gerade einen Auftrag hat.“ Nun
sah die Herrin des Lichts Amanda verblüfft an: „Ist das wirklich
dein Ernst?“ Amanda nickte: „Ja, wenn es möglich ist.“ Die junge
Frau lächelte: „Ich sagte schon mir ist nichts unmöglich, also
gut, so soll es dann sein, allerdings vorausgesetzt auch das
Kind möchte es.“ Amanda sah zu Alrik auf, der nickte, er hatte
auch dieses merkwürdige Kind in sein Herz geschlossen gehabt.
Nun sah Alrik die Herrin an: „Mylady dürfte ich noch einen
Wunsch äußern? Ich möchte nicht unverschämt erscheinen, doch
diese Welt braucht auch Herrscher und wenn Doron und Ilja
bleiben, wären sie die besten. Und würdet ihr uns wohl trauen?
Amanda und mich?“ Die Herrin nickte: „Sicher doch erst mal lass
mich deinen ersten Wunsch erfüllen, dann sehen wir weiter.“ und
schon stand eine rothaarige Frau neben ihr, mit der sie kurz
sprach. Diese nickte und dann begann die Herrin mit der
rothaarigen Frau im Zweiklang ein eigenartiges Lied zu singen.
Doch kaum hatten sie begonnen zu singen, begann die ganze Welt
langsam aber sicher wieder zu grünen und zu blühen. Zerstörte
Städte wurden gänzlich dem Erdboden gleich gemacht und die Natur
holte sich den Platz zurück, nichts blieb stehen. Es erschienen
wieder Vögel am Himmel, man hörte Grillen zirpen. Die Natur
erneuerte sich, es gab wieder Tiere in jeder Art und jeder Form.
Die Welt wurde, je lauter die beiden sangen immer mehr wieder
hergestellt. Und während die beiden sangen, fragte Amanda Alrik
leise, wer die andere Frau sei und er antwortete, „das ist
Mutter Natur.“ Die großen Städte würden jetzt nicht mehr
gebraucht werden, denn alle Überlebenden dieser Welt waren auf
dem Weg in dieses Tal und von hier aus würden sie sich auch
wieder ausbreiten und die Welt neu bevölkern. Doch das würde
wohl Jahre wenn nicht Jahrhunderte dauern. Als die beiden
endeten, waren auch der große Kristall und seine kleinen Brüder
verschwunden, denn auch sie waren nicht mehr nötig. Doch stand
dafür mitten im Tal an dessen Platz ein großes Monument auf dem
die vier Helden zu sehen waren.

Kapitel 9: Frieden

Nun die Mutter der Natur sorgte
auch dafür das außerhalb des Tales riesige Kornfelder
entstanden, das es dort Bauernhöfe gab, Man hörte das es Vieh
auf den Weiden gab. In den Ställen der Bauernhöfe hörte man Kühe
muhen, Hühner gackern und es gab auch Ziegen, Schweine und alles
was zu einem Bauernhof gehört. Große Pferdeherden zogen durch
die Welt. Man musste sie nur einfangen. Sie sorgte dafür das es
Mühlen gab und alles was man zu einem einfachen Leben brauchte.
Allen war klar das es nur langsam voran gehen würde, doch war es
nun möglich ein Leben in Frieden zu leben. Und das war weit aus
mehr als man bislang hatte. Und so waren die Menschen mehr als
glücklich und zufrieden.
Die Führung saß erst mal mit der
Herrin zusammen und besprach wie es nun weiter gehen sollte.
Mutter Natur war nach getaner Arbeit wieder verschwunden. Es
wurde beschlossen, das Ilja und Doron als Regenten erst einmal
die Führung übernehmen sollten. Alrik erklärte sich bereit,
immer wieder mal gucken zu kommen und wenn nötig mit Rat und Tat
zur Seite zu stehen. Schließlich war er einst König gewesen und
kannte sich so auch in Regierungsgeschäften aus. Amanda und Rian
würden immer ein Auge auf ihre Welt haben, einen Posten den sie
gerne an nahmen. Die vier Männer sahen immer mal zu der Herrin
hin die am Kopfteil des Tisches saß und hinter der die beiden
mächtigen Krieger standen. Hier und da machte einer der beiden,
er schien der dominantere der beiden zu sein, einen Vorschlag.
Alrik betrachtete den Mann unter dem Aspekt eines Kriegers und
er hatte bemerkt, das er dort einen gut ausgebildeten Kämpfer
vor sich hatte. Dessen Bewegungen waren sparsam und leicht
fließend und das obwohl er sehr kräftig und massig erschien. So
erfuhr er auch das sein neues Schwert von diesem Mann
geschmiedet worden war. Das erklärte wohl auch wieso er so
muskulös war. Er sah auch immer wieder den liebevollen Blick mit
dem dieser die Herrin bedachte. Die Kiste mit dem dunklen
Schwert, das er getragen hatte war inzwischen verschwunden. Als
alles soweit besprochen war und man nach draußen trat, bat Alrik
noch einmal darum das man Amanda mit ihm verbinden möge und so
fand auch die Trauung der beiden statt. Alrik hatte Amanda
erzählt das er zwar eine menge Kinder gezeugt, doch selbst in
seinem ersten Leben nie geheiratet hatte, weil er nie die
richtige Frau fand. Doch jetzt war er sich sicher, Amanda wollte
er nicht mehr hergeben. Und wenn Amanda ihn anstrahlte ging in
ihm das Herz auf. Sie zeigte ihm nun auch das sie ihn liebte und
ging ein wenig mehr aus sich heraus. Sie würde wohl immer recht
ernst sein, doch er wusste das er sie liebte und das sie ihn nun
ebenso lieben würde. Auch wenn er ein gewisses begehren der
Herrin gegenüber spürte. Und an Amandas Blicken konnte er sehen
das sie es wusste. Inzwischen hatte es sich auch unter der
Bevölkerung herum gesprochen wer diese Herrin war, die so
plötzlich erschienen war und man war sich einig das sie später
mal auch einen Tempel bei ihnen bekommen sollte. Man verehrte
sie jetzt schon, doch ihre Liebe an sich gehörte Amanda, sie war
ihre Göttin, sie war die Beschützerin ihrer Welt. Rian kannten
sie noch nicht gut genug um diesem ebenfalls die gleiche
Verehrung teil werden zu lassen. Doch das würde man mit der Zeit
ja sehen. Als alles geregelt war und es sonst nichts mehr gab,
trat Alrik auf Amanda zu, nahm sie in seine Arme, drückte sie an
sich und flüsterte ihr leise ins Ohr: “Meinst du jetzt wäre Zeit
eventuell mal an Kinder zu denken? Ich würde mich glatt opfern
um sie zu zeugen.“ Amanda sah ihn verblüfft an und lachte dann
leise: „So so, opfern.......hm....“ Sie sah sich gespielt
suchend um. „ Also wenn es darum geht, du musst dich nicht
opfern, ich finde dafür bestimmt auch jemand anderen. Zum
Beispiel den großen Krieger der die Herrin begleitet oder auch
den anderen, der scheint weniger abgeneigt zu sein auch mal
jemand anderen als sie mit in sein Bett zu nehmen.“ Nun war es
an Alrik verblüfft zu gucken, doch dann lachte er herzlich los.
„Mir ist klar das ich wohl kaum eine Chance hätte gegen die
beiden zu gewinnen, doch ich sagte dir schon an unserem ersten
Tag, niemand rührt mein Kleinod an, auch diese beiden nicht. Ich
wäre also gezwungen mich mit ihnen an zu legen, also wäre es da
nicht besser wenn du mich ran lässt?“ Doch bevor Amanda auch nur
antworten konnte küsste er sie schon leidenschaftlich. Sie
würden noch einige Wochen auf dieser Welt bleiben und dann der
Herrin und ihren beiden Begleitern folgen. Man hatte ihnen
erklärt wie sie es anstellen mussten um auf die Welt der Götter
zu gelangen.
Und nach einigen Wochen war es
dann soweit, sie verabschiedeten sich von all ihren Freunden,
Alrik gab den beiden frisch gebackenen Regenten und nun auch
Ehemännern noch einige Ratschläge und dann waren auch sie fort.
Diese Welt sah einer guten Zukunft entgegen. Und mehr konnte man
im Moment nicht tun. Nun warteten neue Aufgaben auf Amanda,
Alrik und Rian.
Ende
( Weiter geht es dann mit Aurian,
Herrin des Lichts, wenn man mehr über die drei lesen möchte.
LG
Lady)